Wolfgang Wippermann Skandal im Jagdschloss Grunewald

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Inhaltsangabe zu „Skandal im Jagdschloss Grunewald“ von Wolfgang Wippermann

Alles begann im Januar 1891 mit einer Sex-Party im Berliner Jagdschloss Grunewald. Teilgenommen hatten rund 15 adlige Damen und Herren der Hofgesellschaft – einige davon pikanterweise enge Verwandte Wilhelms II. Ihr sexuelles Treiben wurde in anonymen und mit pornographischen Fotos versehenen Briefen angeprangert. Der Inhalt der anonymen Briefe sickerte an die Öffentlichkeit durch, rasch zog der Skandal immer weitere Kreise. Als Verfasser der Briefe verdächtigt wurde Zeremonienmeister Leberecht von Kotze. In seiner Ehre verletzt, verdächtigte er seinerseits adlige Standesgenossen, ihn verdächtigt zu haben. Es kam zu mehreren Duellen – in die Auseinandersetzungen um die Frage der Ehre mischte sich Wilhelm II. höchstpersönlich ein. Wolfgang Wippermann zeichnet die Geschichte dieses Skandals nach, der sich vom Hof- und Sittenskandal bald zu einem handfesten politischen Skandal auswuchs. Und er zeigt, inwiefern es dabei letztlich um Grundfragen der Mentalitätsgeschichte des deutschen Kaiserreichs ging: um Männlichkeit und Ehre.

Sehr gelungene Darstellung, aber miserabel lektoriert.

— Beust
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  • Rezension zu "Skandal im Jagdschloss Grunewald" von Wolfgang Wippermann

    Skandal im Jagdschloss Grunewald
    TheSaint

    TheSaint

    07. June 2012 um 18:27

    "Ich gebe Ihnen mein Ehrenwort, dass..." - pflegen Menschen heute häufig zu sagen, wenn sie lügen oder eine Lüge leugnen wollen. Dieses Buch ist eine weitere interessante Ergänzung um Sexskandale zur Zeit Kaiser Wilhelm II., die in weiterer Folge zu Hof- und schlußendlich zu politischen Skandalen ausarteten und das deutsche Kaiserreich mächtig ins Wanken brachten. In diesem Buch wird von dem lüsternen Treiben der Hofgesellschaft auf dem Jagdschloß Grunewald berichtet und dem Beginn einer Reihe von anonymen Briefen danach an die Beteiligten und einige Unbeteiligte Personen am Hofe des Kaisers. Als die Zahl der Schmähbriefe mit vielen pikanten Details und Photographien nicht enden wollte, entschlossen sich einige Betroffene, diese Angelegenheit der Polizei zu übergeben, die alsbald den Zeremonienmeister des Kaisers, Leberecht von Kotze, festnahm. Er war wegen seiner Geschwätzigkeit und seines Sarkasmus am Hofe unbeliebt und dies reichte aus, ihn festzunehmen... Kaiser Wilhelm II mischte sich selbst in die Ermittlungen ein und manipulierte das Verfahren derart, daß von Kotze anstatt vor ein normales Gericht vor ein Militärgericht gestellt und dort mangels Beweisen freigesprochen wurde. Von Kotze forderte Genugtuung von seinen Anklägern und forderte Karl von Schrader zum Duell. Das erste Duell endete glimpflich - beim zweiten Duell mit von Schrader ein Jahr darauf erschoß von Kotze ihn. Das ausgeartete sexuelle Treiben am Hofe des Kaisers wie auch das Überhandnehmen des Duellwesens wurde in der Öffentlichkeit sehr stark diskutiert und leitete ein Überdenken der Grundfrage der Mentalitätsgeschichte des Kaiserreichs ein: Die der Männlichkeit und der Ehre... Das Buch präsentiert neben einer kurzweiligen und informativen Präsentation des Skandals auch viele Fotos der anonymen Briefe und Texte aus jener Zeit. Der Sexskandal auf Grunewald sollte später dann in dem noch größeren und international Aufsehen erregenden Skandal um Philipp Eulenburg-Hertefeld eskalieren. Deutsche Geschichte - aus einer anderen Perspektive lesenswert dargebracht.

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