Wolfgang Schorlau

 4,2 Sterne bei 991 Bewertungen
Autor von Die blaue Liste, Der freie Hund und weiteren Büchern.
Autorenbild von Wolfgang Schorlau (© Heike Schiller)

Lebenslauf von Wolfgang Schorlau

Wolfgang Schorlau wurde 1951 in Idar-Obenstein geboren. Bekannt geworden ist er als Autor von politischen Kriminalromanen, für die er 2006 mit dem Deutschen Kriminalpreis für seine Werke ausgezeichnet wurde. Er machte eine Lehre zum Großhandelskaufmann, wurde jedoch durch die Studentenbewegungen der 1960er Jahre stark politisiert. Durch den Beitritt in die Lehrlingsbewegung lernte er die Schriften von Karl Marx kennen. Schorlau arbeitete sich hoch bis zum Manager in der Computerindustrie und konnte sich im Alter von 50 Jahren seinen Traum vom beruflichen Schreiben erfüllen. Mittlerweile lebt und arbeitet er als freier Autor in Stuttgart.

Neue Bücher

Cover des Buches Der Tintenfischer (ISBN: 9783462001013)

Der Tintenfischer

 (50)
Neu erschienen am 10.06.2021 als Taschenbuch bei Kiepenheuer & Witsch. Es ist der 2. Band der Reihe "Commissario Morello".
Cover des Buches Der freie Hund (ISBN: 9783462001471)

Der freie Hund

 (115)
Neu erschienen am 06.05.2021 als Taschenbuch bei Kiepenheuer & Witsch. Es ist der 1. Band der Reihe "Commissario Morello".
Cover des Buches Der Tintenfischer (ISBN: 9783732418565)

Der Tintenfischer

 (7)
Neu erschienen am 10.06.2021 als Hörbuch bei Argon Digital.
Cover des Buches Der freie Hund (ISBN: 9783839894965)

Der freie Hund

 (6)
Neu erschienen am 26.05.2021 als Hörbuch bei Argon.

Alle Bücher von Wolfgang Schorlau

Cover des Buches Die blaue Liste (ISBN: 9783462300161)

Die blaue Liste

 (117)
Erschienen am 21.09.2009
Cover des Buches Der freie Hund (ISBN: 9783462001471)

Der freie Hund

 (115)
Erschienen am 06.05.2021
Cover des Buches Das München-Komplott (ISBN: 9783462041323)

Das München-Komplott

 (101)
Erschienen am 23.11.2009
Cover des Buches Fremde Wasser (ISBN: 9783462300130)

Fremde Wasser

 (95)
Erschienen am 21.09.2009
Cover des Buches Die letzte Flucht (ISBN: 9783462042795)

Die letzte Flucht

 (90)
Erschienen am 15.09.2011
Cover des Buches Kreuzberg Blues (ISBN: 9783462000795)

Kreuzberg Blues

 (90)
Erschienen am 05.11.2020
Cover des Buches Die schützende Hand (ISBN: 9783462049312)

Die schützende Hand

 (62)
Erschienen am 06.04.2017
Cover des Buches Brennende Kälte (ISBN: 9783462300093)

Brennende Kälte

 (67)
Erschienen am 21.09.2009

Videos zum Autor

Neue Rezensionen zu Wolfgang Schorlau

Cover des Buches Kreuzberg Blues (ISBN: 9783732454815)Gwhynwhyfars avatar

Rezension zu "Kreuzberg Blues" von Wolfgang Schorlau

Spannend und temporeich erzählt
Gwhynwhyfarvor 2 Tagen

Der Anfang: «Nachts,  wenn  er  nicht  gerade  die  Oranienstraße  raufläuft  oder  am Kotti abhängt, ist Kreuzberg für ihn auch nur ein Kaff. Und in Kreuzberg kennt Matze sich aus.

Auch nachts.»

Vor allem nachts.»


