Wolfgang Popp

 3.8 Sterne bei 34 Bewertungen
Autor von Wüste Welt, Die Verschwundenen und weiteren Büchern.

Neue Bücher

Die Ahnungslosen
Neu erschienen am 13.09.2018 als Hardcover bei Edition Atelier.

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Wolfgang PoppDie Verschwundenen
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Die Verschwundenen
Die Verschwundenen
 (15)
Erschienen am 15.01.2015
Wolfgang PoppWüste Welt
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Wüste Welt
Wüste Welt
 (17)
Erschienen am 12.01.2016
Wolfgang PoppIch müsste lügen
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Ich müsste lügen
Ich müsste lügen
 (2)
Erschienen am 14.01.2013
Wolfgang PoppIch müsste lügen (Transfer Bibliothek)
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Ich müsste lügen (Transfer Bibliothek)
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Erschienen am 14.01.2013
Wolfgang PoppDie Ahnungslosen
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Die Ahnungslosen
Die Ahnungslosen
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Erschienen am 13.09.2018
Wolfgang PoppZwangsbehandlung von psychisch Kranken im Betreuungsrecht
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Zwangsbehandlung von psychisch Kranken im Betreuungsrecht
Wolfgang PoppCustomer Experience (CEX) und Weiterempfehlungsverhalten - Theoretische Bezüge und Managementimplikationen
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Wolfgang PoppDreissigjähriger Krieg. Lesebuch / Lesebuch
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Neue Rezensionen zu Wolfgang Popp

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Sommermaedchen23s avatar

Rezension zu "Wüste Welt" von Wolfgang Popp

Eine Schnitzeljagd nach einer Fata Morgana quer durch Marokko
Sommermaedchen23vor 2 Jahren

Der Erzähler erhält nach Jahren der Funkstille eine mysteriöse SMS seines Bruders. Diese SMS ist der Auftakt für eine Schnitzeljagd quer durch Marokko, denn obwohl sie keinerlei Kontakt haben fühlt sich der Erzähler genötigt in ein Flugzeug zu steigen und seinem Bruder in einem fremden Land nach zu jagen. In Marokko stolpert er über Menschen, die immer nur in Rätseln und nur bruchstückhaft berichten. Die ganze Zeit über hatte ich das Gefühl einem Geist, welcher nicht existierte hinterherzujagen. Denn egal wo wir hinkommen, sein Bruder ist schon wieder weg, wir haben ihn jedes Mal knapp verpasst. Dafür lernen wir, der Erzähler und ich auf der Reise ein Hippie-Paar kennen. Auch lande ich in einer Geisterbeschwörung, die meinen Eindruck, der Bruder existiert gar nicht noch verstärkt hatte. Beim schreiben dieser Rezension fällt mir gerade auf, dass ich überhaupt keinen Namen zu dem Protagonisten erfahren habe. Irgendwie war ich immer der Meinung er würde Michael heißen, finde darüber aber in meinen Notizen nichts. Er bleibt die ganze Geschichte über gesichtslos. Wahrscheinlich damit sich derjenige, der die Geschichte liest sich besser mit dem Erzähler identifizieren kann, was mir aber leider nicht wirklich gelungen ist. Auch der abgehackte Satzbau ließ mich während des Lesens immer wieder stocken. Leider lässt mich das Ende auch nicht wirklich schlauer zurück. Existiert der jüngere Bruder überhaupt? Das Bild, dass der Erzähler von ihm zeichnet ist so wahnsinnig perfekt, unfehlbar. Sein jüngerer Bruder kann ständig alles besser, wird von allen geliebt und er ist der bessere Mensch von ihnen beiden. Der Erzähler hingegen ist bieder, nur Musiker und nicht sonderlich begabt oder beliebt. Am Ender der Reise glaube ich hat der Erzähler eigentlich nur sich selbst gejagt, um zu sich zurück zu finden.

Fazit
Eine Schnitzeljagd quer durch Marokko bei der es offen bleibt, ob wir einer Fata Morgana nachjagen oder nicht. Letztlich ist es eine Geschichte über das Verschwinden einer geliebten Person. 

