Wolfgang Welsch Ich war Staatsfeind Nr.1

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Inhaltsangabe zu „Ich war Staatsfeind Nr.1“ von Wolfgang Welsch

Eine deutsch-deutsche Karriere: Vom verurteilten Republikflüchtling zum erfolgreichsten Fluchthelfer und verhaßten Staatsfeind Nummer 1. Die Lebensgeschichte von Wolfgang Welsch ist der authentische, ungemein dicht und packend geschriebebne Bericht eines Mannes, der auf der Todesliste der DDR-Staatssicherheit ganz oben stand - und überlebte.

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  • Rezension zu "Ich war Staatsfeind Nr.1" von Wolfgang Welsch

    Ich war Staatsfeind Nr.1

    Daphne1962

    22. November 2010 um 21:02

    Spannender kann kein Krimi sein, als das Leben von Wolfgang Welsch zur DDR Zeit. Ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. So unglaublich seine Geschichte. Wie die Stasi ihn 3 x versucht hat umzubringen. Wie er versucht hat aus der DDR zu flüchten, gefaßt wurde, verhaftet, freigekauft und dann viele Menschen aus der DDR rausgeholt hat. Alles sehr ergreifend und auch das ist ein Kapitel, was man immer wieder lebendig machen muß. Das schlimme dabei ist, die ganzen Stasiheinis und Funktionäre sind alle unter uns. Wer Autobiografien liebt, der kommt um diese Geschichte nicht herum.

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  • Rezension zu "Ich war Staatsfeind Nr.1" von Wolfgang Welsch

    Ich war Staatsfeind Nr.1

    Dilbertine

    19. October 2008 um 08:34

    Bereits mit 20 Jahren, im Jahre 1964, wurde der ehemalige Schauspieler Wolfgang Welsch wegen einem Fluchtversuch aus der DDR zu zwei Jahren Haft verurteilt. Mit der Beschreibung der Erinnerung an diese zwei Jahre, die durch extreme Brutalität und Misshandlung durch die Angehörigen der Staatssicherheit gekennzeichnet waren, beginnt die Biografie des Autors. 1966 wurde Welsch vorzeitig aus der Haft entlassen und entschied sich gegen eine Ausreise in die Bundesrepublik, um einen aufklärenden Film über die Diktatur zu drehen. Nicht lange und der erste Verrat eines vermeintlichen Freundes brachte ihn erneut in Haft. Die Foltermethoden (bspw. Scheinhinrichtung, 8 Tage Isolation in einer Eiskammer, extreme körperliche Gewalt) denen er während dieser Zeit ausgesetzt war, stehen den Methoden des 3. Reiches in keiner Art und Weise nach. Nachdem er 1971, nach einem Freikauf, die DDR verlassen durfte, begann Welsch mit dem Aufbau einer Fluchthelferorganisation und half etwa 200 Menschen bei der Flucht aus der DDR. Auch während dieser Zeit lässt die Stasi ihn nicht aus den Augen und wieder wird Wolfang Welsch von ihm sehr nahe stehenden Personen verraten und verkauft und landet auf der Todesliste des MfS. Unglaublich wie ihm gelungen ist, die feigen Attentate die bis zur Thalliumvergiftung reichen, zu überleben. Wolfgang Welsch ist für mich ein Held der deutschen Geschichte, den ich wegen seiner Charakterstärke, seinem unbeugsamen Willen, seiner Kraft und seinem Mut bewundere. Das Buch ist von der ersten bis zur letzten Seite spannende, aufklärende und erschütternde Zeitgeschichte. Es sollte zur Pflicht- und Aufklärungsliteratur für all diejenigen erklärt werden, die das diktatorische und menschenverachtende System der DDR verherrlichen, bagatellisieren und auf der Welle der Nostalgie mit schwimmen.

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