Ein sehr feiner Krimi, der ein aktuelles politisches, gesellschaftliches Thema besetzt, ein kompakter Krimi-Plot um Gentrifizierung, temporeich erzählt. Der Stuttgarter Privatdetektiv Georg Dengler lässt sich von seiner Freundin Olga überreden, in Berlin zu ermitteln. Ihre Freundin Silke bat um Hilfe – denn ihre kleine Tochter Lena wurde von einer Ratte gebissen. Nur wie gelangte das Tier in die Wohnung? Im Treppenhaus wimmelt es plötzlich von Ratten. Klar, die Mieter dort müssen weichen, denn diese zwei Häuser sollen saniert werden und dann Besserverdienende vermietet werden. Die Mieter allerdings setzen sich zur Wehr. Kreuzberg, Plattenbauten, schicke Townhouses, die türkische Community und der Schwarze Block Tür an Tür. Genau hier will Bauunternehmer Kröger seine zwei Häuser «entmieten», den Kindergarten abreißen und ein neues Townhouse bauen. Dengler soll nun beweisen, dass der Vermieter die Raten hat aussetzen lassen. Irgendetwas stimmt mit diesen Ratten nicht! Olga recherchiert. Kröger streitet alles ab. Im Gegenteil, er gibt Dengler den Auftrag, für ihn zu arbeiten. Wegen der schlechten Presse will er selbst wissen, wer dahintersteckt, sagt er. Oder will er den Privatdetektiv instrumentalisieren? Dengler schlägt ein. Olga ist entsetzt! Dengler arbeitet für Dengler, also für die Gerechtigkeit. Wer immer das war, er wird es herausbekommen, auch wenn dabei sein Auftraggeber über die Klinge springen muss. Zumindest ist die Ermittlung finanziert. 


«Wenn ich Krögers Angebot annehme und für ihn arbeite, bleibe ich in seiner Nähe. Ich habe Gelegenheit, ihm in die Karten zu schauen und herauszufinden, ob er für die Attacke auf die kleine Lena verantwortlich ist - oder nicht.»


Schnell kommt Dengler dahinter, dass die Sache sich wesentlich komplexer gestaltet, als es den Anschein hat. Neben der Kröger Immobilien AG, scheint die Konkurrenz, die «Deutsche Eigentum», nicht zu schlafen, die seitens der amerikanischen Investoren, dem «Kapitalfonds Blackhill» unter Druck gesetzt wird: Rendite, Rendite ... Was haben die mit dem Fall zu tun? Im Verborgenen agiert die Organisation Fuhrmann, die völlig andere Interessen im Sinn hat. 


«Das heißt, es ist die öffentliche Hand, die die Wohnungen verschleudert hat. Nicht an die Leute die dort wohnen, sondern an Hedgefonds, die jetzt so viel aus den Wohnungen rauspressen wie sie können.»


Wolfgang Schorlau flechtet in einen spannenden Krimi Fakten hinein. Seit 2008 sind die Mieten «in Hamburg 49 Prozent, in Köln 30 Prozent, in Frankfurt 42 Prozent, in Stuttgart 38 Prozent, in München 61 Prozent - und in Berlin um sagenhafte 104 Prozent» gestiegen. Die Zusammenhänge der Mietsteigerung wird nebenbei erklärt, das Für und Wider eines Mietendeckels oder einer Enteignung durch den Staat diskutiert. Kluge Gedanken zum Kapitalismus fließen ein. Beauftragte Kriminelle, die Mieter verschrecken sollen, eine rechte Gruppe, die eine linke Politik verhindern will, temporeich schreitet der Krimi voran. Olga ermittelt wieder auf ihre eigene Weise und Dengler landet das ein oder andere Mal in der Sackgasse. Die ersten Corona-Meldungen fließen ein – irgendwas da in China, das immer näher rückt, bis es ankommt. Ein strukturierten, spannender Krimi. An manchen Stellen wäre weniger mehr gewesen. Gentrifizierung ist ein allumfassendes Thema – warum also zusätzlich die rechte Szene, Impfgegner usw. oben draufpacken? Die Namen und Beschreibungen von Personen sind plakativ – erfunden – aber man weiß ziemlich genau, wer sich in der Realität dahinter versteckt; bei «Kapitalfond Blackhill» usw. klingelt es, auch bei mancher Personenbeschreibung. Realität – das macht den Krimi schaurig. Eine Menge Humor ist beigefügt als Sahnehäubchen. Klasse geschrieben, gute Dialoge, Konstruktion nach Drehbuchschnitt, fein recherchiert bis ins Detail. Ein gut aufgebauter Plot, stimmig, Charaktere auf den Punkt gebracht. Ein politischer Krimi der Extraklasse, auch wenn das Ganze an manchen Stellen etwas überladen wirkt. Kapitalgesellschaften haben sich festgebissen am deutschen Wohnungsmarkt und unterwandern die Mietpreise durch Gentrifizierung. Was könnte der Ausweg sein? Ein paar gute Überlegungen werden Dengler hier präsentiert.


