Wolfgang Schivelbusch

 4.3 Sterne bei 9 Bewertungen
Autor von Geschichte der Eisenbahnreise, Lichtblicke und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Wolfgang Schivelbusch

Wolfgang Schivelbusch, geboren 1941 in Berlin, studierte Literaturwissenschaft, Philosophie und Soziologie in Frankfurt am Main und Berlin. Seit 1973 lebt er als freier Autor in New York. 1977 erschien «Geschichte der Eisenbahnreise» 1980 «Das Paradies, der Geschmack und die Vernunft. Eine Geschichte der Genussmittel» und 1995 «Vor dem Vorhang. Das geistige Berlin 1945-1948».

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Wolfgang Schivelbusch

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Cover des Buches Geschichte der Eisenbahnreise9783596148288

Geschichte der Eisenbahnreise

 (4)
Erschienen am 21.07.2000
Cover des Buches Lichtblicke9783596161805

Lichtblicke

 (2)
Erschienen am 01.04.2004
Cover des Buches Die Kultur der Niederlage9783644018617

Die Kultur der Niederlage

 (1)
Erschienen am 02.05.2012
Cover des Buches Entfernte Verwandtschaft9783596171521

Entfernte Verwandtschaft

 (0)
Erschienen am 12.12.2007
Cover des Buches Das verzehrende Leben der Dinge9783596034918

Das verzehrende Leben der Dinge

 (0)
Erschienen am 08.12.2016
Cover des Buches Rückzug: Geschichten eines Tabus9783446262287

Rückzug: Geschichten eines Tabus

 (0)
Erschienen am 11.03.2019

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Rezension zu "Geschichte der Eisenbahnreise" von Wolfgang Schivelbusch

Die Industrialisierung & Effektivierung der Fortbewegung
Sokratesvor 5 Jahren

Das Buch widmet sich in knapper Form der Geschichte eines industriellen Paradigmenwechsels: der Fortbewegung und damit der Steigerung der Mobilität aller Menschen ab dem Industriezeitalter. Mit Erfindung der Dampfmaschine braucht es nur wenige Jahrzehnte, dann findet ihre Verwendung auch in der motorisierten Fortbewegung des Menschen Anwendung. Begünstigt und beschleunigt durch die Erschließung der amerikanischen Prärie, beginnt bereits in den 1840er Jahren auch in Frankfreich und England die schrittweise Einführung zentraler Eisenbahnlinien. Schließlich allen gesellschaftlichen Schichten offen stehend, verändert sich hierdurch grundlegend das Raum- und Zeitverständnis einer Epoche. Reisen bzw. Hingelangen zu bestimmten Orten, auch Urlaubsorten, erscheint quasi als kurzer Sprung; lange Bildungsreisen (grand tour), vornehmlich durch den Adel in jungen Jahren unternommen, wird nun zum Breitensport. Wer Geld hat, kann sich ein Ticket lösen und bald - zu Ende des Jahrhunderts - auch zu beliebigen Orten fahren. Entfernungen werden relativ, man rückt näher zusammen. Auch wird der Widerspruch zwischen Stadt und Land zunehmend durch die bessere infrastrukturelle Verbindung aufgehoben. -- Schivelbusch bearbeitet in knapper Form einen sehr wichtigen, wenn auch mehr der Kultur- als der Technikgeschichte zugehörigen Aspekt der Industrialisierung des 19. Jhs. Seine Arbeit hat sich gut gelesen; ermüdend für einen technikunversierten Historiker waren insbesondere seine Ausführungen zu Beginn des Buches zur Geschichte der Eisenbahntechnik wider Erwarten nicht. Spannend schließlich waren seine leider nur knappen Worte zum medizin-psychologischen Diskurs der vielfältigen Ängsten rund ums Eisenbahn fahren: ob nun als Trauma infolge Unfällen oder als Neurose infolge der zu zügigen Fahrtgeschwindigkeit.

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