Wolfgang Thon

 3.5 Sterne bei 35 Bewertungen
Autor von Das Lied der Dämonen, Blutiges Land und weiteren Büchern.
Wolfgang Thon

Lebenslauf von Wolfgang Thon

Fantasy made in Germany: Wolfgang Thon ist 1954 in Mönchengladbach geboren. Nach einem Studium der Sprachwissenschaft, Germanistik und Philosophie in Hamburg und Berlin beginnt er seine Tätigkeit als Übersetzer für verschiedene Verlage. Bei seiner Arbeit übersetzte er viele Fantasyromane ins Deutsche. Seit 2014 ist er selbst als Autor unterwegs. Mit „Das Lied der Dämonen“ erschien in diesem Jahr der erste Band seiner „Broll-Trilogie“, die vom Kampf zwischen Göttern, Drachen und Menschen erzählt. Thon findet es bemerkenswert, dass Fantasy häufig in einem historischen Setting spielt und fragt sie, wie es aussähe, wenn dieses Setting vorgegeben ist. Aus diesem Grund gibt er seiner zweiten Reihe, die 2017 mit „Blutiges Land“ eröffnet wurde, einen festen historischen Rahmen. Die Geschichte um die beiden Freunde Eik und Valerian, die über die Liebe Eiks zu Valerians Schwester zu erbitterten Feinden werden, spielt vor dem Hintergrund des Dreißigjährigen Krieges. Mit Büchern wie diesen ist Wolfgang Thon inzwischen zu einer festen Größe der deutschen Phantastik geworden. Der Vater von drei erwachsenen Kindern lebt heute in Hamburg. Neben seiner Arbeit als Autor und Übersetzer verbringt er seine Zeit am liebsten mit Reiten und Tanzen.

Alle Bücher von Wolfgang Thon

Blutiges Land

Blutiges Land

 (10)
Erschienen am 16.01.2017
Das Lied der Dämonen

Das Lied der Dämonen

 (11)
Erschienen am 19.05.2014
Das Schwert der Drachen

Das Schwert der Drachen

 (8)
Erschienen am 16.02.2015
Die Saat der Götter

Die Saat der Götter

 (5)
Erschienen am 15.02.2016
Verratene Ehre

Verratene Ehre

 (1)
Erschienen am 20.08.2018

Neue Rezensionen zu Wolfgang Thon

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Rezension zu "Verratene Ehre" von Wolfgang Thon

Schwächer als der erste Teil
Isbelvor 2 Monaten

"Verratene Ehre" von Wolfgang Thon ist die Fortsetzung von "Blutiges Land". Das Buch ist im Blanvalet Verlag erschienen und umfasst 503 Seiten. "Verratene Ehre" begleitet Valerian und Eik im 30jährigen Krieg. Beide stehen immer noch auf verfeindeten Seiten und auch privat hegt Valerian einen tiefen Hass auf Eik. Durch das Familiengeheimnis blieb die Geschichte für mich spannend, auch wenn ich im Laufe des Lesens feststellte, dass mich die Kriegsstrategien und allgemein das Kämpfen nicht mehr so interessierten, wie im ersten Band. Das Buch bekommt von mir 3 Sterne.

Der erste Teil "Blutiges Land" hatte mir ja sehr gut gefallen und daher war ich super gespannt wie es mit Eik, Valerian und Augusta weitergehen wird. Allerdings konnte mich der zweite Teil nicht mehr so erreichen wie der erste. Ich hatte zu Beginn Schwierigkeiten wieder in die Geschichte reinzufinden. So viele Namen, die ich erst einmal wieder zuordnen musste. Ich gestehe, irgendwann habe ich aufgegeben zu versuchen mir zu merken, welcher Obrist, Leutnant oder wer auch immer aus welchen Gründen auch immer ein Problem mit Eik oder Valerian hatte. Mir war nur wichtig, mir zu merken, wann ich auf welcher Seite des Krieges war - Kaiserlich-katholisch oder Schwedisch-protestantisch. Dadurch verging mir aber auch das Interesse an der ganzen Kriegsstrategie und ich gestehe, dass ich teilweise gerne mal ein paar Seiten überblätterte.

Spannung wurde deswegen für mich auch nicht durch den Krieg gezeugt, sondern durch das Familiengeheimnis, welches Valerian unbekannt ist, weil er zu stolz ist, Briefe zu lesen. Einfach mal zuhören bzw. die eigene Post zu lesen, hätte einiges verbessern können. Der hat mich so aufgeregt. Eik hat deutlich mehr Pluspunkte sammeln können. Auch die Frage, ob Eik jemals seine Tochter kennenlernen würde, hat mich am Ball gehalten. Besonders als gewisse Franzosen, die ich schon im ersten Band zu verachten gelernt habe, wieder auftauchen und alte Rechnungen begleichen wollen.

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Rezension zu "Blutiges Land" von Wolfgang Thon

Blutiges Land
Svanvithevor 9 Monaten

Im Jahre 1626 geraten drei junge Menschen in die Wirren des Dreißigjährigen Krieges. Es sind Valerian von Villesen, Sohn eines Landadligen, und Eik Schmalens, Sohn des Müllers, trotz ihrer Standesunterschiede seit der Kindheit Freunde, die auch zusammen den Kampf mit Degen und Schwertern geübt haben Die anfängliche Jugendfreundschaft hat sich jedoch in den letzten Jahren abgekühlt, und dafür gibt es einen hübschen Grund: Valerians Schwester Augusta, die dritte im Bunde, die Eik in Französisch, Italienisch, Geschichte und Etikette unterrichtete. Dass Augusta überdies Eiks Gefühle zu erwidern scheint, stört Valerian ungemein. Er ist gegen die Verbindung, zumal sie angesichts der unterschiedlichen Herkunft keine Zukunft haben dürfte.

