Wolfram Hänel Störfall in Reaktor 1

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Inhaltsangabe zu „Störfall in Reaktor 1“ von Wolfram Hänel

Hochaktuell, kontrovers, packend

Als Lukas, Jannik und Alex eines Nachts Strahlenalarm auslösen und per Megafon behaupten, es hätte im nahe gelegenen Atomkraftwerk einen Störfall gegeben, wollen sie eigentlich nur ein Zeichen setzen und die Menschen aufrütteln. Doch am nächsten Tag stehen plötzlich zwei Typen vor Lukas‘ Tür, die wissen wollen, wie sie von dem Störfall erfahren haben. Hat es tatsächlich einen solchen Fall gegeben? Warum weiß niemand etwas davon? Wild entschlossen, hinter die Machenschaften des AKWs und die verdächtig vielen Leukämiefälle in der Stadt zu kommen, hackt sich Lukas' Freundin Hannah in die Betriebsdaten des Kraftwerkbetreibers – und gelangt auf eine heiße und gefährliche Spur …

Davon hatte ich mir leider mehr Versprochen

— Kathey

Ein ebenso intelligentes wie aufklärendes Buch.

— eightletters

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  • Rezension "Störfall in Reaktor 1"

    Störfall in Reaktor 1

    Kathey

    11. June 2015 um 21:16

    Klappentext: Als Lukas, Jannik und Alex eines Nachts Strahlenalarm auslösen und per Megafon behaupten, es hätte im nahe gelegenen Atomkraftwerk einen Störfall gegeben, wollen sie eigentlich nur ein Zeichen setzen und die Menschen aufrütteln. Doch am nächsten Tag stehen plötzlich zwei Typen vor Lukas‘ Tür, die wissen wollen, wie sie von dem Störfall erfahren haben. Hat es tatsächlich einen solchen Fall gegeben? Warum weiß niemand etwas davon? Wild entschlossen, hinter die Machenschaften des AKWs und die verdächtig vielen Leukämiefälle in der Stadt zu kommen, hackt sich Lukas' Freundin Hannah in die Betriebsdaten des Kraftwerkbetreibers – und gelangt auf eine heiße und gefährliche Spur …   Aufbau: Das Jugendbuch wird aus der Sicht von Lukas erzählt. Hierbei wird in chronologischer Reihenfolge das Geschehen wieder gegeben.Für mich wäre es spannender gewesen man hätte am Anfang einiges weg gelassen oder gekürzt und dann direkt, wo das Buch eendet eingestiegen. Ich dachte, dass man mehr über die Machenschaften des Atomkraftwerks erfährt und wie die Bevölkerung damit umgeht, aber leider hat man dazu nur ganz wenig erfahren. Gestaltung: Das Cover sieht wirklich sehr cool aus. Wegen des Covers bin ich auch auf das Buch aufmerksam geworden. Es sieht einfach so geheimnissvoll und gefährlich aus – da dachte ich mir, dass das bestimmt etwas für mich ist. Charaktere: Die einzelnen Charaktere fand ich ganz okay. Lukas war mir die meiste Zeit als Protagonist sympathisch, aber manchmal, wenn es um Hannah ging, hat er für mich nicht nachvollziehbar gehandelt. Er hat sich leider viel von ihr sagen lassen, was den Charakter für mich schwach wirken lassen hat. Für mich hätte er stark wirken sollen.Jannik und Alex haben in ihren Rollen nachvollziehbar gehandelt und waren mir auch sympathisch. Hannah war nicht ganz mein Fall. Für mich kam sie mir manchmal echt verzogen rüber. Und wie sie manchmal Lukas behandelt hat, fand ich, wie gesagt, nicht toll. Ende: Das Ende hat mich leider nicht sehr überzeugt. Für mich blieb der ganz große WOW-Effekt aus, den der Klappentext versprochen hat. Ich dachte, dass viel mehr das Vorgehen in dem Atomkraftwerk und wie danach mit dem Thema umgegangen wird. Von dem Danach erfährt man leider nur in einem kleinen Epilog. Fazit: Den Aufbau der Geschichte war nicht ganz mein Fall. Er war anders, wie man es aus dem Klappentext heraus lesen würde. Die Gestaltung hingegen finde ich top. Die einzelnen Charaktere fand ich ganz okay. Schade, dass Lukas manchmal schwach gewirkt hat und dass Hannah manchmal echt mies zu ihrem Freund war. Das Ende hat mich jetzt nicht so ganz vom Hocker gerissen. Es war okay, aber ich habe mir sicher mehr davon erhofft.Ingesamt ein gutes Jugendbuch für seine Altersklasse. Ich glaube jüngere Leser, die nichgt allzuviel lesen, werden mit dem Buch garantiert ihren Spaß haben.

