Wolfgang Schorlau Die schützende Hand

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Inhaltsangabe zu „Die schützende Hand“ von Wolfgang Schorlau

Eine literarische Ermittlung im größten Kriminalfall der Nachkriegsgeschichte: den Morden des NSU Die Sicherheitsbehörden ermitteln nicht gegen die Täter, sondern gegen das Umfeld der Opfer der NSU-Mordserie, Akten werden geschreddert, der Verfassungsschutz hat überall seine Finger im Spiel … Was, wenn das kein bloßes Behördenversagen ist? Wer hält seine schützende Hand über die Mörder? Ein unbekannter Auftraggeber setzt den Privatermittler Georg Dengler auf die Spur. 'Wer erschoss Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt?', will er wissen. Dengler, notorisch pleite, nimmt den Auftrag an. Als er erfährt, dass Harry Nopper, sein Gegenspieler aus der Zeit beim Bundeskriminalamt, nun Vizepräsident des Thüringer Verfassungsschutzes ist, taucht Dengler tief in das Netz von Neonazis und Verfassungsschutz ein. Er beschafft sich die Ermittlungsakten zum angeblichen Selbstmord von Mundlos und Böhnhardt und deckt Schicht für Schicht die Anatomie eines Staatsverbrechens auf. Bis sich ihm eine Frage auf Leben und Tod stellt.

Ein Politkrimi der es in sich hat, weil er erschreckend real ist.

— Wichella
Wichella

Krimi zum NSU Prozess, und über den Tod von Uwe Mundlos und Uwe Böhnhard .... geschickt in Szene gesetzt

— makama
makama

Nicht ganz so "gefällig" wie die anderen Schorlaus aber wie gewohnt sehr informativ!!

— LillyMunster
LillyMunster

Genial

— Postbote
Postbote

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    Die schützende Hand
    P_Gandalf

    P_Gandalf

    12. August 2017 um 14:52

    Wie jedes Buch von Wolfgang Schorlau absolut lesenswert!Georg Dengler ermittelt in Sachen der NSU-Morde, speziell wie Mundlos und Böhnhardt zu Tode kamen. Es werden etliche Ungereimtheiten in den offiziellen Berichten und Statements aufgedeckt, die mich als Leser wie schon im 5. Fall "Das München-Komplott" an unseren Staatsschützern Zweifeln lässt.Zum Inhalt und Aufbau des Romans gibt es hier schon einige gute Zusammenfassungen in den Rezensionen. Nur soviel,das Buch endet sehr abrupt. Schorlau lässt uns Leser letztlich mit Frage, was ist wirklich geschehen allein. Ich finde das gut und richtig. Jeder wird aus dem Roman seine Schlüsse ziehen. Freue mich schon auf Band 9, der wieder ein hochbrisantes Thema haben wird.

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  • Erschreckend realer Politkrimi

    Die schützende Hand
    Wichella

    Wichella

    01. August 2017 um 19:24

    4,5 SterneIm Moment ist das Thema, die NSU ihre Taten und die Folgen, gerade wieder hochbrisant, wo die Verhandlungen unter anderem  gegen Beate Zschäpe laufen.Das Buch ist aus der Sicht mehrer Personen geschrieben, die dann zu Wort kommen, wenn sie in der Geschichte eine Rolle spielen. Die kurzen Kapitel und der angenehme Schreibstil machen es leicht das Buch zu lesen.Der Stuttgarter Privatdetektiv Dengler, ist finanziell weit unten angelangt. Unerwartet  bekommt er anonym einen großen Geldbetrag zugesandt.  Da er das Geld dringend benötigt, nimmt er es an, ohne zu wissen, was dafür gefordert wird. Als er dann endlich erfährt was von ihm verlangt wird, ist er überrascht. Ein aufgeklärter, bekannter  Fall soll von ihm überprüft werden. Er bindet seine Stammtischbrüder und seine Freundin Olga mit ein. Aus guten Quellen , bekommt er sogar die Offiziellen Unterlagen die er benötigt. Beim recherchieren aller zur Verfügung stehenden Materialien, wird schnell klar, hier ist was faul. Eine weitere größere Geldsumme hat zur Folge, dass sich Georg Dengler noch  intensiver mit den NSU- Verbrechen und Verfolgungen befasst. Motiviert dazu, ist er aber auch, weil frühere Chefs von ihm ihre Finger mit im Spiel haben. Auf eine Art, die sehr zu denken gibt. Dem Leser offenbart sich auch so einiges aus Politik und über den Auftraggeber, was Dengler verborgen bleibt.Erschreckend an diesem Krimi ist, wie stets bei der Dengler - Reihe, der Bezug zur Realität. Vieles von dem, was der Privatdetektiv aufdeckt, hat Schorlau akribisch recherchiert und durch harte Fakten belegt. Es ist klar, dass Politik und Geheimdienste ihre eigenen Süppchen kochen. Dennoch fragt man sich, trotz der Beweislage, ob das tatsächlich so zugeht, in diesen Reihen. Ein spannendes Buch, in dem glaubhaft,  in Romanform,  Zweifel an Politik und Staatssicherheit im Umgang mit dem nationalsozialistischem Untergrund geweckt werden. Den halben Stern Abzug gibt es für immer mal, für mich,  unrealistische Geschehnisse. So nimmt Dengler das dringend benötigte Geld an, ohne zu wissen was dafür verlangt wird. Nach dem Motto, es kann ja keiner nachweisen, dass er es bekommen hat. An anderer Stelle wird erwähnt, dass er den Auftrag einer Versicherung abgelehnt hat, ohne Angaben von Gründen, weil ihm daran etwas nicht zusagte. Das passt irgendwie nicht. Davon abgesehen ein lesenswertes Buch, auch für Leute die das Thema Politkrimi eher abschreckt.

