Kalte Stille

von Wulf Dorn 
4,3 Sterne bei325 Bewertungen
Kalte Stille
Bestellen bei:

Neue Kurzmeinungen

Positiv (272):
Happymountains avatar

Hat mir sehr gut gefallen - ein Buch, was mich frierend im Sommer auf dem Balkon sitzen saß. :-)

Kritisch (4):

Das Ende war leider unglaubwürdig und es fehlte deutlich an Spannung.

Alle 325 Bewertungen lesen

Auf der Suche nach deinem neuen Lieblingsbuch? Melde dich bei LovelyBooks an, entdecke neuen Lesestoff und aufregende Buchaktionen.

Inhaltsangabe zu "Kalte Stille"

Wenn die Stille zum Alptraum wird...

Eine Tonbandaufzeichnung, die in abrupter Stille endet – unerträglicher Stille. Mehr ist Jan Forstner von seinem kleinen Bruder Sven nicht geblieben. Vor dreiundzwanzig Jahren ist Sven spurlos verschwunden. In derselben Nacht verunglückte auch sein Vater. Beide Fälle konnten nie aufgeklärt werden. Als Jan gezwungen ist, an den Ort seiner Kindheit zurückzukehren, holt ihn die Vergangenheit wieder ein. Ein mysteriöser Selbstmord führt ihn zu einem schrecklichen Geheimnis.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783453434035
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:448 Seiten
Verlag:Heyne
Erscheinungsdatum:12.03.2012
Das aktuelle Hörbuch ist am 24.08.2010 bei Bastei Lübbe erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

Neu
4,3 Sterne
Filtern:
  • 5 Sterne147
  • 4 Sterne125
  • 3 Sterne49
  • 2 Sterne4
  • 1 Stern0
  • Sortieren:
    simsas avatar
    simsavor 9 Monaten
    Was passierte wirklich?

    Der Psychiater Jan Forstner kämpft seit seiner Kindheit mit seinen ganz eigenen Dämonen. Jene traumatische Erfahrungen, die sein ganzes Leben auf so schlimme Weise entstellten und seine Kindheit mit einem Schlag beendet hatten.


    Alles beginnt damit, dass Sven, Jans jüngerer Bruder, spurlos verschwindet. Von Jetzt auf Gleich ist Sven weg und wurde bis heute nicht mehr gesehen. Als dann auch noch Jans Vater in der Folgenacht tödlich verunglückt, ist die Familie entzweit und diese Tatsache trägt Jan sein Leben lang mit sich herum.

    Doch nun, Jahre später, kehrt er in seine kleine Heimatstadt zurück. Schließlich ist die Stelle des Psychiaters die letzte Chance für ihn, um beruflich Fuß zu fassen. Jene Stelle, die auch schon sein Vater hatte...




    Nach und nach habe ich mir in der letzten Zeit die Bücher von Wulf Dorn zugelegt und auch wenn „Kalte Stille“ schon bereits einige Jahre bei mir wohnt, so war es nun endlich an der Zeit diesen Thriller in die Hand zu nehmen.

    Dabei kam die Frage für mich beim Lesen auf... Warum habe ich dieses Buch nicht schon viel früher gelesen?


    „Kalte Stille“ birgt für mich ein großes Geheimnis. Wulf Dorn schleudert uns Leserinnen und Leser schon auf der ersten Seite mitten ins Geschehen. Dabei waren es diese ersten Seiten und das spannende Prickeln auf der Haut, die mich schon dort haben wissen lassen: Dieses Buch wird dir Spaß bringen.


    Allgegenwärtig ist hier beim Lesen Jan und seine Vergangenheit. Seine Familie zerbrach an zwei großen Geschehnissen und Jan konnte sich davon nie so richtig erholen. Was für mich allerdings die Frage mit sich brachte: Was ist damals geschehen?

    Fakt ist, wir wissen das Sven, Jans jüngerer Bruder verschwunden ist. Und Fakt ist auch, Jans Vater verunglückte kurz darauf tödlich.

    Trotzdem müssen wir warten. Waren auf immer wiederkommende Rückblenden und immer neue Dinge, die sich in der Vergangenheit abgespielt haben.


    Diese Mischung aus Rückführung, aber auch tödlicher Gegenwart, macht dieses Buch so unheimlich spannend. Denn mit jeder Erzählung aus der Vergangenheit, aber auch der gegenwärtigen Bedrohung, nimmt das Buch an Spannung zu.


