Wolfgang Schmidbauer

 4.1 Sterne bei 46 Bewertungen
Autor von Die Angst vor Nähe, Die hilflosen Helfer und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Wolfgang Schmidbauer

Dr. phil. Wolfgang Schmidbauer, geboren 1941, studierte Psychologie und promovierte 1968 über "Mythos und Psychologie". Er praktiziert als Psychoanalytiker und Gruppen- und Paartherapeut. Neben Kolumnen für das ZEIT-Magazin schreibt er für Fachzeitschriften und Tageszeitungen und ist Autor von über 40 Sachbüchern. Wolfgang Schmidbauer lebt in München.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Wolfgang Schmidbauer

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Cover des Buches Die Angst vor Nähe (ISBN: 9783499604300)

Die Angst vor Nähe

 (7)
Erschienen am 02.02.1998
Cover des Buches Die hilflosen Helfer (ISBN: 9783644000100)

Die hilflosen Helfer

 (4)
Erschienen am 20.11.2018
Cover des Buches Die Psychoanalyse nach Freud (ISBN: 9783783127157)

Die Psychoanalyse nach Freud

 (2)
Erschienen am 01.01.2006
Cover des Buches Der hysterische Mann (ISBN: 9783485008129)

Der hysterische Mann

 (2)
Erschienen am 01.02.1999
Cover des Buches Das kalte Herz (ISBN: 9783442157211)

Das kalte Herz

 (1)
Erschienen am 16.07.2012
Cover des Buches Das Floß der Medusa (ISBN: 9783867741828)

Das Floß der Medusa

 (1)
Erschienen am 21.02.2011
Cover des Buches Partnerschaft und Babykrise (ISBN: 9783579066653)

Partnerschaft und Babykrise

 (1)
Erschienen am 02.04.2012
Cover des Buches Die Kunst der Reparatur (ISBN: 9783962381837)

Die Kunst der Reparatur

 (1)
Erschienen am 17.03.2020

Neue Rezensionen zu Wolfgang Schmidbauer

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Rezension zu "Die Kunst der Reparatur" von Wolfgang Schmidbauer

Inspirierend und überzeugend
pukapukavor 5 Monaten

Wolfgang Schmidbauer verbindet in seinem Buch wunderbar die physischen und psychologischen Aspekte des Reparierens. 

Der Schreibstil ist sehr angenehm und flüssig, wodurch ich die Zeit beim Lesen ganz vergessen habe und das Buch mich schnell in seinen Bann gezogen hat.

Auch schafft der Autor, der Psychologe ist, mir neue Aspekte des Reparierens nahe zu bringen und auch die Wertschätzung für die Objekte zu stärken, was ich gerade im Hinblick auf Nachhaltigkeit, Klima- und Umweltschutz super finde. Super anschaulich waren die Anekdoten zu seinem Steinhaus in der Toskana, was das Geschriebene noch greifbarer gemacht hat. Dadurch ist er sehr ehrlich und authentisch, ohne perfekt sein zu wollen, was vielen von uns häufig auch sehr guttun würde. 

In meinen Augen ist dies ein sehr guter Weg, von dem wir alle viel lernen können, um unsere Welt auch in Zukunft genießen zu können. 

Dieses ausgezeichnete Buch erhält daher gerne 5 von 5 Sternen.

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Rezension zu "Kassandras Schleier" von Wolfgang Schmidbauer

Viel Aufklärung, wenig Ausblick
Eva-Maria_Obermannvor 3 Jahren

Der Autor arbeitet als Psychoanalytiker und spricht daher aus der Praxis, aber auch aus persönlichen Erfahrungen und Umständen. Das Drama der hochbegabten Frau ist dabei oft, dass sie sich ihre Begabung nicht eingesteht. Noch immer wird die Leistung von Frauen niedriger bewertet, nicht nur im Arbeitsleben, sondern auch ihre Fähigkeiten selbst. Dutzende Beispiele drehen sich immer wieder um das Problem, dass die Frauen nicht glauben, besser oder klüger oder einfach gebildeter zu sein, als ihre Mitmenschen und darum die eigenen Leistungen verstecken oder von anderen zu viel fordern.