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  • NSU Krimi

    Die schützende Hand
    makama

    makama

    09. June 2017 um 19:22

    In diesem Krimi geht es um den Tod der beiden NeoNazis Uwe Böhnhard und Uwe Mundlos. Wer hat die beiden wirklich erschossen.War es erweiteter Selbstmord, wie die Behörden der Bevölkerung weiß machen wollen oder war alles ganz anders??????Der Detektiv und ehemalige BKA Polizist erhält viel Geld von einem unbekannten Anrufer und den Auftrag, in diesem Fall die Wahrheit heraus zu finden.....Zusammen mit seiner Freundin Olga macht er sich an die Arbeit und deckt Schicht für Schicht die Anatomie eines Staatsverbrechens auf......Fazit und Meinung:Das Buch beschäftigt sich mit der NSU-MOrdserie und den spektakulären Tod von MUndlos und Böhnhard und stellt dabei auch den Staatsschutz und deren Machenschaften  in Frage.Die Kapitel sind kurz, lassen sich schnell lesen, allerdings muss man auch aufpassen, da es viele Rückblenden gibt.Der Autor Wolfgang stellt die richtigen Fragen und die Ergbnisse  seine Recherche  zu  den Manipulationen des Staatsschutzes sind spektakulär.Nicht zu vergessen die Quellen und Fotos am Schluss des Buches.Trotzdem war das Buch nicht so ganz mein Ding, deshalb knappe 4 Sterne.

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  • Was spielte sich wirklich ab

    Die schützende Hand
    Postbote

    Postbote

    06. May 2017 um 21:42

    Das ist Privatermittler Denglers achter Fall.Dengler, wohnhaft im Bohnenviertel von Stuttgart bekommt eines Tages einen anonymen Brief. 15000 Euro sind enthalten und er soll raus finden: wer erschoss Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt, die beiden Neonazis? Beide Täter haben sich laut Ermittlungsakten selbst getötet. Dengler macht sich an die Arbeit, denn er ist sehr auf das Geld angewiesen. Dabei kann er alte Freunde aus der BKA Zeit für sich gewinnen, die ihm helfen an geheime Akten zu kommen. Ihm wird im laufe seiner erkundungen immer mehr bewusst, auf was er sich da eingelassen hat. Immer tiefer dringt  Dengler in die Ermittlungsakten. Ein Geflecht aus der Neonaziszene und dem Verfassungsschutz.Vor allem fällt ihm dabei ein Name besonderst auf. Harry Nopper, Denglers größter Gegenspieler  während der BKA Zeit. Nopper, nun Vizepräsident des Thüringers Verfassungsschutzes leitete die damaligen Ermittlungen.Der Krimi beginnt mit einem Anschlag, in Köln auf der Keuperstr. am 9. Juni 2004. Es explodiert eine Nagelbombe, es gab Tote und schwer Verletzte.Im Laufe der Monate und Jahre gab es immer wieder ähnliche Anschläge, gegen ausländische Einrichtungen. Dahinter stecken 3 Buchstaben. NSUWolgang Schorlau hat hier ein Krimiwerk geschaffen, das an Heftigkeit, im politischen Sinne, an Recherchen und Spannung  nichts offen lässt. Ein Gemisch an Fiktion und Wahrheit stellt den Leser vor die Frage, was ist hier wirklich passiert? Vor allem hat mich eine Frage besonderst beschäftigt, warum konnten so viele Polizisten schweigen und wer hat das alles angeordnet?  Wer ist die schützende Hand?Dengler kommt den Antworten gefährlich Nahe. Seine tiefgehende, unermüdliche, immer wieder wiederholende  Art des Ermittelns, Detail für Detail, lassen den Leser genauso nicht los, endlich beim weiterlesen die Wahrheit zu erfahren.  Wichtige Kronzeugen sterben kurz vor Ihren Aussagen. Warum?W. Schorlau schreibt sehr verständlich um diesen ganzen Akten- und Datendschungel der Staatssicherheit zu verstehen. Ein Krimi der die Tatsächlichkeit als Thema aufgreift, ein Krimi, der einen aufmerksam werden lässt, da der Fall bis heute nicht abgeschlossen ist.Bei Anmerkungen kann man sehr viel über W. Schorlau  Recherchequellen erfahren. Bilder geben ebenfalls nötige Informationen.Mich hinterlässt der Krimi nachdenklich.5 Punkte

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  • Ist der Skandal Fiktion oder Real?

