Wolfgang Ullrich

 3,9 Sterne bei 32 Bewertungen
Autor*in von Habenwollen, Alles nur Konsum und weiteren Büchern.
Autorenbild von Wolfgang Ullrich (©  Wolfgang Ullrich)

Lebenslauf

Wolfgang Ullrich, Jahrgang 1967, studierte Philosophie, Kunstgeschichte und Germanistik. Promotion 1994 mit einer Arbeit über das Spätwerk Martin Heideggers. Seitdem freier Autor, Hochschuldozent und Unternehmensberater. Lebt in München. Zahlreiche Publikationen, insbesondere zur Geschichte und Kritik des Kunstbegriffs, über moderne Bildwelten sowie Wohlstandsphänomene.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Wolfgang Ullrich

Cover des Buches Habenwollen (ISBN: 9783104903309)

Habenwollen

(9)
Erschienen am 06.06.2016
Cover des Buches Siegerkunst (ISBN: 9783803136602)

Siegerkunst

(2)
Erschienen am 04.03.2016
Cover des Buches Selfies (ISBN: 9783803136831)

Selfies

(2)
Erschienen am 14.03.2019
Cover des Buches Was war Kunst? (ISBN: 9783596163175)

Was war Kunst?

(1)
Erschienen am 01.06.2006
Cover des Buches An die Kunst glauben (ISBN: 9783803126733)

An die Kunst glauben

(1)
Erschienen am 20.09.2011
Cover des Buches Des Geistes Gegenwart (ISBN: 9783803127297)

Des Geistes Gegenwart

(1)
Erschienen am 16.08.2014
Cover des Buches Die Geschichte der Unschärfe (ISBN: 9783803126269)

Die Geschichte der Unschärfe

(1)
Erschienen am 15.09.2009

Neue Rezensionen zu Wolfgang Ullrich

Cover des Buches Zufälle im Museum (ISBN: 9783775745574)
sarah83sbookshelfs avatar

Rezension zu "Zufälle im Museum" von Stefan Draschan

sarah83sbookshelf
Keine Angst vor Kunst

"Ist das Kunst oder kann das weg?"
Diesen Ausspruch hat so ziemlich jeder schon einmal gehört und wie in vielen anderen Bereichen, wird auch hier oft darüber gestritten, ob manche Dinge Kunst sind, ob die Idee allein schon Kunst ist oder ob sie erst durch das handwerkliche Geschick zu Kunst wird (man bedenke "Fettecken" oder einen schlichten farbigen Punkt auf einer ansonsten weißen Leinwand).
Doch was, wenn Kunst selber Kunst schafft?
Stefan Draschan ist Fotograf und hat sich in den Museen dieser Welt auf die Lauer gelegt.
Um was zu tun?
Er schafft mit Kunst Kunst.
In diesem kleinen aber feinen Bildband zeigt er, was in Museen passiert, wenn Menschen Gemälde betrachten. Denn ihre Kleidung oder gar ihre Haltung ergänzen das jeweils betrachtete Gemälde oder der Betrachter kopiert die Haltung der Figur, die sie studiert.
So ergeben sich die interessante Installationen und Kompositionen, die selten gestellt und auf Grund der Zufälligkeit wirklich charmant wirken.
Mit 120 Seiten ist es für ein Kunstbuch ein schmales Werk, welches dem Leser ein Schmunzeln in das Gesicht zaubert und zeigt, dass Kunst zu den ungewöhnlichsten Zeiten und auch den ungewöhnlichsten Orten geschehen kann.
Ein Buch, dass die Hemmschwelle vor der Kunst senkt und Lust auf mehr macht.

4 von 5 Zufällen

Cover des Buches Zufälle im Museum (ISBN: 9783775745574)
Neugierig1111s avatar

Rezension zu "Zufälle im Museum" von Stefan Draschan

Neugierig1111
Fotos von Menschen, die Kunst betrachten

Die Idee zu diesem Buch ist klasse. Der Fotograf muss eine große Geduld und einen guten Blick für den richtigen Moment haben, in dem die Zuschauer den optimalen Standpunkt zu dem Gemälde haben, das sie sich anschauen. Denn nicht nur die Optik der Zuschauer ist oft passend, auch ihre Haltung ist genau richtig, um z.B. etwas abzudecken, zu ergänzen oder auf etwas hinzuweisen. Das Buch liefert neue Ideen und Sichtweisen auf "alte" Kunstwerke.
Wenn ich mal wieder in einer Ausstellung bin und mir jemand den Blick verstellt, werde ich versuchen, sie auch mal als dazu gehörig zu sehen. 

Cover des Buches Zufälle im Museum (ISBN: 9783775745574)
Flaventuss avatar

Rezension zu "Zufälle im Museum" von Stefan Draschan

Flaventus
Zufallskunst für Jedermann

Unter dem Hashtag #dressedtomatch findet man viele meist arrangierte Fotos, auf denen Menschen sich ähnlich einem Kunstwerk kleiden und vor selbigem posieren. Diese zumeist gestellten Fotos finden sich nicht in diesem Bildband. Hier geht es um tatsächlich zufällige Begegnungen.

Dynamik

Gezeigt wird ein sehr großes Repertoire an Zufallsbegegnungen. Mal ähneln sich Farben, mal Muster, mal werden die Betrachter zu einem Teil des Bildes, mal springt die Dynamik aus einem Bild auf den Betrachter über. Gerade letzteres fand ich sehr beeindruckend, wie genau der richtige Moment von Stefan Draschan eingefangen wurde und wie tatsächlich der Anschein erweckt wird, dass die Dynamik eines Bildes von Betrachter aufgenommen und fortgeführt wird.

Bei manchen Werken sind es die Gegensätze, die sich anziehen, Schriftzüge, die das Bild beschreiben, Tattoos, die sich in das Bild einzubetten scheinen. Solche Fotos, die von Gegensätzen geprägt sind, regen mich als Leser zwar zum Nachdenken an, ich empfinde diese Bilder allerdings eher als disharmonisch. Mir sagen diese ebenso wenig zu wie viele Kunstwerke, die der Modernen entspringen. Aber dies ist natürlich meine ganz persönliche Meinung.

Und diese schmälert nicht die Leistung von Stefan Draschan, genau im richtigen Moment zu Stelle zu sein, um den perfekten Moment zu finden, in dem Kunstwerk und Betrachter eine wie auch immer geartete Beziehung eingehen.

Fazit

Mir haben die Kompositionen sehr gut gefallen – zumindest im Großen und Ganzen. Es ist erstaunlich, wie gut Museumsbesucher und Kunstwerke miteinander harmonieren (können) und wie gut es Stefan Draschan es gelingt, diese einzufangen.

Ganz nebenbei erhascht man übrigens einen sehr schönen Blick auf die verschiedensten Kunstwerke der großen Museen. Der Erkennungswert war zumindest bei mir vorhanden, da mir zahlreiche Werke bekannt sind. Das erhöht (zumindest bei mir) die Sympathie zu diesen Werken.

Meiner Meinung nach muss man nicht unbedingt kunstinteressiert sein, um an diesem Bildband Gefallen zu finden, so dass ich eine Empfehlung für Jedermann aussprechen kann.

Diese Rezension findet sich auch auf meinem Bücherblog.

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