Wolfram Fleischhauer Schweigend steht der Wald

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Inhaltsangabe zu „Schweigend steht der Wald“ von Wolfram Fleischhauer

Es ist kein Zufall, dass es die Forststudentin Anja Grimm zu einem Praktikum in den tiefsten Wald Deutschlands verschlägt: Dort hat sie als Kind Urlaub gemacht, und dort verschwand vor zwanzig Jahren ihr Vater auf einer Wanderung. Bei den Dorfbewohnern läuten die Alarmglocken: Was hat die junge Frau hier zu suchen, nach so langer Zeit? Und was, wenn sie etwas findet – etwas Dunkleres, als jeder Fremde ahnen kann?

„Traulich und hold ist hier nichts: grausige Höfe, dörfliche Vetternwirtschaft und brauner Sumpf, atmosphärisch dicht erzählt.“ Bücher

"Absolut empfehlenswert.“ krimi-couch.de

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    Schweigend steht der Wald

    Skrutten

    14. August 2016 um 18:57

    Ich weiß schon, warum ich Krimis nicht mag: Die Handlung ist ein wenig beliebig und die Personen werden meist wenig scharf gezeichnet. Der Spannungsbogen hat mich dieses Buch dennoch zu Ende lesen lassen. Immerhin ist hier das "Kriminaltechnische" noch mit den Geschehnissen rund um ein ehemaliges KZ verknüpft.Wolfram Fleischhauer stand immer auf meine Autorenliste, aber nach diesem Roman werde ich wohl keine Bücher mehr von ihm lesen.

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  • Spannend bis zum Schluß und mysteriös

    Schweigend steht der Wald

    leserin

    04. May 2016 um 19:12

    Anja Grimm beginnt ihr Forstpraktikum in Faunried im Bayrischen Wald. In ihrer Kindheit verbrachte sie immer einige Zeit in dieser Gegend, spielte dort mit den Kindern vom Land. Leider verlor sie während eines Aufenthaltes ihren Vater. Er verschwand spurlos und wurde trotz intensiver Suche nie gefunden. Durch die Gelegenheit, in diesem Gebiet Bodenproben zu nehmen, kommen ihr die Erinnerungen vor dem Geschehen in ihr Bewußtsein und durch eine kleine Auffälligkeit bei einer Bodenprobe nimmt die mysteriöse Aufklärung ihren Gang.

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  • Der Wald spricht

    Schweigend steht der Wald

    walli007

    Nach zwanzig Jahren kehrt Anja Grimm zurück an den Ort, an dem sie mit ihren Eltern die Sommerferien verbrachte. Sie studiert Forstwirtschaft und macht ein Praktikum beim naheliegenden Forstamt. Mit einem Kollegen ist sie dabei, den Wald zu kartieren und Bodenproben zu entnehmen. Anja stellt bei der Untersuchung der Bodenkerne fest, dass der Waldboden anders aussieht als sie es in einer eng umgrenzten Region erwarten würde. Kann es sein, dass ihr Vater, der vor zwanzig Jahren hier verschwand, auf der Lichtung begraben wurde. Das Schicksal ihres Vaters möchte sie aufklären und gerät in einen Wald aus dunklen Geheimnissen. Kurz vor der Jahrtausendwende beginnt die Handlung dieses Romans und reicht weit in die Vergangenheit zurück. Die knapp dreißigjährige Anja und ihre Mutter haben den Verlust des Vaters und Ehemannes nie verwunden. Besonders schwer wiegt die Ungewissheit, die sein Los umgibt. Hat er sie verlassen? Wurde er Opfer eines Unfalls oder gar eines Verbrechens? Nicht ganz zufällig ist der Ort des Praktikums gewählt. Und so kann sich der Leser mit Anja auf eine Entdeckungsreise begeben, die zunächst mit recht harmlosen Erkenntnissen und kleinen Ungereimtheiten beginnt und schließlich zu immer beklemmender werdenden Nachforschungen führt.  So wie sich die Ereignisse langsam entwickeln, so langsam entwickelt sich auch die Lektüre. Von einem zunächst mäßig interessanten Ausflug in die Forstwirtschaft zu einem ausgesprochen spannenden Krimi, mit dem sehr klar wird, dass die deutsche Vergangenheit noch lange nicht verarbeitet ist und immer noch gerne verleugnet wird. Die Reaktion der Vertuschung scheint auch heute noch gang und gäbe zu sein. Wo sind die aufrechten Aufklärer? Wie viele Generationen braucht es, um die Schuld nicht mehr unter den Teppich zu kehren. Ein sehr gelungenes Werk der Mahnung und auch der Hoffnung. Gerade in der heutigen Zeit, wo es dafür Sorge zu tragen gilt, dass sich Geschichte nicht wiederholt. 4,5 Sterne

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    • 2
  • Schweigend steht der Wald