    Zusätzlich spielt dieses Buch in einer Kleinstadt, in der sich jeder kennt (wie das so ist) und auch einen sehr großen Teil über in der Psychiatrie, in der Jan seine neue Stelle gefunden hat. Allein dieser Schauplatz bringt einen gewissen Nervenkitzel für mich mit.


    Wulf Dorn hat eine sehr fesselnde und unterhaltende Erzählweise, die mich sehr packen konnte. Aus einem kurzen Leseabend wurde das halbe Buch und aus nur mal „reinschnuppern“ wurde ein „nicht-mehr-enden-können“.

    Kurz gesagt, ich habe zu Beginn gedacht dass es mich packt, doch habe ich niemals damit gerechnet, dass ich kaum von der Geschichte loskomme.


    Natürlich hört und liest man von begeisterten Fans der Bücher und natürlich habe ich mir schon einen Vorrat an Geschichten zugelegt, aber selber zu erfahren wie geheimnisvoll und wie spannend dieses Buch ist, hat mir Spaß gemacht und mich dem Genre wieder einen Schritt näher gebracht.


    Und ich muss gestehen, dass ich die Thriller in meinem Leben schon vermisst habe. Dies wurde mir durch „Kalte Stille“ sehr deutlich vor Augen geführt.


    Mein Fazit:

    Dieses Buch stand zu unrecht viele Jahre lang in meinem Regal. Wer einen spannenden Thriller sucht, der seine Geheimnisse mit sich bringt und damit von der ersten bis zur letzten Seite überzeugt, ist hier richtig.

    Kommentieren0
    4
    Teilen
    Inibinis avatar
    Inibinivor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Von der Spannung nicht mit seinen anderen Büchern zu vergleichen. Ich konnte bis zuletzt nicht wirklich in die Story abtauchen. Dennoch gut.
    Von der Spannung nicht mit seinen anderen Büchern zu vergleichen.

    Inhalt: 
    Wenn die Stille zum Alptraum wird... Eine Tonbandaufzeichnung, die in abrupter Stille endet – unerträglicher Stille. Mehr ist Jan Forstner von seinem kleinen Bruder Sven nicht geblieben. Vor dreiundzwanzig Jahren ist Sven spurlos verschwunden. In derselben Nacht verunglückte auch sein Vater. Beide Fälle konnten nie aufgeklärt werden. Als Jan gezwungen ist, an den Ort seiner Kindheit zurückzukehren, holt ihn die Vergangenheit wieder ein. Ein mysteriöser Selbstmord führt ihn zu einem schrecklichen Geheimnis. (Quelle: LB)

    Meine Meinung:
    Ich liebe Wulf Dorns Bücher (außer 'Die Kinder'...) und musste nur noch seine beiden Erwachsenenthriller um Jan Forstner lesen. 'Kalte Stille' kam dabei aber leider nicht an meine hohen Erwartungen heran.

    Der Protagonist Jan Forstner war wirklich gut und sympathisch ausgearbeitet, allerdings hatte ich das Gefühl ihn nur von außen zu beobachten und nicht direkt am Geschehen teilzunehmen. Das kenne ich von Dorn eigentlich gar nicht. Alle anderen Charaktere waren ebenfalls prima ausgearbeitet und ich fand es großartig, dass man bis zum Ende nicht wusste, wer jetzt wirklich 'böse' ist und wer nur den Anschein macht!

    Jedoch kann jemand, der bereits viele Thriller gelesen hat, relativ schnell ein paar Verdächtige ausmachen. Meine Vermutung hat sich am Ende nämlich bestätigt, auch wenn ich natürlich noch einen anderen hatte, der es hätte sein können und mir nicht ganz sicher war. Hierbei hat mir aber gefallen, dass man super miträtseln konnte, weil es viele Punkte gab, hinter deren 'Geheimnis' man kommen  musste und die man miteinander verbinden konnte. Das Ende war für mich dann doch noch ganz überraschend! Allerdings blieben für mich einige Fragen ungeklärt...

    Etwas enttäuschend fand ich auch die Spannung in diesem Buch. Ich hatte fast die ganze Zeit das Gefühl, dass die Story nur so vor sich hin plätschert. Klar, es passierte immer mal wieder etwas Aufregenderes, aber wirklich spannend und actionreich wurde es erst gegen Ende. 

