Wolfgang Millendorfer Kein Platz in der Stadt

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Inhaltsangabe zu „Kein Platz in der Stadt“ von Wolfgang Millendorfer

Entwicklungsroman. In Ordnung. Nur, wer entwickelt sich da? Die Romanfigur? Eher nicht, obwohl … Der Erzähler also. Vielleicht auch der Autor. Mit Sicherheit der Leser. Gehört der obere Absatz gegendert? Schwer vorstellbar angesichts der vielen Tunichtguten, Nichtstuer und Machos, die einem in Millendorfers Roman über den Weg laufen. Und die man mag, trotz großer Distanz zu ihnen. Jeder Generation ihr „Herr Karl“? Merz/Qualtinger oder Kafka? Beckett für österreichischen Bedarf? Ein austrifizierter Meta-Roman à la Gide? Aber mit bildungsbürgerlichen Verweisen hat Millendorfers Text nichts auf dem Hut. (Der Hut übrigens – ein wichtiges Requisit.) Flüssiges Erzählen zunächst, hochkulturfern. Wann sind je Ereignislosigkeit und Langeweile so packend erzählt worden? Bis Karls banale Wirklichkeit im Zinshaus der Großstadt und im Amt der Kleinstadt – ein Pendlerschicksal – nicht mehr banal bleibt, atemlos phantastisch wird, dann doch wieder fast banal. Und schließlich aufhört Schicksal zu sein, als der Erzähler seine Anonymität aufgibt. Was zählt? Die Wirklichkeit des Erzählers oder die Karls? Und wenn beide bis zur Unkenntlichkeit zusammenwachsen? Korrektur und Zurücknahme, ein Prinzip: „Alle guten Geschichten beginnen irgendwo anders und enden im Nichts.“ Stimmt das? „Ist doch egal.“ Nein, ist nicht egal. Oder doch? Keine Antwort möglich, solange man Millendorfers Roman nicht gelesen hat.

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