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  • Rezension zu Störfall in Reaktor 1

    Störfall in Reaktor 1

    eightletters

    04. November 2014 um 00:51

    Klappentext Als Lukas, Jannik und Alex eines Nachts Strahlenalarm auslösen und per Megafon behaupten, es hätte im nahe gelegenen Atomkraftwerk einen Störfall gegeben, wollen sie eigentlich nur ein Zeichen setzen und die Menschen aufrütteln. Doch am nächsten Tag stehen plötzlich zwei Typen vor Lukas' Tür un wollen wissen, wie sie von dem Störfall erfahren haben. Hat es tatsächlich einen solchen Fall gegeben? Warum weiß niemand etwas davon? Wild entschlossen, hinter die Machenschaften des AKWs und die verdächtig vielen Leukämiefälle in der Stadt zu kommen, hackt sich Lukas' Freundin Hannah in die Betriebsdaten des Kraftwerkbetreibers - und gelangt auf eine heiße und gefährliche Spur ... Rezension Ein Buch, welches das Thema Atomenergie behandelt - in seiner 'natürlichsten' Form: Lukas wohnt ganz in der Nähe eines Atomkraftwerks, die Geschichte wird aus seiner Perspektive heraus erzählt. Seine jüngere Schwester ist an Leukämie erkrankt - wie überdurchschnittlich viele Kinder in der Stadt. 2007 enthüllte eine Studie des Deutschen Kinderkrebsregisters in Mainz, dass Kinder, die Nahe eines AKWs leben, ein höheres Risiko besitzen, an Krebs zu erkranken. Das besondere an diesem Buch ist, dass es ein aktuelleres Werk aus dem Jahr 2012 ist - und so beinhaltet es neuere Studien und Fakten und außerdem immer wieder Hinweise auf die Vorkommnisse in Fukushima, Japan. Das Buch ist eher auf Jugendliche ausgerichtet - was man schon daran merkt, dass die Protagonisten der Geschichte jugendlich sind und mit alltäglichen Problemen zu kämpfen haben. Zwar steht das Atomkraftwerk im Zentrum von allem, dennoch erhalten auch andere Situationen Einzug, was die Handlung an sich besonders realistisch und 'publikumsnah' gestaltet. Störfall in Reaktor 1 beschreibt besonders leicht verständlich und auf Fakten beruhend die Vorgehensweise in einem AKW, die Gefahren und mögliche Auswirkungen einer Störung. Der aufmerksame Leser merkt sofort, dass sich der Autor bei der Recherche wirklich viel Mühe gegeben hat. Störfall in Reaktor 1 ist eher Sachbuch - gut verpackt in einem Krimi. Hin und wieder ist es auffällig, dass einige Situationen sehr überspitzt dargestellt werden, die Ereignisse überhäufen sich und Pläne, die von den Jugendlichen geschmiedet werden, verlaufen in vielen Fällen überraschend gut - es gibt einige Wendungen, mit denen man nicht gerechnet hätte, besonders schlüssig scheinen diese jedoch nicht zu sein. Man merkt deutlich, dass der Fokus dieses Buchs eher auf Aufklärung liegt - und das ist in diesem Fall auch vollkommen in Ordnung. Sachlich werden beide Seiten der Medaille 'Atomkraftwerk' belichtet - sie scheint nicht grundsätzlich falsch zu sein - wenn man es richtig macht! Im großen und ganzen sind weder Charaktere noch Schreibstil etwas besonderes - Metaphorik und sonstige stilistische Gestaltung wurden eher in den Hintergrund gestellt, um Platz für Fakten und Aufklärungen zu machen. Ein Manko, das in Anbetracht dieser Tatsache also durchaus zu verkraften ist - im Grunde kommt es vollkommen auf das an, was man von diesem Jugendbuch erwartet hat. Nach einem literarischen Meisterwerk sucht man vergebens. Fazit Im Großen und Ganzen habe ich genau das von dem Buch bekommen, was ich erwartet habe - eine Geschichte, in der sich sachlich und intelligent mit Atomkraft auseinander gesetzt wird. Man merkt, wie viel Arbeit der Autor in sein Buch gesteckt hat, auch sein Interesse, auf Gefahren aufmerksam zu machen, sticht deutlich heraus. Die Plattform Fukushima als Hintergrundgedanke ist dafür natürlich sehr gekonnt gewählt - denn wer erinnert sich nicht an die ungeheure Panikmache, die vor wenigen Jahren durch die Umweltkatastrophe und die damit verbundenen Störungen dort, gemacht wurde? Ich sehe dieses Buch als einen Text mit aufklärendem Charakter, sodass ich sehr gerne vier Sterne für Hänels Werk vergebe - denn diesen Auftrag hat es allemal erfüllt.