    Mein Fazit:
    Nicht der beste Thriller von Dorn, bei dem mir v.a. die durchgängige Spannung gefehlt hat. Auch hatte ich das Gefühl, das Geschehen nur von außen zu betrachten und für erfahrene Thrillerleser ist der Täter am Ende nicht mehr unbedingt eine Überraschung. Dennoch war das Ende super und hielt einige spannende Wendungen bereit. Nur schade, dass einige Fragen offen blieben.  

    Insgesamt war der Thriller aber wirklich fesselnd, weil man unglaublich viel miträtseln konnte, um hinter die verworrenen Zusammenhänge zu kommen.

    Von mir gibt es 3,5/5 Thrillersternchen 

    Kommentieren0
    18
    Teilen
    sapperlots avatar
    sapperlotvor einem Jahr
    Drei und ein halber Stern für den Psychiatriewahnsinn

    Vor ewigen Zeiten habe ich Wulf Dorns Debüt "Trigger" gelesen und fand es ganz okay. Nun ist "Kalte Stille" auf meinem Kindle gelandet und nach der Lektüre kann ich das kurze Fazit ziehen: Guter Thriller aber mit einigen Einschränkungen.

    Der Beginn und das erste Drittel des Buches vermögen mich zu überzeugen. Der Autor erweist sich als gewandter Erzähler und fädelt die düstere Geschichte rund um eine Nervenheilanstalt in kleinstädtischer, leicht ländlich angehauchter Umgebung geschickt ein, so dass beim Leser der Drang zum unbedingten Weiterlesen entsteht. Die geschürten Erwartungen kann Wulf Dorn, zumindest meiner Meinung nach, im Mittelteil nicht ganz befriedigen. Die Handlung rund um die Hauptfigur Jan Forstner erscheint mir zunehmend konstruiert und die augenfällige Häufung der Unglücksfälle ein Stück zu viel des Guten. Es ist ohne Frage unterhaltsam und es geschieht viel, was gerade Thrillerleser ja unbedingt wollen, aber für mich entfernt sich die Kerngeschichte ein gutes Stück von dem was ich in der Realität für möglich halte. Routinierte Leser dürften mit ihrem Buchgefühl recht schnell eine höchst verdächtige Person ausmachen aber ist sie am Schluss auch wirklich die Figur, die für das jahrzehntelange Lebensdrama von Jan Forstner verantwortlich ist? Oder gibt es da eine(n) unentdeckte(n) Strippenzieher(-in) im Hintergrund?

    Erwähnenswert ist die latent vorhandene dämmrig-zwielichtige Atmosphäre rund um die psychiatrische Klinik, deren Insassen aus Pflegefällen und Doktoren. Als Leser traut man weder den einen noch den anderen und diese Skepsis hält bis zum Schluss an. Der Text ist zudem mit ein paar markierungswerten Zitaten oder Weisheiten aus dem Bereich der Psychologie angereichert und ist ein Pluspunkt für das Buch.

    Mit "Dunkler Wahn" liegt die Fortsetzung von Jan Forstner auf meinem Kindle und ich habe vor, dieses Buch in naher Zukunft zu lesen und dann auch kurz meine Meinung dazu zu schreiben.

    Kommentieren0
    1
    Teilen
    L
    Lesebegeistertevor einem Jahr
    ...spannend von der ersten bist zur letzen Seite...

    Jan Foster hat seinen kleinen Bruder vor dreiundzwanzig Jahren das letzte Mal gesehen. In jeder Nacht ist sein Bruder spurlos verschwunden. Kurze Zeit später Jans Vater tödlich verunglückt. Die beiden Fälle wurden nie aufgeklärt. Jan macht sich seither große Vorwürfe! Nach Jahren kehrt er wieder in seinen Heimatort zurück. Da er als Psychiater in der dortigen Klinik begonnen hat. Doch schon bald holt ihn die Vergangenheit wieder ein. Ein mysteriöser Selbstmord führt ihn schließlich auf die richtige Spur und er erfährt was vor dreiundzwanzig Jahren wirklich passiert ist…

    Ein grenz-geniales Buch!! Der Autor führt den Leser an der Nase herum und man erfährt wirklich erst auf den letzten paar Seiten wer wirklich der Mörder ist. Mir hat das erste Buch „Trigger“ schon so gut gefallen und ich wurde auch bei diesem Buch nicht enttäuscht! Ein Autor mit großem Potential! Sebastian Fitzek hat einen großen Konkurrenten bekommen!!

