Xaver Bayer

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Xaver BayerHeute könnte ein glücklicher Tag sein
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Heute könnte ein glücklicher Tag sein
Heute könnte ein glücklicher Tag sein
 (11)
Erschienen am 20.08.2003
Xaver BayerDie Alaskastraße
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Die Alaskastraße
Die Alaskastraße
 (9)
Erschienen am 27.07.2005
Xaver BayerAls ich heute aufwachte, aufstand und mich wusch, da schien mir plötzlich, mir sei alles klar auf dieser Welt und ich wüsste, wie man leben soll
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Als ich heute aufwachte, aufstand und mich wusch, da schien mir plötzlich, mir sei alles klar auf dieser Welt und ich wüsste, wie man leben soll
Xaver BayerDie durchsichtigen Hände
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Die durchsichtigen Hände
Die durchsichtigen Hände
 (2)
Erschienen am 09.07.2008
Xaver BayerAustropilot
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Austropilot
Austropilot
 (1)
Erschienen am 29.08.2016
Xaver BayerWenn die Kinder Steine ins Wasser werfen
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Wenn die Kinder Steine ins Wasser werfen
Wenn die Kinder Steine ins Wasser werfen
 (2)
Erschienen am 01.02.2011
Xaver BayerWeiter
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 (1)
Erschienen am 11.08.2006
Xaver BayerNachbeben Japan
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Nachbeben Japan
Nachbeben Japan
 (1)
Erschienen am 06.09.2012

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Rezension zu "Die Alaskastraße" von Xaver Bayer

Sinn und Wahn...
pardenvor 4 Jahren

SINN UND WAHN...

Von einem Tag auf den anderen kündigt er bei der Partnerschaftsvermittlungagentur. Es bleibt nicht viel, was die zähe Gleichförmigkeit der Tage durchbricht. Da entschließt er sich zu einem Inselurlaub mit Conny. In seltenen Stunden wurde alles leicht zwischen den beiden: In diesen Momenten war Einklang. Aber die Angst vor Wiederholungen und Ritualen zerstört diesen Einklang. Besessen von sich, seinen Versuchen, die Wirklichkeit in Erinnerung zu übersetzen, weil er sie nur vermittelt erträgt, verweigert er sich jeder Form der Erlösung, der des Augenblicks so wie der anderen, die es nicht gibt. Mit kaltem Blick, schonungslos, selbstentblößend wird hier die "perfide Allianz von Sexualität und Tod" noch einmal und noch einmal endgültig seziert.

Am Anfang wirkt alles noch relativ normal: Überdruss am Arbeitsplatz, Überdruss in der Beziehung, der Protagonist ist erschöpft, urlaubsreif, kurz gesagt, einfach alles leid. Kurz darauf wird aber deutlich, dass es nicht einfach nur eine vorübergehende Sinnkrise ist:


"Ich habe tatsächlich die letzten Monate das Gefühl gehabt, ...einfach nicht mehr da zu sein."


Dieses Buch bietet beängstigende Einblicke in die Gedankenwelt eines Mannes, den das vorhersagbare Alltagsleben zunehmend anekelt.
Konsequenterweise kündigt er seinen Job, in dem er sich nicht glaubhaft vorkam, und seinen Handyvertrag noch gleich dazu. Er versucht sich dem ganzen noch weiter zu entziehen, indem er mit seiner Freundin für einige Wochen auf eine Insel fährt, vollkommen abseits vom Touristenrummel.
Aber bald beginnt auch die Routine im Umgang miteinander ihn anzuöden und zu ekeln, und er flieht auch aus dieser Situation. Immer mehr kapselt er sich von seinem früheren Leben und den alten Freundschaften ab, meidet überhaupt möglichst menschliche Kontakte. Er versucht ganz einfach, sich dem Unsichtbarwerden und Verschwinden immer mehr anzunähern.