Wolfgang Schorlau lebt und arbeitet als freier Autor in Stuttgart. Neben den zehn Dengler-Krimis »Die blaue Liste«, »Das dunkle Schweigen«, »Fremde Wasser«, »Brennende Kälte«, »Das München-Komplott«, »Die letzte Flucht«, »Am zwölften Tag«, »Die schützende Hand«, »Der große Plan« und »Kreuzberg Blues« hat er die Romane »Sommer am Bosporus« und »Rebellen« veröffentlicht. 2006 wurde er mit dem Deutschen Krimipreis, 2012 und 2014 mit dem Stuttgarter Krimipreis sowie 2019 mit dem Stuttgarter Ebner Stolz Wirtschaftskrimipreis ausgezeichnet.


https://literaturblog-sabine-ibing.blogspot.com/p/kreuzberg-blues-denglers-zehnter-fall.html

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Cover des Buches Der Tintenfischer (ISBN: 9783462001013)Josseles avatar

Rezension zu "Der Tintenfischer" von Wolfgang Schorlau

Enttäuschend wie der erste Band
Josselevor 2 Tagen

Der zweite Band des Gemeinschaftswerks von Wolfgang Schorlau und Claudio Caiolo über den Kommissar Antonio Morello, der aus Sizilien stammt, aber gezwungenermaßen in Venedig arbeitet und eine Mafia-Phobie hat.
 Wie bereits im ersten Band der Reihe sind die Figurenzeichnungen pures Klischee, nicht einmal der ganz tumbe italienische Macho wird ausgelassen. Es gibt keine innere Logik in den Figuren. Da fragt Morello seine Kollegin an einem Tag, wieviel sie riskieren würde und weiht sie in einen Pan ein und am Abend dieses Tages will er sie plötzlich wieder davon abhalten und das natürlich aus ehrenwerten Motiven: „Er muss sie schützen.“ Aber das klappt natürlich nicht, weil die Kollegin schon erwachsen ist, was sie dem „freien Hund“ dann prompt noch auf die Nase binden muss. Das ist so plump, man glaubt es kaum.

Ich habe auch nichts gegen Kochrezepte am Ende des Buches, aber warum dasselbe Rezept (Pasta alla Norma) nochmals fast inhaltsgleich im Text stehen muss, erschließt sich mir nicht.


Die Wiedergabe der Recherchen zur nigerianischen Mafia und deren Methoden sind seltsam unkonkret bis auf ein paar relativ nichtssagende Zahlen, die suggerieren, dass die Mafia böse ist. Aber das weiß ein Leser auch so.

Schwere logische Fehler sind auch enthalten. Als Morellos Team von der Festnahme der Corona-Betrüger ins Kommissariat zurückkehrt, werden sie zu einem Corona-Test gebeten und bereits „eine halbe Stunde später“ haben die Betrüger alle gestanden, wohlgemerkt ohne das Zutun des Teams, denen der Vice Questore das verkündet. (S. 135/136)

Zu allem Überfluss macht dann auch noch die pfiffige Sekretärin Viola Cilieni den Eindruck, eine Kopie von Donna Leons Signorina Elettra zu sein.

Und die Schleichwerbung für Bialetti u.a. auf S. 40 ist so nötig wie ein Kropf.

 Gibt es überhaupt etwas Positives? Ja, die Erläuterungen am Ende und das Personenregister am Anfang. Und es ist leicht und flüssig zu lesen, aber das sind Groschenromane auch und das Friede, Freude, Eierkuchen – Bild, das am Schluss gezeichnet wird, ist auch auf dem Niveau eines solchen.  Als großer Fan der Georg Dengler Krimis bin ich ein zweites Mal schwer enttäuscht von seinem italienischen Pendant. Ein Stern.

