Xiaolu Guo

 3.8 Sterne bei 100 Bewertungen
Autorin von Kleines Wörterbuch für Liebende, Ein Ufo, dachte sie und weiteren Büchern.
Xiaolu Guo

Lebenslauf von Xiaolu Guo

Xiaolu Guo, Jahrgang 1973, besuchte nach ihrer Schullaufbahn die Pekinger Filmakademie. In dieser Zeit war es ihr zwar nicht möglich, ihren ersten Fim zu produzieren, jedoch wurden in diesen Jahren ihre ersten Texte veröffentlicht. Im Alter von 29 Jahren zog Guo nach London; dort gelang es ihr dann auch endlich, ihren ersten Kurzfilm zu drehen. Für ihren bisher erfolgreichsten Film "She, a Chinese" wurde sie mit dem Goldenen Leoparden ausgezeichnet. Ihr aktueller Roman "Ich bin China" erscheint im März 2015 bei KNAUS.

Alle Bücher von Xiaolu Guo

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Kleines Wörterbuch für Liebende

Kleines Wörterbuch für Liebende

 (36)
Erschienen am 07.07.2010
Stadt der Steine

Stadt der Steine

 (18)
Erschienen am 08.01.2007
Ein Ufo, dachte sie

Ein Ufo, dachte sie

 (19)
Erschienen am 10.06.2011
Es war einmal im Fernen Osten

Es war einmal im Fernen Osten

 (10)
Erschienen am 11.09.2017
Ich bin China

Ich bin China

 (5)
Erschienen am 02.03.2015
Kleines Wörterbuch für Liebende

Kleines Wörterbuch für Liebende

 (1)
Erschienen am 04.02.2015
20 Fragments of a Ravenous Youth

20 Fragments of a Ravenous Youth

 (5)
Erschienen am 07.01.2009

Neue Rezensionen zu Xiaolu Guo

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Rezension zu "Es war einmal im Fernen Osten" von Xiaolu Guo

Starke Frau zwischen den Welten
Kristine_liestvor 2 Monaten

Ich letzter Zeit las ich immer öfter und mit steigender Begeisterung Biografien, sei es von bekannten Persönlichkeiten oder aber auch von (mir) unbekannten Menschen. Und auch Einblicke in mir eher unbekanntere Länder finde ich zunehmend interessant. 

So war ich schwer begeistert von "Es war einmal im Fernen Osten" - ein Buch, das mir eine faszinierende Persönlichkeit vorstellte und ihr Leben, zu Beginn in China unter Mao, später in London.

Dieser Lebensbericht zeigt die Rechtlosigkeit der Mädchen und Frauen in China und die enorme kulturelle Diskrepanz zwischen West und Ost.
Eine absolute Leseempfehlung für jeden, der starke Frauen kennen lernen und mehr über China erfahren will.

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Rezension zu "Es war einmal im Fernen Osten" von Xiaolu Guo

Künstlerleben zwischen Ost und West
evaczykvor 7 Monaten

Mit ihrer Autobiografie „Es war einmal im Fernen Osten“ hat die chinesische Filmemacherin und Schriftstellerin Xiaolu Luo eine Lebensgeschichte zwischen Ost und West, vom China Maos und dem rasanten Wandel seit seinem Tod, von Heimatlosigkeit, Kulturschock und Sprachlosigkeit geschrieben.

Dabei bleiben einige Widersprüche ungelöst, wenngleich das Buch einen faszinierenden Blick auf die chinesische Gesellschaft ermöglicht zu einer Zeit, in der China von derAußenwelt weitgehend abgeschlossen war und das Leben in der Provinz zeigt, weitab der Metropolen wie Peking oder Guangxhou.

Das Grundwesen einer Autobiogafie ist auch ihre Schwäche – das gilt auch in diesem Fall. Denn wenn ein Autor oder eine Autorin den Wunsch hat, das eigene Leben in den Mittelpunkt eines Buches zu stellen, spielt da immer auch eine gewisse Eitelkeit und Selbstzentriertheit mit. Dabei ist es im Fall Guos ja keineswegs so, dass ihre vorangegangenen Bücher losgelöst von ihren eigenen Erfahrungen waren, im Gegenteil. Ihre Romanheldinnen waren offenbar meist ihr literarisches Alter Ego, verarbeiteten die Erfahrungen, die sie auch in ihrem eigenen Leben gerade machte.

