Wolfram zu Mondfeld Die Schule der Gladiatoren

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Inhaltsangabe zu „Die Schule der Gladiatoren“ von Wolfram zu Mondfeld

Wir schreiben das Jahr 808 nach Gründung der Stadt Rom. Zwei Meilen nordwestlich der Stadt Puteoli liegt zwischen den Weinbergen die Villa des Herrn Gladius Felixianus. Hier werden junge Männer und Frauen zu Gladiatoren ausgebildet, damit sie in der Arena Ruhm und Ehre erlangen.Sie nennen ihn Scorpio. Seine Waffe ist der Dreizack. Sein Ziel ist es, einmal im Colosseum in Rom aufzutreten, unter den Augen des göttlichen Nero Caesar. Doch die Gunst der Göttin Fortuna ist so wechselhaft wie die Laune des Pöbels.

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  • Rezension zu "Die Schule der Gladiatoren" von Wolfram zu Mondfeld

    Die Schule der Gladiatoren
    MichaelSterzik

    MichaelSterzik

    29. May 2009 um 23:23

    Morituri te Salutant - (Lateinisch) - Die Totgeweihten grüßen Dich - diese Parole ist wohlbekannt aber Historisch nicht korrekt, denn nur ein einziges Mal ist dieser Gruß an dem herrschenden Cäser (Kaiser) überliefert worden. Trotzdem kennen wir "Gladiatoren" aus den Filmen wie "Spartacus" mit Kirk Douglas oder zuletzt "Gladiator" mit Russel Crowe, der zwar ein wirklich guter Film war, der aber mit der Darstellung einer echten "Gladiatur" historisch gesehen nichts zu tun hatte. Wenn wir von Gladiatoren hören oder lesen, beispielweise auch in "Asterix" so verbinden wir das immer mit einem Kampf zweier Kontrahenten auf Leben und Tod. In der Regel stimmt das schon, aber ein solcher Kampf hatte ähnlich wie ein Boxkampf heute, feste Regeln, mehrere Schiedsrichter und ein Kämpfer hatte wenn er die Gunst des Publikums erlangte eine große Chance das Kolosseum oder überhaupt die Arena, sei es nun in Rom oder Pompeij eine Missio (eine Begnadigung für diesen Kampf) zu erhalten. Gladiatorenkämpfe gab es von ca. 264 vor Christus bis ca. Anfang des 5. Jahrhunderts. Nicht alle römischen Kaiser waren gewillt den legitimen und gesetzlichen Kämpfen zwischen zwei Gladiatoren zu befürworten, Augustus, Tiberius und Mark Aurel waren zweifellos Verfechter dieses Kampfsportes. Der Roman "Die Schule der Gladiatoren" von Wolfram zu Mondfeld und seiner Frau Barbara zu Wertheim spiegelt ein recht gutes recherchiertes Historischen Bild dieser Epoche und den Berufsstand der Kämpfer wieder und räumt mit Vorurteilen und falschen Informationen der antiken Welt auf. - Story - Geschichte - Im Jahre 55 nach Christus im 13. Regierungsjahr des erhabenen Cäsers Claudius wächst der junge "Eppor" im großen Römischen Reich auf. Seine Familie bewirtschaftet einen eigenen Hof mit Landwirtschaft und Viehzucht und verkaufen diese Waren ein die Legionäre (Soldaten) und ihre Familien. Doch es gibt hin und wieder Raufereien zwischen den Einheimischen und den "Römischen" Kindern aus besserer Herkunft die sich als Patrizier bezeichneten. Eppor verprügelt und demütigt den Sohn eines angesehen Römischen Offiziers was nicht ohne Folgen bleibt. Die Geldstrafe würde den Hof der Familie in einen finanziellen Abgrund stürzen und keiner seiner Familienangehörigen dürfte sich danach noch als "frei" bezeichnen. Eppor ist stolz und vernünftig, und sieht ein das er seiner Familie nur retten kann wenn er in die Sklaverei geht. Auf dem Sklavenmarkt wird er von der Gladiatorenschule "Felix Felix" gekauft und für Eppor, der den Namen Scorpio bekommt beginnt eine harte und sehr lehrreiche Ausbildung zum Retiarius - einen Kämpfer der sich in der Arena mit Dreizack und Netz behaupten muss. In