X Pjotr

 4,6 Sterne bei 12 Bewertungen
Autor von USA 2084.

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Cover des Buches USA 2084 (ISBN: 9783961114269)

USA 2084

 (12)
Erschienen am 13.02.2019

Neue Rezensionen zu X Pjotr

Cover des Buches USA 2084 (ISBN: 9783961114269)T

Rezension zu "USA 2084" von X Pjotr

Was für eine Dystopie...
TanteGhostvor 10 Monaten

Ungeschönt, brutal und doch nicht unglaubwürdig. Den Amis würde ich so einen Lebensstiel durchaus zutrauen.

Inhalt: Jessica ist lebenslustig und genießt das freizügige Leben in vollen Zügen. Auch der Besuch eines Human-Schlachthofes ändert daran nichts. Es gibt ihr eine ungefähre Ahnung dessen, was auf die Schlachtekids zukommt, aber sie selber glaubt sich nicht betroffen.
Jessica bekommt einen herben Schlag vor den Bug, als sie die Einladung zu ihrer Schlachtung von der Polizei überreicht bekommt. Sie bekommt den Termin, die genauen Umstände erklärt und muss das vorbereitende Antibiotika trinken.
Nie im Leben hätte sie gedacht, dass ausgerechnet sie zu dem einen Prozent ihres Jahrgangs gehören wird, welches sich zum Wohle der Nation schlachten lassen muss. Hin und her gerissen zwischen Trotz, Trauer und Ergebenheit ergibt sie sich ihrem Schicksal. Sie kostet ihre letzten Tag aus, genießt in vollen Zügen, haut ihr Erspartes auf den Kopf und findet sich dann zu ihrer Schlachtung ein.
Doch da ist noch das Geheimnis, welche die Schlachthöfe, geführt vom Militär hüten. Längst wird nicht alles so gemacht, wie man es der Öffentlichkeit glauben macht. Und Jessica muss die härteste Form des Regelbruchs am eigenen Leib erfahren.


Fazit: Ich war von Anfang an in der Story gefangen. Von Anfang hat mich eine sehr interessante Mischung aus Abscheu und Sensationsgier bei der Stange gehalten. Ich konnte und wollte nicht aufhören mit dem Lesen. Auf diese Weise kam es mir sehr gelegen, dass ich vor der Tierklinik eine ziemlich lange Wartezeit überbrücken musste. - Nichts habe ich um mich herum mitbekommen, so war ich gefangen in dem, was ich da gelesen habe.
Da es sich hier um eine Dystopie handelt, eine Welt die es so nicht gibt und vielleicht auch nie geben wird, hatte der Autor so ziemlich frei Hand, in dem was er da schreibt. Am Ende hat man beim Lesen hat man beim Lesen aber schon gemerkt, dass das alles hier Hand und Fuß hatte. Die Szenen in der Schlachterei erinnern sehr stark an das, was heutzutage mit Schweinen und Co üblich ist. Nur dass es hier eben krasser rüber kommt, da einige Szenen so genau beschrieben sind, dass auch ich die Schmerzen der Protagonistin fühlen konnte.
Die ganze Welt, das ganze Umfeld  - alles hat Hand und Fuß und ergibt am Ende ein komplett rundes, wenn auch krankes Weltbild. Der Autor hat eben nicht wild rum gesponnen, sondern hier wirklich eine ziemlich perfekt Balance zwischen Utopie und Wahrheit geschaffen.


