Wolfgang Moschek Der Limes

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Inhaltsangabe zu „Der Limes“ von Wolfgang Moschek

Was haben die Römer sich dabei gedacht, als sie zu Beginn des 2. Jahrhunderts n. Chr. ihre Welt buchstäblich mit Brettern vernagelten und die Grenzen ihres Weltreiches, mit Türmen, Palisaden, Gräben und Mauern umfriedeten? War es die Angst vor den wilden, räuberischen Barbarenhorden, eine Beschäftigungstherapie für gelangweilte Soldaten in Friedenszeiten oder eine monumentale Machtdemonstration? Oder war der Limes vielleicht nur der größte Gartenzaun der Welt? Wolfgang Moschek erzählt die Geschichte des römischen Limes aus dem Blickwinkel der Menschen, die ihn erdacht, gebaut, bewacht und schließlich verlassen haben. Dabei erfährt man, was der Limes mit dem Ackerbau zu tun hat, von Geheimdienstberichten über die Barbaren jenseits des Limes, von kilometerlangen Gräben im afrikanischen Wüstensand, den Besuchen römischer Kaiser in Britannien, dem einsamen Dienst auf den Wachttürmen in Germanien und den Überwachungsanlagen gegen die „Räuber“ an der Donau. Kurz, dieses Buch zeichnet ein lebendiges Bild einer gar nicht so starren Grenze.

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  • Rezension zu "Der Limes" von Wolfgang Moschek

    Der Limes
    affler

    affler

    10. August 2011 um 21:29

    Limes bedeutet im lat. Ursprung so viel wie „Schneise“, „Weg“ oder „Grenzweg“. Er ist nicht einfach nur eine Mauer, welche als Grenze angesehen wird, sondern viel mehr. Der Ursprung des Limes geht bis in den römischen Schöpfungsmythos zurück. Romulus zog mit einem Flug eine „Schneise“, mit der er den Umriss Roms ausstach. Dann baute er auf dieser Schneise eine Mauer und tötete anschließend seinen Bruder Remus, nach dem dieser die „Mauer“ überschritten hatte. Dies war der erste bekannte Limes. Aber die Römer sahen den Limes nicht nur als Grenze an, so wie wir den Limes heute sehen. Für Sie war er vielmehr ein Ort der Religion, der Ordnung und der Geborgenheit. Alles was sich innerhalb dieses Bereiches befand, war den Römern heilig und war die Ordnung. Alles was sich außerhalb der Mauer befand, war das Chaos, die Gefahr, die Unordnung. Doch diese Grenze bezieht sich nicht nur auf eine Stadt, ein Land oder ein Reich, sondern auch der Grundriss des eigenen Heimes konnte als Limes bezeichnet werden. Es ist interessant zu lesen was der Limes ist, welche genaue Bedeutung er hat, wie die Römer Ihn sich vorgestellt haben und wie „Fremde“ auf den Limes reagiert haben. Er diente zwar auch als Grenze, um das „Chaos“ von der „Ordnung“ zu trennen und zu schützen, aber er diente auch als Anlaufstelle für Hilfesuchende, für Handel, für Kulturaustausch u.v.m. Als rein militärisches Bollwerk ohne sonstigen Nutzen kann er allerdings nicht gelten. Er war zwar das erste Hindernis um in das römische Reich einzutreten und hier und dort an römische Kastelle angegliedert und diente auch der Verständigung unter den Streitkräften, aber er war auch Anlaufstelle für den Handel und den Grenz- und Zollverkehr. Von Ihm aus wurde die römische Kultur und römische Ware ins Ausland getragen. Gleichzeitig kamen über diese Grenzposten Waren wie Sklaven und Felle in das römische Reich. Als bekanntestes Beispiel in Deutschland kann man das Römer Kastell – „Saalburg“ im Taunus nennen. Es ist nicht nur gut erhalten, restauriert und besitzt ein schönes Museum (es lohnt sich), sondern man kann auch einen Wanderweg bestreiten, welcher an einem noch gut erhaltenen Limes mit archäologischen Überresten und Rekonstruktionen vorbeiführt. Für all jene, die mehr über den Limes und das Grenzleben der Antike wissen möchten, ist dieses Buch eine wahre Goldgrube. Ich glaubte alles über den Limes zu wissen und mich gut auszukennen, doch mit diesem Werk habe ich viele Abschnitte, Erklärungen und Bedeutungen des Limes kennengelernt, die mir vorher nicht so bewusst und bekannt waren. Ein sehr gelungenes und qualitativ hoch aufgearbeitetes Buch, das in keinem Bücherregal fehlen sollte.

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