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Cover des Buches Der Tintenfischer (ISBN: 9783462001013)Eric_Maess avatar

Rezension zu "Der Tintenfischer" von Wolfgang Schorlau

Venedig – Sizilien – ein Gaumenschmaus-Krimi über die nigerianische Mafia, Prostitution und einen unbändigen italienischen Commissario.
Eric_Maesvor 3 Tagen

Was verbinden sie mit dem Corona-Lockdown und Touristenstädten, mit Italien, der Mafia und leckerem Essen? Leere, Ruhe und Gelassenheit – Raum für Innehalten, Verbrechen und Gaumenschmaus? In Venedig scheint es fast so und dann gibt es einen Selbstmordversuch eines Flüchtlings, die Verknüpfung mit der Mafia und Corona-Betrüger von älteren Menschen, denen Commissario Morena mit Partnerin auf der Spur ist.

Das Buch ist in einer einfachen Softcoverbroschur gedruckt. Das Cover löst eine Sehnsucht nach Kanälen, nach Urlaub und Venedig aus. Die zarten und nebligen Farben machen neugierig und der Mann im Mantel flößt Respekt ein. Dem muss ich jetzt nicht gleich begegnen. Die Rückseite zeigt zwei herzlich lachende Männer, die ich nicht zuordnen kann. Der Titel Der Tintenfischer lässt einen Fischer erahnen, der im Meer fischt.

Die Autoren Wolfgang Schorlau und Claudio Caiolo legen hier einen Krimi vor, der sehr detailreich ist und viel von der Umgebung bis hin zur Möblierung italienischer Wohnungen, den Hintergründen der nigerianischen Mafia und Coronazeiten im leeren Venedig schildert. Dafür nutzen sie originale Quellen. Ab und an hatte ich anfangs das Gefühl die Story ist noch nicht los gegangen und verliert sich. Die Ermittlungen vom versuchten Selbstmord zur nigerianischen Mafia erscheinen sehr detailgetreu und gut recherchiert. Großartig finde ich die Beschreibung der landestypischen Essenszubereitungen und bin angetan von den Rezepten am Ende des Buches.

Die Geschichte nimmt mit der Zeit Fahrt auf und die Ermittlungen gehen los. Es wird spannender zu lesen und die Handlung wird im Folgenden immer mehr vor dem Detailreichtum des ersten Teils. Die Autoren zeichnen die Figuren sehr klar und besonders den Commissario in seiner persönlichen Fehde mit der sizilianischen Mafia - stets in Gedanken beim Boss der Cosa Nostra. Die Verknüpfung und der Nebenschauplatz mit den aktuellen Themen Corona sowie Flüchtlingskrise gefallen mir als kurze Nebenstory bzw. Hauptstrang. Ich mag die Verknüpfung realer Zustände mit dem Krimi. Sehr gelungene Abschnitte und eine gute Verknüpfung von Venedig und Sizilien. Die aktuellen Bezüge auf echte politische Personen wie Salvini und von der Leyen machen Details real.

Es gibt zum Ende hin immer mehr Spannung und einen sehr risikofreudigen Commissario.

Das Ende ist mit einem Cliffhanger gut platziert und er stört an dieser Stelle auch nicht, sondern macht neugierig auf den nächsten Teil.

Der Rezepte-Anhang ist grandios und auch das Glossar und die Quellenerläuterung helfen gut bei der Einordnung. Der Krimi bekam immer mehr Spannung und verdient mit der doch ungewöhnlichen Detailverliebtheit dann doch 5 dicke Pasta al Forno alla Siciliana von Oma.

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Gespräche aus der Community

Ein neuer Fall für Commissario Morello! Um eine junge afrikanische Frau aus den Zwängen der Mafia zu retten, kehrt der Ermittler gemeinsam mit seiner Kollegin Anna Klotze zurück in seine Heimat Sizilien. Kaum dort angekommen, muss er erkennen, welche Ausmaße die Korruption in den Behörden inzwischen einnimmt – und wird selbst festgenommen ...
Wir verlosen die spannendsten KiWi-Krimis 2021: "Der Tintenfischer" von
Wolfgang Schorlau und Claudio Caiolo ist unser neues Crime Club Highlight.