Fakt ist mal, dass dieses Buch wirklich erst ab 18 Jahren ist. Es wird Gewalt verherrlicht, Kannibalismus gelebt und auch das ziemlich freizügige Leben der Protagonistin und der Antagonisten sind nicht unbedingt etwas für zartbesaitete. - Aber genau das hat mich so fasziniert. Das, was heute wohl nur Randgruppen der Gesellschaft leben, ist in dieser Story ganz normale Realität. Die Menschen leben in dieser Dystopie in einer komplett anderen Realität.
Mich persönlich hat am meisten der kannibalistische Teil geschockt. Wie normal es in dieser Gesellschaft ist, dass eben Menschenfleisch gegessen wird. Wie die Kinder schon erzogen werden in dem Wissen, dass auch sie geschlachtet werden könnten.
Ein weiterer Detail, was sich wohl in den nächsten Millionen Jahren nicht ändern wird, die Menschheit besteht immer noch aus zwei Klassen. Die eine, die normalen oder die Mittelschicht, halten sich brav an die Gesetze und die Reichen, die mit Einfluss setzen sich mal eben darüber hinweg. Und genau das führt zu dem Schicksal der Protagonistin. - Ich kann nur noch den Kopf schütteln. Es gibt wohl Sachen, die sich nie ändern.


In jedem Fall ist alles in einem einfachen Stil geschrieben. Fast locker und lässig, lapidar beschreibt der Autor die Sexszenen hier. Genau damit vermittelt er die aktuelle Normalität, welche in dieser Zeit vorherrscht.

Und dann die Gefühle und Gedanken der Protagonistin, als es zur Sache geht. Dieses innere Hin und Her, die Zerrissenheit. Das alles ist sehr gut be- und geschrieben, dass ich stellenweise fast der Meinung war, die Ängste selber ausstehen zu müssen.

Das Buch hat in jedem Fall Eindruck hinterlassen und mich mit der Nase mitten in ein neues Genre Buch gestoßen. Ich möchte definitiv mehr davon lesen.


Eine Empfehlung für dieses Buch kann ich nur unter Vorbehalt geben. Es ist schon alles sehr bildhaft beschrieben und dann sind die Handlungen selber auch nicht unbedingt etwas für zart besaitete Gemüter. Aber die Vorstellung dieser Lebensart ist durchaus realistisch, so wie sie vom Autor hier beschrieben werden. - Zum Glück muss ich das nicht mehr erleben.

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Cover des Buches USA 2084 (ISBN: 9783961114269)C

Rezension zu "USA 2084" von X Pjotr

Grausam aber gut
Cat78vor 2 Jahren

 Nun hat es ein Buch bzw. ein Autor geschaft dass ich eigentlich sprachlos bin. Ich sitze seit 10 min vor dem Rechner und weis nicht wie ich das Buch bewerten soll geschweige den ob man es bewerten kann.  

Schon das Cover zeigt ziemlich deutlich, dass das Buch kein leichter Lesestoff wird. Ich bin eigentlich kein Coverkäufer aber schon das Bild hat mich schlucken lassen. 

Zum Inhalt:
Das Buch spielt in der Zukünftigen USA genauer gesagt im Jahr 2084. In den 2040ern gab es eine Hungerkrise und es wurde weltweit beschlossen eine Schlachtquote für Menschen zu erlauben. In den USA besagt dies, dass 1% jedes Jahrgangs mit 19 Jahren geschlachtet und verzehrt werden darf. Jessica ist 18 und macht mit ihrer Klasse einen Ausflug zum Humanen-Schlachthof in San Francisco, in dem sie eine Führung bekommen und sich alle Schüler einer Tauglichkeitsprüfung unterziehen. Doch bald schon lernt Jessica die grausame Welt der Schlachthöfe kennen, nämlich als sie ein Jahr später zu den Auserwählten 1% gehört. 

