Xaver Maria Gwaltinger

 4 Sterne bei 5 Bewertungen
Autor von Fromme Sünde, Die Gesundbeterin und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Xaver Maria Gwaltinger

Xaver Maria Gwaltinger ist im bayerischen Schwaben aufgewachsen und hat Germanistik, Theologie und Psychologie studiert und lange in Frankreich und Australien gelebt. Das Allgäu ist seine Heimat geblieben. Dort erholt er sich auf seiner Alm von seinen Tätigkeiten in verschiedenen sozialen Feldern, indem er als Autor die Tiefen der Allgäuer Seele auslotet.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Xaver Maria Gwaltinger

Cover des Buches Kruzifix (ISBN:9783954511501)

Kruzifix

 (1)
Erschienen am 19.09.2013
Cover des Buches Fromme Sünde (ISBN:9783740804510)

Fromme Sünde

 (1)
Erschienen am 20.09.2018
Cover des Buches Kruzifix (Allgäu Krimi) (ISBN:B00FDNE30W)

Kruzifix (Allgäu Krimi)

 (1)
Erschienen am 19.09.2013
Cover des Buches Die Gesundbeterin (ISBN:9783954516629)

Die Gesundbeterin

 (1)
Erschienen am 24.06.2016
Cover des Buches Tod in Oberammergau (ISBN:9783740806309)

Tod in Oberammergau

 (0)
Erscheint am 23.01.2020
Cover des Buches Himmelherrgottsakrament (ISBN:9783740801809)

Himmelherrgottsakrament

 (0)
Erschienen am 24.08.2017

Neue Rezensionen zu Xaver Maria Gwaltinger

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Rezension zu "Fromme Sünde" von Xaver Maria Gwaltinger

Ein atmosphärischer Krimi, wie ein Kurzurlaub im Allgäu.
Wedmavor 2 Monaten

Ein weiterer Fall, wieder mal ein Mix aus Sex und Crime, fürs Ermittlerduo Emil Bär und Philipp Marlein. Auch hier spielen die apokryphen Evangelien eine Rolle, diesmal in Bezug auf Maria Magdalena.

Klappentext beschreibt die Eckpunkte ganz gut: „Franken: Privatdetektiv Philipp Marlein soll den Autor eines provokanten Enthüllungsbuches über Maria Magdalena vor den 'neuen Tempelrittern' schützen. Allgäu: Hobbydetektiv Emil Bär soll Gewalttaten und Sex-Exzesse junger Mädchen aufklären, die einen Maria-Magdalena-Geheimbund gegründet haben. Ettal: Bär und Marlein treffen sich bei einem Kongress – und geraten zwischen die Fronten. Es geht um Mord, die Zukunft des Christentums– und um ein geheimes Evangelium, das den Lauf der Weltgeschichte verändern könnte.“

Wie auch in der früheren Folge „Heiliger Bastard“ ermitteln Bär und Marlein erst getrennt, in scheinbar unterschiedlichen Fällen. Marlein ist von einem Autor, der ein aufsehenerregendes Buch über Maria Magdalena geschrieben hat und am zweiten arbeitet, als Bodygard engagiert worden. Der Autor fürchtet die Rache der Neuen Tempelritter, da er unbequeme Wahrheiten über die Anfänge des Christentums mit seinen Lesern geteilt hat.

Emil Bär ist einer seltsamen Gruppierung auf den Fersen, die die Gewalttaten gegen Frauen mit Gewalt zu lösen sucht. Diese Gruppierung taucht unerwartet auf, vermöbelt die Gewalttäter und verschwindet bis zum nächsten Mal. Seitdem die Gruppe aktiv ist, ist die Anzahl der Gewalttaten gegen Frauen deutlich zurückgegangen. Die Polizei ist alarmiert. Hier und an paar anderen Stellen kommt der schräge Humor gut durch.

Auf einem Kongress treffen sich die beiden und klären die Tode, die im Laufe der Geschichte geschehen, komplett auf.