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  • Störfall in Reaktor 1

    Störfall in Reaktor 1

    Lergert

    03. July 2014 um 19:08

    Das Buch ist einfach klasse geschrieben, die story ist einfach super, es ist Spannend. Einfach Top! 

  • Rezension von Schon gelesen?

    Störfall in Reaktor 1

    vitushoesl

    03. July 2014 um 18:48

    Störfall im Reaktor 1 ist kein Mahnmal in der deutschen Literatur, sondern eher ein tiefgründiger Krimi. Das Buch veranschaulicht keine Flucht, sondern die Geschichte drei gegen ein AKW kämpfender Jugendlicher, die bei ihren Plänen zum Aufdecken einer Verschwörung immer wieder von Geheimnisvollen Sicherheitskräften behindert werden. Störfall in Reaktor 1 ist überraschen spannend, ohne dabei an Sinnhaftigkeit und Tiefgründigkeit zu verlieren… Gesamte Rezension auf www.schon-gelesen.eu lesen

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  • Rezension zu "Störfall in Reaktor 1" von Wolfram Hänel

    Störfall in Reaktor 1

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    25. January 2013 um 18:35

    Lukas, Jannik und Alex wollten eigentlich nur Bewohner ihres Heimatdorfes wachrütteln. Sie inszenieren einen Strahlenalarm, um auf die Gefahren des Atomkraftwerkes hinzuweisen, das sich in unmittelbarer Nähe zum Dorf befindet. Das Aufsehen ist sogar noch größer als erwartet und plötzlich schaltet sich eine Organisation ein, die von den Jungen wissen will, wie sie von dem Störfall erfahren haben. Ist in dem Atomkraftwerk tatsächlich etwas vorgefallen, das man zu vertuschen versucht? Lukas macht sich mit seiner Freundin Hannah auf die Suche nach der Wahrheit… „Störfall in Reaktor 1“ beschäftigt sich mit dem Thema Atomkraftwerke und deren Bedrohungen. Inhaltlich ist es wirklich sehr interessant und es bringt den Leser zum Nachdenken. Die Menschen leben dort in direkter Nähe zu einem Atomkraftwerk, doch man hat während dem Lesen nicht unbedingt das Gefühl, dass sich alle Menschen der Gefahr bewusst sind, die von dem Kraftwerk ausgeht – sie ignorieren diese einfach. Erschreckend ist es allerdings auch, wie hier die Leute immer wieder in Sicherheit gewiegt werden und mit welcher Leichtgläubigkeit viele das einfach so hinnehmen. Man macht sich schnell seine eigenen Gedanken: Wie würde man selbst mit einer solchen Situation umgehen? Kann/Soll man wirklich alles glauben? Die Charaktere in dem Buch waren zwar durchaus interessant beschrieben, aber dadurch, dass das Atomkraftwerk doch sehr im Vordergrund steht, kommen sie meiner Meinung nach nicht sonderlich gut rüber und bleiben im Laufe des Buches recht blass. Ich konnte auch keine richtige Verbindung zu ihnen aufbauen, sodass ich das Gefühl gehabt hätte dabei zu sein. So war ich viel mehr der stumme Beobachter. Natürlich darf auch in diesem Buch die Liebesgeschichte nicht fehlen, doch man merkt, dass das Augenmerk auf das Thema „Atomkraft“ gerichtet worden ist. Ich finde das nicht sonderlich schlimm, denn schließlich greift das Buch dieses schwierige Thema ja nicht ohne Grund auf. Durch zu viel Ablenkung wäre es wohl nicht so eindringlich geworden. Wolfram Hänel hat einen sehr angenehmen Schreibstil. Es ist alles klar und einfach gehalten worden und es wird auch nicht mit irgendwelchen unverständlichen Fachbegriffen um sich geworfen. Das Buch ist insgesamt sehr gut strukturiert und ermöglicht so einen angenehmen Lesefluss. Dadurch, dass man sich mit den Charakteren auf die Suche nach der Wahrheit begibt, kommt auch Spannung in dieser interessanten Geschichte auf. Das Cover von „Störfall in Reaktor 1“ ist sehr auffallend gestaltet worden. Es ist durchgängig gelb und trägt das Zeichen für Radioaktivität. Dadurch wird dem interessierten Leser natürlich sofort klar, welches Thema dieses Buch behandelt ohne Titel oder Klappentext gelesen zu haben. Im Buchhandel fällt dieses Buch mit Sicherheit auf. Insgesamt gesehen hat mir das Buch „Störfall in Reaktor 1“ sehr gut gefallen, da ich mir schon während dem Lesen, aber hauptsächlich danach, sehr viele Gedanken zu dem Thema gemacht habe. Es ist ein Buch, das wachrüttelt und aufmerksam macht. Gerade für jugendliche Leser, die sich vielleicht noch nicht besonders viele Gedanken über Atomkraft gemacht haben, ist dieses Buch sicherlich eine interessante Lektüre.

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  • Rezension zu "Störfall in Reaktor 1" von Wolfram Hänel