    Schweigend steht der Wald

    Pokerface

    06. July 2015 um 14:47

    Zum Buch: Es ist kein Zufall, dass es die Forststudentin Anja Grimm zu einem Praktikum in den tiefsten Wald Deutschlands verschlägt: Dort hat sie als Kind Urlaub gemacht, und dort verschwand vor zwanzig Jahren ihr Vater auf einer Wanderung. Bei den Dorfbewohnern läuten die Alarmglocken: Was hat die junge Frau hier zu suchen, nach so langer Zeit? Und was, wenn sie etwas findet - etwas Dunkleres, als jeder Fremde ahnen kann? Meine Meinung: Leider war das Buch völlig an meinem Interesse vorbei. Was nicht heißen soll, dass es schlecht war. Es war nur für mich persönlich sehr langatmig zu lesen. Konnte mich mit den Charakteren überhaupt nicht anfreunden und die Forstwirtschaft im Allgemeinen ist so gar nicht mein Ding. Von daher war es für mich am Anfang etwas schwierig und ich habe auch schon überlegt, das Buch einfach wieder zu schließen. Im Nachhinein bin ich aber froh, dass ich es zu Ende gelesen habe. Es wurde dann doch noch ziemlich spannend, aber richtig fesseln konnte es mich nicht.

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  • Ideal für geologisch Interessierte!

    Schweigend steht der Wald

    Igela

    Forststudentin Anja Grimm wird zu Standortkartierungen und Bodenprofilerfassungen  in den Bayrischen Wald geschickt. Exakt an den Ort,in dem sie als kleines Mädchen mit ihren Eltern den Urlaub verbracht hat und ihr Vater vor zwanzig Jahren spurlos verschwand.. Als sie im Wald Bodenproben entnimmt ,findet sie  den geistig behinderten Xaver,ein Freund ihrer Kindheit ,an einem Hochsitz erhängt. Wenige Stunden vorher hat Xaver über Anjas Vater gesprochen und so drängt sich der Verdacht auf, dass er etwas über das Verschwinden von Anjas Vater wusste. Anja lässt nicht locker und will endlich wissen, was mit ihrem Vater geschah. Doch sie stösst auf eine Mauer des Schweigens im Dorf. Wie der Name des Buches schon sagt, spielt der grösste Teil der Geschichte im und um den Wald in Bayern. Als Leser erfährt man viel über Fauna und Flora des einheimischen Waldes und der Beschaffenheit des Bodens. Falls man an geologischen Gegebenheiten interessiert ist, ist dies sicher sehr lehrreich.  Für mich war es leider zu detailhaft und intensiv beschrieben. Meiner Meinung nach blieb dabei ein grosser Teil der Spannung auf der Strecke.Richtiggehend abgestossen war ich bei der Beschreibung, als Anja auf der Jagd ein Tier tötet..inklusive dem detailgenauen Beschrieb des Ausweidens des toten Tieres. Die  ersten 60 Seiten den Buches sind trocken, langatmig und ideal für Naturkundefans. Etliche Male habe ich kurz vor dem Buch weg legen, mich aufgerafft weiter zu lesen. Die Geschichte wurde spannender,interessanter,aber leider auch mit vielen verschiedenen Figuren bestückt,was die Sache sehr verwirrend machte. Ein Buch, das man lesen kann... und das besser wird ,je länger man liest. Doch gefesselt hat es mich definitiv nicht.

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    • 2

    Floh

    02. September 2014 um 03:45
  • eBook Kommentar zu Schweigend steht der Wald von Wolfram Fleischhauer

    Schweigend steht der Wald

    lucia Bendick

    19. April 2014 um 04:13 via eBook 'Schweigend steht der Wald'

    Ich habe diesen Roman einfach geliebt! Richtig spannend und rührend. Für mich einer der besten Romane Wolfram Fleischhauers, mit “Drei Minuten mit der Wirklichkeit“ und “Die Frau mit den Regenhänden“. Ich liebe vor allem die Rolle der Natur in fiesem Roman, und die Beziehung zum historischen Kontext.

