Drei Wochen noch, dann hat er endlich Ruhe vor den Gesetzlosen. Michel de Palma, Hauptkommissar in Marseille, sehnt den Ruhestand sicherlich nicht herbei. Dennoch ist es Fakt: Der Baron geht in Rente! Was er dann machen wird, steht in den Sternen. Doch zuvor gibt es noch einen kniffligen Fall zu lösen.
Pauline Barton holt ihn aus seinem Büro heraus. Sie ist Archäologin. Ihr Kollege Rémy Fortin, Höhlenforscher und exzellenter Taucher hatte bei seinen Forschungen in den Unterwasserhöhlen der Calanques einen schweren Unfall. Das heißt, sie glaubt nicht recht an einen Unfall. Dafür war Rémy viel zu erfahren. Sofort kommt auch der Name Christine Autran ins Spiel. Ihr Vater war vor vierzig Jahren nicht minder berühmt in Fachkreisen wie Rémy heute. Ihre Abhandlungen über die Bedeutung von Relikten aus Urzeiten sind legendär. Ebenso ihr Bruder Thomas. Der machte auch von sich reden. Allerdings auf abscheuliche Art: Als Serienmörder. Dabei hinterließ er Handabdrücke wie man sie aus Urzeiten kennt. Die Spuren des Vaters…
Die Folgen des Unfalls haben bei Rémy Fortin Spuren hinterlassen. Lediglich die Lider kann er noch als Kommunikationsmittel benutzen. De Palma reicht das vorerst. Ein anderes Mal werde er weitere Fragen stellen, und er verabschiedet sich. Es wird aber kein anderes, kein weiteres Mal geben. Rémy Fortin ist seinen Verletzungen erlegen. Die letzte Hinterlassenschaft sind Fotos seines letzten Tauchganges. Dabei ist ein so genannter Hirschkopfmensch zu erahnen, kaum zu sehen. Eine Wiederentdeckung? Denn schon vierzig Jahre zuvor wurde eine ähnlich – dieselbe? – Skulptur entdeckt. Eine Sensation. Mit dabei war Pierre Autran, dessen Tochter die Fußstapfen des Vater vergrößerte und dessen Sohn in psychiatrischer Sicherheitsverwahrung den Rest seines Lebens verbringen wird. Beziehungsweise sollte, so war der Plan. Doch Thomas Autran kann den Klauen der Justiz entkommen.
Michel de Palma sieht darin eine Riesengefahr. Denn Thomas ist unberechenbar in dem, was er tut. Die einzige Konstante – die sich bewahrheiten wird – ist, dass er weiter töten wird! De Palma weiß, was das heißt. Schließlich war er es, der Thomas einst dingfest machte! Und das werden weder er noch Thomas je vergessen können.
Xaver-Marie Bonnot schickt den Baron auf eine Jagd durch eine der schönsten Gegenden Südfrankreichs. Zerklüftete Felsen, das Meer, das tosend gegen sie kracht, eine historische Fundgrube – und zwischendrin ein Mörder, dessen Weg von frühester Kindheit an vorgeschrieben schien. Ein Mann, der immer noch nicht weiß, ob er wirklich geliebt wurde oder nur ein Spielball derer war, die ihn zu einem wahren Menschen formen sollten. Doch dieser Mann ist gefährlich. Davon sind der Baron und der Leser überzeugt. Es ist kein Phantom, das von Michel de Palma gejagt wird. Er weiß, wen er finden muss, um den Fall zu lösen. Bis … ja bis die entscheidende Wendung ihn und den Leser ins Mark trifft.
Der dritte auf Deutsch erschiene Roman um den nicht aus der Ruhe zu bringenden Baron von Marseille, Michel de Palma, überzeugt durch die zahlreichen Wendungen und verführt durch die ruhige Hand des Autors zum nicht endenden Lesen bis zur letzten Seite! Hier kommt jeder auf seine Kosten!










