Wolfgang Schmidbauer Das kalte Herz

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Inhaltsangabe zu „Das kalte Herz“ von Wolfgang Schmidbauer

Das Ende der Empathie In der Konsumgesellschaft leidet die Seele des Menschen. Die moderne Geldwirtschaft erlaubt keine Gefühle. Der Kapitalismus zerstört unser Mitgefühl. Die Gier nach Geld macht menschliche Beziehungen wertlos. Anhand von Hauffs Märchens „Das kalte Herz“ gibt uns Wolfgang Schmidbauer in seiner luziden Analyse mit zahlreichen Beispielen aus Familien- und Liebesbeziehungen überzeugend Auskunft darüber, wie wir die Wärme und den Reichtum unserer inneren Welt wiederentdecken können.

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  • Rezension zu "Das kalte Herz" von Wolfgang Schmidbauer

    Das kalte Herz
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    14. April 2011 um 11:13

    Er ist der Psychotherapeut in Deutschland, der in seinem langen Berufsleben die vielleicht meisten Bücher geschrieben hat. Manche sind vergessen worden, waren einem vorübergehenden Zeitgeist gewidmet. Andere Bücher von ihm sind zu regelrechten Longsellern geworden, die Menschen immer neuer Generationen über Jahrzehnte etwas vermitteln konnten über die „Hilflosen Helfer“, „Die Angst vor Nähe“ oder das Prinzip „Alles oder Nichts“. Die Rede ist von dem Psychotherapeuten Wolfgang Schmidbauer, der in dem hier vorliegenden Werk sich mit den Wirkungen der Konsumgesellschaft auf die Seelen der Menschen und ihren Umgang miteinander auseinandersetzt. Denn die Zerstörungen einer nur auf Konsum und Profit ausgerichteten Gesellschaft, die in den letzten Jahrzehnten immer gnadenloser geworden ist, betreffen nicht nur die natürlichen Ressourcen wie Wasser, Wälder und Luft, sondern sie erreichen schon lange auch die Innenwelt der Menschen. Das, was außen gilt, haben viele Menschen auch für ihre Beziehungen adaptiert. Der Kapitalismus hat sich nicht nur über die ganze Erde ausgebreitet, wie Schmidbauer beklagt, der in seinen Bücher immer wieder durchblicken ließ, dass er dieses System nicht für das dem Menschen gemäße hält, sondern er hat die Menschen zu Mittätern und Opfern gleichzeitig gemacht. Mittlerweile leiden unzählige Menschen an Angst und Gier zugleich. Ihre Beziehungen sind geprägt von Kälte und Eigennutz. Schmidbauer nimmt das Hauff- Märchen vom „Kalten Herz“ als eine Art Parabel auf die Zustände. Mit vielen Beispielen aus seiner therapeutischen Praxis angereichert, schildert er eine Menschen- und Beziehungswelt, in der die Empathie auszusterben droht. Und doch ist die Wiederentdeckung der Empathie auf verschiedenen Ebenen die einzige Rettung für den Homo sapiens, wie er am Ende, sich auf das Märchen beziehend, zusammenfasst: „Der vom Kapitalismus zugerichtete, von Angst und Gier beherrschte, in seinem Gefühlsleben eingeengte Mensch steht so wenig für einen Fortschritt wie der Kohlenmunk-Peter nach der Herzoperation durch den Holländer-Michel. Homo consumens, der kaltherzige Verbraucher des Planeten, ist zum Aussterben verurteilt wie einst der Dinosaurier. Wir aber dürfen nicht aufhören, darüber nachzudenken, wie Homo sapiens überleben kann.“ Wolfgang Schmidbauer hat mit diesem Buch einen wichtigen Beitrag dazu geleistet und er hat es, wie immer, nicht getan, ohne dem einzelnen Leser immer wieder Möglichkeiten aufzuzeigen, wie er mit seinem eigenen Leben, seiner Art Beziehungen zu haben, seinen eigenen Werten und den Umgang mit Dingen dazu beitragen kann, dass die so wichtige und für das Überleben des homo sapiens nötige Empathie gestärkt wird. Denn jede einzelne Beziehung, die nicht von Angst und Gier beherrscht wird, jedes Kind, das ohne diese Prägungen aufwächst, ist ein unschätzbar wichtiger Beitrag gegen die Ideologie des kalten Herzens.

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