  • Wolfram Fleischhauer hat einen großen Roman geschrieben

    Schweigend steht der Wald

    WinfriedStanzick

    20. January 2014 um 11:06

      Soll man es als Krimi bezeichnen oder ist es eher ein Thriller? Der neue Roman von Wolfram Fleischhauer besticht durch seine Vielschichtigkeit. Er erzählt von einer gefährlichen Spurensuche einer jungen Frau, die dabei auf jahrzehntelang versteckte, vergrabene und unterdrückte Relikte der deutschen Vergangenheit stößt und dabei ein ganzes Dorf und eine ganze Gegend in großen Aufruhr bringt.   Als die Forststudentin Anja Grimm zu einem mehrwöchigem Praktikum in eine entlegene Gegend des Bayerischen Waldes kommt, um dort mit einem Kollegen systematisch Böden zu untersuchen und zu kartieren, ist das kein Zufall. Sie hat es so gedreht, dass sie dorthin kommt, wo sie als kleines Mädchen zwei Sommer lang mit ihren Eltern Urlaub machte und wo vor über zwanzig  Jahren ihr Vater spurlos verschwand.   Nie hat sie wirklich daran geglaubt, dass der Vater einfach so verschwunden oder verunglückt ist, wie man damals sehr schnell vermutete. Als sie an einer Stelle, die schon ihrem Vater damals auffiel, bei den Bodenproben große Auffälligkeiten feststellt, wird ihr Verdacht erhärtet.   Die Dorfbewohner haben etwas zu verbergen, das spürt man gleich zu Beginn des Buches an der Art und Weise, wie sie auf die junge Frau und ihre Arbeit reagieren. Als auch der geistig zurückgebliebene Spielgefährte aus unbeschwerten Urlaubstagen, Xaver Leybach, sie zweimal angreift und später von Anja Grimm erhängt aufgefunden wird, spitzt sich die Situation zu. Auch die Polizei ermittelt nur zögerlich und ganz allmählich mit einer subtil aufgebauten Spannung, stellt sich heraus, dass die Wurzeln der aktuellen Vorgänge und auch die Ursachen für den Tod von Anjas Vater weit in die deutsche Geschichte hineinreichen.   Weil mit allen Mitteln verhindert werden muss, dass die Wahrheit ans Licht kommt, gerät Anja in große Gefahr….   Wolfram Fleischhauer hat einen großen Roman geschrieben, der die Befreiungsgeschichte einer jungen Frau verbindet mit einem spannenden und gut recherchierten Einblick in ein ganz dunkles und verdrängtes Kapitel deutscher Geschichte.   Man kann dieses sehr empfehlenswerte Buch nicht aus der Hand legen, bis man zu seinem überraschenden Schluss gekommen ist.

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  • Spannend und intelligent

    Schweigend steht der Wald

    Gospelsinger

    Anja Grimm ist Forststudentin, durchaus passend zum Namen. Jetzt macht sie ihr Praktikum im Wald, und zwar ausgerechnet in Faunried, wo sie als Achtjährige die Ferien verbracht hat – und wo ihr Vater spurlos verschwand. 20 Jahre ist das her, und immer noch ist ungeklärt, was damals geschehen ist. Kaum hat Anja ihre Arbeit, das Entnehmen von Bodenproben, begonnen, trifft sie auf einen alten Bekannten. Mit dem geistig zurückgebliebenen Xaver hatte sie damals oft gespielt, aber jetzt bedroht er sie mit dem Gewehr und will sie von einer ganz bestimmten Stelle im Wald fernhalten. Kurz darauf findet sie ihn erhängt am Hochsitz. Und das ist nicht die einzige Leiche. Anja fängt an, nachzuforschen, und macht sich damit bei den Dorfbewohnern unbeliebt. Denn die haben etwas zu verbergen. Sehr viel sogar. Dieser anspruchsvolle Krimi hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt. Beim Lesen bin ich willig in das märchenhafte Innere des nicht bewirtschafteten Waldes eingetaucht. Solche Wälder sind selten geworden, sie sterben aus. Leider interessiert das niemanden. „Aber es war leichter, die Menschen für den Erhalt des fernen Regenwalds zu mobilisieren als gegen die staubigen und verwurmten Pressspanforste vor der eigenen Haustür.“ Die erzählte Geschichte ist zunächst ebenso geheimnisvoll wie der Wald, in dem Anja lesen kann, wie andere Leute in einem Buch. Eine unterschwellige Spannung zieht sich durch diesen Krimi, eine unheimliche Atmosphäre baut sich auf, die sich in einem fulminanten Finale entlädt. Ganz nebenbei lernt man auch noch Einiges darüber, wie sich Waldböden zusammensetzen, was man aus der Ansiedlung bestimmter Pflanzen herauslesen kann, wie Buchen für ihren Nachwuchs sorgen und wie man das Märchen „Hänsel und Gretel“ auch ganz anders als gewohnt lesen kann. Zusammen ergibt das einen spannenden Krimi, der die Genregrenzen überschreitet und eine intelligente Lektüre bietet.