    Kommentieren0
    1
    Teilen
    Prinzesschns avatar
    Prinzesschnvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Spannend von der ersten bis zur letzten Seite!
    Kalte Stille

    Vor dreiundzwanzig Jahren ist Sven spurlos verschwunden. In derselben Nacht verunglückte auch sein Vater. Beide Fälle konnten nie aufgeklärt werden. Als Jan gezwungen ist, an den Ort seiner Kindheit zurückzukehren, holt ihn die Vergangenheit wieder ein. Ein mysteriöser Selbstmord führt ihn zu einem schrecklichen Geheimnis.

    Jan ist ein tragischer, aber genau deswegen ein sehr interessanter Charakter. Ich habe seine Geschichte, die Einblicke in seine Psyche und seinen Alltag verschlungen.

    Die verschiedenen Charaktere, Handlungsstränge und letztendlich ihre Zusammenführung haben mir unglaublich gut gefallen. In sich eine wirklich spannende und geschlossene Geschichte.

    Der Schreibstil ist sehr angenehm und ließ sich so flüssig lesen, dass ich das Buch nicht aus der Hand legen konnte und in einem Rutsch durchlas.

    Ein spannender Psychothriller, der mit wenig Blut, dafür mit umso mehr überraschenden Wendungen und Spannungsbögen auf einen lauert.
    Nach "Phobia" mein zweites Buch von Wulf Dorn und definitiv nicht mein letztes!

    Kommentieren0
    12
    Teilen
    Mine90s avatar
    Mine90vor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Wirklich gut. Ich habe es innerhalb kürzester Zeit durchgelesen. Absolut zu empfehlen, gefiel mir sehr.
    Wulf Dorn - Kalte Stille

    Das zweite Buch , welches ich von Wulf Dorn innerhalb kürzester Zeit durchgelesen habe.
    Ich mag den Schreibstil sehr, es ist flüssig und verständlich zu lesen ohne dass man besondere Fähigkeiten an die Konzentration stellen muss. Die Handlund gefällt mir ebenfalls sehr gut, durchgängig spannend . Jedoch muss ich sagen, dass es zwischendurch ein paar zu viele "Zufälle" gibt, wie sich die Protagonisten untereinander kennen. Das ist etwas unglaubwürdig, aber einem Buch kann ich das verzeihen ;-)
    Insgesamt ein wirklich guter Thriller, der mir sehr gefiel. Ob man den "Täter" erahnen kann, kann ich persönlich nicht sagen, weil ich während des lesens nie miträtsel um mir den Spaß nicht zu verderben. Ich muss aber auch sagen, dass es bei diesem Buch keine wirklich auffälligen Passagen gibt, die zum Täter führen. Lest am besten selbst und lasst euch überraschen! Ich bin jedenfalls nach "Trigger" wieder so begeistert von "Kalte Stille", dass ich direkt "Dunkler Wahn begonnen habe und gleich im Internet auf die Suche nach "Phobia" und seinen anderen Büchern gehe... ;)

    Kommentieren0
    2
    Teilen
    Nadininis avatar
    Nadininivor 2 Jahren
    Ein gutes Buch!