Habt ihr Lust auf einen hochaktuellen Krimi zwischen Corona, Mafiamachenschaften und Fluchtversuchen nach Europa? Dann bewerbt euch für unsere neue Crime Club Leserunde zum zweiten Fall von Commissario Morello. Aus dem durch Corona menschenleeren Venedig, reist er nach Sizilien und muss sich dort seiner Vergangenheit stellen, um eine junge Frau aus den Zwängen der Mafia zu befreien.

Gemeinsam mit dem KiWi Verlag verlosen wir 35 Exemplare des neuen Krimis "Der Tintenfischer" von Wolfgang Schorlau und Claudio Caiolo.

Beantwortet folgende Frage, um an der Verlosung teilzunehmen:

Habt ihr schon ein Buch gelesen, in dem Corona aktiv thematisiert wird? Was sind eure Erwartungen dazu?

Wir freuen uns auf eure Antworten und wünschen euch viel Glück!

Wenn ihr keine Aktionen von KiWi verpassen und die vielfältige Krimiwelt entdecken wollt, dann folgt der Verlagsseite.

764 BeiträgeVerlosung beendet
Eric_Maess avatar
Letzter Beitrag von  Eric_Maesvor 3 Tagen

https://www.lovelybooks.de/autor/Wolfgang-Schorlau/Der-Tintenfischer-2792856384-w/rezension/3011993873/

Danke für die Leserunde. Ein Buch mit einem sehr guten Detailreichtum.

Venedig – Sizilien – ein Gaumenschmaus-Krimi über die nigerianische Mafia, Prostitution und einen unbändigen italienischen Commissario.

Was verbinden sie mit dem Corona-Lockdown und Touristenstädten, mit Italien, der Mafia und leckerem Essen? Leere, Ruhe und Gelassenheit – Raum für Innehalten, Verbrechen und Gaumenschmaus? In Venedig scheint es fast so und dann gibt es einen Selbstmordversuch eines Flüchtlings, die Verknüpfung mit der Mafia und Corona-Betrüger von älteren Menschen, denen Commissario Morena mit Partnerin auf der Spur ist.

Das Buch ist in einer einfachen Softcoverbroschur gedruckt. Das Cover löst eine Sehnsucht nach Kanälen, nach Urlaub und Venedig aus. Die zarten und nebligen Farben machen neugierig und der Mann im Mantel flößt Respekt ein. Dem muss ich jetzt nicht gleich begegnen. Die Rückseite zeigt zwei herzlich lachende Männer, die ich nicht zuordnen kann. Der Titel Der Tintenfischer lässt einen Fischer erahnen, der im Meer fischt.

Die Autoren Wolfgang Schorlau und Claudio Caiolo legen hier einen Krimi vor, der sehr detailreich ist und viel von der Umgebung bis hin zur Möblierung italienischer Wohnungen, den Hintergründen der nigerianischen Mafia und Coronazeiten im leeren Venedig schildert. Dafür nutzen sie originale Quellen. Ab und an hatte ich anfangs das Gefühl die Story ist noch nicht los gegangen und verliert sich. Die Ermittlungen vom versuchten Selbstmord zur nigerianischen Mafia erscheinen sehr detailgetreu und gut recherchiert. Großartig finde ich die Beschreibung der landestypischen Essenszubereitungen und bin angetan von den Rezepten am Ende des Buches.

Die Geschichte nimmt mit der Zeit Fahrt auf und die Ermittlungen gehen los. Es wird spannender zu lesen und die Handlung wird im Folgenden immer mehr vor dem Detailreichtum des ersten Teils. Die Autoren zeichnen die Figuren sehr klar und besonders den Commissario in seiner persönlichen Fehde mit der sizilianischen Mafia - stets in Gedanken beim Boss der Cosa Nostra. Die Verknüpfung und der Nebenschauplatz mit den aktuellen Themen Corona sowie Flüchtlingskrise gefallen mir als kurze Nebenstory bzw. Hauptstrang. Ich mag die Verknüpfung realer Zustände mit dem Krimi. Sehr gelungene Abschnitte und eine gute Verknüpfung von Venedig und Sizilien. Die aktuellen Bezüge auf echte politische Personen wie Salvini und von der Leyen machen Details real.