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    • 2
  • Mehr als ein Kriminalroman - und doch Spannung mit 5 Sternen

    Schweigend steht der Wald

    IlonGerMon

    23. November 2013 um 21:54

    Was am Anfang eher etwas sperrig und in einer sehr speziellen Thematik verhaftet beginnt, entwickelt sich und nimmt in der zweiten Hälfte des Buches unheimlich an Fahrt auf. Wolfram Fleischhauers neuer Roman knüpft für mich an frühere Romane an und hat mich ähnlich in den Bann gezogen wie „Drei Minuten mir der Wirklichkeit“. Der Autor verknüpft eine spannende Krimi-Handlung mit zeitgeschichtlich wichtigen Fakten und Fragestellungen, die uns bis heute berühren müssen. Er liefert uns damit ein Buch, das eben viel mehr ist als ein Kriminalroman. Vielleicht steht auch deshalb auf dem Cover nur Roman, das spezielle Genre Krimi hat man weggelassen. Das finde ich passend, den Roman auf einen Krimi zu reduzieren würde ihm in meinen Augen Unrecht tun. Anja Grimm war als Achtjährige mehrfach mit iIhren Eltern in den Ferien im bayrischen Faunried, einem kleinen Ort nahe der tschechischen Grenze und in Nachbarschaft zur nächsten Stadt Waldmünchen. Im zweiten Urlaubsjahr verschwand dort Anjas Vater spurlos, bis heute konnte das Verschwinden nicht aufgeklärt werden. Heute, 20 Jahre danach, kommt sie als Forststudentin für ein Praktikum an diesen Ort zurück und ihre berufliche Aufgabe besteht darin, Waldstücke mittels Bodenproben zu kartieren. Aber – auch der Gedanke, das Geschehen von vor 20 Jahren vielleicht zu erhellen, ist ein Gedanke, der in Anja immer mehr Raum greift. Sie entdeckt in einem Flurstück starke Abweichungen der Bodenbeschaffenheit, die nicht mit den umliegenden Proben in Einklang zu bringen sind. Sehr schnell, vielleicht zu schnell, sieht sie Indizien, die ihr vielleicht mehr über das Geschehen vor 20 Jahren offenbaren könnten. Aber mehr und mehr sieht sie sich auch ausgebremst. Von ihren Vorgesetzten, von der Dorfbevölkerung und auch von der Polizei, an die sie sich mit ihrem vagen Verdacht wendet. Schließlich steht ihr Praktikum auf dem Spiel, doch Anja kann und will nicht nachgeben. Lukas, einer der Söhne der Familie Gollas, bei denen die Grimms damals ihre Ferien verbrachten, sucht den Kontakt zu ihr und Rupert, der zweite Sohn, begegnet ihr mit großem Misstrauen und ausgesprochener Schroffheit. Weder das eine noch das andere Verhalten kann Anja schlüssig deuten und doch lässt sie sich auf Lukas ein, mehr als ihr vielleicht gut tut. Der Kriminalpolizist Konrad Dallmann, der Anja befragt hat, und sich zwangsläufig mit den alten Ermittlungsakten beschäftigt, entdeckt darin erhebliche Schlampereien und Versäumnisse, an denen sein eigener Vater nicht unbeteiligt war. Überhaupt gibt es in aller Heimlichkeit eine Altmänner-Clique, die ganz offensichtlich Einiges zu verbergen hat. Hin- und hergerissen zwischen der Loyalität zu seinem Vater und seiner heutigen Berufsauffassung und dem Wunsch, die Vorkommnisse aufzuklären, verstrickt er sich immer mehr in unkluges Handeln. Als Anja entscheidende Hinweise findet, die auf viel weiter zurückliegende Jahre der deutschen Vergangenheit hindeuten, findet sie in einem Verwaltungsmitarbeiter, der sich mit dem ehemaligen Lager Flossenbürg beschäftigt und dort eine Gedenkstätte aufbaut, einen wichtigen Gesprächspartner. Sie gerät aber auch immer mehr ins Visier der Polizei und letztlich in Lebensgefahr. Als Leser sehen wir diese Zusammenhänge immer etwas früher als die Protagonistin sie im Detail erfährt, das gibt dem Roman eine ganz besondere Spannung. Ich konnte das Buch jedenfalls nicht mehr aus der Hand legen und bin auch nach Tagen der Reflektion noch immer begeistert.

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  • ein Buch, dessen Inhalt einschlagt wie eine Bombe