"...ich war froh, mit niemandem sprechen zu müssen, obwohl ich mir darüber im klaren war, dass das, was ich am Alleinsein so schätzte, vor allem in der Fremde, diese Körperlosigkeit, dieses Fast-Verlorensein und von der Umgebung getrennt zu existieren, doch auch die Gefahr mit sich führte, in Verzagtheit auszuufern, in ein In-alle-Richtungen-Fließen vor lauter Haltlosigkeit."


Ein Mensch auf dem Weg in den Wahn entfernt sich immer weiter von nahe stehenden Menschen, Partner, Eltern, Kindern, Freunden, Arbeitskollegen, er vertraut schließlich niemandem mehr und am wenigsten sich selbst.
Für mich war es ein befremdlicher und in seiner Radikalität teilweise bedrohlich anmutender Einblick in eine solche Gedankenwelt. Allerdings kommt mir der ein oder andere Gedankengang zu bestimmten angesprochenen Banalitäten des Alltags auch nicht völlig unbekannt vor...

Für mich in erster Linie ein verstörendes Buch mit der Präsentation einer zwar eindrucksvollen Gedankenwelt, die für mich aber eher abstoßend wirkte. Kein Buch für gemütliche Stunden...


© Parden

Kommentare: 10
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Daxs avatar

Rezension zu "Die durchsichtigen Hände" von Xaver Bayer

Rezension zu "Die durchsichtigen Hände" von Xaver Bayer
Daxvor 10 Jahren

Verstörende, trotzdem meist unspektakuläre Kurzgeschichten, in denen die Möglichkeiten und Unmöglichkeiten des Alltags ausgelotet werden. Ein sicherer Blick für das Unberuhigende oder auch Langweilige der modernen Welt gepaart mit dem Sinn für stimmungsvolle und feinfühlige Bilder macht den besonderen Reiz dieses Erzähbandes aus.

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couchpotatogirls avatar

Rezension zu "Heute könnte ein glücklicher Tag sein" von Xaver Bayer

Rezension zu "Heute könnte ein glücklicher Tag sein" von Xaver Bayer
couchpotatogirlvor 10 Jahren

Der Erzähler beschreibt das ziellose Dahinplätschern des studentischen Lebens, ein trostlose In-den-Tag-leben, ja fast schon ein Dahinvegetieren. Bis nachmittags schlafen, Vorlesungen schwänzen, Wohnungsparties, Drogen, Alkohol, oberflächliche Bekanntschaften. In kurzen, schnörkellosen Sätzen berichtet der Ich-Erzähler fast teilnahmslos von seinem Tagesablauf. Da wird beschrieben, wie er im Supermarkt an der Kasse steht und Bier kauft, wie er zu Hause in der Wohnung sitzt und sich langweilt, wie eine Spinne auf seinem Arm herumkrabbelt, wie er ins Kino, auf Parties, in Sexshops, in Lokale geht und immer wenn die Gefahr besteht, dass endlich etwas passiert, gibt es einen Schnitt, wir wachen am nächsten Nachmittag mit dem Protagonisten auf, und es geht von vorne los. Wie heißt es so schön? Same shit, different day.
Zwar ist sich der Erzähler durchaus bewusst, dass er sein Leben so verschwendet, in einigen hellen Momenten sind ihm die Oberflächlichkeit der Gespräche, und seine ewig bekifften Freunde zuwider, er würde gerne aus diesem Trott ausbrechen, doch letztendlich bleibt alles beim alten. Wer kennt das nicht.

Also ehrlich, gelesen haben muss man es nicht. Aber irgendwie ist es ja doch ganz nett, und es kommt einem angenehm vertraut vor, wenn nicht die Gedanken des Erzählers, dann zumindest die Stationen auf seinen Streifzüge durch Wien: Flex, Café Westend und Co. Und wenn man sich mit dem Erzähler knapp 200 Seiten lang treiben lässt, stolpert man sogar über den ein oder anderen Satz, der es Wert ist, mehrmals gelesen zu werden.

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