    Die schützende Hand
    rkuehne

    rkuehne

    16. February 2017 um 21:37

    Ich bin sonst nicht so der Krimi-Fan, hier hat mich der aktuelle Hintergrund – die NSU-Mordserie und insbesondere der Tod der beiden Terroristen Mundlos und Böhnhardt – sehr reingezogen. Schorlau verwebt auf geschickte Weise Fiktion mit vielen realen Rätseln die sich um den 4. November 2011 ranken, weil dort in Eisenach ganz offensichtlich Dinge passiert sind, die bis heute nicht geklärt sind – ob nun willentlich oder nicht. Auch wenn sich Schorlau und sein Ermittler Dengler zum Ende hin etwas zu sehr in Verschwörungstheorien versteift haben, bleibt ein ungutes Gefühl der Gesamtlage zurück. Eine spannende Art einen Krimi zu verfassen, auch und weil offen bleibt, wo genau die Grenzen zwischen Fiktion und Realität verlaufen.

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  • Leserunde zu "Wolfsspinne" von Horst Eckert

    Wolfsspinne
    Horst_Eckert

    Horst_Eckert

    Liebe Thriller- und Krimi-Fans! Ich möchte euch ganz herzlich zu einer Leserunde meines neuen Thrillers „Wolfsspinne“ einladen. Es ist, nach "Schwarzlicht" und "Schattenboxer", der dritte Fall für Vincent Che Veih, Kriminalhauptkommissar in Düsseldorf. Und darum geht es: Eisenach, 2011: Zwei Männer liegen tot in ihrem Wohnmobil. Sie waren Teil eines rechtsextremistischen Terror-Trios, das Deutschland Jahre lang unerkannt in Angst und Schrecken versetzt hat. Alles deutet auf Selbstmord hin, doch Ronny Vogt kennt die Wahrheit. Er hat den „Nationalsozialistischen Untergrund“ für den Thüringer Verfassungsschutz beobachtet. Und er muss für immer über das schweigen, was unter dem Codenamen „Aktion Wolfsspinne“ geschah. Heute arbeitet Ronny als verdeckter Ermittler im Düsseldorfer Drogenmilieu. Als Hauptkommissar Vincent Veih ihn im Zuge einer Mordermittlung befragt, droht seine Tarnung aufzufliegen. Seine Vergangenheit holt ihn ein und sein Leben gerät endgültig aus den Fugen … Ein Politthriller, der die offizielle Version zum Thema NSU in Frage stellt. Ich freue mich über eure Bewerbungen bis zum 9. August.Eine Frage an alle Bewerber um ein Verlosungsexemplar: Wie hast du das vor knapp fünf Jahren erlebt, als bekannt wurde, dass der NSU hinter den jahrelangen sogenannten Dönermorden steckte? Wie geht es dir, wenn du von der Verstrickung des Verfassungsschutzes oder vom NSU-Prozess in München hörst? Welche Gefühle löst das aus?Ich werde versuchen, alle Fragen, die ihr vielleicht habt, möglichst zügig zu beantworten. Habt schon mal vielen Dank für euer Interesse! Und viel Glück bei der Verlosung und Spaß beim Lesen!Mit herzlichen Grüßen aus der SchreibstubeHorst Eckert „Eckert hat sich als einer der großen deutschen Krimiautoren etabliert. Seine Polizeithriller sind populär und packend.“ (Die Welt Kompakt) Ein erstes Interview zum Roman findet ihr hier: http://www.horsteckert.de/interview-ueber-wolfsspinne.html Einen Werkstattbericht, wie ich mich dem Stoff genähert habe, hier: http://www.horsteckert.de/verbrannt-und-geschreddert.html

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    • 311
  • Ungelöste Fragen zu den NSU-Morden

    Die schützende Hand
    UteSeiberth

    UteSeiberth

    24. February 2016 um 18:42

    Da die NSU-Morde noch nicht geklärt sind, weil Beate Tschäpe eisern schweigt,finde ich es durchaus interessant, eigene Fragen dazu zu entwickeln und die Ermittlungsergebnisse miteinander zu vergleichen.Leider sind mir zum Schluss die immer gleichen Fragen unter verschiedenen Gesichtspunkten zu betrachten zu langweilig geworden.Aber das Thema hat mich wieder zum Nachdenken angeregt!

