Wolfgang Schuller

 4.3 Sterne bei 18 Bewertungen
Autor von Kleopatra, Cicero und weiteren Büchern.

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Kleopatra

Kleopatra

 (6)
Erschienen am 01.09.2012
Griechische Geschichte

Griechische Geschichte

 (2)
Erschienen am 06.10.2008
Die deutsche Revolution 1989

Die deutsche Revolution 1989

 (2)
Erschienen am 17.07.2009
Cicero

Cicero

 (2)
Erschienen am 13.09.2013
Anatomie einer Kampagne

Anatomie einer Kampagne

 (1)
Erschienen am 18.09.2017
Die Welt der Hetären

Die Welt der Hetären

 (1)
Erschienen am 07.03.2008

Neue Rezensionen zu Wolfgang Schuller

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Rezension zu "Kleopatra: Königin in drei Kulturen. Eine Biographie" von Wolfgang Schuller

Königin der drei Kulturen
Sit-Hathorvor 10 Monaten

Ich hatte die Ehre vor einigen Jahren einen Festvortrag des Autors über Kleopatra zu hören und war hellauf begeistert. Kleopatra VII. war schon immer eine Frau, die mich fasziniert hat, aber Schuller könnte auch Menschen begeistern, die noch nie etwas von ihr gehört haben.  Der Autor beschreibt die Lebensumstände von Kleopatra VII. so kenntnisreich und stilistisch ausgefeilt, dass es eine Freude ist diese Biographie zu lesen. Zwar orientiert sich Schuller als Althistoriker etwas zu eng an den römischen Quellen, doch wer diese, (bzw. die augusteische Propaganda) noch kritischer beleuchtet haben möchte, dem empfehle ich zur Ergänzung Chistoph Schäfers, Michael Grants und Hans Volkmanns Kleopatra Biographien. Insgesamt ist "Kleopatra. Königin der drei Kulturen" ein wunderbares und sehr lesenswertes Buch über die letzte Königin Ägyptens, das ich immer wieder gern zur Hand nehme.

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Rezension zu "Die Welt der Hetären" von Wolfgang Schuller

Rezension zu "Die Welt der Hetären" von Wolfgang Schuller
Günter Landsbergervor 8 Jahren

Hetäroheuristik - Oder: Eine Gelehrsamkeit leicht wie Licht

Zu Wolfgang Schullers Buch „Die Welt der Hetären / Berühmte Frauen zwischen Legende und Wirklichkeit“, Stuttgart 2008

