Woolrich Cornell

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Autor von Schwarzes Alibi.

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Schwarzes Alibi

Schwarzes Alibi

 (2)
Erschienen am 01.01.1800

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Rezension zu "Schwarzes Alibi" von Woolrich Cornell

Schwarzes Alibi
TheRavenkingvor einem Jahr

Eine Serie von Frauenmorden erschüttert die Bewohner einer südamerikanischen Stadt. Immer sind es Frauen, die nachts allein in den Straßen und Parks überfallen und getötet werden. Ein amerikanischer Journalist und der örtliche Polizeikommissar sind dem Mörder auf der Spur: einem Raubtier im Dschungel der Großstadt.

Laut Raymond Chandler hatte von seinen Autoren-Kollegen Cornell Woolrich die besten Einfälle, man müsse ihn allerdings schnell lesen und nicht zu sehr unter die Lupe nehmen, damit die logischen Ungereimtheiten nicht zu sehr ins Auge stechen.

Dies trifft sicherlich auch auf Schwarzes Alibi zu. Die Handlung spielt in einer lateinamerikanischen Großstadt. Dorthin hat es die Sängerin Kiki Walker verschlagen, eine US-Amerikanerin, welche mittlerweile zu einigem Erfolg gelangt ist.

Eines Tages taucht ihr Manager, Jerry Manning, mit einem lebendigen Panther bei ihr auf. Kiki soll sich mit dem Tier in der Öffentlichkeit zeigen und dadurch für Publicity sorgen. Die Wildkatze ist angeblich vollkommen zahm und lässt sich wie ein Haustier an der Leine führen. Trotzdem willigt die Sängerin nur zögerlich ein.

Am großen Tag läuft dann tatsächlich nicht alles wie geplant: Das Raubtier wird nervös, reißt sich los und verschwindet in den Häuserschluchten der Stadt. Die Bevölkerung organisiert sich zu Suchtrupps, doch es gelingt ihnen nicht auch nur irgendeine Spur der Raubkatze aufzuspüren.

Einige Tage später findet man die übel zugerichtete Leiche einer jungen Frau in einem Armenviertel. Es kommt zu weiteren Todesfällen; für die Bewohner liegt nahe, dass es der Panther war, der das wehrlose Mädchen angefallen und getötet hat.

Jerry Manning, der inzwischen von Kiki entlassen wurde, hat jedoch eine andere Theorie. Er möchte die Polizei davon überzeugen, dass es eine menschliche Bestie ist die in der nächtlichen Großstadt ihr Unwesen treibt.

Woolrich zeigt sich hier als wahrer Meister im Ersinnen ausgefallener Geschichten, wobei die Romanform allerdings einige Längen mit sich bringt. Besonders beim ersten Mord verlangsamt Woolrich das Erzähltempo extrem und zeigt die Tat aus dem Blickwinkel des Opfers, welches sich zaghaft durch eine dunkle Unterführung tastet. Eine Szene wie aus einer Schauermär. Die atmosphärisch dichte Beschreibung des Schauplatzes ist gelungen, doch die Figuren bleiben kalt und unzugänglich.

Schwarzes Alibi ist kein traditionelles Whodunit und hat wesentlich mehr mit modernen Serienkiller-Thrillern gemein, wobei es schon extrem unglaubwürdig wirkt, dass es einem Psychopathen gelingen sollte, ein entlaufenes Raubtier einzufangen und es sozusagen als Mordwerkzeug zu gebrauchen.

Ein interessantes Buch, das mich aber nicht ganz überzeugen konnte.

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