Meine persönliche Meinung: 
Anfangs dachte ich so oh Horror also Blut, Gemetzel und Sex mit ein wenig Sciencefiction, doch schnell wurde mir klar ähm so viel Syfy ist das gar nicht. Es könnte gut und gerne Realität werden, da viele Aspekte wie Überbevölkerung und auch Nahrungsknappheit politisch Heute auch schon Thema sind und dann erst begann der eigentliche Horror. Während des ganzen Buches stellt ich mir die Frage, wäre eine Regierung wirklich zu so etwas fähig? Und genau diese Gedankenspiele die der Autor damit bei mir erweckte machten für mich den wahren Horror aus. Auch jetzt nachdem ich das Buch beendet habe klingen die Gedanken noch nach. Auch als Jessica am eigenem Leib herausfindet das das humane Schlachthaus alles andere als human ist dachte ich mir, ja auch das kann man sich vorstellen, Da die zu schlachtenden Jugendlichen irgendwann als Ferkel betitelt werden hat mir dann gezeigt, dass wir in anderen Bereichen gar nicht so weit weg davon sind. Wenn man sich anschaut wie moderne Schlachtbetriebe aufgebaut sind, sieht man einige parallelen. So also kann ich mich nun bei dem Autor bedanken dann er mir zumindest für einige Zeit das Steak madig gemacht hat. Wobei man dann schon seinen Fleischkonsum überdenkt, was gar nicht so verkehrt ist. Als man denkt es geht eigentlich gar nicht grausamer wird der Leser eines besseren belehrt und die Geschichte nimmt noch mal eine Wendung, bei der man erst mal zum durchatmen kommt bevor es dann noch mal an Grausamkeit zunimmt. Am Ende ist es wie bei einem Autounfall man will es nicht sehen schaut aber trotzdem hin.

Lediglich eine Sache ist mir aufgefallen. Ich weis nicht ob vom Autor gewollt oder nicht Jessica finde ich insgesamt ziemlich flach beschrieben. Ich hatte den Eindruck des 0815 Teenagers. Aber andererseits war das auch gut, denn ich denke wenn man sich mehr mit ihr identifizieren hätte können, hätte ich nicht bis zum ende des Buches lesen können. So blieb sie ein X-beliebiger Teenager.

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Cover des Buches USA 2084 (ISBN: 9783961114269)B

Rezension zu "USA 2084" von X Pjotr

Starker Tobak und nichts für schwache Nerven
B.tina_chaosqueenvor 3 Jahren

"USA 2084: Die Zukunft Amerikas sieht rosig aus. Eine frivole Wohlstandwelt voll sexueller Exzesse, in der es sich angenehm leben lässt. Wäre da nicht das Relikt der weltweiten Hungerkrise aus den 2040ern: Die Schlachtquote. Ein Prozent jedes Jahrgangs wird im Alter von neunzehn geschlachtet und als Delikatesse zum Verzehr freigegeben. 

Die lebenslustige Jessica isst gern Menschenfleisch. Mit ihrer Klasse besichtigt sie einen der vier amerikanischen Human-Schlachthöfe in San Francisco und erhält eine Ahnung davon, was die »Auserwählten« erwartet. Für sie und ihre Mitschüler ist das normal. Keiner der Teenager glaubt daran, zu dem einen Prozent zu gehören. Die Realität ist grausam aber längst nicht das Schlimmste. Die wahren Geheimnisse der Schlachthöfe offenbaren sich Jessica erst, als sie selbst auserwählt wird ... "



Zum Buch : Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht ,der 19 jährigen Jessica.  Als sie mit ihrer Klasse einen der vom Militär geführten "Humanen" Menschenschlachthöfe besichtigt, ist es für Sie eher ein Spaß... in einer gestellten und beschönigten Version sollen sie erfahren was die "Auserwählten" erwartet .
Allein der Gedanke für Amerika geschlachtet und verzehrt zu werden, erfüllt da doch jeden mit Stolz...
Aber dann bekommt Jessica ihrem Schlachttermin und Sie erfährt auf grausame Weise, das dass was man ihnen gezeigt hat war nicht die Wahrheit ist.  
Den das die Schlachtobjekte bei vollem Bewusstsein gequält und zerteilt werden, darf niemand wissen ....

Mein Fazit : Eine bizarre Geschichte mit grausamen Hinrichtungen, Folter, sexuellen Ausschweifungen, Verstümmelungen bis hin zum Kannibalismus. 
Starker Tobak und nichts für schwache Nerven

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