Wie das Nachwort verrät, ist hier nicht alles frei erfunden. Die apokryphen Evangelien, die über die Rolle von Maria Magdalena schreiben, gibt es in der Tat, und so einiges ist in diesen Krimi geflossen. Man liest hier seitenweise das Buch des Autors über Maia Magdalena, da diese Info für die Arbeit wichtig wäre. Genauso gibt es die Abbildungen Marias, wie auch die auf dem Cover, die Marlein und der Autor in diversen Kirchen im Allgäu aufsuchen und scheinbar die unorthodoxe Version Geschichte um Maria Magdalena bestätigen.

Das Ende war mir nicht so ganz stimmig. Obwohl alles erklärt, doppelt und dreifach, ist. So manches war im Laufe der Geschichte insg. durchschaubar. Da waren bloß die beiden Ermittler noch nicht draufgekommen, der Leser aber schon längst.

Aber sonst war es ein atmosphärischer Krimi, wie ein Kurzurlaub im Allgäu. Gern lese ich weitere Folgen mit Emil Bär und Philipp Marlein.

 

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Rezension zu "Heiliger Bastard" von Xaver Maria Gwaltinger

Ein ungewöhnlicher Fall.
Wedmavor 2 Monaten

Ein ungewöhnlicher Fall. Und ein recht unkonventioneller Krimi, was das Thema angeht. Hier wurde die offizielle Geschichte um die heilige Familie hinterfragt und die nicht offiziellen Versionen, i.e. Apokryphe Evangelien, zur Sprache gebracht. An solchen Stellen erinnerte mich dieser Krimi an „Jesus Video“ von Andreas Eschbach. Hinzukamen die Machenschaften um die Reliquien der Heiligen. Wenn man sich also für die Geschichten um die Herkunft von Jesus und ähnl., die hier sehr zugänglich und unterhaltsam präsentiert wurden, entflammen kann, dann ist man hier richtig.

Klappentext beschreibt den Anfang recht gut: „Hobbydetektiv Emil Bär und Privatermittler Philipp Marlein wollen eigentlich bloß gemeinsam an einem Buße-Seminar teilnehmen. Doch nach einem nächtlichen Raubüberfall auf das Kloster werden sie in Verbrechen verwickelt, die die Grundfesten des Christentums erschüttern könnten. Gestohlene Reliquien, ermordete Geistliche – und die Frage, wer der wirkliche Vater von Jesus Christus war, treiben Bär und Marlein zwischen die Fronten eines blutigen Glaubenskrieges. . .“

Mich hat hpts. interessiert, was Emil Bär, die erste Folge und die letzte, „Gipfelkreuz“, habe ich bereits gelesen, so dazwischen trieb und wie und was er mit seinem Kompagnon so alles anstellte.

Den Bär mit seinem schwarzen Humor und noch paar anderen schrägen Eigenschaften habe ich ins Herz geschlossen.

Ich konnte die erste Hälfte gut lesen, wobei die recht ausführlichen Ausflüge in die Abteilung „sex sells“ nervten eher. Ok, man kann sagen, hier wurden entspr. gesellschaftliche Missstände zur Sprache gebracht. Zudem spiegelten sich diese Schilderungen mit den Szenen in der zweiten Hälfte, was auch gewissen Sinn ergibt und die Rechtfertigung dieser liefert. Für mich hätte dies draußen bleiben können. Ich habe mir das Ganze mind. um ein Viertel kürzer gewünscht. Hier wurde nach dem Prinzip vorgegangen „viel hilft viel“. Ich glaube nicht, dass dies immer der beste Weg ist. Manchmal gilt: Weniger ist mehr, was auch diesem Krimi gutgetan hätte.

Die Geschichte wurde aus zwei Perspektiven erzählt, was einige Stoffwiederholungen mit sich brachte, da jeder Ermittler, Emil Bär und Phillipp Marlein ihre eigene Sicht der Dinge hatten und anfangs getrennt ermittelten. Die beiden sind sehr speziell. Nicht unbedingt Helden im herkömmlichen Sinne. Sie sind weit davon entfernt, auf Teufel komm raus Sympathiepunkte bei den Lesern zu sammeln. Aber die kommen recht authentisch, insb. Emil Bär, rüber. Sie ergänzen einander und können durchaus zusammen die Reihe tragen.