    Dieses Buch habe ich von einer Freundin geliehen bekommen und war wirklich sehr neugierig auf die Geschichte. Da ich mittlerweile wahnsinnig gerne Thriller lese und mich auch gern mal verwirren lasse, war dieses Buch eigentlich perfekt.
    Jan ist ein sympathischer Protagonist, der in seinem Leben schon eine ganze Menge gesehen hat und viele schlimme Momente erleben musste. Mit der Zeit wird einem als Leser immer klarer vor Augen geführt, dass er gar keine Chance hat ein normales Leben zu führen und die damaligen Ereignisse zu vergessen. Umso spannender wird die Reise mit ihm, die allerdings erneut viel Tod und viele Rätsel mit sich bringt.
    Die Nebencharaktere waren wirklich gut ausgearbeitet und obwohl ich Schwierigkeiten mit den Namen hatte, weil es doch recht viele waren und ich oft nicht wusste wer nun was gemacht hat, muss ich sagen, dass ich die einzelnen Geschichten sehr spannend fand und es schön zu sehen war, wie am Ende alles zusammenkam.
    Besonders sympathisch ist einem eigentlich nur Jan, doch zweifeln tut man eigentlich an allen Charakteren mal. Zumindest ging es mir damit so. Gerade Carla kam mir erst sehr vernünftig vor, doch mit der Zeit zweifelt man selbst an ihr. Ebenso ging es mir mit Marenburg und Dr. Rauh. Im Grunde genommen habe ich an allen einmal gezweifelt, bis auf die Person, die es dann auch wirklich war.
    Die Story war an sich sehr spannend gestaltet, leider gab es für mich aber immer wieder gewisse Längen, die mich etwas gestört haben. Einzelne Tatsachen hätten für mich wegbleiben können, doch natürlich sollte es dadurch spannender gemacht werden. Der Fokus liegt für den Leser natürlich auf Jans Situation, da man hauptsächlich aus seiner Sicht liest. Dementsprechend war es auch mir selbst wichtig herauszufinden, was denn mit Sven passiert ist und ich bin froh, eine Antwort erhalten zu haben.
    Neben Jan hat man aber auch noch andere Protagonisten, im Grund genommen erfährt man über jeden Charakter etwas und kann somit viele Handlungen nachvollziehen. Am meisten verbunden gefühlt habe ich mich allerdings mit Jan und muss sagen, dass mich seine Geschichte auch am meisten mitgenommen hat. Letztendlich hängt aber alles zusammen und es war interessant dem nach und nach auf die Schliche zu kommen.
    Fazit:
    Die Charaktere sind toll ausgearbeitet und es war spannend, die Geschichten der einzelnen Charaktere nach und nach aufzudecken und verstehen zu lernen. Was mich etwas gestört hat waren die Längen, die gar nicht hätten sein müssen und es hat mich tatsächlich auch etwas gestört, dass ich an so gut wie jeder Person einmal gezweifelt habe. An sich ist das natürlich etwas, das ein Buch nur noch besser macht, doch mir war so kaum jemand sympathisch und ich konnte mich nur mit Jan wirklich identifizieren, was ich etwas schade fand. Die Story an sich ist sehr gut durchdacht und mir hat gerade die Auflösung auch unglaublich gut gefallen. Was Sven angeht hätte ich tatsächlich noch mehr erwartet und bin da schon fast enttäuscht zurückgelassen worden, insgesamt wurde aber alles aufgelöst und es sind keine Fragen offen geblieben, was ich persönlich immer ziemlich wichtig finde. An sich ist es eine spannende Geschichte, mit vielen wirklich schlimmen Situationen und grausamen Geschichten, die mich nur nicht dauerhaft fesseln konnte. Von mir gibt es daher 3,5 Federn :)

    Kommentieren0
    1
    Teilen
    nessisbookchoices avatar
    nessisbookchoicevor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Das Buch kann nicht mit der rasanten Seite von "Trigger" mithalten, aber es bietet Spannung von Anfang bis Ende!
    Ich glaube, Wulf Dorn, kann nur "gut" und "sehr gut"...

    Titel: "Kalte Stille"
    Autor: Wulf Dorn
    Erscheinungsdatum: 23. August 2010
    Seitenanzahl: 448 Seiten
    Genre: Thriller
    Preis: Taschenbuch 8,99€
    Verlag: Heyne
    Klappentext: 
    Wenn die Stille zum Alptraum wird ...

    Eine Tonbandaufzeichnung, die in abrupter Stille endet – unerträglicher Stille. Mehr ist Jan Forstner von seinem kleinen Bruder nicht geblieben. Vor dreiundzwanzig Jahren ist Sven spurlos verschwunden. In derselben Nacht verunglückte auch sein Vater unter rätselhaften Umständen. Beide Fälle konnten nie aufgeklärt werden. Als Jan gezwungen ist, an den Ort seiner Kindheit zurückzukehren, holt ihn die Vergangenheit wieder ein.

