Wolfgang Schulz und sagte kein Wort

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Inhaltsangabe zu „und sagte kein Wort“ von Wolfgang Schulz

Ich versuche in dieser Erzählung die Gefühle und Betrachtungen eines Heranwachsenden in einer Zeit nach 1946 zu schildern, mit dem Schwerpunkt auf sein Musikstudium schon mit 14 Jahren und seiner Liebe zum Cello.
Auszug: "Zu mittag sollte ich (beim ersten Mal) auf das Buro der Universität kommen, um mir meine Essenmarken abzuholen. Ich stand vor der Sekretärin und sie schaute mich ungläubig an :„ kann ihr Bruder nicht selbst kommen “ wurde ich angeraunzt. Selbst mein Beteuern half nichts, sie musste extra anrufen, um das klar zu stellen. Nun denn, jetzt war ich berechtigt, in dieser Mensa zu essen. Aber das machte mir nicht unbedingt Spaß. Dieses ewige Warten in der Schlange.....also hielt ich Ausschau nach etwas praktischerem. Man erzählte sich, dass es bei „Aschinger“ eine Erbsensuppe gab, fur 50 Pf, die jeden Tag anders schmecken soll. Es wurden wohl immer die Reste von anderen Mahlzeiten da mit hinein gegeben und was noch spannender war, es gab kleine Brötchen, von denen man sich nehmen konnte, soviel man wollte. Das war fur mich die Lösung. Jeden Tag in der Woche eine anders schmeckende Erbsensuppe und die vielen Brötchen, soviel ich einstecken
konnte, waren dann mein Abendessen. Ich hatte eh nur ein ganz geringes Budget und so konnte ich oft, wenn es Wartezeiten gab, ins Kino gehen. Es gab reichlich Auswahl, das AKI mit Kurzfilmen und der „Fox tönenden Wochenschau“ oder dem Studentenkino, das als Filmkunstkino mehrmals am Tag den Film wechselte. So kam ich an die ganzen wertvollen Filmklassiker fur 1 DM. Damit waren meine Wochentage ausgefullt : Üben und Unterricht, dann Erbsensuppe bei Aschinger,
vielleicht einen Kurzfilm und die Wochenschau zur Mittagspause und danach wieder Üben und Vorlesung, oder Unterricht. Meistens war ich dann so um 18 Uhr fertig, nahm meine Brötchen und fuhr wieder eine Stunde lang ......."

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