Parallel zum Problem der Selbstbewertung zeigt Schmidbauer das Phänomen und die Folgen von Narzissmus auf, den er eng mit Hochbegabung verknüpft. Teilweise kommt das etwas zu pauschal für meinen Geschmack rüber. Allgemein zeigt Schmidbauer vor allem Negativbeispiele auf, die er zwar fundiert analysiert, wo mir aber der Aspekt des Ausblicks fehlt. Die hochbegabte Frau, so scheint es, muss einen psychischen Knacks bekommen. Da möchte ich doch laut widersprechen.

Nicht zu verachten aber ist die Aufklärungsarbeit, die dieses Buch durchaus leistet. Nicht nur im Bereich Hochbegabung und dem Umgang damit, sondern allgemein in der alltäglichen Unterdrückung der Frau. Wie die Titelgebende Figur aus der griechischen Mythologie, Kassandra, bleibt die (hochbegabte) Frau ungehört. Ihr wird unterstellt, doch eh keine Ahnung zu haben oder sich in den Vordergrund drängen zu wollen. Dieses „Zum Schweigen bringen“ der Frau sehen wir täglich in jedem Bereich und nicht nur Hochbegabten gegenüber.


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W

Rezension zu "Helikoptermoral" von Wolfgang Schmidbauer

Ein gelungenes Beispiel einer selten gewordenen kritischen Sozialpsychologie
WinfriedStanzickvor 4 Jahren



Das neue Buch von Wolfgang Schmidbauer, dem bekannten Psychotherapeuten ist ein gelungenes Beispiel einer selten gewordenen kritischen Sozialpsychologie.
Der Begriff der „Helikoptereltern“, die ihre Kinder nicht loslassen und unter permanenter Kontrolle haben müssen ist mittlerweile auch einem größeren Publikum durchaus geläufig. Wer ein Kind hat und es in der vergangene Jahren durch die Zeit des Kindergartens und der Schule begleitet hat, hat sie in großer Zahl kennengelernt und in sehr unangenehmer Erinnerung.

Ähnlich wie diese Eltern von chronischen Ängsten geplagt sind, ihre Kinder könnten  in einer immer härter werdenden Gesellschaft scheitern (und damit natürlich auch ihr Projekt, als das sie ihre Kinder verstehen),  befindet sich unsere ganze Gesellschaft in eine Zustand der Angst.
Schmidbauer spricht nun in seinem Buch analog zu diesem Phänomen von einer „Helikoptermoral“, ein Produkt der durch massive Ängste verursachten Hyperaktivität, sei es des Übereifers, sei es der unverhältnismäßigen, verschwenderischen Reaktion auf konstruierte Gefahren.

Er versteht darunter eine Mischung aus „ängstlicher Aufmerksamkeit und hastigen Bewertungen ohne Empathie und ohne Blick auf Zusammenhänge“.  Die Fähigkeit für ein eigenes selbstkritisches Urteil geht verloren, „weil die Urteile so zwischen Überschätzung und Entwertung polarisiert sind, dass das Augenmaß verloren geht. Fantasien von Erlösung und Befreiung gewinnen eine Macht, die am Ende in Katastrophen führen muss“.
Es geht ihm überhaupt nicht darum etwa Moral und moralische Urteile zu kritisieren. „Es geht um ihren Missbrauch, um den Übereifer, die Grenzüberschreitung im Dienst narzisstischer Bedürfnisse der Eiferer.“

Ethik und Moral werden so aus dem Kontext gerissen und ihrer wichtigen Bedeutung für menschliche Gesellschaften beraubt. Das ist für diese eine große Gefahr. Schmidbauer sieht keine perfekte Lösung:
„Dem Angstkranken kann durch Einfühlung und Zuwendung geholfen werden. Wer aber wie der Fanatiker Ängste manisch abwehrt, ist unzugänglich. Er plant, eine neue Welkt zu schaffen, in der er keine Angst mehr haben muss, weil dann die Menschheit entweder belehrt oder tot ist. Erst wenn es gelingt, ihn  zu stoppen, und sich die Aussichtslosigkeit seiner Größenfantasie erweist, wird er sich der Einsicht wieder öffnen.“

Schlechte Aussichten für die nächste Zeit, findet ein von dem Buch beeindruckter, aber auch ernüchterter Rezensent.


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