Worin besteht – phasengeschichtlich wie begrifflich - der Unterschied zwischen einer Prostituierten und einer Hetäre? Und worin besteht die hauptsächliche Gemeinsamkeit? Wie kommt es - von heute, gestern und vorgestern aus gesehen - beim Blick auf die Welt der antiken Hetären zu jenen höchst unterschiedlichen Reaktionen von Bewunderung und Schelte oder zu einem Zugleich von beidem?
Dem Buch Schullers gelingt es, darauf differenziert Antwort zu geben. Und auch der Frage, was eine griechische oder römische Hetäre in ihrem Lebensentwurf und Liebesverhalten mit einer modernen emanzipierten Frau verbindet, weicht Schuller - damit u. a. auf Simone de Beauvoir (a.a.O., S. 21) eingehend - keineswegs aus.
Der Schwerpunkt der Betrachtung liegt auf der Darstellung des vielfältigen Bildes, das die antiken Quellen kontinuierlich von den Hetären vermitteln. Der unvermeidbare Mangel, dass es von den thematisierten Frauen selber keine eigenen Textzeugnisse gibt, auf die man zurückgreifen könnte, wird vom Verfasser ausdrücklich beklagt. Er behilft sich mit Umsicht und Behutsamkeit bei der Sichtung der - fast ausschließlich aus männlicher Sicht - reichlich zur Verfügung stehenden Quellen. Beharrlich und zugleich empirisch zart befragt er die verschiedensten literarischen Zeugnisse und Gattungen der griechischen und römischen Literatur auf das kulturell bedeutsame Thema hin und vermittelt so ganz nebenbei auch einen Eindruck von der Bedeutung der Komödie und z. B. auch einen Begriff von der großen Lyrik der augusteïschen Zeit. Da es ihm bei seiner Darstellung um verlässlich-verantwortbare Wissenschaftlichkeit und gute, ansprechende Lesbarkeit gleichermaßen zu tun ist, setzt er auf Anschaulichkeit, wo immer es geht. Behutsame Deutung und lebendige Erzählung wechseln sinnvoll miteinander ab. Fünfundzwanzig, zwischen den Seiten 144 und 145 eingefügte, teilweise farbige Bildtafeln (Skulpturen, Malereien, Vasenbilder ...) fördern des weiteren unser Verständnis. Eine abermalige gründliche Beschäftigung wird durch einen über 40 Seiten umfassenden Anhang ermöglicht, wiewohl nicht aufgedrängt. Textnachweise, Bibliographie und Abkürzungen, Bildnachweise und je ein besonders detailliertes Personen- und Sachregister fallen dabei vielversprechend auf.
Das letzte, zusätzliche Kapitel, das 9., hat mich besonders interessiert: „Andere Zeiten, ähnliche Sitten / Vergleiche“. Hier begnügt sich Schuller zwar vorwiegend mit Andeutungen, eröffnet aber Ausblicke und regt zu eigenen Vergleichen und Erkundungszügen an.
Und wirklich. Dieses Buch Schullers werde ich fortan im Bewusstsein haben, wenn ich mich daran begebe, z. B. einen Geisha-Film zu sehen oder (erst- bzw. abermals) Lukians „Hetärengespräche“, Wielands Roman „Aristipp“, Aretinos „Kurtisanengespräche“, Balzacs Roman „Glanz und Elend der Kurtisanen“ oder auch Lesskows Erzählung „Der Gaukler Pamphalon“ zu lesen. Und sogar folgendes eigene dilettantische Gebilde, ein lyrikähnlicher Versuch aus dem Jahre 1998, hat sich mir selber nach Lektüre des fachlich so sachkundigen Buches in einem etwas neuem Lichte gezeigt.

Durst

Wenn Du Durst hast
aber kein Geld
geh
in ein gutbürgerlich-
biederes Bordell
beantworte die Frage
was Du trinken möchtest
bescheiden
aber bestimmt;
laß sie Dir vorstellen
in Bild und Person
das deutsche, das russische
das brasilianische Mädchen
und geh,
nachdem Du Dein Wasser
schon längst
getrunken hast,
mit den Worten,
daß es Aspasia war,
zu der
Du eigentlich
wolltest.

Von der Antike bis heute galt Aspasia als Inbegriff einer Hetäre. In Schullers Buch wird das zwar als übliche, wenn auch falsche Sicht bestätigt und insofern ist die differenzierend-pointierte Gegenüberstellung von Aspasia (als einer gebildeten, innerlich – weitgehend auch äußerlich - unabhängigen und erotisch aufgeschlossenen Frau) und heutigen wie damaligen Prostituierten naheliegend, zugleich aber wird bei Schuller deutlich, dass Aspasia als rechtmäßige Ehefrau des Perikles durch die auf sie gemünzte Bezeichnung „Hetäre“ ausdrücklich diffamiert werden sollte. Hinzukommt der Umstand, dass man an den Ehegesetzen damals gerade etwas geändert hatte, wodurch die Möglichkeit zur Diffamierung noch größer geworden war. Ehen mit „Ausländerinnen“ wurden damals nämlich gerade annulliert. Davon war auch Aspasia im Nachhinein betroffen. Und ohne die direkte, die perfide Auswirkung auf die eigene Ehe zu bedenken, habe Perikles, ihr eigener Ehemann, dieses Gesetz sogar befürwortet.
Dass es bei den Griechen einen sehr bewussten und grundlegenden Unterschied zwischen dem Status einer Ehefrau und der zumindest phasenweise vorwiegenden gesellschaftlichen Hochschätzung so mancher Hetäre gegeben hat, wird in Schullers Buch an anderer Stelle ausführlich entfaltet (a.a.O., S. 116).

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N

Rezension zu "Kleopatra" von Wolfgang Schuller

Rezension zu "Kleopatra" von Wolfgang Schuller
Nofretetevor 10 Jahren

Ich denke das ist eine der glaubwürdigsten Biograpien über Kleopatra.

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