Wyl Menmuir The Many by Wyl Menmuir (2016-06-15)

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Inhaltsangabe zu „The Many by Wyl Menmuir (2016-06-15)“ von Wyl Menmuir

Esoterisch-surreale Trauerarbeit in einem Fischerdorf. Muss man mögen.

— wandablue
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  • Surreal. Schwer ergründbar.

    The Many by Wyl Menmuir (2016-06-15)

    wandablue

    28. August 2017 um 11:04

    Surreal mit viel Atmosphäre. Mit großer Begeisterung las ich bis in die Mitte dieses Romans, danach flachte die Begeisterung merklich ab. Die Schilderung irgendeines kargen Küstenabschnitts, vielleicht an der Küste Schottlands, beziehungsweise wohl eher einer Halbinsel, hat mich sofort in Bann gezogen. Die Beschreibung Ethans, des alten Fischers, der als einziger der Fischer keinen Helfer mehr hat, der mit ihm hinausfährt, ich spüre seine Bitterkeit und kann den brackigen und salzigen Geruch fast riechen, wenn er sein Boot trotzdem über den steinigen Grund ans Wasser ziehen lässt und hinausfährt. Denn ein Fischer ist ein Fischer. Weit kommt er allerdings nicht, jede Handlung dieses Romans findet eine Begrenzung. Weiter draußen hat eine Linie Containerschiffe Aufstellung genommen und untersagt den Fischern den Zugang zum freien Meer. Im Inneren agiert eine seltsame Firma, die den Fischern den Fang abkauft, obwohl die Fische deformiert sind, die See scheint kontaminiert zu sein, die Insel unter Quarantäne zu stehen. Timothy, ein Fremder, kommt an und bezieht das leerstehende Haus auf der Klippe, das Perran gehörte. Die vielen Bewohner verhalten sich Timothy gegenüber feindlich, zerstören, was er an dem alten Haus bereits renoviert hat durch Vandalismus. Nur Ethan nimmt ihn mit auf sein Boot, wo sich Timothy gar nicht so dumm anstellt und zu zweit ignorieren sie die unsichtbare Linie, die die weit auseinanderstehenden Containerschiffe als Bewegungshorizont vorgeben. Daraufhin verfällt die Welt. Was lese ich hier? Einen surrealen Traum. Raum für Interpretation bleibt reichlich. Es geht um Trauerarbeit. Soviel darf als gesichert betrachtet werden, mehr aber nicht. Mit Surrealem kann ich nicht all zuviel anfangen. Das hat schon das „Grüne Rollo“ von Heinrich Steinfest zu spüren bekommen, ein Roman allerdings, der wenigstens zum Schluss hin einige handfeste Interpretationshilfen gibt, was „The Many“ nicht tut. Was bedeutet eigentlich der Titel? Ich denke, er bedeutet, dass Timothy auch alle anderen männlichen Figuren irgendwie darstellt, vielleicht sogar auch die weiblichen. Aber das ist nur eine Vermutung. Nix genaues weiß man nicht. Der Titel könnte auch ganz lapidar darauf verweisen, dass man auf viele Arten trauern kann, ja auf unendlich viele! Aber auch das ist keine gesicherte Erkenntnis. Wie kommt dieser schwer zu ergründende Roman auf die Longlist des Man Booker Prizes 2016? Einerseits verzaubert er durch die Atmosphäre, bedrohlich, karg, eindrücklich, andererseits verstört er durch seinen surrealen Charakter.  Fazit: Surreal mit viel Atmosphäre. Schwer ergründbar. Vielleicht ein Highlight für Coelho-Leser. Kategorie: Belletristik. Longlist des Man Booker Prizes 2016. Verlag: Salt, 2016

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