Wolfgang Mieder

 3,7 Sterne bei 3 Bewertungen

Lebenslauf von Wolfgang Mieder

Wolfgang Mieder (geb. 1944) ist seit 1971 Professor für Germanistik und Volkskunde an der University of Vermont in Burlington, Vermont (USA), wo er über drei Jahrzehnte Leiter des Instituts für Germanistik und Slawistik war. Obwohl er sich mit Märchen, Sagen und Volksliedern sowie philologischen und literarischen Themen beschäftigt, liegt sein hauptsächliches Forschungsinteresse in der Parömiologie, d.h. in der Sprichwörterforschung. Viele seiner Bücher behandeln den Gebrauch und die Funktion von Sprichwörtern und Redensarten in der Literatur, den Massenmedien, der Kunst, Werbung und Politik, wie in letzter Zeit etwa International Bibliography of Paremiology and Phraseology (2009), „Spruchschlösser (ab)bauen“: Sprichwörter, Antisprichwörter und Lehnsprichwörter in Literatur und Medien (2010), „Behold the Proverbs of a People“: Proverbial Wisdom in Culture, Literature, and Politics (2014), „Goldene Morgenstunde“ und „Früher Vogel“: Zu einem Sprichwörterpaar in Literatur, Medien und Karikaturen (2015), „Different Srokes for Different Folks“: 1250 authentisch amerikanische Sprichwörter (2015) und „Entkernte Weisheiten“: Modifizierte Sprichwörter in Literatur, Medien und Karikaturen (2017). Seit 1984 gibt er auch Proverbium: Yearbook of International Proverb Scholarship in Vermont heraus.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Wolfgang Mieder

Cover des Buches Widersprüche zum Widersprechen (ISBN: 9783930620579)

Widersprüche zum Widersprechen

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Erschienen am 17.06.2009
Cover des Buches English Expressions (ISBN: 9783150092880)

English Expressions

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Erschienen am 01.04.1992
Cover des Buches Kein Hänsel ohne Gretel (ISBN: 9783821821665)

Kein Hänsel ohne Gretel

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Erschienen am 01.08.1990
Cover des Buches The Proverbial Bernard Shaw (ISBN: 0313292183)

The Proverbial Bernard Shaw

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Erschienen am 01.02.1994
Cover des Buches English Proverbs (ISBN: 9783150141137)

English Proverbs

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Erscheint am 05.11.2021
Cover des Buches English Proverbs (ISBN: 9783150092354)

English Proverbs

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Erschienen am 01.01.1988

Neue Rezensionen zu Wolfgang Mieder

Cover des Buches Die schwarze Spinne (ISBN: 9783150064894)rosebuds avatar

Rezension zu "Die schwarze Spinne" von Jeremias Gotthelf

Rezension zu "Die schwarze Spinne" von Jeremias Gotthelf
rosebudvor 9 Jahren

Inhalt:

Gezwungen durch die unerfüllbare Aufgabe des Ritter von Stoffeln gehen die Bewohner eines kleinen Dorfes einen Pakt mit dem Teufel ein. Er erledigt für sie die Aufgabe, wenn er dafür das nächste ungetaufte Kind bekommt. Doch als die Aufgabe erfüllt ist, sind die Dorfbewohner nicht mehr bereit, den Preis dafür zu bezahlen. Mit einer List verhindern sie, dass der Teufel das Kind bekommt. Doch der Teufel lässt nicht mit sich Spaßen und schickt eine schreckliche Strafe unter die Dorfbewohner – die schwarze Spinne!

Emotions:

Erwartet habe ich ein langweiliges, schwer zu lesendes Buch. Bekommen habe ich eine packende Story, die es mir unmöglich gemacht hat, das Buch auch nur aus der Hand zu legen.

Aufbau, Schreibstil und Perspektiven:

Das Buch hat eine Rahmenhandlung und zwei Binnengeschichten. In der Rahmenhandlung geht es um die Taufe eines Kindes und die darauf folgende Feier. Die Binnenhandlungen sind das, was einer der Personen (der Großvater) nach der Taufe erzählt. In den zwei Binnenhandlungen geht um die Spinne und ihr Wüten.
Gotthelfs Schreibstil ist bestimmt nicht Jedermann Sache, vor allem deswegen, da seine Sprache für uns (etwas) veraltet klingt und mit Berner Mundart (Nidle S.10; Kacheli S.10)geschmückt ist. Doch dies hat mir persönlich wenig ausgemacht. Nach einer kurzen Eingewöhnungszeit von ein paar Seiten konnte ich ihn relativ leicht und flüssig lesen. Zwar gab es natürlich teilweise mir unbekannte Wörter, doch konnte ich mir diese meist aus dem Kontext erschließen. Nur ein oder zwei Mal musste ich sie dann tatsächlich nachschlagen. Sein Schreibstil ist zudem gespickt mit vielen rhetorischen Mitteln, die einem an manchen Stellen sogar ein richtiges Bild vor Augen zaubern können. Ob einen nun die doch recht vielen Verweise auf die Bibel stören, muss jeder für sich selber entscheiden – mich haben sie nicht gestört.
Die Geschichte ist durchgehend in der 3. Person erzählt.

