Xavier-Marie Bonnot Die Melodie der Geister

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Inhaltsangabe zu „Die Melodie der Geister“ von Xavier-Marie Bonnot

Der Marseiller Polizeikommandant Michel de Palma, auch "Baron" genannt, soll Licht in den Fall des Mordes an Dr. Delorme bringen, der tot an seinem Schreibtisch aufgefunden wurde, vor ihm aufgeschlagen Freuds Werk Totem und Tabu. 60 Jahre zuvor hat der Wissenschaftler in Neuguinea den Einheimischen Schädel und Totenmasken abgekauft. Warum fehlt in Delormes Villa einer dieser Schädel? Während die Ermittlungen laufen, kommt es zu weiteren Verbrechen an Ethnologen und Kunsthändlern. Hat Michel de Palma es mit einem manischen Mörder zu tun?§Seine Untersuchungen führen den opernbegeisterten, unbeugsamen, unberechenbaren Ermittler in die Tiefen der Marseiller Unterwelt aber auch nach Neuguinea und in die internationale Kunsthandelszene.

Interessantes Thema, manchmal etwas unübersichtlich , hat mir aber trotzdem gefallen

— Mira20

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  • Geisterflöte

    Die Melodie der Geister

    walli007

    In Marseile wird ein alter Kunstsammler tot aufgefunden. Ihm wurde eines seiner Sammelstücke aufs Gesicht gesetzt. Zunächst wird vermutet, er sei erschossen worden. Polizeikommandant Michel de Palma wird durch einen anonymen Anrufer zum Tatort gerufen. Er folgt den Tönen einer Flöte durchs Haus, doch weder eine Flöte noch ein Flötenspieler ist zu finden. Tief in die Vergangenheit des Opfers muss er eintauchen, um eine Spur zu finden. Der alte Mann war vor langen Jahren Teilnehmer einer Forschungsreise nach Papua Neuguinea. Mit dieser Reise wurde bei den Ureinwohnern nicht nur Gutes bewirkt und auch die Reisenden wurden für ihr weiteres Leben geprägt. Kommandant de Palma, auch Baron genannt, macht sich auf den Weg, den Spuren zu folgen. Dabei trifft er seine Jugendliebe Eva wieder und er muss hinabsteigen in die Unterwelt Marseiles. Doch auch auf dem Parkett des internationalen Kunsthandels muss er sich zurechtfinden, denn die Artefakte des Toten waren begehrte Sammlerstücke. Intensiv beschäftigt sich der Ermittler mit einer unbekannten Welt der Kopfjäger, der Ureinwohner entrückter Regionen, die den Weg in die Moderne gegangen sind und dabei ihre Identität verloren haben. Ihre alten Riten und Gebräuche sind als barbarisch verunglimpft, die neuen können kein adäquater Ersatz sein.  Es wird Gutes gewollt, doch gute Absichten sind manchmal etwas, das zu gar keinem guten Ergebnis führt. Das muss hier auch der Kommandant erfahren und mit ihm der Leser, der sich in eine doch sehr ferne Welt begibt. Schon die Hafenstadt Marseile scheint sehr weit weg und Papua Neuguinea vor Australien gelegen, ferner geht es kaum. Und so befremdlich sind auch die beschriebenen Sitten, die zwar nicht nachvollziehbar sind, deren Ausrottung doch einem Verlust von Kultur gleichkommt. Die ehemaligen Naturvölker sind nur noch ein Schatten ihrer selbst, zu einem Dasein als Touristenattraktion verdammt. Mischlingen geht es allerdings wie überall auf der Welt, sie gehören nirgends richtig hin, eine Tatsache, die durchaus zu Verzweiflung führen kann. Ein Krimi, der verstört und sehr nachdenklich macht. Ausgesprochen gut dargestellt und recherchiert sind die Hintergründe, die schließlich zur Tat geführt haben, gespickt mit vielen Informationen über nahezu unbekannte Völker und Kulturen, gerät der Fall ein wenig in den Hintergrund. Dennoch ein Krimi, der aus seine Art aus dem Rahmen fällt und gerade durch seine Andersartigkeit fesselt.

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  • Totem und Tabu

    Die Melodie der Geister

    michael_lehmann-pape

    19. February 2015 um 12:24

    Totem und Tabu Ein toter, alter Gelehrter in seinem Haus mit einem Loch in der Stirn, wobei es bei der Mordwaffe eine faustdicke Überraschung geben wird. Primitive Kunst in Form von Masken und kunstvoll hergerichteten Schädeln von Feinden. Dr. Delorme, der Tote, war als jüngerer Mann mit einem Vertrauten auf Reisen. Weit weg von der Zivilisation in Neuguinea, bei den Papua mit ihren harten und kriegerischen Bräuchen. Hat der ermordete Mann dort etwas aufgerührt, was nun, Jahrzehnte später seinen Tribut fordert? Oder ist er „nur“ ins Fadenkreuz moderner Krimineller geraten, die über den Hafen in Marseille diese teure Kunst in alle Welt verschieben? Was aber hat es mit diesem Flötenklang auf sich, der bedrängend und bedrohlich durch das Haus erklingt, als der Kommissar Michel de Palm, der „Baron“ als erster am Tatort sich einfindet und alleine erste Spuren sichert. Die „Melodie der Geister“ und das Wissen um alte Flüche, beschworene Kräfte, um „Totem“ und „Tabus“ wird de Palma den gesamten weiteren Fortgang des Falles hin immer wieder begleiten, bis er, ganz am Ende, dem Täter gegenüberstehen wird. Neben einem durchaus verwickelten Fall und immer wieder Eindrücken der pulsierenden, leicht heruntergekommenen Stadt Marseille mit ihren vielen gefährlichen Ecken (der Mord an Dr. Delorme wird bei weitem nicht der letzte Mord im Buch bleiben) führt Bonnot den Leser immer wieder erzählerisch und sachkundig ein in die Welt der Papua. Eine Welt, die in der Gegenwart nicht mehr besteht, die durch intensive Missionierung fast vollständig zerstört wurde und doch aus alten Zeiten noch in die Gegenwart hinein wirkt. Immer wieder lässt Bonnot seinen Kommissar im alten Logbuch der Expedition lesen und rückt so die ersten Kontakte zu dieser „Ur-Welt“ und diesem „Ur-Volk“ mit in den Mittelpunkt des Interesses. Hier und da wirkt dies ein wenig zu sehr den Ablauf der Ermittlungen unterbrechend, das ein oder andere Puzzlestück der Auflösung des Falles kommt dabei zu abrupt, manchmal zu zufällig daher, wie auch die Liebesgeschichte des Kommissars doch zu unverbunden und wie nebenbei mit abgehandelt wird. Dennoch ein spannendes Leseerlebnis und ein interessanter Einblick in die Welt der „primitiven Kunst“ und ihres Ursprungs, in dem Bonnot seine Figuren vielschichtig und fassbar anlegt. Und zugleich die Widerlegung der alten Theorie Freuds der Gleichsetzung von Urvolk und Unbewusstem dem Leser ebenso nahe bringt.

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