Xaver Engelhard

 3.8 Sterne bei 5 Bewertungen
Autor von Lichter der Nacht, Übersee, Buch 1, Die Plantage und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Xaver Engelhard

Übersee, Buch 1, Die Plantage

Übersee, Buch 1, Die Plantage

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Erschienen am 08.05.2018
Übersee, Buch 2, Die Inseln

Übersee, Buch 2, Die Inseln

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Erschienen am 04.05.2018
Übersee, Buch 3, Die Yacht

Übersee, Buch 3, Die Yacht

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Erschienen am 08.05.2018

Neue Rezensionen zu Xaver Engelhard

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Christine2000s avatar

Rezension zu "Übersee, Buch 1, Die Plantage" von Xaver Engelhard

Die Schrecken der Südsee
Christine2000vor 5 Tagen

Ich habe viel länger für „Übersee“ gebraucht, als ich dachte. Das passiert mir wirklich selten. Der blasse Protagonist Hermann ist ein deutscher Kriegsveteran, der den ersten Weltkrieg mittellos und vollkommen desillusioniert überlebt hat und nun relativ planlos auf einer Insel in der Südsee ankommt. Er hat kein Geld, wenig Ambitionen und als einzige Idee bleibt noch, seinen Freund aus Studientagen aufzusuchen, der auf eben dieser exotischen Insel zuhause ist. Hermann hofft, sich irgendwie verdingen zu können, stellt aber bald fest, dass seine Talente und er nicht wirklich gebraucht werden. Das koloniale Leben der Siedler, oder besser gesagt, der Besatzer zerstört schnell und nachhaltig das indigene Leben der Insulaner. Natur und Kultur erliegen wehrlos der zersetzenden Ausbeutung. Der selbstherrliche Pflanzer, der seine chinesischen Arbeiter zu Tod schindet und das völlig normal findet, die Eingeborenen, die scheinbar gleichgültig, ergeben ihren eigenen Tod schon im Leben willkommen heißen, all das wird von Hermann als gegeben hingenommen. Der schwindsüchtige Freund, der vollkommen irre seine schwindenden Lebenskräfte dem Bau einer irrsinnigen Maschine widmet. Und Hermann, der immer nur ein Beobachter ist, weder sich selbst noch irgendetwas anderes wirklich von Belang findet, nicht einmal mehr wirklich weiß, was er sucht. Er ist traumatisiert und verloren, bräuchte Heilung und Trost. Bekommt aber nichts dergleichen. In Dave, einem hawaianischen Surfer-Dude, der Wellen nachjagt und die Inselmädchen mit seiner Ukulele bezirzt, findet er einen hedonistischen CarpeDiem- Lehrer, der ihn an die Hand nimmt und versucht, ihm das verlorene Paradies der Südsee zu erklären. Das alles ist und bleibt so unwirklich wie ein Traum. Ich bekam keinen wirklichen Bezug zu den Personen. Sie bleiben mir fremd und es gelingt mir nicht, wirklichen Anteil an ihrem Leben nehmen. So spannend auch die Inselausflüge und Einblicke ins Südseeleben sind, so bleibe ich doch distanzierte Zuschauerin. Menschen sterben, Taifune wüten, unfassbar dekadente Touristen richten ungestraft Unheil an, aber es lässt mich emotional viel kälter, als es sollte. In dieser Stimmung mochte ich nicht über längere Zeit verweilen. Deshalb konnte ich den Roman, der wirklich gut geschrieben ist und großartige Detailfülle und Wissen über eine mir bis dato völlig unbekannte Welt bietet, nur in kleinen Dosen genießen. Die Lektüre deprimierte mich schleichend aber sie faszinierte mich genug, um immer wieder weiter zu lesen. Es ist ein bißchen so, als würde man eine Frucht öffnen, hineinbeißen und dann sehen, dass sie von Maden befallen ist. Sie schmeckt süß, aber sie verwest bereits. Kein angenehmes Gefühl. Trotzdem ein toller Roman.