    Schweigend steht der Wald

    robbylesegern

    23. November 2013 um 19:51

    Wolfram Fleischauer ist ein Garant für außergewöhnliche und gute Unterhaltung. Seine Bücher " Die Frau mit den Regenhänden"," Die Purpurline" oder "Drei Minuten mit der Wirklichkeit" sind mir noch sehr positiv in Erinnerung und im Oktober 2011 versuchte der Autor sich das erste Mal an einem kriminalistischen Thema . Mit" Torso" knüpfte er an den Erfolge der vorhergehenden Bücher an, mit "Schweigend steht der Wald" hat er eins seiner besten Bücher geschrieben. Das Buch beginnt mit der Schilderung der Forstamtstudentin Anja Grimm, die ihr Praktikum in einem Ort beginnt, in dem sie als Kind zweimal ihre Ferien verbrachte. Der letzte Aufenthalt dort, endete mit dem spurlosen Verschwindens ihres Vaters. Obwohl schon 20 Jahre vergangen sind, hat Anja dieses Ereignis noch nicht verarbeitet. Als sie bei Bodenproben, die sie dort ziehen muss, Unregelmäßigkeiten feststellt, ist sie zuerst verdutzt, als sie aber vom Besitzer des Landes mit der Waffe bedroht wird, wird ihre Neugier, was es mit diesem Stück Wald auf sich hat, immer größer. Einige Tage später werden zwei Tote gefunden. Eben jener Besitzer, der sie bedroht hat, hat Selbstmord begangen, in dem er sich an einem Hochsitz erhängte. Zuvor hatte er noch seine Mutter erschlagen. Was hat es mit diesem Wald auf sich. Anja stößt auf eine mehr als verschlossene Dorfgemeinschaft und merkt, dass sie in ihrer Arbeit und ihren Nachforschungen immer mehr behindert wird und das sogar von der Polizei. Das Buch beginnt ruhig mit der Schilderung von forstwirtschaftlichen Tätigkeiten, Bodenformationen und Pflanzen, die ich aber sehr interessant fand Man merkt, dass der Boden nichts vergisst und jemand, der sich mit dieser Materie auskennt, anhand von Pflanzen und Bodenformationen auf und im Waldboden lesen kann wie in einem offenen Buch. Als dann die Morde geschehen nimmt der Roman schon an Fahrt auf, nicht mehr weglegen konnte ich das Buch in seiner zweiten Hälfte überhaupt nicht mehr. Die Auflösung des Geheimnisses, dass die Dorfgemeinschaft seit Jahrzehnten hütete, schlug bei mir ein , wie eine Bombe. Es reicht weit in die Vergangenheit hinein, ist aber an Grausamkeit nicht zu überbieten, da die Aggressoren sich immer im Recht fühlten. Die Charaktere sind dem Autoren in ihrer Beschreibung sehr gut gelungen und seine Schilderungen über den Wald und die Forstwirtschaft haben mir gut gefallen. In den Bayrischen Wald werde ich, wenn ich dort einmal hinkomme, sicherlich mit Vorbehalt sehen, denn ich glaube , den Inhalt dieses Buches, werde ich sicherlich nicht so schnell vergessen.

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  • Ungewöhnlich und spannend bis zum Schluss

    Schweigend steht der Wald

    Aleshanee

    20. November 2013 um 09:15

    „Was auch immer man tat, immer ergab sich daraus eine endlose Kette von unbedachten Folgen und Wirkungen.“ S. 199 Zum Inhalt Anja Grimm ist Forststudentin. Als sie 8 Jahre alt war, verschwand ihr Vater spurlos im Waldgebiet von Faunried im Bayerischen Wald, nahe der tschechischen Grenze. Als sie dort aufgrund eines Praktikums Bodenproben ziehen soll, nimmt sie die Stelle an, ohne zu wissen, warum sie sich mit dem Schauplatz ihres Kindheitstraumas konfrontieren will. Das ungeklärte Verschwinden ihres Vaters hat Anja auch nach 20 Jahren noch nicht losgelassen. Das schreckliche Erlebnis hat sie geprägt und ihre Mutter zerstört. Während Anja in Faunried ihrem Studium nachgeht, umsorgt zu Hause in München eine Pflegekraft ihre Mutter, die vor einem halben Jahr einen Selbstmordversuch unternommen hat. Auf einer Lichtung im Wald, nahe dem Leybachhof, entdeckt Anja Grimm Abweichungen bei den Proben. Doch selbst als sie der Besitzer des Waldes, der geistig zurückgebliebene Xaver Leybach, bedroht und von seinem Grundstück verscheucht, will sie diesen Unstimmigkeiten noch einmal nachgehen. Als sie eben jenen Xaver dann am Hochsitz erhängt auffindet, ist das erst der Anfang einer Reihe von Verbrechen, die weit in die Vergangenheit reichen … Meine Meinung Ich habe etwas gebraucht, um mich in das Buch einzulesen. Die vielen Namen und Familienbeziehungen sowie die spezifischen Details zur Forstarbeit am Anfang waren etwas anstrengend und verwirrend. Allerdings gab das der Geschichte gleich zu Beginn eine mysteriöse Note und man ahnt, dass in dem verschlafenen Nest Faunried etwas verborgen ist. Man taucht immer mehr ein in die alten Familiengeheimnisse und entdeckt hinter der dörflichen Idylle Heimlichkeiten und Lügen, die schon Jahrzehnte totgeschwiegen wurden. Man kann den Kreis der Verdächtigen bald einschränken, viele scheinen darin verwickelt zu sein und doch bleibt der Grund, das Motiv, sehr lange verborgen und fesselt einen an das Rätsel, das bis zum Schluss im Dunkeln bleibt. Die prägnantesten Protagonisten waren Anja Grimm und der Polizist Dallmann. Sie haben viel über ihre Handlung reflektiert, während die anderen Charaktere eher undurchsichtig blieben, was die Spannung natürlich hoch gehalten hat. Insgesamt war es ein in sich sehr logischer Handlungsablauf mit menschlich einleuchtenden Reaktionen und Konsequenzen. Welche Dimension die Geschichte annimmt, welche Schuld tatsächlich seit Jahrzehnten in dem schweigenden Wald verborgen lag, würde man nicht für möglich halten – eine alte Schuld, die durch das beherzte Eingreifen der Studentin scheinbar endlich beglichen werden soll. Was ich toll fand waren auch die kleinen, versteckten Anspielungen auf den missverstandenen Begriff eines richtigen Waldes, wie er wirklich sein sollte. Während am Anfang des Buches die profilierten Erklärungen überfordert haben, verdeutlichen sich im Lauf der Handlung die Auswirkungen, wenn der Mensch nachhaltig in den Lebensraum dieses Naturbereichs eingreift. Das Cover ist schlicht und passend – ein „richtiger“ dichter, undurchdringlicher Wald hätte die Stimmung noch etwas besser charakterisiert. Kein Forst, der durch Menschenhand geprägt und gepflegt wird, sondern ein Wald in seiner ursprünglichen Form. Fazit Ein sehr ungewöhnlicher Krimi mit einer sympathischen Protagonistin, der mich trotz Startschwierigkeiten in den Bann gezogen und bis zum Schluss gefesselt hat. Vielen Dank an den Droemer Knaur Verlag für das Rezensionsexemplar. © Aleshanee blog4aleshanee.blogspot.de

