Wolfgang Mueller Der Freund von früher

(1)

Lovelybooks Bewertung

  • 0 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 1 Rezensionen
(1)
(0)
(0)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Der Freund von früher“ von Wolfgang Mueller

Jeder konnte schließlich zu jeder Zeit ein andererwerden. Sich wandeln war ein Menschenrecht.Ein irrsinniges, ein exaltiertes, ein ausuferndes Leben hat er geführt, der Schauspieler Albert Lasser. Beliebt und begehrt war er, die Nächte waren lang, die Partys wild und rauschend. Nun gut, zuletzt ist seine Karriere ins Stocken geraten, aber jetzt, jetzt steht er vor der größten Herausforderung seines Lebens. So erzählt er es seinem Freund Oscar, den er nach langen Jahren zufällig wieder trifft. Doch als der ihn einige Tage später in seiner Wohnung in Berlin-Mitte besuchen will, findet er Albert tot – und die Ereignisse überstürzen sich. Wie und warum ist Albert gestorben? Hat Oscar etwa selbst die Hand im Spiel?

Stöbern in Romane

Dann schlaf auch du

Aufwühlender, spannender Roman über Schein und Sein eines Kindermädchens, das den Zweispalt zwischen Karriere und Kindern auszunutzen weiß

krimielse

Damals

Ein fabelhafter Roman, wenn man die rauhe, englische Landschaft und seine Bewohner mag.

buecher-bea

Die goldene Stadt

Ein spannender, historischer Abenteuerroman mit tollen Schauplätzen. Hat mir sehr gut gefallen!

-nicole-

Ein Haus voller Träume

Ein sehr atmosphärischer und leiser Familienroman mit kleinen Längen in der Mitte, der noch ein bisschen Potential hätte.

tinstamp

Sonntags in Trondheim

Blut dicker als Wasser!?!

classique

Der Frauenchor von Chilbury

Im Vordergrund: das Leben vieler Frauen zur Kriegszeit! Ein selbstbewusster Roman mit Emotionen und Spannung.

Bambisusuu

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Sehr lebendig und mit Tiefe erzählt

    Der Freund von früher
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    27. May 2016 um 15:20

    Da war sie irgendwann einfach vorbei. Diese enge Freundschaft zwischen Oscar und Albert. Dieses „Szene Freundschaft“ aus „Mitte“ (Berlin-Mitte natürlich), die sich auch über Josefine mit erstreckte, die Betreiberin des einzigen Restaurants „wo man hingehen konnte“, damals, nach dem Mauerfall, als alles wie neu begann.Albert, der Schauspieler (der inzwischen seine besten Jahre aber seit Langem hinter sich hat).Oscar, der nach Spandau gezogen ist und sich im bürgerlichen Leben mit seiner Carla versucht (und seitdem die ehemals gemeinsame Wohnung mit Albert, die er angemietet hatte, nicht mehr betreten hat).Zufällig trifft man sich (doch Zurückhaltung ist geboten mit vorschnellen Schlüssen bei Wolfang Mueller, denn im Hintergrund warten doch auch überraschende Verbindungen und Konstellationen, die auch Oscar nie vermutet hätte). Verabredet sich, man freut sich, zum verabredeten Tag findet sich Oscar an der alten, gemeinsamen Wohnung ein und findet Albert tot auf.Und das gerade zu einem Zeitpunkt, an dem es sein ansonsten nichtsnutziger „neuer Agent“ geschafft hatte, Albert tragend in einer Werbekampagne unterzubringen.Die Umstände beginnen, Oscar mehr und mehr auch innerlich wieder in den Bannkreis des charismatischen, nun toten Schauspielers hineinzuziehen. Wie auch Josefine noch da ist, Wie das alte „Lebensgefühl“ wiederkehrt.Wunderbar und fesselnd beschreibt Mueller, dass hier auch „alte Dämme“ brechen, dass das „neue Leben“ im Häuschen in Spandau noch lange nicht heißt, dass ein Mann plötzlich auch im „neuen Leben“ angekommen ist. Erinnerungen, eine Email-Liaison Alberts, die „Bonzenschwester“ mit ihrem „Immobilienmann“, die von Mueller als Prototyp der „neuen Zeit“ und ihren differenzierten Werten (Geld, Geld, Geld) beklemmend gestaltet werden, der „Mietinvestor“, der die „neue Zeit“ für Berlin repräsentiert (Geld, Geld, Geld) und alte Lieben, alte Lebensbereiche, eine innere Distanz zur Lebensgefährtin Carla, die scheinbar aus dem Nichts ausbricht und dennoch viel tiefere Wurzeln hat, als der Leser zunächst ahnt.Dies gepaart mit einem roten Faden fast einer Detektivgeschichte, denn irgendwas ist mit diesem Tod des alten Freundes nicht in Ordnung. Ganz und gar nicht in Ordnung. Und das Ganze eingepasst in die aktuell immer mehr dominierende, „tonangebende „Medienszene“ mit ihren Träumen, Hoffnungen, der harten, teils bitteren Realität und nicht wenigen charakterlich eher deformierten Personen, all das ergibt eine unwiderstehliche Melange der Lektüre.Eine Lektüre, die Mueller auch sprachlich geheimnisvoll und klar, leicht verwaschen und doch auf den Punkt zu gestalten versteht, so das auch sprachlich ein anregendes Leseerlebnis den Leser erwartet.„Es wäre Betrug! Und außerdem sind wir nicht darauf angewiesen. Ich kann als Autor mein Geld verdienen!“.„„Ja!“, lachte Sie böse – das höre ich schon seit Jahren!“.Eine anregende Lektüre mit vielfachen interessante Wendungen und zugleich eine Milieu-Studie, die nachdenklich macht.

    Mehr