    Störfall in Reaktor 1

    Lesefee86

    Eines ist für Lukas und seinen Kumpel Jannik klar: Auch wenn die Anschaltung der Atomkraftwerke immer näher rücken, kann die Gefahr, die von diesen gefährlichen Bauten ausgeht, nicht einfach unter den Teppich gekehrt werden. In ihrer Heimatstadt Wendburg müssen sie täglich auf eines der vielen AKWs blicken und mit den Konsequenzen leben. Denn auch wenn ein Zusammenhang nicht öffentlich bestätigt wird, sind in dem kleinen Dorf viele Kinder an Leukämie erkrankt - auch Lukas kleine Schwester. Mitten in der Nacht lösen sie einen gefakten Strahlenalarm aus. Doch die Folgen lassen nicht lange auf sich warten. Denn auch wenn die Aktion nur die Bewohner des Dorfes aufwecken sollte schaltet sich plötzlich eine geheime Organisation ein und schnell wird klar, dass irgendetwas im AKW passiert sein muss. Immer mehr Details geraten in die Hände von Lukas und seiner Freundin Hannah - doch bevor sie mit allem an die Öffentlichkeit gehen können, werden ihre Pläne auf gefährliche Weise durchkreuzt... "Aber er hört nicht mehr hin, was sein Vater jetzt erwidert. Ihm ist gerade ein Gedanke durch den Kopf geschossen. Die Frage, die dieser Müller ihm vorhin gestellt hat und die er in seiner Aufregung und Angst nur halb mitgekriegt hat, ohne sie wirklich zu begreifen. Als Müller ihm den Kopf zurückgerissen hat, da hat er etwas gesagt, was nicht passte: "Woher habt ihr von dem Störfall gewusst?"" (S. 39, letzter Absatz von Kapitel 3) Da ich das Thema um Atomkraftwerke und deren Bedrohungen selbst sehr interessant finde, griff ich vor einiger Zeit im Buchladen spontan nach diesem Buch. Zu Anfang war ich sehr skeptisch, was es wirklich beinhalten würde, doch nach Beendigung ist klar, dass jeder dieses Buch lesen sollte. Nicht nur Leute die sich sowieso für dieses Thema interessieren, sondernauch diejenigen, die sich entweder noch keine großen Gedanken um dieses Thema gemacht haben, oder die den ganzen "Quatsch" um das Abschalten der AKWs nicht verstehen. Nach diesem Jugendbuch wird so mancher das Grübeln anfangen und klarer sehen. Wolfram Hänel hält das Buch in einer recht einfachen Sprache, so dass jeder versteht worum es geht. Fachbegriffe werden fast gänzlich herausgehalten und wenn doch einer enthalten ist, wird er gut erklärt. Lukas und seine Freunde leben