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StefanieFreigerichts avatar

Rezension zu "Wüste Welt" von Wolfgang Popp

„wer zehntausend Stunden einem seltenen Vogel nachjagt, kann aber vor einem leeren Ast enden“
StefanieFreigerichtvor 2 Jahren

„Wer zehntausend Stunden Japanisch lernt, spricht anschließend fließend die Sprache, wer zehntausend Stunden Klavier übt, spielt anschließend Schuberts Requiem, dass den Zuhörern die Tränen kommen, wer zehntausend Stunden einem seltenen Vogel nachjagt, kann aber vor einem leeren Ast enden. Hat aber etwas. Dass du trotz aller Anstrengung erfolglos bleibst und dir dennoch keiner einen Vorwurf machen kann. Ein Scheitern ohne versagt zu haben.“ S. 153


„Wüste Welt“ von Wolfgang Popp enthält mehrere solcher sprachlichen Perlen auf nur 160 Seiten. Der Leser begleitet einen namenlosen Musiker auf der Suche nach seinem nur gut eineinhalb Jahre jüngeren Bruder, zu dem er lange den Kontakt mied. „Alle Blicke auf ihm, und mein Leben läuft in seinem Schatten ab.“ S. 84 Die Suche gestaltet sich als Schnitzeljagd, bei der das immer nächste Ziel durch den Vorausgegangenen vorgegeben wird oder sich aus dem Ablauf der Reise ergibt: eine SMS mit der Flugnummer, das Buch von Agatha Christie, das im Auto liegen gelassen wurde mit dem Hotel (passenderweise „Der Schritt ins Leere“ von der Queen of Crime), die Brille, zufällig erspäht beim Blick zur Seite, ja, sogar die Begegnungen, wenn der Ältere von der Strecke abweicht.


Zufälle? Die Zufälle häufen sich – wären das nur einzelne, würde ich die Handlung als unglaubwürdig beschimpfen. In dieser Masse, mit dem unbekannten Ziel und Sinn wirkt das charmant, geheimnisvoll, macht neugierig, lädt ein. Die Brüder wirken miteinander verwoben, wie sonst nur in Erzählungen über eineiige Zwillinge durchgehalten. Wer läuft da bis nachts um 4 Uhr durch den Regen? Und dann gibt es die Suche nach den Geistern... Hier entfaltet sich das, was zum Ende Fragen offen lässt, nachdem zuvor (vielleicht?) nur die andere Seite der Medaille gezeigt werden sollte.


Ich gebe auf jeden Fall eine Leseempfehlung für diese so völlig andere Geschichte, die mir das erste und eher unerwartete Lesehighlight des Jahres bescherte – auf die man sich allerdings auch einzulassen bereit sein muss in ihrer Mehrdeutigkeit. Laut Klappentext handelt es sich um den dritten Teil der „Trilogie des Verschwindens“ von Autor Popp, dessen erste beide Teile ich (noch) nicht kenne. Die Klappentexte der anderen Teile deuten keine fortgesetzte Geschichte an, also geht es wohl eher um eine thematische Verwandtschaft.


Ich denke, Mr Gwyn von Alessandro Baricco und dieses Buch könnten den gleichen Lesern gefallen.

Titel im Buch
Bonnie ‚Prince‘ Billy & The Cairo Gang: „Teach me to bear you“ https://www.youtube.com/watch?v=UwI4y0_DGGA
Marlene Dietrich „Wenn ich mir was wünschen dürfte“ https://www.youtube.com/watch?v=CsrzeV95maQ
Jacques Brel
Ferdinand (! der ältere Bruder von Franz!!) Schubert Requiem https://www.youtube.com/watch?v=8zBkeSKZsDU
Bach Schöpfung

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Cuchilla_Pitiminis avatar

Rezension zu "Wüste Welt" von Wolfgang Popp

Sprachlich auf einer ganz besonderen Ebene, inhaltlich schwach.
Cuchilla_Pitiminivor 2 Jahren

