Wolfgang Schüler Der goldene Zwerg

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Inhaltsangabe zu „Der goldene Zwerg“ von Wolfgang Schüler

Hallo, hier ermittelt Edgar Wallace!

Spannend wie »Der Hexer«, atemberaubend wie »Der Hund von Blackwood Castle«, unheimlich wie »Das Gasthaus an der Themse«.

In einem speziell gesicherten Raum bewahrt der Londoner Bankier Samuel Wordsworth eine wertvolle goldene Maya-Statue auf. Eines Tages findet er das Zimmer verschlossen vor, der Schlüssel steckt von innen. Nachdem es gelungen ist, die Tür gewaltsam zu öffnen, offenbart sich die Katastrophe: Der im Raum befindliche Tresor ist aufgebrochen und die kostbare Statue verschwunden, ohne dass erkennbar wäre, wie der Dieb mit seiner Beute hat fliehen können.

In seiner Not wendet sich Wordsworth an Edgar Wallace, der sich – von seinen eigenen Kriminalromanen inspiriert – auf die Suche nach dem »goldenen Zwerg« macht. Doch Wallace merkt schnell, dass das Schreiben von Krimis und echte Ermittlerarbeit nur wenig gemeinsam haben. Dank der Mithilfe seiner cleveren Ehefrau Violet gelingt es ihm dennoch, erste Spuren zu finden und herauszubekommen, wie die Statue den Raum verlassen konnte. Schon bald finden sich die beiden in einem finsteren Verwirrspiel um undurchsichtige Butler, finstere Hintermänner, Schatzkarten und Geheimcodes wieder. Dolche sausen durch die Luft, und Schreie gellen durch den Londoner Nebel.

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    Der goldene Zwerg

    derMichi

    11. September 2017 um 16:00

    Ein Buch, das den Mythos Wallace gerne weiterschreiben möchte. In Teilen gelingt das auch. Schon optisch fügt sich der Band sehr schön in die bekannte "rote Reihe" des Goldmann-Verlags ein und einer der legendärsten Antagonisten aus Wallaces Büchern wird zur persönlichen Nemesis des Autors. Da kann man auch den zunächst unfreiwillig komischen Auftritt eines anderen prominenten Ermittlers verkraften, die Auflösung von dessen Identität macht diese Idee jedoch gleich sehr viel sinnvoller. Beste Voraussetzungen für einen spannenden Fall im gewohnten Stil also und tatsächlich zeigen die ersten Kapitel viel von dem, wie das Buch hätte sein können. Später muss die Ermittlungsarbeit jedoch immer wieder zugunsten biografischer Details und eines eher unnötigen Zeitsprungs in die Vergangenheit zurückstecken.Der ironische Umgang mit Wallaces Essgewohnheiten, seinem luxuriösen Lebensstil und die zahllosen Kosenamen, die seine Frau für ihn bereithält (von "Püffel" bis "Schnäuzelchen"), nehmen dem Geschehen jede Ernsthaftigkeit. Auch eine berlinernde Dienstmagd mitten in London macht es nicht besser, der Fall ist zu diesem Zeitpunkt außerdem weitestgehend klar. So bleiben die übrigen Seiten eher eine Annäherung eines begeisterten Fans, statt zu einem eigenständigen Kriminalroman im Sinne bekannter Werke von Edgar Wallace zu werden. Mit nachsichtiger Gönnerhaftigkeit lassen Polizei und Autor den berühmten Schriftsteller ein wenig vor sich hin ermitteln, so richtig viel bekommt er aber selbst im Finale nicht zu tun. Immerhin gibt es eine mögliche Erklärung für die Inspiration zu gewissen Wallace-Krimis zu lesen, große Überraschungen oder ein entscheidender Twist bleiben allerdings aus.Damit ist "Der goldene Zwerg" am ehesten für Wallace-Fans geeignet, die den Meister einmal selbst in Aktion erleben möchten. Ob sich der hartgesottene Veteran, Journalist und Buchautor aber tatsächlich so passiv verhalten hätte, sei dahingestellt. Die Grundidee des Romans beruht auf guten Überlegungen, die Umsetzung wird der Thematik allerdings nur selten gerecht.Seitenzahl: 270Format: 11,8 x 18 cm, TaschenbuchVerlag: KBV

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