Worldwatch Institute in Zusammenarbeit mit der Heinrich-Böll-Stiftung und Germanwatch Zur Lage der Welt 2012: Nachhaltig zu einem Wohlstand für alle

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Inhaltsangabe zu „Zur Lage der Welt 2012: Nachhaltig zu einem Wohlstand für alle“ von Worldwatch Institute in Zusammenarbeit mit der Heinrich-Böll-Stiftung und Germanwatch

Fortschritte sind gemacht, doch viel mehr ist noch zu tun: Die UN-Konferenz in Rio de Janeiro 2012, zwanzig Jahre nach der ersten am gleichen Ort, ist eine Zwischenstation auf dem Weg zu einem nachhaltigen Wohlstand fu¨r alle. Die Erschöpfung natu¨rlicher Ressourcen, der desolate Zustand der öffentlichen Haushalte, der Kampf um Nahrung und Energie – dies alles kann nur behoben werden, wenn das Prinzip der Nachhaltigkeit unser Handeln bestimmt.
Der vorliegende Bericht der Reihe 'Zur Lage der Welt' skizziert die Grundzu¨ge einer nachhaltigen Ökonomie und richtet seinen Blick auf die zuku¨nftige Energieerzeugung, die Ernährung, den Verkehr und die Arbeitsplätze. Der Report des Worldwatch Institute stellt Lösungen vor und beschreibt eine Nachhaltigkeitsstrategie fu¨r die Vereinten Nationen und die wichtigsten Regierungen. Eine andere Politik ist machbar. Die Wegskizze findet sich in diesem Buch.

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    Zur Lage der Welt 2012: Nachhaltig zu einem Wohlstand für alle

    michael_lehmann-pape

    01. July 2012 um 14:12

    Die Grundzüge einer „grünen“ Ökonomie „Vielmehr stecken wir nachhaltig in der Krise und bewegen und sehenden Auges auf den ökologischen Kollaps zu“. Klare Worte der deutschen Herausgeber dieses umfassenden Bereichtes im Umfeld des Erdgipfels in Rio de Janeiro 2012, 20 Jahre nach dem ersten Gipfel. Worte, welche die Haltung der Herausgeber klar benennen. Im Anblick weltweiter finanzwirtschaftlicher Krisen sollen diese als „Aufforderung zu einem grundlegendem Kurswechsel“ verstanden werden und nicht als Herausforderung zurück zu einem „business as usual“. Klare Worte der Kritik eben auch an der weltweiten politischen Führung der Nationen, mit denen (wieder einmal und nachdrücklich) auf die Notwendigkeit eines globalen Kurswechsels hingewiesen wird. Gerade angesichts der Feststellung, dass die Ergebnisse des Gipfels von vor 20 Jahren höchst gemischt und bei weitem nicht weitereichend genug ausfallen, um eine nachhaltige Sicherung von Ökologie und Ökonomie zu gewährleisten. Sei es der Raubbau an Rohstoffen, sei des die Gefahr für die Sicherstellung der Ernährung der Weltbevölkerung, sei es der Zugang zu Trinkwasser, sei es die Eindämmung des Klimawandels. An allen Stellen hindern vor allem wirtschaftliche und finanzielle Interessen ein Umschwenken auf das, was die Vernunft vorgibt. Stellt das Primat der Wirtschaft und der Finanzwirtschaft das Weiterbestehen der Menschheit im Ganzen und der ökologischen Ressourcen grundlegend in Frage. „Ein bloßer Austeritätskurs (strenge Sparsamkeit) eröffnet keine Zukunftsperspektiven“. Gerade aber in der aktuell verfahrenen Situation sehen die Herausgeber des Berichtes auch eine große Chance, notwendige Schritte und Investitionen für mehr Klimaschutz und Ressourcengerechtigkeit anzustoßen. Unter einer Neudefinition von „Wachstum“, die ein „Weiter so“ ausschießt. Und bieten in diesem Bericht vielfache Impulse und Programme, wie es denn gehen könnte. Von einer „ökologischen Transformation des Kapitalismus“ über „Green Economy“ als Antwort auf die Krise, von Impulsen für eine nachhaltige Stadtentwicklung bis zum „Kater nach dem Kaufrausch“, sprich Möglichkeiten eines nachhaltigen Konsums legen die Autoren im Buch fundierte, überlegte und durchaus praktikable Möglichkeiten eines Umsteuerns vor. Wie aber im Vorwort und bei allgemeiner Betrachtung deutlich wird, man müsste es wollen. Die Kraft für „große“ Schritte (und Schnitte) aufbringen. Das Wissen wäre vorhanden (auch ohne diesen Bericht), sicherlich auch auf politischer Entscheidungsseite. Doch ein Ausgleich der Interessen, ein Arbeiten gegen Egozentrik und Lobbyismus scheint immer und immer wieder sich abzuarbeiten dun festgefügten, nationalen, wirtschaftlichen und finanzwirtschaftlichen Interessen. Da diese aus sich selbst heraus kaum eine Einsicht zur Systemveränderung generieren werden, richtet sich der Bericht zurecht an die politischen Entscheidungsträger. Die Autoren des Berichtes mahnen eindringlich an, zeichnen aktuelle Gefahren fundiert auf und bietet zumindest eine ernstzunehmende Grundlage für eine weiterführende Diskussionen. Und dies hoch konstruktiv, statt nur in Wehklagen und Anklagen zu verbleiben. Es wäre zu wünschen, dass auf der Basis der vielen Einlassungen, Analysen und Ideen dieses Berichtes auf politischer Ebene der Mut zu einem Systemwechsel sich (noch) mehr entfaltet.

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