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  • Ein Wald, eine Forststudentin, ein rätselhaftes Verschwinden vor 20 Jahren …

    Schweigend steht der Wald

    odenwaldcollies

    24. October 2013 um 17:48

    Die Forststudentin Anja Grimm führt im Rahmen ihres Praktikums Kartierungen in den Wäldern um Faunried, Nähe Waldmünchen, durch. Vor 20 Jahren verschwand in diesem Wald ihr Vater spurlos, seine Familie weiß bis heute nicht, was damals geschah. Bei Bodenproben, die Anja entnimmt, macht sie im Flurstück Haingries eine sonderbare Entdeckung: die Probe unterscheidet sich signifikant von den umliegenden Proben und läßt darauf schließen, daß es an diesem Stück zu Erdbewegungen gekommen sein muß. Während ihrer Arbeit wird sie von dem geistig zurückgebliebenen Xaver Leybach bedroht, den sie aus den früheren Urlauben als sanften Menschen kennengelernt hat. Kurz darauf wird Xaver erhängt aufgefunden. Anja stößt mit ihrem Verdacht, daß er etwas mit dem Verschwinden ihres Vater vor 20 Jahren zu tun haben könnte, auf eine Mauer des Schweigens und Mißtrauens. Mein erstes Buch von Wolfram Fleischhauer hat mich absolut überzeugt – und noch tagelang nach der Lektüre beschäftigt. Obwohl der Roman weder mit reisserischer Action oder Blutvergiessen aufwartet, konnte ich während der Lektüre konstant eine unterschwellige Spannung spüren, auch in Szenen, in denen eigentlich nicht viel passierte. Die Feindseligkeit, die Anja Grimm bei ihrer Arbeit durch Wald und Dorfbewohner spürt, tropfte aus den Zeilen wie Harz aus der Rinde. Relativ früh hatte ich einen grauenvollen Verdacht, der sich leider bestätigte – das Grauen wurde dadurch aber nicht geringer, sondern nahm immer mehr zu. Die Thematik, die dieses Grauen auslöst und auf die ich nicht weiter eingehen möchte, um nicht einen Kernpunkt dieses Romans zu verraten, wird vom Autor sehr gefühlvoll und nachdenklich ausgearbeitet. Ein Grund, warum mich der Roman noch tagelang beschäftigt hat. Der Schreibstil ist sehr bildhaft und detailliert, dadurch empfand ich die Lektüre als sehr lebendig. Das Ende des Buches war für mich überraschend, traurig und schön zugleich und hat mich nachdenklich zurückgelassen. Außerdem gab es eine falsche Fährte, der ich ziemlich lange gefolgt bin. Die Charaktere sind sehr gut gelungen und haben mich durch ihre Vielseitigkeit überzeugt. Anja Grimm ist eine sympathische Figur, die nach 20 Jahren endlich Gewissheit haben möchte, was mit ihrem Vater damals geschah. Eine Tragödie, in der nicht nur der Wald schweigt, sondern auch die Familien Leybach und Gollas, bei denen die Familie Grimm in Anjas Kindheitstagen ihren Urlaub verbracht hat. Was wissen die inzwischen erwachsenen Söhne Lukas und Rupert der Familie Gollas, mit denen Anja als Kind die Urlaubstage verbracht hat, über die Vergangenheit? Warum sucht Lukas immer wie zufällig ihre Nähe? Warum ist Rupert so schroff zu ihr und seinem Bruder? Wissen die Eltern Waltraud und Franz Gollas etwas über die vermeintliche Rolle von Xaver beim Verschwinden von Johannes Grimm? Warum wurden damals die polizeilichen Untersuchungen zum Verschwinden von Johannes durch den ermittelnden Beamten Gustav Dallmann so schlampig durchgeführt? Dessen Sohn Konrad, der ebenfalls Polizist ist und auf diese Misstände stößt, steht nun zwischen den Stühlen: einerseits sollte er diesen Verstoß melden, andererseits will er seinen Vater decken. Mich hat dieser Krimi mit seiner Mischung aus Schuldfrage und fatalem Schweigen sehr fasziniert und ist für mich ein absoluter Buchtipp.