der Schule und während der Ausbildung wird "Felix Felix" zu seiner neuen Familie. Neue Freundschaften entstehen und er findet Freude an den doch oftmals rauen Leben. Nach seinem ersten Kampf gewinnt Scorpio nicht nur die Gunst der Zuschauer, sondern wird auch für seine hervorragenden Leistungen im Gefecht mit einem Lorbeerkranz ausgezeichnet. In Laufe der Jahre wird Scorpio einer der bekanntesten Gladiatoren im Römischen Imperium und die Freundschaft des mysteriösen Etruskers Tarquinius der sich nicht zu Unrecht für einen "Gott" hält wird ihn prägen und begleiten. Nach vielen Siegen und dem Gewinn von Preisgeldern kann sich Scorpio nun die Freiheit erkaufen, doch er bleibt der Laufbahn eines Gladiatoren und seiner Schule Felix Felix treu. Der Lanista, der Inhaber der Schule sieht in den jungen Mann viel Potential und möchte in ihm seinen Nachfolger sehen, doch Scorpio lehnt zunächst ab. Als Kaiser Nero in Rom die besten Gladiatoren der Schulen für seine Spiele möchte, wird auch Scorpio in der Arena kämpfen müssen. Es kommt zu einem ungleichen Kampf den der trotzdem für sich entscheiden kann. Doch sein Gegner ein arroganter Senatssohn kann seine Niederlage nicht verkraften und verletzt Scorpio schwer als dieser dem Gegner den Rücken kehrt um von Kaiser Nero den Preis zu bekommen. Von diesem Tage an ist Scorpio querschnittsgelähmt und verliert fast seinen Lebenswillen. Doch seine Freunde und nicht zuletzt Tarquinius stärken seine Lebensfreude und schließlich nimmt er das Angebot von dem Inhaber der Gladiatorenschule an und hilft diesem beim Leiten und der Ausbildung der neuen Generation von Gladiatoren. Die Kämpfe in den Arenen Roms fordern von der Schule Felix Felix einen hohen Blutzoll. Viele angesehene und gute Kämpfer sterben im Sand der Arena für die Unterhaltung der Römischen Bevölkerung. Doch nach diesen Wettkämpfen gehört die Ausbildungsstätte Felix Felix endgültig zu den Eliteschulen für Gladiatoren. Scorpio leitet nun die Geschicke der Schule und sein Freund Tarquinius rächt die Verletzung und die Tode seiner Freunde schrecklich. Dieser wird zu einer Legende unter den Gladiatoren, ein Etruskischer Totengott der in der Arena tödliche und perfekt einstudierte Schwerttänze aufführt. Er wird zum Schrecken aller Verbrecher unter den Gladiatoren die regelwidrig kämpfen und Lust am töten haben. Der 18.07. 64 nach Christus wird zu einen historischen Tag im Imperium. Kaiser Nero verfällt immer mehr dem Wahnsinn und gibt den Auftrag Rom anzuzünden. Die Verantwortlichkeit und Schuld an dem Inferno gibt er einer neuen Sekte, den Christen die Nero zu Tausenden auf brutaler Weise hinrichten lässt. Auch die Gladiatoren von Felix Felix nehmen an den "neuen" Spielen teil, allerdings ohne sich an den Töten der unschuldigen Christen zu beteiligen. Geschockt und verstört verlassen diese das Zentrum der Römischen Welt. Doch mehr und mehr verliert Nero die Gunst des Volkes und des Senats. Wie viele andere Kaiser wird er das Opfer einer Verschwörung und wird ermordet. Nun beginnt eine unruhige Zeit mit Bürgerkriegsähnlichen Zuständen. Viele Herrscher werden gewählt und wieder abgesetzt. Es wird Jahre dauern bis Ruhe einkehrt und die Gladiatoren der Schule Felix Felix reisen durchs Römische Reich um nicht den Säuberungen der amtierenden Kaiser zum Opfer zu fallen. Erst Kaiser Vespasianus bringt wieder Stabilität und Vertrauen so das die Gladiatoren wieder ganz ihr Leben für die Schule einrichten können. Doch auch hier gibt es Intrigen und Feindschaften. Scorpio und Tarquinius leiten beide nun nach dem Tod des Inhabers die Schule mit