Wolfgang Ullrich

 3,7 Sterne bei 26 Bewertungen
Autor von Habenwollen, Alles nur Konsum und weiteren Büchern.
Autorenbild von Wolfgang Ullrich (©  Wolfgang Ullrich)

Lebenslauf von Wolfgang Ullrich

Wolfgang Ullrich, Jahrgang 1967, studierte Philosophie, Kunstgeschichte und Germanistik. Promotion 1994 mit einer Arbeit über das Spätwerk Martin Heideggers. Seitdem freier Autor, Hochschuldozent und Unternehmensberater. Lebt in München. Zahlreiche Publikationen, insbesondere zur Geschichte und Kritik des Kunstbegriffs, über moderne Bildwelten sowie Wohlstandsphänomene.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Wolfgang Ullrich

Cover des Buches Habenwollen (ISBN: 9783104903309)

Habenwollen

 (9)
Erschienen am 06.06.2016
Cover des Buches Zufälle im Museum (ISBN: 9783775745574)

Zufälle im Museum

 (4)
Erschienen am 15.05.2019
Cover des Buches Siegerkunst (ISBN: 9783803136602)

Siegerkunst

 (2)
Erschienen am 04.03.2016
Cover des Buches Selfies (ISBN: 9783803136831)

Selfies

 (2)
Erschienen am 14.03.2019
Cover des Buches Was war Kunst? (ISBN: 9783596163175)

Was war Kunst?

 (1)
Erschienen am 01.06.2006
Cover des Buches An die Kunst glauben (ISBN: 9783803126733)

An die Kunst glauben

 (1)
Erschienen am 21.09.2011
Cover des Buches Des Geistes Gegenwart (ISBN: 9783803127297)

Des Geistes Gegenwart

 (1)
Erschienen am 16.09.2014

Neue Rezensionen zu Wolfgang Ullrich

Cover des Buches Zufälle im Museum (ISBN: 9783775745574)N

Rezension zu "Zufälle im Museum" von Stefan Draschan

Fotos von Menschen, die Kunst betrachten
Neugierig1111vor 3 Jahren

Die Idee zu diesem Buch ist klasse. Der Fotograf muss eine große Geduld und einen guten Blick für den richtigen Moment haben, in dem die Zuschauer den optimalen Standpunkt zu dem Gemälde haben, das sie sich anschauen. Denn nicht nur die Optik der Zuschauer ist oft passend, auch ihre Haltung ist genau richtig, um z.B. etwas abzudecken, zu ergänzen oder auf etwas hinzuweisen. Das Buch liefert neue Ideen und Sichtweisen auf "alte" Kunstwerke.
Wenn ich mal wieder in einer Ausstellung bin und mir jemand den Blick verstellt, werde ich versuchen, sie auch mal als dazu gehörig zu sehen. 

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Cover des Buches Zufälle im Museum (ISBN: 9783775745574)F

Rezension zu "Zufälle im Museum" von Stefan Draschan

Zufallskunst für Jedermann
Flaventusvor 3 Jahren

Unter dem Hashtag #dressedtomatch findet man viele meist arrangierte Fotos, auf denen Menschen sich ähnlich einem Kunstwerk kleiden und vor selbigem posieren. Diese zumeist gestellten Fotos finden sich nicht in diesem Bildband. Hier geht es um tatsächlich zufällige Begegnungen.

Dynamik

Gezeigt wird ein sehr großes Repertoire an Zufallsbegegnungen. Mal ähneln sich Farben, mal Muster, mal werden die Betrachter zu einem Teil des Bildes, mal springt die Dynamik aus einem Bild auf den Betrachter über. Gerade letzteres fand ich sehr beeindruckend, wie genau der richtige Moment von Stefan Draschan eingefangen wurde und wie tatsächlich der Anschein erweckt wird, dass die Dynamik eines Bildes von Betrachter aufgenommen und fortgeführt wird.

Bei manchen Werken sind es die Gegensätze, die sich anziehen, Schriftzüge, die das Bild beschreiben, Tattoos, die sich in das Bild einzubetten scheinen. Solche Fotos, die von Gegensätzen geprägt sind, regen mich als Leser zwar zum Nachdenken an, ich empfinde diese Bilder allerdings eher als disharmonisch. Mir sagen diese ebenso wenig zu wie viele Kunstwerke, die der Modernen entspringen. Aber dies ist natürlich meine ganz persönliche Meinung.