Wolfgang Popps Stil ist sicher gewöhnungsbedürftig. Zumindest ging es mir so, als ich begann, "Wüste Welt" zu lesen. Sein Sprachstil ist ein besonderer und auch das Fehlen von wörtlicher Rede bzw. der Kennzeichnung eben jener hat mich am Anfang gestört. Wenn man sich jedoch in das Buch eingefunden hat, weiß die Sprache und der Stil zu begeistern. Dann beschreibt Popp die Umgebung sehr simpel, aber doch immer authentisch und auf den Punkt. Er verzichtet meist auf ausschweifende Beschreibungen, trotzdem schafft er es, Bilder im Kopf des Lesers zu erzeugen.

Auch die Dialoge und Figuren sind greifbar, wirken realistisch, wie aus dem Leben gegriffen. Manches Mal fragte ich mich, ob der Autor diese Geschichte wohl selbst erlebt hat, weil er so prägnant schreibt.

Trotzdem konnte mich "Wüste Welt" nicht ganz überzeugen, was vor allem am Inhalt liegt. Wir begleiten einen Mann in dieser Novelle auf der Suche nach seinem Bruder. Doch schon bei der Frage, warum er seinen Bruder sucht, konnte mir das Buch keine zufriedenstellende Antwort geben. Eine kryptische Nachricht und dann die fortwährende, unterschwellige Abneigung gegen den Bruder? Wer würde da einfach mal eben nach Marokko fliegen, um ihn zu suchen, wegen einer unverständlichen SMS? Die Reise entwickelt sich zu einem aberwitzigen Roadtrip, der, meinem Geschmack nach, zu oft auf Zufälle, Eingebungen und Gefühl beruhte. Mir fehlte in der Geschichte, so schön ihre Botschaft auch sein mag, einfach die innere Logik. Erst ganz zum Schluss, auf den letzten 30 Seiten kam bei mir so etwas wie Spannung auf, das war mir zu wenig für eine bessere Bewertung.

Da das Buch mit seinen rund 160 Seiten aber wirklich nicht dick ist, ist es für diejenigen, die etwas für besonderen Stil und Sprache übrig haben, einen Blick wert.

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Gespräche aus der Community

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EditionAteliers avatar
Für diese Leserunde verlosen wir 15 Exemplare des Romans »Die Verschwundenen« von Wolfgang Popp! Es wird auch die Möglichkeit geben, Fragen an den Autor zu stellen. 

Zum Buch:
Fünf Menschen brechen plötzlich alle Kontakte und Zelte in ihrer Heimat ab und beginnen ein neues Leben, in Cambridge, Pompeji und Sri Lanka. Viele Jahre später tauchen sie wieder auf – während die einen zufällig gefunden werden, wenden sich die anderen an die, die sie einst zurückgelassen haben.
Wolfgang Popp lässt fünf Erzähler von ihren Wiederbegegnungen mit diesen »Verschwundenen« berichten. Sie versuchen, hinter das Geheimnis ihres plötzlichen Verschwindens zu kommen und machen dabei erstaunliche Entdeckungen sowie die eine oder andere Reise in die Vergangenheit.

Hier geht's zur Leseprobe!

Es gibt 15 Exemplare (6 Printexemplare & 9 E-Books) zu gewinnen*, einfach bis zum 16.12. für ein Buch (print oder E-Book) bewerben. Jeder, der das Buch schon kennt, ist natürlich auch herzlich eingeladen, bei der Leserunde mitzumachen.

Wir freuen uns schon auf eure Bewerbungen und eine spannende Leserunde,
euer Team der Edition Atelier

* Die Gewinner sind gebeten, im Anschluss an die Leserunde ihre Rezensionen hier bei LovelyBooks und auch auf weiteren Foren (eigenen Blogs, bei amazon etc.) zu verfassen und uns diese gern zu mailen. Bestenfalls solltet ihr vor eurer Bewerbung für eine Leserunde schon mindestens eine Rezension auf LovelyBooks veröffentlicht haben.
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