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Rezension zu "Lichter der Nacht" von Xaver Engelhard

Berlin - Sin City
Arunvor 5 Jahren

Klappentext:
Eine neue deutsche Stimme und eine deutsche Geschichte mit ungebrochener Brisanz und Aktualität. Ein großer Gesellschaftsroman: spannend und leidenschaftlich.
Berlin zu Beginn der Dreißigerjahre des vergangenen Jahrhunderts. Die Stadt ist eine brodelnde Metropole am Rande des Abgrunds. Der junge Cambridge-Student Jeffrey kommt nach Berlin, um an der Hochzeit seiner Cousine Seraphine teilzunehmen. Er gerät in eine Atmosphäre aus Angst und Hoffnung... Ein mitreißender, authentischer und sinnlicher Roman.

Meine Meinung:
Ein pralles Zeit-und Sittengemälde aus der Hauptstadt Deutschlands am Vorabend der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten.
Der Hauptakteur Jeffrey ein junger Engländer besucht seine Verwandtschaft, jüdischer Abstammung in Berlin. Er gerät in den Sog der Stadt und seiner Einwohner und erlebt vielfältige Abenteuer und Eskapaden.
Der Autor erzählt uns seine Geschichte mit großem Wort-und Sprachwitz welche mit genauen Beschreibungen von Berlin und seinen Menschen daherkommt.
Personen aus allen Gesellschaftsschichten von wohlhabend bis mittellos, Handlungsorte von Luxushotels, Szenelokalen und Hinterhöfen werden vorgestellt und sorgen für einen guten Querschnitt des Lebens in Berlin der Jahre 1932/33.
Auch die Politik der damaligen Zeit wird nicht ausgespart von Links bis Rechts reicht die Bandbreite.
Die Schrecken des Nationalsozialismus werden im entstehen angerissen und bewertet.
Rückblickend wird vom Hauptprotagonisten auch das bittere Ende nicht ausgelassen.
Für den interessierten Leser von Zeitgeschichte ein empfehlenswertes Buch.

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Gespräche aus der Community

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neobookss avatar
Hermann, Veteran des Ersten Weltkriegs und der Bayrischen Räterepublik, landet auf einer Südseeinsel und sucht sein Glück als Wellenreiter und Schatztaucher.

Herzlich willkommen zur Leserunde von " Übersee " von   Xaver Engelhard!

Klappentext   
Der Roman Übersee spielt nach dem Ersten Weltkrieg in der Südsee und erzählt in drei Kapiteln, wie ein vielleicht nur erträumtes, vermutlich nie real existierendes Paradies an Kaufleuten, Missionaren und schließlich Touristen zugrunde geht. Protagonist der Geschichte ist der Veteran Hermann, der den Schlachtfeldern des Ersten Weltkriegs und dem Chaos der Münchener Räterepublik entkommen ist und jetzt auf einer Insel, die früher deutsche Kolonie war, ein neues Leben beginnen will. Er besucht dort einen Freund aus Studententagen, der auf der hoch effizienten, mit Sklavenarbeit betriebenen Kopraplantage seines Vaters allmählich den Verstand verliert, er reist mit Missionaren zu einem entlegenen Archipel, um mittels Lichtbildern die Seelen der Eingeborenen zu retten, und er heuert auf der Yacht eines so wohlhabenden wie verkommenen Amerikaners an, der in seinem Verlangen nach Jagdtrophäen vor keinem Verbrechen zurückschreckt. Am Ende wird Hermann auf Tahiti ausgesetzt, mittellos und seiner letzten Hoffnungen beraubt, aber er hat von dem Ukulele spielenden Herumtreiber Dave zumindest das Wellenreiten gelernt und vielleicht auch etwas von dessen Fähigkeit übernommen, im Augenblick zu leben und ohne Utopien auszukommen. 

Link zur Leseprobe 

Über den Autor    
Xaver Engelhard hat als literarischer Übersetzer gearbeitet und 2002 bei Heyne/Diana den Roman „Lichter der Nacht“ veröffentlicht.


Zu gewinnen gibt es   10 E-Books (epub oder mobi)  

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