Und diese schmälert nicht die Leistung von Stefan Draschan, genau im richtigen Moment zu Stelle zu sein, um den perfekten Moment zu finden, in dem Kunstwerk und Betrachter eine wie auch immer geartete Beziehung eingehen.

Fazit

Mir haben die Kompositionen sehr gut gefallen – zumindest im Großen und Ganzen. Es ist erstaunlich, wie gut Museumsbesucher und Kunstwerke miteinander harmonieren (können) und wie gut es Stefan Draschan es gelingt, diese einzufangen.

Ganz nebenbei erhascht man übrigens einen sehr schönen Blick auf die verschiedensten Kunstwerke der großen Museen. Der Erkennungswert war zumindest bei mir vorhanden, da mir zahlreiche Werke bekannt sind. Das erhöht (zumindest bei mir) die Sympathie zu diesen Werken.

Meiner Meinung nach muss man nicht unbedingt kunstinteressiert sein, um an diesem Bildband Gefallen zu finden, so dass ich eine Empfehlung für Jedermann aussprechen kann.

Diese Rezension findet sich auch auf meinem Bücherblog.

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Cover des Buches Zufälle im Museum (ISBN: 9783775745574)M

Rezension zu "Zufälle im Museum" von Stefan Draschan

Traumhaft schöne „Zufälle“!
MissStrawberryvor 3 Jahren

Fast möchte man glauben, dass die Fotos – zumindest zum Teil – gestellt sind. Aber das Leben besteht aus so unfassbaren Zufällen, dass ich bereit bin, an das glückliche Zusammentreffen von Kunst, passendem Betrachter und die Anwesenheit eines Fotografen zu glauben. Viele der Gemälde werden durch diese Fotos noch viel faszinierender. Auf diese Weise betrachtet, wirken sie besonders stark und mich bringen sie dazu, Kunst ab sofort mit anderen Augen zu sehen und besonders stark auf das zu achten, was rings darum ebenfalls zu finden ist. Ich werde nie wieder einfach nur ein Gemälde ansehen, sondern immer zuerst von weitem darauf achten, wie die Betrachter „dazu passen“. Und vermutlich werde ich auch immer überlegen, wie ich selbst gerade zum entsprechenden Gemälde – oder Kunstobjekt allgemein – passe.

Durch die Fotos wird einem bewusst, dass zwischen den oft historischen Motiven und den hochmodernen Zeiten heute mehr Gemeinsamkeiten bestehen, als man gedankenlos angenommen hatte. Auch wenn es nur der Stoff oder das Muster eines Kleidungsstückes des Betrachters ist, die Körperhaltung, eine Geste – all das verbindet die Gegenwart mit der Vergangenheit auf eine Weise, die mich sehr berührt und bewegt, auch wenn sich das pathetisch oder albern anhören mag.

Gleichzeitig fällt mir auf, wie viele der Personen selbst im Museum den Blick oder das Ohr nicht vom Smartphone wegbekommen. Auch das verstärkt erstaunlicherweise den Effekt oftmals. Teils wirken die Museumsbesucher, als seien sie aus den Bildern herausgefallen oder würden gleich in ein Gemälde „einsteigen“ können. Vielleicht unbewusst, vielleicht lese ich zu viel heraus – aber bei vielen der Fotos habe ich das Gefühl, dass die Menschen mit den Kunstobjekten tatsächlich insgesamt sehr harmonieren. Je besser sie zusammenpassen, desto mehr scheinen die Menschen auch von den Bildern fasziniert zu sein.

Es finden sich aber auch urkomische Fotos von Zufällen, die anderer Art sind. Männer, die aussehen, als fielen sie ins Dekolleté der Dame auf dem Bild, das sie betrachten. Menschen, die so vor einem Objekt stehen, dass sie aussehen, als würden sie daraus herauswachsen. Bilder, die moderner aussehen, als die Menschen davor (quasi moderne Bilder und Leute, die scheinen, als kämen sie aus dem 17. Jahrhundert, statt umgekehrt). Und manchmal ergänzen sich Kunst und Mensch erst zu einem wirklich bemerkenswerten Gesamtbild, werten sich quasi gegenseitig auf, um es überspannt auszudrücken.

Es wird nicht langweilig, im Buch zu blättern. Immer wieder entdeckt man neue Zufälle und Besonderheiten. Das ist faszinierend und einfach wunderbar. Ich gebe sehr gern die vollen fünf Sterne.

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