schon immer mit dem AKW in direkter Nachbarschaft und leben täglich mit der Angst, dass die Reaktoren ihnen um die Ohren fliegen. Doch die Betreiber des AKW versuchen alles, damit die Bewohner des Dorfes - und somit deren Arbeiter - bleiben und nicht auf die Idee kommen, dass mal etwas schlimmes passieren könnte. Es stehen die gute bezahlten Jobs, viele Freizeitangebote und gute Bildungsmöglichkeiten, sowie ein Ausbau für den Tourismus Gerüchten und Verleumdungen gegenüber - so zumindest sieht das der Direktor des AKW. Doch wird Lukas schnell klar, dass in dem Werk so einiges versucht wird zu vertuschen. Liest mal all die ungemeldeten Zwischenfälle kann man sich sehr gut vorstellen, dass das auch in Wirklichkeit so ist. Denn wie oft hat man schon nach einem Zwischenfall eine Nachricht gehört, dass alles gut verlaufen ist? Wieso wurde nicht gleich zu Beginn gesagt das etwas passiert ist? Oft genug hat man solche Nachrichten schon mitbekommen und es ist wirklich fraglich, ob bei einer größeren Katastrophe gleich alles ans Licht kommen würde (siehe Fukoshima, wo ebenfalls vieles unter der Hand lief und bis heute noch nicht alle wissen, was wirklich passiert ist). Es ist schon traurig zu wissen, dass es Menschen gibt, die nur Profit machen wollen und damit dann die Leben so vieler Menschen gefährden. "Störfall in Reaktor 1" wurde in Folge von Fukushima geschrieben, wohl auch um den Menschen dieses Thema näher zu bringen, die sich wohl eher nicht dafür interessieren würden, eben um Jugendlichen zu verdeutlichen was es wirklich bedeutet wenn ein Unglück geschieht. Auch wenn ich immer wieder im Zwiespalt war, ob zumindest die Beweisfindung und alles wirklich so einfach wäre wie in dem Buch beschrieben, hat mich das Buch überzeugt. Insbesondere der Epilog hat mit einen Gänsehautschauer nach dem anderen über den Rücken gejagt. Wer sich ein bisschen für das Thema interessiert, sollte zu diesem Buch greifen und wer einen tieferen Blick in unsere Energiegewinnungsanlagen wagen will und sich traut einigen unschönen Vorstellungen zu begegenen ist mit diesem Buch an der richtigen Stelle. Aufweckend, aufwühlend und so nah an der Realität, dass es noch lange im Kopf bleiben wird...

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  • Rezension zu "Störfall in Reaktor 1" von Wolfram Hänel