So kommt Guo irgendwie nicht umhin, sich bereits in den Kindheitserinnerungen als diejenige herauszustellen, die schon immer herausstach, anders und unverstanden war, anscheinend schon im Alter von fünf Jahren vom Ausbruch aus dem Fischerdort träumte, in dem sie bei ihren Großeltern lebte.

Als Außenseiterin, als Bauernmädchen aus der Provinz stellt sie sich dar – dabei war ihr Vater in seiner Provinz offenbar ein anerkannter und gefeierter Staatskünstler. Ein Mutter-Tochter-Konflikt prägt ihr Leben, dabei wirft sie ihrer Mutter Lieb- und Verständnislosigkeit sowie Mangel an Empathie vor. Bei der Schilderung der letzten Begegnung mit der unheilbar krebskranken Mutter kommt der Eindruck auf: Das war nicht nur einseitig der Fall.

Vieles, worüber ich gerne mehr erfahren hätte, bleibt angerissen – etwa die Konsequenzen der Ein-Kind-Poliik und der Bevorzugung von Söhnen. Gewiss, es ist davon die Rede, dass weibliche Säuglinge ausgesetzt oder getötet wurden, doch gab es noch andere Mädchen, die wie Guo aus der Familie abgeschoben wurden? Wie zeigte sich der unterschiedliche Umgang mit Jungen und Mädchen in der Schule, beim Heranwachsen? Welche Diskussionen wurden in der Generation geführt, die nach 1989 aufwuchs und studierte? Mit welchen Hoffnungen waren und sind für die jungen Menschen Veränderungen in China verbunden? Nur allzu oft beginnt und endet all dies mit dem Blick auf sich selbst und sehr wenig dazwischen.

Vergleichswaeise knapp, auf etwa 80 Seiten, wird das Leben in Westen, die Suche nach einer neuen Sprache und nach einem neuen Ort, der sich als Zuhause anfühlt, geschildert. Nach den teils sehr ausführlich geratenen Kindheits- und Jugenderinnerungen eine seltsame Hast, denn gerade das Spannungsfeld zwischen Weggehen und Ankommen, zwischen Sprachen und Kulturen, mit einer Neuerfindung als Künstlerin, die in einer neuen Sprache ihren Ausdruck findet wäre es spannend gewesen, hier mehr zu erfahren.

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Rezension zu "Es war einmal im Fernen Osten" von Xiaolu Guo

Spannend, ergreifend, bedrückend
lesuluvor 8 Monaten

Xiaolu Guo hat in "Es war einmal im Fernen Osten" ihre Autobiografie niedergeschrieben.
Als Baby wird sie von ihren Eltern zu einem kinderlosen Paar in den Bergen gegeben, bevor sie dann mit 2 Jahren zu ihren Großeltern, welche weder lesen noch schreiben können, in ein Fischerdorf zieht. Kurze Zeit später stirbt Mao, welchen ihre Eltern verehrt haben, und China erlebt einen rasanten gesellschaftlichen Wandel.
Mit 7 Jahren holen ihre Eltern Xiaolu zurück und schicken sie auf eine Schule, in der sie jedoch keinen gesellschaftlichen Anschluss findet und auch der Unterricht fällt ihr schwer, da sie stark kurzsichtig ist.
Ihr Leben ändert sich grundlegend, als sie mit 20 an der Filmhochschule Peking angenommen wird und etwas später nach England, in den Wester, der komplett anders tickt, zieht.

Schockierend werden die Zustände, die Kultur, die Gewalt gegenüber Frauen und auch bedrückende persönliche Erlebnisse geschildert, wodurch man viel über das damalige politische und gesellschaftliche System in China erfährt.
Dabei hat die Autorin eine sehr persönliche Geschichte spannend und ergreifend geschrieben, die einen nicht nur ein mal betroffen macht.

Wer sich für das Leben von Xiaolu und die Geschichte der chinesischen Gesellschaft interessiert, sollte "Es war einmal im Fernen Osten" unbedingt lesen!

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