Als der Dreißigjährige Krieg auch vor der Heimat der drei, dem Dorf Bruchhausen und Schloss Villesen, nicht Halt macht, ändert sich im Leben von Valerian, Eik und Augusta alles. Eik verliert seine Mutter und muss darüber hinaus mit anschauen, wie sein Vater von Soldaten der katholischen Liga getötet wird und Valerian daneben steht, ohne einzugreifen und diese Tat zu verhindern. Erschüttert und von eisigem Hass getrieben, schlägt sich Eik auf die Seite der Protestanten, indes Valerian sich den Katholischen zuwendet. So werden aus einstigen Freunden Gegner. Und auch für die Liebe sieht es düster aus: Augusta wird nach Frankreich verheiratet.


Wolfgang Thon erzählt mit „Blutiges Land“ ein Stück bewegender Zeitgeschichte, in der seine Protagonisten – und damit auch die Leser – miterleben können, wie eine Auseinandersetzung um den wahren Glauben und das Machtgefüge die Welt verändert. Es sind aufregende Abenteuer, aber gleichzeitig auch die Schrecken des Dreißigjährigen Krieges, denen sich die Figuren stellen müssen.

Dem Autor gelingt es, dank eines guten Hintergrundwissens der Historie äußerst realitätsnah und mittels intensiv beschriebener, zum Teil grausamer und abscheulicher blutiger Szenen die Gewalttätigkeit und Erbarmungslosigkeit der kriegerischen Konflikte darzustellen. Hierbei erweist sich die offensive Schilderung von Taktik, Angriffen und Kampfhandlungen als vordergründig und unabdingbar, die fiktiven Charaktere agieren gemeinsam mit historischen Persönlichkeiten wie Wallenstein und Tilly, bleiben allerdings stets im Mittelpunkt des Handlung. Es sind vor allem Eik, Valerian und auch Augusta, die am Kreuzweg ihres Lebens stehen, der ihnen eine Zukunft bieten kann oder aber den Tod bringt.

Während Valerian die Position der Katholiken vertritt, findet Eik Rückhalt bei den Protestanten. Beide sehen sich mit den Fragen des Glaubens und damit der Motivation für ihr Handeln konfrontiert, setzen sich mit dem Für und Wider auseinander, ohne dass eine Entscheidung für ein Richtig oder Falsch getroffen wird. Wolfgang Thon ermöglicht es dem Leser außerdem, unmittelbar an der Gedankenwelt seiner Protagonisten teilzuhaben.

Die Ausarbeitung der Art der Freundschaft von Eik und Valerian ist zwar etwas zu kurz geraten, hingegen die Entwicklung zu Männern, die kämpfen lernen, sowie die widersprüchlichen Gefühle der einstigen Freunde sind nachvollziehbar und auf sprachlich hohem Niveau beschrieben. Daneben ist der Handlungsstrang, der Augustas Schicksal beleuchtet, naturgemäß ruhiger erzählt, wenngleich er mit außergewöhnlichem Geschehen aufwartet.

Insgesamt hat Wolfgang Thon seine Figuren mit glaubhaften Wesenszügen ausgestattet. Sie verfügen über Verstand, Courage, Mut, Ehrgeiz und eine Tatkraft, die sie vorwärts treibt und dazu befähigt, ihre Ziele nicht aus den Augen zu verlieren und ihnen selbst bei Rückschlägen zu folgen. Und trotzdem gibt es Momente, in den sie schwach und eigennützig und damit fehlerhaft sind, Mitmenschen enttäuschen und verletzen.

„Blutiges Land“ zeigt einmal mehr, was Kriege für die Menschen bedeutet und aus ihnen machen kann und wie schwierig es ist, Loyalität und Vertrauen, Freundschaft und Liebe zu bewahren. Aber auch, dass es Hoffnung gibt...

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Rezension zu "Die Saat der Götter" von Wolfgang Thon

20 Jahre später
Jane1990vor einem Jahr

Die Zeit der Verschmelzung steht bevor: Drachen fordern die Götter heraus und verwüsten das Land. Gleichzeitig bereiten sich die Dämonen darauf vor, ihren einstigen Herren in den Rücken zu fallen. Die letzte Hoffnung der Menschen ruht auf der Dritten Prophezeiung. Doch niemand weiß, wie diese erfüllt werden kann – bis der Schwertkämpfer Lay ihre Bedeutung entschlüsselt. Aber kann er dieses Wissen weitergeben? Denn seine eigenen Kinder gehören zu den Verheißenen – und sie würden die Erfüllung der Prophezeiung nicht überleben …

 

Also jetzt mal ehrlich! Musste das sein? Ich war ja sowieso schon nicht angetan von der Reihe, aber dieses Buch...? 20 Jahre sind vergangen. Jeder hat nun seine eigene Familie und sein neues Leben. Immer wieder kommen neue Charaktere dazu und man sieht irgendwann nicht mehr richtig durch. Natürlich die Protagonisten sind die gleichen und doch anders. Da sie jetzt erwachsen sind, habe sie nicht mehr viel mit denen zu tun die sie einst waren. Ohne das wir es verfolgen konnten hat sich die Geschichte weiter entwickelt und das stört mich. Wenn ich eine Reihe lese möchte ich doch auch mitbekommen wie es den Menschen im Buch ergeht. Und nicht in eine Zeit hinein geschmissen werden, die weit in der Zukunft liegt. Der Abschluss war schon nicht schlecht, aber es hätte mehr kommen können.

Im großen und ganzen ist die Reihe gut. Mit ein paar schwächen und Macken aber gut.

Viel mehr lässt sich nicht sagen, da ich sonst zu tief in die Geschichte eintauchen würde und das will ja keiner.

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