  • Wer erschoss Mundlos und Böhnhardt?

    Die schützende Hand
    Gulan

    Gulan

    „Es ist der Hammer! Stell dir vor, es gab weder an der Pumpgun noch auf den Patronenhülsen Fingerabdrücke, weder von Mundlos noch von Böhnhardt. Das Ableben der beiden geschah spurenfrei. Dabei trug Mundlos keine Handschuhe. Wenn er geschossen hat, dann mit nackten Fingern. Du hast doch das Foto gesehen...“ Olga im Halbschlaf: „Bitte erzähl es mir morgen früh.“ […] „Keine Spuren an der Waffe. Für wie blöd halten die uns eigentlich?“ Er streckte sich aus und nahm die schlafende Olga in den Arm. „Wieso blöd?“, murmelte sie. „Sie kommen doch damit durch. Diese Leute kommen immer durch.“ (S.218) Privatdetektiv Georg Dengler ist mal wieder knapp bei Kasse. Da bietet ihm ein mysteriöser Auftraggeber unerwartet einen lukrativen, aber scheinbar ziemlich einfachen Job an. Der Auftrag lautet: „Wer erschoss Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt?“ Dengler denkt zunächst, im NSU-Fall ist derart umfangreich ermittelt worden, da braucht man doch einfach nur die Ermittlungsergebnisse zusammenfassen. Doch Dengler merkt bald, irgendwas ist faul, irgendetwas passt nicht zusammen. Je tiefer er in die Ermittlungen einsteigt, umso mehr wird ihm klar, dass er einem Staatsverbrechen auf der Spur ist. Georg Dengler ist Privatdetektiv und lebt in Stuttgart mit der Computerexpertin Olga zusammen. Sein ehemaliger Job beim BKA holt ihn dennoch bis heute ein: Er leidet unter Alpträumen, in denen er das Attentat an Alfred Herrhausen wieder erlebt, dass er als Personenschützer mitgemacht hat. Schon damals hatte er die Ahnung, dass die staatlichen Behörden eine unrühmliche Rolle gespielt hatten. Andererseits hat er durch den früheren Beruf noch einige hilfreiche Kontakte. Der Krimi „Die schützende Hand“ ist inzwischen der achte Band der Reihe um den Privatermittler und Ex-BKA-Beamten Georg Dengler. Autor Wolfgang Schorlau zählt erfreulicherweise zu der Minderheit der deutschen Krimiautoren, die bevorzugt aktuelle politische und gesellschaftliche Themen in ihren Werken aufnehmen. Band 1 der Reihe, „Die blaue Liste“, über den Mord an Detlev Karsten Rohwedder und die 3.Generation der RAF (plötzlich wieder hochaktuell) und Band 4, „Das München-Komplott“ über das Oktoberfestattentat zählen für mich zu den besten deutschen Krimis der letzten 15 Jahre. Schorlau ist bekannt für seine ausgiebige Recherche, die er den Lesern zum einen im üppigen Anhang, zum anderen auf seiner Internetseite zur Verfügung stellt. In diesem Fall wurde Schorlau wegen seiner Recherchen sogar als Zeuge vor den NSU-Untersuchungsausschuss des baden-württembergischen Landtags geladen. Der Autor hat die Geschichte in schnell lesbaren, kurzen Kapitel mit raschen Perspektivwechseln verfasst. Dengler konzentriert sich in seinen Ermittlungen auf die Ereignisse am 04.11.2011 im Eisenacher Stadtteil Stregda: Der mutmaßliche Suizid der beiden Rechtsterroristen Mundlos und Böhnhardt. Daneben kommen aber noch weitere Verbrechen des Nationalsozialistischen Untergrunds zur Sprache: Das Nagelbomben-Attentat in Köln 2004, der Mord an Internetcafé-Besitzer Halit Yozgat 2006 in Kassel und der Mord an Polizistin Michèle Kiesewetter 2007 in Heilbronn. Die Begegnung mit dem Steuerberater Ali Demir, der das Attentat in der Kölner Keupstraße damals miterlebte und unmittelbar nach dem Attentat zwei bewaffneten Zivilisten begegnete, deren Identität bis heute nicht geklärt ist, war für Schorlau übrigens der Anlass, sich mit dieser Thematik näher zu befassen. Der Autor hat hier einen echten Enthüllungsroman verfasst. Er lässt seinen Protagonisten immer tiefer in den Originalakten und Protokollen stöbern und dabei kommen Punkt für Punkt die ganzen Fehler und Pannen ans Tageslicht. Der politisch interessierte Bürger wäre davon nicht völlig überrascht, aber in diesem Krimi wird letztlich deutlich: Die Ungereimtheiten haben System. Die gesamten deutschen Sicherheitsbehörden, allen voran der Verfassungsschutz, aber sogar die Amerikaner scheinen irgendwie involviert. Bloß eine wilde Verschwörungstheorie? Schorlau sagte in einem Interview mit dem Deutschlandfunk: „Es gibt so viele irrwitzige Dinge in diesem NSU-Komplex, die man entweder nur sich erklären kann, wenn man sagt, die Sicherheitsbehörden sind völlig unfähig oder sie verfolgen einen gewissen Zweck. Ich glaube, eine andere Möglichkeit gibt es nicht. Und ich habe mich entschlossen zu sagen, sie verfolgen einen bestimmten Zweck.“ Die weitere Entwicklung im NSU-Prozess konnte Schorlau übrigens nicht mehr im Buch unterbringen. Erstaunlicherweise hat die Angeklagte Beate Zschäpe die (spätestens nach Lektüre dieses Buches nicht ganz unkritisch zu sehenden) Ermittlungsergebnisse der Bundesanwaltschaft weitgehend bestätigt (freilich nicht ohne die eigene Tatbeteiligung herunterzuspielen). Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Wolfgang Schorlau mag jetzt nicht der Filigranste unter den Krimiautoren sein. Das Buch wirkt durch die zahlreichen Einschübe aus Akten, Protokollen und Artikeln etwas roh, bei seinen Figuren (besonders bei den Bösen) neigt der Autor zu überspitzten Darstellungen. Aber in diesem Fall kommt es kaum negativ zum Tragen. Schorlaus Wucht und Enthüllungseifer treiben die Handlung voran, bringen den Leser ins Grübeln und machen aus diesem Buch einen überzeugenden Krimi.