Es gibt zum Ende hin immer mehr Spannung und einen sehr risikofreudigen Commissario.

Das Ende ist mit einem Cliffhanger gut platziert und er stört an dieser Stelle auch nicht, sondern macht neugierig auf den nächsten Teil.

Der Rezepte-Anhang ist grandios und auch das Glossar und die Quellenerläuterung helfen gut bei der Einordnung. Der Krimi bekam immer mehr Spannung und verdient mit der doch ungewöhnlichen Detailverliebtheit dann doch 5 dicke Pasta al Forno alla Siciliana von Oma.

Nikolausige Buchverlosung


Wir haben auf unserem Blog eine Nikolaus-Verlosung gestartet - es gibt ein paar tolle Preise zu gewinnen. :-)


Hinterlasst einfach unter dem Blogbeitrag einen Kommentar und ihr landet sofort im Lostopf.

Wir freuen uns auf euren Besuch und wünschen allerseits eine wunderschöne Advents-Zeit! :-)


http://superlesehelden.com/2015/11/27/aktion-nikolausige-buchverlosung/


Liebe Grüße
Tina und Noah (von super.lese.helden)
1 BeiträgeVerlosung beendet
Im bereits 6. Fall um den Stuttgarter Privatermillter Georg Dengler geht es wieder spannend zu. Wolfgang Schorlau verbindet in seinen Büchern stets eine aufregende Krimihandlung mit wichtigen gesellschaftlichen, wirtschaftlichen oder politischen Apsketen. In diesem Fall dreht sich alles um die Machenschaften der Pharmaindustrie. Und was man da erfährt, ist fast schon ein Krimi für sich. "Der sechste Fall führt Georg Dengler nach Berlin. Professor Dr. Bernhard Voss, Arzt an der Charité, wird eines schrecklichen Verbrechens verdächtigt. Sein Verteidiger bittet Dengler um Unterstützung. Dieser steht plötzlich vor einem Abgrund an Manipulationen." Dieses Buch aus dem KiWi Verlag glänzt durch Spannung und genügend Stoff zum Nachdenken. Wolfgang Schorlau verbindet beides perfekt miteinander und schafft eine ganz eigene Art von Krimi. Du möchtest dich selbst davon überzeugen und dich zusammen mit Dengler an die Ermittlungen wagen? Denn eins ist klar, es gilt Vieles aufzudecken! Wenn du das gemeinsam mit anderen Lesern tun und nach dem Lesen eine Rezension schreiben möchtest, bist du hier genau richtig. 25 Testleser sind gesucht, die sich hier zum Austausch über "Die letzte Flucht" treffen. Da musst du dabei sein? Kein Problem, wir verlosen 25 Bücher unter all jenen, die uns - passend zum Buch - unter "Bewerbung & Bekanntgabe der Gewinner" ihre Eindrücke zur Pharmaindustrie schildern. Die Leserunde beginnt, sobald die Bücher bei den Gewinnern eintreffen. Bewerben kannst du dich bis einschließlich Mittwoch, 14. September. Plane also genügend Lese- und Diskussionszeit für die Runde ein. ************************************************* Die 25 offizielle Teilnehmer sind: Nik75, Lilli33, Suminonamida, Kiritani, idefix45 , anyways, Lady_Sue, Susen93, were, Frau_Mahlzahn, Jeami, Stefanie82, schwarzaufweisz, Phil Decker, KrimiTorte, kanemabe, Themistokeles, Hans-Juergen_Krueger, Caro1893x, Queenelyza, Susili52, robbylesegern, Solifera, mehrsonntag, lenchen_196
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Letzter Beitrag von  lenchen_196vor 10 Jahren

Zusätzliche Informationen

Wolfgang Schorlau wurde am 01. Januar 1951 in Idar-Oberstein (Deutschland) geboren.

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