Meine Meinung:

Ich war am Anfang ja sehr skeptisch, ob mir das Buch gefallen würde. Doch ich wurde positiv überrascht.
Am Anfang der Geschichte erwartet einen erst einmal eine sehr bildliche Beschreibung der Landschaft vor. Gotthelf schafft es, ein klares Bild vor dem inneren Auge des Lesers zu erschaffen.
So schön der Anfang auch ist, die Rahmenhandlung an sich ist eher ermüdend, es passiert nicht viel. Das Lesevergnügen lässt also noch auf sich warten.
Das ändert sich dann aber schlagartig in der Binnengeschichte. Hier fängt es an richtig spannend zu werden. Man erlebt hautnah das Wüten der Spinne mit und kann eigentlich kaum noch aufhören zu lesen.
Doch als dann die Rahmenhandlung wieder beginnt, versetzt es dem ganzen einen Dämpfer. Denn sie nimmt die Spannung wieder aus der Geschichte. Das gleiche passiert dann noch einmal in der Geschichte. Also kann man sagen, dass die Spannung des öfteren auf und ab geht und leider keine durchgehend spannende und interessante Handlung da war. Die Spannungskurve gleicht demnach eher einer Achterbahn mit all ihren Höhen und Tiefen.
Dass man nicht wie bei den meisten Romanen eine Person hat, die einen die ganze Geschichte über begleitet und die man – wenn alles gut läuft – ins Herz schließt, stört nicht weiter. Stattdessen lernt man eigentlich keine Person wirklich gut genug kennen, um sich eine umfassende Meinung über sie bilden zu können.
Sehr gut fand ich die Idee der Spinne als Verkörperung der Pest und somit als Strafe des Teufels.

Mein Fazit:

Die schwarze Spinne ist ein überraschend gute Novelle. Zwar fährt man mit der Spannung ein wenig Achterbahn, doch kann man darüber schlussendlich hinweg sehen, da es doch immer wieder Stellen gibt, an denen man das Buch nicht aus der Hand legen kann. Die Idee mit der Spinne als Verkörperung der Pest fand ich wirklich sehr gut. Ob einem Gotthelfs Schreibstil nun gefällt oder nicht, ist sicherlich von Leser zu Leser verschieden. Mir ist er aber keineswegs negativ in Erinnerung geblieben.

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Cover des Buches Die schwarze Spinne (ISBN: 9783150064894)Dubhes avatar

Rezension zu "Die schwarze Spinne" von Jeremias Gotthelf

Rezension zu "Die schwarze Spinne" von Jeremias Gotthelf
Dubhevor 9 Jahren

Dieses Büchlein erzählt eine Geschichte, die im späten 17 Jahrhundert, Anfang 18. Jahrhundert spielt.
Ich habe mir das Buch bei einer Freundin ausgeliehen und ich wollte ihr nicht glauben, dass es so schrecklich ist, denn sie haben es in der Schule als Lektüre gelesen und wie es weithin bekannt ist, mag man Lektüre, die man nicht freiwillig aussucht, nicht gerade.
Deswegen habe ich gehofft, dass mir die alte Schrift nun besser gefällt, doch ich hatte leider nicht recht.
Die ersten paar Seiten sind recht gut geschrieben, doch danach beginnt der Autor im typischen Slang der damaligen Zeit zu schreiben und man möchte einfach nur mehr einen Stift nehmen und die Grammatik, Satzbau und Rechtschreibfehler ausbessern, auch wenn es damals keine Fehler waren...
Mein Tipp: Lasst die Finger von diesem Buch und falls ihr es in der Schule lesen müsst, dann tut ihr mir leid.

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Cover des Buches Die schwarze Spinne (ISBN: 9783150064894)wernhers avatar

Rezension zu "Die schwarze Spinne" von Jeremias Gotthelf

Rezension zu "Die schwarze Spinne" von Jeremias Gotthelf
wernhervor 10 Jahren

Meisterstück des Biedermeier

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