    Der Psychiater Jan Forstner leidet seit dreiundzwanzig Jahren unter dem mysteriösen Verschwinden seines damals sechsjährigen Bruders Sven. Nur ein Diktiergerät, das die beiden Jungen in jener Nacht bei sich hatten, ist Jan geblieben. Darauf ist Svens Stimme zu hören, die in abrupter Stille endet. Seither kann Jan keine Stille mehr ertragen und wird von Alpträumen geplagt. Ein weiteres Rätsel gibt der Unfall von Jans Vater auf, der in derselben Nacht verunglückte, nachdem er wegen eines Anrufs mit unbekanntem Ziel aufgebrochen war. Nach einer schweren Krise erhält Jan die Chance für einen beruflichen Neuanfang in der Klinik seines ehemaligen Heimatortes. Dort wird Jan mit einem mysteriösen Selbstmordfall konfrontiert. Gemeinsam mit der Journalistin Carla Weller kommt er einem Geheimnis auf die Spur, das sich seit vielen Jahren hinter den Klinikmauern verbirgt. Ein Geheimnis, das Jan zurück in seine Vergangenheit und auf die Spur des Täters führt.

    Wulf Dorn hat mit seinem Debütroman "Trigger" bei mir einen wirklichen Hit gelandet.
    Man merkt als Leser dennoch sofort, dass "Kalte Stille" anders aufgebaut ist.
    Jedoch spielt das Buch ebenfalls im beschaulichen und fiktiven Örtchen Fahlenberg und in der Waldklinik. Beides ist schon aus "Trigger" bekannt und trägt dazu bei, dass der Leser sich sofort heimisch und integriert fühlt.
    Der Leser kann sich fantastisch seine eigenen Eindrücke von der Stadt, der Klinik und den Charakteren machen und diese nach und nach zusammensetzen.

    In diesem Buch steigt man zunächst etwas gemächlicher ein und einem wird Zeit gelassen, sich in das Buch einzufinden und die Figuren kennenzulernen.
    Zuerst lernt man den Protagonisten und seine Geschichte bzw. Vergangenheit stückchenweise kennen. 
    Auch in diesem Buch sind alle Charaktere wieder sehr detailliert und ausführlich ausgearbeitet, sodass man sich sofort empathisch zu ihnen verhält.

    Es wird sehr zeitnah deutlich, dass dieses Buch sich eher um die Geschichte der handelnden Personen dreht, welche zu den aktuellen Vorkommnissen führt.
    Wobei hier zu sagen ist, dass der Klappentext etwas irreführend ist. Zu Beginn und Schluss wird das Thema definitiv aufgegriffen, aber im Mittelteil spielen andere Szenerien die Hauptrolle und es wird kaum auf die eigentliche Geschichte, die der Klappentext verspricht, eingegangen, sodass diese in den Hintergrund rückt.

    Da dieses Buch einen, wie schon oben beschrieben, gemächlicheren Erzählstil an den Tag legt, fehlten mir an manchen Stellen rasantere Ausführungen, die das Durchlebte ein wenig spannender gestalten.
    Natürlich hängt dies mit dem Handlungsstrang zusammen und macht, wenn man das Buch als Ganzes betrachtet, Sinn.

    Zum Ende hin hatte ich einen Verdacht, wie das Buch enden könnte. Dieser hat sich auch bestätigt, jedoch hatte ich nicht das Gefühl, dass das Buch daher durchschaubarer wirkte.
    Ich habe bis zum Ende mitgefiebert und es bliebt konstant spannend.

    Alles in allem fügen sich alle kleinen Puzzleteile stringent zusammen und keine Fragen bleiben offen.
    Ein rundum gutes, abgerundetes Buch, welches von mir mit 4/5 Sternchen belohnt wird. :)

    Kommentieren0
    1
    Teilen
    EmmaZeckas avatar
    EmmaZeckavor 2 Jahren
    Guter Thriller, konnte meine Erwartungen aber nicht ganz treffen

    Vor fast einem Jahr habe ich Wulf Dorns Roman "Phobia" gelesen. Dieses Buch hat mich sehr gut unterhalten, sodass ich den Autor im Hinterkopf behielt. Im Rahmen einer Blogger Aktion wurde ich dann auf "Kalte Stille" aufmerksam und dachte mir: "Warum eigentlich nicht?". Als ich dann erfuhr, dass "Kalte Stille" eines von Wulf Dorns ersten Büchern und somit - laut einiger Fans - eines der besseren Bücher - ist, war meine Neugier definitiv geweckt und das Buch zog bei mir ein.


    Ich bleibe wieder einmal mit einer geteilten Meinung zurück.

    Kommen wir zuerst zu den positiven Aspekten: "Kalte Stille" hat mich fast eine Woche beschäftigt. Ich wollte wissen, wie es Jan Forstner ergeht, der nach Jahren in sein Heimatdorf zurückkehrt, um endlich ein ruhiges Leben zu führen und die Vergangenheit hinter sich zu lassen. Doch kaum ist er wieder in Fahlenberg ankommen, nehmen die Ereignisse ihren Lauf und er findet sich schnell in einer verstrickten Geschichte wieder.


