Wolfgang Sofsky Todesarten

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Inhaltsangabe zu „Todesarten“ von Wolfgang Sofsky

»Die größte Kunst führt einen immer wieder zurück an die Verletzlichkeit der menschlichen Existenz.« (Francis Bacon) Bildliche Darstellungen von Gewalt können erschrecken und verzaubern, verstören und erfreuen, ihre zwiespältige Wirkung verdanken sie auch der Distanz zum Dargestellten. Gewaltbilder stellen grausame Szenen vor Augen und bieten dem Betrachter die Möglichkeit zur sinnlichen Anschauung, zur meditativen Versenkung und zur intellektuellen Erkenntnis. Stets konfrontieren sie uns mit der Frage, wer wir sind und wie wir uns selbst verstehen müssen. In ›Todesarten‹ nimmt Wolfgang Sofsky ausgewählte Bildwerke der Gewalt akribisch in den Blick. In glänzenden Einzelanalysen geht er ihrer ästhetischen Wirkung und imaginativen Kraft nach. So entsteht ein Bildpanorama von Mord und Totschlag, Kampf und Krieg, Strafe und Opfer, das neue Sichtweisen eröffnet. Von den Anfängen in den Höhlenzeichnungen von Lascaux über christliche Martyrienbilder bis zur modernen Kriegsfotografie erweist sich die abendländische Kunstgeschichte als eine Bildkultur der Gewalt.

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  • Rezension zu "Todesarten" von Wolfgang Sofsky

    Todesarten
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    29. November 2011 um 11:07

    Wenn sich der Privatgelehrte und Essayist Wolfgang Sofsky zu einem Thema im Zusammenhang mit Gewalt äußert, ist seit fast zwei Jahrzehnten für den kritischen Leser anspruchsvolle und erhellende Lektüre garantiert. Sein neues Buch „Todesarten. Über Bilder der Gewalt“ macht hier keine Ausnahme. Eine Kulturgeschichte über Bildgewalt und Gewaltbilder. Zu allen Zeiten haben die Bilder die tatsächliche Gewalt sozusagen entmachtet, ihr die sinnliche Substanz geraubt und ihre sonst überwältigende Kraft. Auf Bildern zu allen Zeiten, die in diesem Buch in großer Zahl vorgestellt und interpretiert werden, ist die Gewalt nur sichtbar, aber nicht mit den Sinnen erfahrbar. Die bildliche Darstellung von Gewalt schafft Distanz und bietet dem Betrachter in der Möglichkeit der Anschauung und Versenkung ein neues Potenzial zur Überwältigung. In zwanzig Essays zu den großen Gewaltbildern der Kunstgeschichte zeigt Wolfgang Sofsky immer wieder überzeugend die Stimmigkeit dieser Interpretation. Ob christliche Martyrien, heroische oder brutale Kampfszenen, existenzielle Überlebenskämpfe oder mythologische Urbilder – überall tritt ein Netz der Macht und der Gewalt an die Oberfläche. Das Gewaltbild spricht nicht von den Erfahrung des Schmerzes, sondern veranschaulicht die Begierde des Tötens und die Ohnmacht des Sterbens, der Betrachter wird angezogen, abgestoßen, erregt, verstört. Mit diesem Buch geht der Leser wie durch eine Schule des Sehens und er wird am Ende die Bilder mit anderen Augen betrachten(können).

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