    Störfall in Reaktor 1

    kathrineverdeen

    26. April 2012 um 19:46

    *„Macht euch nichts vor, nur weil plötzlich der Ausstieg aus der Atomkraft beschlossene Sache zu sein scheint, ist es noch lange nicht vorbei.“ * Seite 19 Es ist schon über ein Jahr her. Die Nuklearkatastrophe von Fukushima. Anfangs überschlugen sich die Medien, doch obwohl wir die Ausmaße bis heute nicht begriffen haben, ist es schon wieder sehr still geworden. Umso besser, dass es Autoren wie Wolfram Hänel gibt, die dieses Thema in einem Roman unverblümt ansprechen. Inhalt: Als Lukas, Jannik und Alex eines Nachts Strahlenalarm auslösen und per Megafon behaupten, es hätte im nahe gelegenen Atomkraftwerk einen Störfall gegeben, wollen sie eigentlich nur ein Zeichen setzen und die Menschen aufrütteln. Doch am nächsten Tag stehen plötzlich zwei Typen vor Lukas Tür und wollen wissen, wie sie von dem Störfall erfahren haben. Hat es tatsächlich einen solchen Fall gegeben? Warum weiß niemand etwas davon? Wild entschlossen hinter die Machenschaften des AKW und die verdächtig vielen Leukämiefälle in der Stadt zu kommen, hackt sich Lukas Freundin Hannah in die Betriebsdaten des Kraftwerkbetreibers - und gelangt auf eine heiße und gefährliche Spur… Ich habe mit großem Interesse dieses Buch gelesen, denn schon lange bin ich ein Atomkraftgegner. Für mich ist es unvorstellbar, in unmittelbarer Nähe eines AKW zu leben, wie bei dem Hauptprotagonisten dieses Buches Lukas der Fall ist. Auch ihn stört diese Tatsache nicht nur weil seine Schwester an Leukämie erkrankt ist. Ihn stört die Ignoranz einiger Erwachsener. Sie dulden es, still schweigend in unmittelbarer Gefahr durch das Kraftwerk zu leben, regen sich aber lauthals auf, wenn jemand zur Mittagsstunde Flaschen in einen Wertstoffcontainer wirft. Sie wissen alle um die Gefahren, aber ignorieren sie und lassen sich von einer vorgegaukelten Sicherheit einlullen. „Störfall im Reaktor 1“ war mein erster Roman von Wolfgang Hänel. Sein Schreibstil ermöglichte mir, das Buch schnell zu lesen. Die Kapitel sind kurz gehalten und gut strukturiert. Das Thema ist und bleibt für mich sehr spannend und lässt mich über die Zukunft mit der Atomkraft grübeln, denn nur weil wir jetzt ein Ausstiegsdatum haben, ist die Gefahr nicht vorbei. Wohin wird der ganze Abfall gebracht? Ins unsichere Gorleben? Dieses Thema bietet jede Menge Spannungen und „Aufreger“, die der Autor meiner Meinung nach gut umgesetzt hat. Jedoch gibt es aus meiner Sicht einige Kritikpunkte an der Erzählweise: Diese doch sehr interessante Geschichte wurde mir manchmal zu sachlich und emotionslos herunter erzählt und weist hier und da Längen auf. Den Lesefluss hat es jedoch nicht gestört, denn der Autor spricht wirklich interessante Sichtweisen für die Zukunft mit Atomkraft an. Die Charaktere blieben jedoch für mich die ganze Geschichte über blass und ich hatte gerade am Anfang Probleme damit, sie auseinander zu halten. Einen richtigen Draht habe ich nicht zu ihnen gefunden. Auch die kleine Liebesgeschichte am Rande war meiner Meinung sehr abgeklärt und kühl. Auch die Charaktere wirkten durch ihre sehr bedachten Handlungen viel älter als sie eigentlich sind. Dieses Buch animierte mich, über meinen Stromverbrauch und über unsere doch sehr verschwenderische Lebensweise nachzudenken. Auch darüber, wie still wir mit großen Gefahren leben. Was in Fukushima schief gelaufen ist, kann auch überall passieren.   Deutschlands Ausstieg aus der Atomkraft bedeutet noch lange nicht das Ende der Gefahr. Denn in der Tat erschaffen noch viele Länder neue Werke. Gerade deswegen sollten wir unsere kritische Haltung gegenüber der Atomkraft beibehalten und umso wichtiger ist es, dass es Autoren wie Wolfram Hänel gibt, die immer wieder auf dieses Thema aufmerksam machen. „Störfall im Reaktor 1“ von Wolfgang Hänel ist eine gute Lektüre die wachrüttelt und lange nachwirkt.  Ich möchte mich recht herzlich beim cbt Verlag und bei Daniela von Buchbegegnungen bedanken für dieses Rezensionsexemplar. 

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