Wolfgang Schivelbusch Geschichte der Eisenbahnreise

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Inhaltsangabe zu „Geschichte der Eisenbahnreise“ von Wolfgang Schivelbusch

Früher als andere Autoren hat Schivelbusch, ein Außenseiter und Querdenker der Historikerzunft, mit kulturwissenschaftlichem »Besteck« gearbeitet und damit Maßstäbe gesetzt. In diesem Buch geht es um die wohl wichtigste Innovation des 19. Jahrhunderts: die Eisenbahn. Sie hat nicht nur die industrielle Revolution angetrieben, sondern auch die alltäglichen Erfahrungsräume und die politischen Landkarten nachhaltig verändert. Wirtschaft und Kriegsplaner kamen ohne die Eisenbahn nicht mehr aus. Raum und Zeit sind seitdem nicht mehr das, was sie vorher waren. Diese Studie ist ein Beitrag zur Geschichte des Zivilisationsprozesses in der Frühphase von Industrialisierung und Mechanisierung. Die Absicht des Autors ist es, Veränderungen in der psychischen Verfasstheit des modernen Menschen mit der Einführung neuer technischer Apparaturen in Zusammenhang zu bringen. Noch immer gelten die Worte des FAZ-Rezensenten: »Jeder sei beneidet, der das Buch noch nicht gelesen hat; denn er hat die Spannung, die intellektuelle Freude, manchmal auch den Schauder noch vor sich.«

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  • Die Industrialisierung & Effektivierung der Fortbewegung

    Geschichte der Eisenbahnreise

    Sokrates

    30. December 2014 um 18:54

    Das Buch widmet sich in knapper Form der Geschichte eines industriellen Paradigmenwechsels: der Fortbewegung und damit der Steigerung der Mobilität aller Menschen ab dem Industriezeitalter. Mit Erfindung der Dampfmaschine braucht es nur wenige Jahrzehnte, dann findet ihre Verwendung auch in der motorisierten Fortbewegung des Menschen Anwendung. Begünstigt und beschleunigt durch die Erschließung der amerikanischen Prärie, beginnt bereits in den 1840er Jahren auch in Frankfreich und England die schrittweise Einführung zentraler Eisenbahnlinien. Schließlich allen gesellschaftlichen Schichten offen stehend, verändert sich hierdurch grundlegend das Raum- und Zeitverständnis einer Epoche. Reisen bzw. Hingelangen zu bestimmten Orten, auch Urlaubsorten, erscheint quasi als kurzer Sprung; lange Bildungsreisen (grand tour), vornehmlich durch den Adel in jungen Jahren unternommen, wird nun zum Breitensport. Wer Geld hat, kann sich ein Ticket lösen und bald - zu Ende des Jahrhunderts - auch zu beliebigen Orten fahren. Entfernungen werden relativ, man rückt näher zusammen. Auch wird der Widerspruch zwischen Stadt und Land zunehmend durch die bessere infrastrukturelle Verbindung aufgehoben. -- Schivelbusch bearbeitet in knapper Form einen sehr wichtigen, wenn auch mehr der Kultur- als der Technikgeschichte zugehörigen Aspekt der Industrialisierung des 19. Jhs. Seine Arbeit hat sich gut gelesen; ermüdend für einen technikunversierten Historiker waren insbesondere seine Ausführungen zu Beginn des Buches zur Geschichte der Eisenbahntechnik wider Erwarten nicht. Spannend schließlich waren seine leider nur knappen Worte zum medizin-psychologischen Diskurs der vielfältigen Ängsten rund ums Eisenbahn fahren: ob nun als Trauma infolge Unfällen oder als Neurose infolge der zu zügigen Fahrtgeschwindigkeit.

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