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  • "Es gibt keine hässlichen Landschaften. Es gibt nur traurige Menschen." (Seite 111)

    Schweigend steht der Wald

    Sternenstaubfee

    23. October 2013 um 21:03

    Anja Grimm ist 28 Jahre alt und Forststudentin. Als Praktikantin hat sie die Aufgabe bekommen, ein Waldstück in Bayern zu kartieren. Genau in diesem Wald ist vor 20 Jahren Anjas Vater spurlos verschwunden, und sein Verschwinden konnte bis heute nicht aufgeklärt werden. Als Anja eine auffällige Bodenprobe des Waldes näher analysieren möchte, wird sie von einem Dorfbewohner bedroht. Kurze Zeit später gibt es zwei Tote, und bald gerät Anja in große Gefahr. Mein Leseeindruck: "Schweigend steht der Wald" ist das erste Buch, das ich von Wolfram Fleischhauer gelesen habe. Ich war somit schon sehr gespannt, denn ich habe bisher viel Gutes über seine Bücher gehört. Meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht. "Schweigend steht der Wald" ist zwar kein Krimi im eigentlichen Sinne, aber trotzdem konnte mich das Buch wie ein Krimi fesseln. Die Geschichte hat mich total in ihren Bann gezogen und nicht mehr losgelassen. Dabei ist die Atmosphäre sehr düster und beklemmend. Es ist also kein Buch, das ich empfehlen würde, wenn es einem gerade selbst schlecht geht. "Schweigend steht der Wald" erzählt eine Geschichte, die zwar fiktiv ist, aber die dennoch sehr zum Nachdenken anregt und die traurigerweise tatsächlich so geschehen sein könnte. Die Figuren sind gut dargestellt und wirken echt und authentisch. Sie haben und zeigen Gefühle, sind nicht immer vorausschaubar und für manche Überraschung gut. Mich hat das Buch sehr berührt, traurig und nachdenklich gestimmt, und ich werde es sicherlich noch lange im Gedächtnis behalten.

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  • Schweigt der Wald?

    Schweigend steht der Wald

    HeikeM

    17. October 2013 um 14:07

    In "Schweigend steht der Wald“ nimmt Wolfram Fleischhauer den Leser gefühlt mit auf eine Exkursion in den Bayerischen Wald. Man erfährt so einiges über Bodenformationen und Anzeigerpflanzen, die Arbeit der Forstämter, Kartographie und die dunkle Vergangenheit einiger Dorfbewohner. Anja Grimm kommt als Praktikantin bewusst an den Ort zurück, an dem sie vor 20 Jahren ihren größten Alptraum erlebte. Ihr Vater verschwand hier spurlos. So begibt sie sich auf die Suche und deckt dabei Dinge auf, die die Dorfbewohner lieber hätten ruhen lassen. Die forstwirtschaftlich relevanten Fakten hat Wolfram Fleischhauer mit großer Sicherheit ausgiebig recherchiert und baute diese umfangreich in seinen Roman ein. Ich lese sehr gern Romane, die für mich neue Wissensgebiete eröffnen, auch Wolfram Fleischhauer hatte davon schon mehrere vorgelegt. Mit diesem Thema konnte ich mich leider nur schwer anfreunden, es hat mich nie so richtig gepackt und wirkliches Interesse konnte ich nicht dafür entwickeln. Der im Buch enthaltene Kriminalfall ist durchaus spannend geschrieben, das Erzähltempo ist stimmig und die Personen sind für einen Krimi hinreichend charakterisiert. Einzig die die Natur lesen könnende Praktikantin fand ich stellenweise ein wenig anstrengend, sie fand fast auf Anhieb all die Dinge, über die Forstamt und Einheimische gerne weiterhin hinweg sehen wollten. Der Roman lässt sich sehr flüssig lesen und die Sprache ist angenehm, wie ich sie aus früheren Werken des Autors her kannte und schätzte. Gerade die bildhaften Beschreibungen des Waldes und auch die Darstellung des geistig behinderten Xaver haben mich überzeugt. Auch wenn ich mich zu "Schweigend steht der Wald“ recht kritisch äußere, ist es kein schlechter Roman. Meine Erwartungshaltung an die Bücher von Wolfram Fleischhauer sind aber um einiges höher, als an die anderer Autoren, vielleicht waren sie dieses Mal zu hoch. Schon "Torso“ konnte mich nicht vollständig überzeugen. Ich werde aber auch weiterhin gespannt auf Romane aus der Feder von Wolfram Fleischhauer warten und hoffen, dass er den Faden seiner früheren Romane vielleicht doch irgendwann wieder aufnimmt.