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    • 7
  • Unglaublich gut recherchiert

    Die schützende Hand
    Glanzleistung

    Glanzleistung

    Georg Dengler ist Privatermittler und verdient seinen Lebensunterhalt eigentlich mit der Überwachung untreuer Ehefrauen. Als er allerdings eine Briefsendung mit Bargeld erhält führen ihn seine Ermittlungen inmitten der zweifelhaften NSU-Prozesse. Ich habe bisher noch keinen Fall von Georg Dengler gelesen und werde das aber nach diesem Buch definitiv nachholen. Der Krimi ist spektakulär erzählt und gehört meiner Meinung nach nicht umsonst zu den Spiegel-Bestsellern. Der Aufbau besticht vor allem durch den fliegenden Wechsel von Zeitungsreportagen, Polizeiberichten, der Ermittlungsarbeit Denglers und seiner Freunde bzw. Kontakte als er noch für das BKA als Zielfahnder gearbeitet hat. So besteht der ganze Krimi aus jeder Menge interessanten Randbemerkungen, real existierenden Thesen, Ermittlungsergebnissen und Theorien. Es gibt immer mal wieder Abschweifungen in die Vergangenheit um auch politischen Laien einen perfekten Überblick zu beschaffen. DIE SCHÜTZENDE HAND verkörpert quasi Institutionen wie BKA, Verfassungsschutz und Polizei, die wissentlich und absichtlich in Ermittlungen manipuliert haben. Hochbrisant und wirklich absolut spannend. Fazit: Ein sehr gut recherchierter, aktueller Krimi, der durch Aufbau und Inhalt besticht und definitiv Faktenwissen vermittelt.

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    • 2
    siebenundsiebzig

    siebenundsiebzig

    16. February 2016 um 15:32
  • Spannend

    Die schützende Hand
    frenx1

    frenx1

    07. February 2016 um 21:32

    “Die Wahrheit ist das letzte, das hier jemand wissen will.” – in seinem Krimi “Die schützende Hand” lässt Wolfgang Schorlau den Ex-BKA-Beamten Dengler in vermintes Gelände: Dengler soll sich auf die Suche nach der Wahrheit um den Tod von Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt machen. Und je mehr Dengler sich für seinen mysteriösen Auftraggeber auf Spurensuche begibt, um so deutlicher wird, dass es ein Spiel um die Wahrheit ist – darum, wer die Deutungshoheit in Sachen NSU hat. Man merkt es dem Krimi an, dass Denglers achter Fall für Wolfgang Schorlau mehr als nur ein Kriminalfall ist. Akribisch, beinahe schon pedantisch wird immer wieder aufgelistet, was alles nicht zusammenpasst in der offiziellen Erklärung des Tods der beiden Verbrecher. Wären da nicht die vielen eingefügten Originalzitate aus Untersuchungsberichten, Zeitungsartikeln, Protokollen und die vielen Fußnoten, die erklärend ergänzt sind, man hätte den Eindruck, dass Schorlau zu viel schlechte Filme mit zu viel schlechten Verschwörungstheorien geschaut hat. So handelt es sich bei “Die schützende Hand” aber um eine faszinierende Mischung aus Fiktion und Realität. Wobei der Geheimdienst, so will ich hoffen, doch kein so extremes Eigenleben hat, wie es der Detektiv Dengler entlarvt. Mit “Die schützende Hand” ist es Wolfgang Schorlau gelungen, ein politisches Thema literarisch spannend aufzubereiten.