viel Geschick und Gespür für gute Gladiatoren die den Namen der Schule alle Ehren machen. Erst der Ausbruch des Vesuvs und die totale Zerstörung Pompeijs verändert das Leben von Scorpio und Tarquinius. - Fazit/Kritik - "Die Schule der Gladiatoren" vom dem Autorenehepaar Wolfram zu Mondfeld und Barbara zu Wertheim belebt die antike Welt der Literatur und ist ausgesprochen, historisch einwandfrei recherchiert. Die Autoren entführen den Leser in eine andere Epoche die man auch als "Brot und Spiele" umschreiben könnte. Durch die gewählte "Ich-Form" in Rolle des Scorpio der die Geschichte von Tarquinius erzählt, kann sich der Leser vom Denken und Handeln der Protagonisten im Römischen Imperium ein sehr gutes Bild machen. Das Lebensgefühl eines Sklaven, eines Römers, eines Christen haben die Autoren fabelhalft in Szene gesetzt. Auch die Politische Lage mitsamt seiner Kaiser und seiner Eroberungskriege in Israel bergen viel an historischen verbürgten Informationen. Besonders interessant waren für mich die Passagen der Christenverfolgung die Eroberung und Zerstörung von Jerusalem. Trotzdem kann dem einen oder anderen Leser der Roman " Die Schule der Gladiatoren" die Geschichte manches mal langatmig vorkommen, da sich die Autoren im religiösen und gesellschaftlichen Leben etwas verrennen. Die Einstudierung der Charaktere ist bis ins kleinste Detail durchdacht. Die beiden Hauptfiguren Scorpio und Tarquinius deren Wichtigkeit und Entwicklung der Geschichte dem Leser abwechselnd viel Freude bereiten widmen sich die Autoren besonders viel und sind nicht überzeichnet. Die Legende rund um die Figur eines Gladiators haben sich die Autoren viel, viel Zeit und noch mehr Recherche gewidmet. Das allein zeigte mir schon wie wichtig es ihnen war aus einem Historischen Roman keine wie es oft ist Märchenstunde zu machen. Der Roman ist unterteilt in drei einzelne Bücher, zwischen den Kapiteln verdeutlichen Zeichnungen der verschiedenen Gladiatorentypen dem Leser wie und was man sich unter einem "Scissor" vorstellen mag oder unter einem anderen gerüsteten Gladiator. Im Anhang des Romans werden die Rüstungstypen der Gladiatoren, die Besonderheiten und die Regeln eines Kampfes detailliert beschrieben. Ich kann dem Roman weiterempfehlen, nicht nur weil mich die Römische Geschichte interessiert, sondern weil der Roman informativ und sehr unterhaltsam ist. - Details zum Roman - - Titel: Die Schule der Gladiatoren - Autoren: Wolfram zu Mondfeld und Barbara zu Wertheim - Preis: 12,95 € - Broschiert: 813 Seiten - Verlag: Lübbe; Auflage: 1 (Dez. 2005) - Sprache: Deutsch - ISBN-10: 340415424X - ISBN-13: 978-3404154241 - Autoren - Das Autorenehepaar lebt in der Nähe von Augsburg, dem antiken Augusta Vindelicum. Wolfram zu Mondfeld ist unter anderem bekannt geworden, durch das Werk "Der Meister des Siebten Siegels". Spezialisiert hat sich der Autor als Verfasser von Geschichten die mit der Seefahrt zu tun haben, bis zu einem Standardwerk zu historischen Schiffsmodellen. Seine Frau - Barbara zu Wertheim ist eine namhafte Hellseherin die auch an dem Roman "Mose - Sohn der Verheißung" mitgewirkt hat. - Anmerkung - In vielen meiner Berichte habe ich eine kleine Geschichsstunde eingefügt. Das kann ich bei dieser Thematik leider nicht, denn diese ist einfach viel zu umfangreich. Aber alleine schon der Roman birgt für den Leser unheimlich viel an wertvollen Informationen. Wer mehr über dieses Thema wissen möchte, dem empfehle ich als "Quelle" Wikipedia. Vielen Dank fürs Lesen und Kommentieren Michael Sterzik

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