Die Handlung weist recht viele Verwicklungen auf, eine gute Portion Action uvm. Man hat viele Dialoge, die die Infoversorgung etwas auflockern und unterhaltsamer gestalten.

Fazit: Ein gelungener, origineller Fall mit recht viel an Gesellschaftskritik, Action, überlebensgroßen Figuren, recht ungewöhnlichem Thema. Lediglich das Ende erschien mir etwas zu schnell abgewickelt. Aber sei es drum, ich bleibe auf den nächsten Fall mit den beiden gespannt und vergebe hier gern vier Sterne und eine Leseempfehlung für die o.g. Zielgruppe oder auch für alle, die mal einen weniger konventionellen Krimi lesen wollen.

 

 

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Rezension zu "Kruzifix (Allgäu Krimi)" von Xaver Maria Gwaltinger

Starke Hauptfigur, knapper, präziser Schreibstil. Gern gelesen.
Wedmavor 2 Monaten

Nach dem ich die neuste Folge mit Emil Bär „Gipfelkreuz“ (ET Juni 2019) stark fand, wollte ich noch mehr. Interessant fand ich, wie die Serie angefangen hat, also holte ich die erste Folge, „Kruzifix“.

Klappentext beschreibt die Eckpunkte ganz gut: „Der Dorfpriester des idyllischen Örtchens Tal am See wird in seiner Kirche tot aufgefunden. Emil Bär, Pfarrer und Psychoanalytiker im Ruhestand, bekommt von seltsamer Stelle den Auftrag, den mysteriösen Fall aufzuklären. Er beginnt zu ermitteln und gerät in einen Sumpf aus dörflicher Verlogenheit, kirchlicher Doppelmoral und menschlicher Bosheit. Schwer lädiert bringt er die Geschichte zu einem erstaunlichen Ende. Denkt er. Denn das dicke Ende kommt erst noch …“

Emil Bär kann seinen Ruhestand nicht genießen. Von Langeweile geplagt, wünscht er sich ein spannendes Betätigungsfeld. Schon kommt wie gerufen ein Auftraggeber zu ihm hoch auf die Alm. Ein älterer Herr, in etwa in Emils Alter, der im Auftrag der katholischen Kirche genaueres über den Tod des Dorfpriesters erfahren will: Wer ihn getötet hat, wie, warum usw. Emil will keine Ermittlungen starten, letztendlich ist er kein Privatdetektiv, sagt er, aber der Kirchenmann weiß, Emil zu überzeugen. Was dann kommt, ist just so, wie der Klappentext es treffend beschreibt: „… Sumpf aus dörflicher Verlogenheit, kirchlicher Doppelmoral und menschlicher Bosheit.“ gekonnt und bildhaft in Szene gesetzt. Hinzukommen die ewigen Streitpunkte der katholischen und protestantischen Kirche, denn Emil war ein protestantischer Pfarrer, der nun den Auftrag der katholischen Kirche ausführt. Das Ganze ist mit treffenden Zitaten aus der Bibel garniert, denn Emil und sein neuer Freund sind bibelfest und werfen sich die passenden Sätze oft im Gespräch zu.

Der knappe Schreibstil, schlicht aber ergreifend, passt hier sehr gut, denn er transportiert u.a. die Charaktereigenschaften Emils. Er ist nun mal ein Mann im besten Alter, der durch seine Tätigkeit als Seelsorger so einiges im Leben gesehen hat. Seine abgrundtiefe Abgeklärtheit, sein Sinn für schwarzen Humor wurden in diesen knappen, aber präzisen Sätzen zum Besten gegeben.

Der Fall war schon unterhaltsam. Am Ende wartete eine große Überraschung.

Das einzige ist, mir war es insg. etwas zu derb. An paar Stellen wurde die Grenze zum noch Akzeptablen überschritten. Nichtsdestotrotz ist Emil Bär eine starke Figur, die eine Reihe problemlos tragen kann, gerade deshalb, dass er bei weitem nicht perfekt ist, hat aber das Herz am rechten Fleck. Gern lese ich weitere Folgen.


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