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  • Krimi mit Tiefgang oder Tiefgehendes mit kriminellem Hintergrund?

    Schweigend steht der Wald

    beate_bedesign

    07. October 2013 um 22:24

    Inhalt: Anja Grimm war 8 Jahre alt, als sie mit ihren Eltern im Bayrischen Wald Urlaub machte. Bei einem Spaziergang im Wald ist ihr Vater spurlos verschwunden. Jetzt, 20 Jahre später, ist sie Forststudentin und macht ein Praktikum. Und dieses Praktikum führt sie ausgerechnet in genau das Waldstück, in dem ihr Vater verschwunden ist. Als sie dort Bodenproben entnehmen will, steht plötzlich Xaver Leybach mit dem auf sie gerichteten Gewehr vor ihr. Wenig später findet sie ihn. Erhängt. An einem Hochsitz in eben diesem Waldstück. Und das ist nicht die einzige Leiche. In Anja wächst der Verdacht, dass Xaver was mit dem Verschwinden ihres Vaters zu tun haben könnte. Meine Meinung: Schweigend steht der Wald, ist das erste Buch, das ich von Wolfram Fleischhauer gelesen habe. Der Klappentext hat mich angesprochen und ich habe einen „normalen“ Krimi erwartet. Bekommen habe ich ein Buch, welches durchaus nachdenklich stimmen kann. Und ja, es sind kriminelle Elemente enthalten, aber es ist noch viel tiefgreifender. So viel mag ich verraten: es geht nicht nur um den erhängten Xaver und den verschwunden Vater von Anja. Viel mehr geht es darum, herauszufinden wo die Ursachen dafür liegen. Und das ist dem Autor auf eine sehr spannende Art und Weise gelungen. Zunächst ist mir der Einstieg in das Buch nicht ganz leicht gefallen. Begriffe wie „kartieren“ und „Bohrstock“ waren mir noch zu fremd. Doch nach ein paar wenigen Seiten hat mich das nicht mehr gestört, denn die Sogwirkung des Buches hat stark zugenommen und ich mochte gar nicht mehr aufhören zu lesen. Hin und wieder habe ich mal eine Ahnung bekommen in welche Richtung die Entwicklung gehen könnte, doch immer wieder gab es eine unerwartete Wendung und immer tiefer gingen die Geheimnisse. Anja ist eine sympathische Protagonistin. Sie ist nett und zielstrebig. In diesem Fall wird ihr ihre Zielstrebigkeit allerdings fast zum Verhängnis. Richtig gut gefallen, hat mir die Beschreibung des Waldes und seiner Feinheiten und die Art und Weise wie Anja „den Wald lesen“ kann. Sehr faszinierend. Aber auch die Beschreibung aller anderen Protagonisten ist prima. So richtiges „Urgestein“. Ich habe keine Zweifel daran, dass es solche Familien gegeben hat und möglicherweise auch immer noch gibt. Der Autor schreibt am Ende des Buches, das die Handlung frei erfunden ist. Aber das ist ihm ziemlich authentisch gelungen. Und was die tiefer gehenden Gründe für den Tod von Xavier angeht, die sind in ähnlicher Form leider nicht erfunden. Das Ende hat mich auch überrascht, denn nach der eigentlichen Aufklärung des Falles geht es noch ein klein wenig weiter, und läßt den Leser nachdenklich zurück. Mein Fazit: Trotz meiner Einstiegsschwierigkeiten, konnte mich das Buch überzeugen. Ich kann jedem Leser, dem es eventuell genauso geht, nur raten die paar Seiten durchzuhalten. Es lohnt sich wirklich. Ein Buch, das nicht nur ein spannender Krimi ist, sondern Erinnerungen weckt und nachhaltig wirkt. Sonstiges: Es gibt auch einen interessanten Trailer dazu. Hier erzählt Wolfram Fleischhauer selbst etwas über den Inhalt dieses interessanten Buches. Übrigens, ist da auch der Begriff “kartieren” erklärt. https://www.youtube.com/watch?v=afJO8oC6Qsk&feature=player_embedded

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