    Wulf Dorn führt in "Kalte Stille" mehrere Handlungsstränge ein. Besonders faszinierend zu lesen war, wie Wulf Dorn diese Stränge miteinander verbindet. Immer wieder habe ich mich gefragt, was die Akteure miteinander zu tun haben und wann sich die Stränge endlich verknüpfen. Und erst auf den letzten Seiten bekommen wir Gewissheit.

    Zudem schafft er es hervorragend, den Leser an der Nase herumzuführen :-).


    Jedoch hatte ich Mühe mit Wulf Dorns Schreibstil. Er beschreibt sehr viel. Teilweise ist es auch gekonnt herausgearbeitet, manchmal wurde mir aber zu viel erklärt. Beispielsweise fasst ein alter Freund von Jan, wichtige Dinge aus dem Dorfgeschehen für ihn zusammen. Das macht einerseits Sinn, da es wichtige Informationen für die Geschichte sind. Andererseits hätte ich mir hier gern mehr erleben gewünscht.

    Zudem gibt es immer mal wieder nebensächliche Informationen, die für mich nicht wirklich etwas mit der Geschichte zu tun haben. Hier habe ich die Dialoge dann überflogen und hätte mir gewünscht, dass andere Dinge dafür mehr ausgebaut werden.


    Ebenfalls konnte ich mich mit den Charakteren nicht ganz anfreunden. Protagonist Jan leidet sehr unter dem oben beschriebenen Verlust. Er ist für mich einer der glaubwürdigsten Charaktere. Die potentiellen Verdächtigen des Romanes, diejenigen, die wirklich Leichen im Keller haben könnten, werden mir aber zu oberflächlich dargestellt.


    Mein Fazit? "Kalte Stille" konnte mich fesseln. Ich habe gestern den ganzen Abend damit verbracht, den Roman zu beenden, weil ich wissen wollte, wie die Geschichte ausgeht. Findet Jan endlich Antworten auf seine Fragen? Was hat es mit dem mysteriösen Selbstmord auf sich?

    Allerdings musste ich auf den letzten Metern auch lächeln und fühlte mich in das ein oder andere Klischee hineinversetzt.


    Zusammenfassend kann ich sagen, dass "Kalte Stille" ein packender Roman ist. Mich konnte er zwar nicht vollständig überzeugen, dennoch habe ich Lust auf weitere Bücher von Wulf Dorn.


    Kommentieren0
    2
    Teilen
    Auroras avatar
    Auroravor 3 Jahren
    Mein erstes Buch des Autors

    Alle schwärmen immer von den Büchern von Wolf Dorn. »Kalte Stille« ist nach seinem Jugendthriller »Mein böses Herz« nun schon das zweite Buch, das ich von ihm lese. Aber irgendwie kann der Autor mich noch nicht gänzlich von sich überzeugen. Die Bücher sind zwar gut durchdacht und lassen sich prinzipiell flüssig lesen. Ab und zu habe ich hier auch die Hand vor dem Mund geschlagen, weil ich die Szene nicht fassen konnte. Dennoch blieb in mir während und auch nach dem Lesen das Gefühl, dass etwas fehlt - also, nicht richtig fehlt. Es war einfach, dass mich das Buch nicht richtig packen konnte. Es war die ganze Zeit über selten so, dass ich den Drang hatte, dass ich unbedingt weiterlesen MUSS. Manche Kapitel endeten tatsächlich mit einem Cliffhanger, wo ich dachte: Und jetzt, was passiert jetzt? Aber trotzdem bleibt es leider "nur" ein gutes Buch, auch wenn ich sehr gern weitere Bücher (und vor allem die Fortsetzung von diesem) von Wulf Dorn lesen werde.

    Kommentieren0
    4
    Teilen

    Gespräche aus der Community zum Buch

    Neu
    schlumelines avatar
    Hallo Herr Dorn, was hat Sie zu Ihrem neuen Buch Kalte Stille inspiriert und sind in dieses Buch Charaktere eingeflossen, die Sie selbst mit Ihrem Leben verbinden?
    Zum Thema

    Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

    Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach

    Hol dir mehr von LovelyBooks