Wolfgang Schmidbauer Partnerschaft und Babykrise

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Inhaltsangabe zu „Partnerschaft und Babykrise“ von Wolfgang Schmidbauer

Die Krise der heutigen Ehe: unglücklich durch ein Kind

Die Geburt eines Kindes ist in vielen zivilisierten Ländern die häufigste Ursache einer Scheidung in den ersten Ehejahren. Warum ist das so? Schließlich heiraten Menschen doch mit dem Wunsch, eine Familie zu gründen und mit dem gemeinsamen Kind die Liebesbeziehung zu festigen. Und warum ist diese 'Erosion der Liebe' zwischen den Eltern durch das Kind noch nie richtig untersucht worden? Die Liebe zum Kind wird meist noch energischer gegen alle Bedenken verteidigt als die erotische Liebe. Die Schattenseiten werden ignoriert und ein als gefährdet erlebtes 'Glück' durch Verleugnungen gefestigt. Die Probleme werden unter den Teppich gekehrt, wo sie immer weiter wachsen und schließlich unlösbar werden. Eine frühe Wahrnehmung der Krise dagegen ermöglicht es, Wege aus dem Dilemma zu finden.

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  • Rezension zu "Partnerschaft und Babykrise" von Wolfgang Schmidbauer

    Partnerschaft und Babykrise

    WinfriedStanzick

    11. April 2012 um 15:15

    Die meisten Menschen, die ich in meiner langen beruflichen Tätigkeit als Pfarrer bei ihrer Trauung und Hochzeit begleiten konnte, äußerten in den davor liegenden Gesprächen den tiefen Wunsch nach einem gemeinsamen Kind. Die meisten haben geheiratet nicht wegen steuerlichen Vorteilen oder um ihre Paarbeziehung zu festigen, sondern aus einem Wunsch heraus, möglichst bald zu einer Familie zu werden. Als ich einige Zeit später, manchmal dauerte es einige Jahre, wieder mit dem Ehepaar zusammen saß, stand eine kleine Wiege in der Mitte. Das ersehnte Kind war geboren, der Wunsch in Erfüllung gegangen, und nun sollte für dieses Kind und für die größer gewordene Familie mit der Taufe des Kindes erneut um Segen gebeten werden. So manches Mal konnte ich in diesen Gesprächen schon erspüren, dass sich nach der Geburt des Kindes mit den beiden Eheleuten, die ich oft schon seit ihrer Jugend kannte, etwas verändert hatte. Ich konnte es schwer beschreiben, aber mir war klar, es hing damit zusammen, dass sie nun zu dritt waren. Das Kind mit seinen Bedürfnissen war für viele nicht nur ein Segen, sondern stellte auch eine Bedrohung der bisherigen Zweisamkeit dar. Diese von Schmidbauer Triangulierung genannte Veränderung führt in vielen zivilisierten Ländern in den ersten Ehejahren zu einer Scheidung. Auf jeden Fall aber ist die von ihm so genannte „Babykrise“ ein harter Test für das Selbstgefühl der Eltern und stellt sie auf eine harte Belastungsprobe, der sie nicht selten mit depressiven Erscheinungen begegnen. Der ursprüngliche Wunsch, mit einem gemeinsamen Kind die Liebesbeziehung zu festigen und zu vervollkommnen, wird in der „Babykrise“ nicht selten zu einer schleichenden „Erosion der Liebe“. Die Erfahrung, der Grund für die Trennung der geliebten Eltern zu sein, ist das schwierige Trauma von Scheidungskindern, das sie später in eigenen Liebesbeziehungen und im Verhalten zu eigenen Kindern oft wiederholen. Zwar ist es sinnvoll, darüber nachzudenken, die romantische Verliebtheit nach der Geburt eines Kindes durch eine alltagspraktische Liebe abzulösen, doch das fällt vielen schwer. Die Liebe zum Kind wird meist noch energischer gegen alle Bedenken verteidigt als die erotische Liebe, die dann oft auf der Strecke bleibt und sozusagen eintrocknet. Die Eltern spüren die „Babykrise“, sie erleben das gefährdete Glück und reagieren darauf mit mannigfaltigen Verleugnungen. Die Probleme, die man sprachlich benennen und durchaus miteinander bearbeiten könnte, werden unter den Teppich gekehrt. Dort wachsen sie immer weiter, werden schließlich unlösbar und führen zum dramatischen und für alle Beteiligten schlimmen Scheitern. Ein Scheitern, das, wie schon erwähnt, Folgen hat bis in die nächste Generation. In seinem neuen durchaus verständlichen Buch beschreibt Schmidbauer zum ersten Mal zusammenhängend dieses Phänomen und zeigt gleichzeitig auf, wie man die Probleme bewältigen kann. Er sagt, nur wenn Eltern und Kinder einander nutzen können, um sich in gegenseitiger Auseinandersetzung zu entwickeln und zu reifen, habe die moderne Gesellschaft eine Chance. Eine Gesellschaft, die schon heute von ihren Mitgliedern eine seelische Beanspruchung abverlangt, die diese kaum mehr ertragen können. Kinder, deren Eltern die Triangulierung erfolgreich und mit ihren Kindern reifend bewältigt haben, werden stark sein für ihr eigenes Leben und auch gerne dereinst wieder neues Leben schenken und wachsen lassen. Mit dieser bewussten Arbeit an ihren Gefühlen können Eltern jederzeit, wenn nötig mit Hilfe eines Therapeuten beginnen. Es ist nie zu spät, sich die Prozesse in der Partnerschaft klar zu machen. Schmerzhaft kann das durchaus werden, Ent-Täuschungen werden sich einstellen, aber auch Perspektiven wachsen für eine neue Weise, miteinander zu leben und zu wachsen. Selbst Menschen, die durch ihre Herkunftsfamilie in dieser Richtung traumatisiert sind, ja gerade diese, können durch persönliche, vielleicht auch professionell unterstützte Arbeit, dazu beitragen dass sich das Drama der Babykrise nicht noch eine weitere Generation fortsetzt. Sie können den Kreislauf der Schuld, die Scheidungskinder oft unbewusst mit sich tragen, durchbrechen. Wolfgang Schmidbauer hat ein wichtiges Buch geschrieben, das hoffentlich einem positiven Beitrag leisten kann zur Transformation vieler Ehen in gelingende Familien, die reife Menschen hervorbringen.

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