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  • Spannender Krimi

    Die schützende Hand
    Corpus

    Corpus

    06. February 2016 um 17:37

    Inhalt: Die Sicherheitsbehörden ermitteln nicht gegen die Täter, sondern gegen das Umfeld der Opfer der NSU-Mordserie, Akten werden geschreddert, der Verfassungsschutz hat überall seine Finger im Spiel … Was, wenn das kein bloßes Behördenversagen ist? Wer hält seine schützende Hand über die Mörder? Dieser Kriminalroman ist ein Ereignis und beschäftigt schon vor seinem Erscheinen Medien und Politik. Wolfgang Schorlau, bekannt für seine brisanten, exzellent recherchierten Krimis, greift den Fall auf, der im gerade noch laufenden Prozess gegen Beate Zschäpe und Mitangeklagte verhandelt wird, und er stellt die entscheidenden Fragen. Die Ergebnisse seiner Recherche sind spektakulär. »Wer erschoss Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt?«, fragt ein unbekannter Anrufer. Georg Dengler muss an einen seiner ersten Fälle als Privatermittler denken, nachdem Dr. Müller, sein Chef beim Bundeskriminalamt, und Mike Nopper, sein Gegenspieler beim hessischen Verfassungsschutz, ihn aus dem BKA gedrängt hatten. Damals, 2004 nach dem Nagelbombenanschlag in Köln. Der Buchhändler Tufan hatte ihn damals beauftragt. Sein Laden war bei dem Attentat zerstört worden, und trotzdem wollte ihm die Polizei die Tat anhängen. Dengler konnte ihm nicht helfen. Als er erfährt, dass Nopper nun stellvertretender Präsident des Thüringer Verfassungsschutzes ist, taucht er tief in den NSU-Komplex und das Netzwerk von Staatsschützern und Neofaschisten ein. So tief, dass er nicht bemerkt, dass die Drahtzieher ihn selbst ins Visier genommen haben. Meine Meinung: Dies ist ein sehr spannender Krimi vom Anfang bis zum Ende. Er wurde sehr gut recherchiert. Die Handlung springt zwar zwischen verschiedenen Zeiten und Orten hin und her, sodass man wirklich aufmerksam lesen muss, um nichts zu verpassen und nicht durcheinander zu kommen. Dennoch gefällt mir der Schreibstil sehr gut, denn es war sehr spannend. Das Buch hat am Ende einen umfangreichen Anhang, wo einige Gegebenheiten, Sachverhalte und Personen erläutert und dargestellt werden. Teilweise sogar mit Fotos. Das fand ich gut, auch wenn man beim Lesen dann immer nach hinten blättern musste. Fazit: Dies ist ein sehr spannendes Buch mit einem wahren Kern. Ich kann es nur empfehlen.

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  • Hochbrisant!

    Die schützende Hand
    BubuBubu

    BubuBubu

    30. January 2016 um 15:48

    Georg Dengler, ehemaliger Zielfahnder des BKA, ist mittlerweile Privatdetektiv in Stuttgart. Ein anonymer Auftraggeber engagiert in für einen neuen Fall und bietet im hohe Geldsummen dafür. Der Auftrag schein zunächst leicht verdientes Geld zu sein. Dengler soll nämlich herausfinden wer Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt erschossen hat. Die beiden NSU-Mitglieder, sie sich selbst erschossen haben. Im Rahmen seiner Ermittlungen stellt er jedoch schnell fest, dass es Ungereimtheiten bei diesem Fall gibt, und der vermeintliche Suizid vielleicht doch nicht ganz der Wahrheit entspricht. Hinzu kommt, dass er herausfindet, das ein ehemaliger Kollege von ihm vom BKA in die Sache verwickelt zu sein scheint. Es stellt sich die Frage was der BND und die Staatssicherheit mit der Sache zu tun haben. „Die schützende Hand“ ist bereits der achte Fall von Georg Dengler, für  mich war es der erste. Ich hatte keine Probleme mich in die Geschichte einzufinden und mit den Personen zu R echt zu kommen. Besonders die Personenauflistung am Anfang es Buches hat die Sache ziemlich erleichtert. Dadurch, dass die Geschichte zwischen Orten, Zeit und Handlungssträngen hin und her springt, hat es einiges an Konzentration gekostet dem ganzen zu folgen. Da die Story aber hochbrisant und aktuell ist, hatte ich damit keinerlei  Probleme. Wolfgang Schorlau hat für diesen Thriller sehr viel recherchiert und es gibt auch einen relativ langen Anhang mit Bildern und Verweisen auf Dokumente etc.. Es hat nicht nur Spaß gemacht diesen Thriller zu lesen, es war auch sehr spannend mehr über die NSU und die ganzen Hintergründe herauszufinden, die man so vielleicht noch nicht kannte. Beate Zschäpes Prozess ist noch nicht beendet und die Medien berichten immer noch über sie. Durch dieses Buch werden Missstände an die Öffentlichkeit gebracht. Auch wenn dies nur eine entwickelte Theorie von Georg Dengler ist (im Nachwort ist zu lesen, dass es auch eine Theorie von dem Autor selbst ist). Ich habe während dem lesen und nach beenden diesen Werkes viel darüber nachgedacht und es ist ein bitterer Nachgeschmack geblieben über die möglichen Ungereimtheiten. Sehr interessant und sehr zu empfehlen an Personen die gerne Thriller lesen und politisch interessiert sind.

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  • Überzeugender und erschreckender Polit-Krimi um die NSU-Mordserie

    Die schützende Hand
    ech

    ech

    Dies war für mich das erste Buch der Dengler-Reihe, und es hat mich gleich auf ganzer Linie übezeugt. Auch lässt sich das Buch problemlos ohne Vorkenntnisse aus den Vorgängern lesen. Der Stuttgarter Privatdetektiv und ehemalige Zielfahnders der BKA Georg Dengler wird von einem geheimnisvollen Auftraggeber auf einen neuen Fall angesetzt und dabei auch mit reichlich Geldmitteln für seine Ermittlungen ausgestattet. Der Auftrag besteht aus einer einzigen Frage: Wer erschoß Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt ? Glaubt Dengler zunächst an leicht verdientes Geld, weil der Fall ja klar zu sein scheint, stößt er im Rahmen seiner Ermittlungen auf immer mehr Ungereimtheiten. Als er zudem herausfindet, das ein ehemaliger Widersacher aus seiner Zeit beim BKA in die Sache verwickelt ist, beginnt er, sich in den Fall zu verbeißen und fördert nahezu Ungeheuerliches zu Tage ... Wolfgang Schorlau entwickelt hier auf der Grundlage real existierender Dokumente und Quellen, die im Anhang und auch auf der Homepage des Autors ausführlich dokumentiert sind, seine eigene Theorie hinsichtlich der Mordserie der NSU und vor allem zum Tod der beiden Mörder. Ein eindeutiger Beweis für seine Theorie gelingt ihm dabei zwar nicht, aber es ist schon erschreckend genug, das die offiziellen Quellen und Akten ein so hohes Maß an immer noch offenen Fragen und offensichtlichen Fehlern aufweisen, die einen sehr großen Raum für Spekulationen lassen. Auch scheint das Interesse der offiziellen Stellen, diese Widersprüche zu klären und die Lücken zu schließen, nicht besonders ausgeprägt zu sein. Ein Buch, das den Leser mit einem sehr mulmigen Gefühl im Magen zurücklässt, aber dennoch uneingeschränkt zu empfehlen ist.

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    • 2
    Janosch79

    Janosch79

    29. January 2016 um 13:04
  • Hochbrisant und topaktuell

    Die schützende Hand
    c-bird

    c-bird

    27. January 2016 um 19:22

    Ein Umschlag mit 15 000 Euro. Dazu ein unbekannter Auftraggeber. Dieser setzt den Stuttgarter Privatermittler Georg Dengler auf einen neuen Fall an. Der Auftrag: "Wer erschoss Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt?" Dengler, chronisch pleite, braucht das Geld und nimmt gezwungenermaßen den Auftrag an, sehr zum Unwillen seiner Freundin Olga, die auf Neo-Nazis gar nicht gut zu sprechen ist. Dengler beginnt zuerst recht lustlos den Tod der beiden NSU-Mitglieder zu ermitteln, doch dann tauchen immer mehr Ungereimtheiten auf. Und Dengler kommen große Zweifel an den beiden angeblichen Selbstmorden. Ein Geflecht aus Lügen tritt zu Tage. Und vor allem: Was hatte der BND und die Staatssicherheit damit zu tun? Es ist bereits der achte Fall für Georg Dengler, für mich war es jedoch der erste. Dennoch kam ich problemlos zurecht, auch dank einer Auflistung der Figuren im Vorfeld. Denn die Geschichte springt nicht nur zwischen verschiedenen Handlungssträngen, sondern auch in der Zeit hin-und her. Der Thriller basiert auf einer Mischung von realen Geschehnissen und Fiktion. Die Theorien, die Wolfgang Schorlau dabei seinen Privatermittler entwickeln lässt, fördern Ungeheuerliches ans Licht. Dennoch erscheint alles sehr real und trotz all der gravierenden Fehler, die bewusst von seiten der Rechtsinstitutionen gemacht wurden absolut glaubhaft. Die Spannung liegt sehr hoch, lediglich die Zeit- und Handlungssprünge bremsen den Verlauf etwas aus. Ein Buch das beim Lesen seine volle Konzentration erfordert, keine leichte Lektüre. Hochbrisant und topaktuell, gerade vor dem Hintergrund des noch immer laufenden Prozesses in München gegen Beate Zschäpe. Ein sehr spannendes Buch, das jedoch einen leicht bitteren Nachgeschmack bei mir hinterlässt. Informativ und gleichzeitig nachdenklich machend.

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  • Unbedingt lesenswert!

    Die schützende Hand
    Lilli33

    Lilli33

    27. January 2016 um 14:20

    Broschiert: 384 Seiten Verlag: KiWi-Paperback (12. November 2015) Sprache: Deutsch ISBN-13: 978-3462046663 Preis: 14,99 € Unbedingt lesenswert! Inhalt: Georg Dengler erhält anonym einen neuen Auftrag. Er soll herausfinden, wer die Mitglieder des NSU-Trios Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt, die angeblich im November 2011 Selbstmord begangen haben, tatsächlich getötet hat. Schnell stößt Dengler auf Widersprüche und Lücken in den Ermittlungsunterlagen, die immer mehr Zweifel an der offiziellen Darstellung aufkommen lassen. Meine Meinung: Wolfgang Schorlau verarbeitet in seinen Romanen ja immer auch Fakten, tatsächliche Fälle. Ergänzt durch erfundene Handlung, Fiktion, ergeben sich so gut lesbare Bücher, die aber auch immer eine politische Aussage haben und die einem oft die Frage aufdrängen: „In was für einem Land leben wir hier eigentlich?“ Der bereits achte Band der Krimi-Reihe um den Stuttgarter Privatermittler und ehemaligen Zielfahnder beim BKA Georg Dengler beinhaltet einen hochaktuellen und brisanten Fall. Hauptsächlich geht es darum, dass die Behauptung, die NSU-Mitglieder Mundlos und Böhnhardt hätten sich selbst erschossen, nicht haltbar ist. Bei seinen Recherchen stößt Dengler immer wieder auf den Verfassungsschutz und seinen alten Widersacher beim BKA, Harry Nopper. Mit Hilfe seiner ehemaligen Kollegin beim BKA Marlies, seiner Freundin Olga und seinen Freunden Martin, Mario und Leo, die ihm immer wieder neue Denkanstöße geben, tastet sich Dengler Schritt für Schritt vor und entdeckt haarsträubende Zusammenhänge, die man als Leser womöglich gar nicht wissen will, als mündiger Bürger aber unbedingt wissen muss. Mit dem NSU-Komplex hat Schorlau sich so intensiv befasst, dass er sogar vor den Baden-Württembergischen NSU-Untersuchungsausschuss geladen wurde. Mit „Die schützende Hand“ legt der Autor dar, dass die Vorfälle vom November 2011 nicht so abgelaufen sein können, wie die Behörden uns glauben machen wollen. Ob es tatsächlich so geschehen ist, wie Schorlau es im Roman darstellt, lässt sich nicht sagen, es ist aber eine von mehreren plausiblen Möglichkeiten und bei weitem glaubwürdiger als die offizielle Version. Wer die bisherigen Dengler-Romane nicht kennt, kann dieses Buch durchaus als Stand alone lesen. Zwar spielen immer wieder dieselben Personen mit, doch was man über sie wissen muss, wird auch in diesem Band noch einmal kurz gesagt. Hilfreich mag auch das Personenverzeichnis am Anfang des Buches sein. Im Anhang werden die Quellen aufgeführt. Außerdem findet man hier Fotos vom Tatort und zum Teil auch noch nähere Erläuterungen. Anfangs hat es mir ein wenig Probleme bereitet, dass das Buch mit den vielen Auszügen aus Polizeiberichten streckenweise eher an ein Sachbuch erinnert als an einen Roman. Außerdem gibt es viele Perspektivwechsel, Zeitwechsel, Rückblenden, sodass man schon sehr konzentriert lesen muss. Doch schon bald hatte ich mich in das Geschehen eingefunden und war nur noch von dem Roman gefesselt. Fazit: Nach anfänglichen Schwierigkeiten fand ich das Buch wirklich klasse. Ich habe einiges daraus gelernt und wurde gleichzeitig hervorragend unterhalten. Das Thema ist hochaktuell und geht jeden was an. Ich finde es sehr wichtig, dass diese ganzen Missstände endlich einmal an die Öffentlichkeit kommen! Die Reihenfolge von Denglers bisherigen Fällen: 1. Die blaue Liste 2. Das dunkle Schweigen 3. Fremde Wasser 4. Brennende Kälte 5. Das München-Komplott 6. Die letzte Flucht 7. Am zwölften Tag 8. Die schützende Hand ★★★★★ Herzlichen Dank an Kiepenheuer & Witsch für das Rezensionsexemplar!

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