Xiaolu Guo Ein Ufo, dachte sie

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Inhaltsangabe zu „Ein Ufo, dachte sie“ von Xiaolu Guo

Eine herrliche Satire auf den Fortschrittsglauben in China und anderswo. Eine junge Bäuerin aus der hintersten Ecke Chinas widerfährt eines Morgens etwas Unglaubliches: Sie sieht ein Ufo und entdeckt in einem Reisfeld einen verletzten Alien. Nachdem sie sich von ihrem Schrecken erholt hat, leistet sie ungeachtet aller Gesetze und Regeln Erste Hilfe. Am nächsten Tag ist der Alien allerdings spurlos verschwunden. Doch damit geht die Geschichte erst richtig los.

Ich habe vor dem Kauf nicht in das Buch geschaut. Der Stil in Form von Protokollen und so weiter gefällt mir persönlich nicht.

— Eori

Die Autorin kann es wesentlich besser, als sie es hier zeigt ...

— Zen-Cola

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  • Ganz nett. Aber kein Vergleich zu ihren anderen Büchern

    Ein Ufo, dachte sie

    Zen-Cola

    07. October 2014 um 01:00

    Xiaolu Guos Roman »Ein UFO, dachte sie« spielt in einem abgelegenen chinesischen Dorf im Jahre 2012. Von der Modernisierung der letzten Jahrzehnte ist hier nicht viel zu merken. Das jedoch ändert sich, als die Bäuerin Kwok Yun eines Mittags ein UFO am Horizont sieht. Als sie aus ihrer Ohnmacht erwacht, findet sie einen verletzten Fremden. Sie hilft ihm, dann verschwindet er spurlos - und schickt als Dank für seine Rettung einen Scheck über 2000 US$. Und zwar nicht aus dem fernen All, sondern den USA. Fortan ist in dem Nest allerlei Trubel angesagt. Nicht nur die Polizei rollt an, um in Silberberg nach dem Rechten zu sehen, sondern ebenso eine durch den Scheck entfachte Modernisierungswelle; doch bringt der Fortschritt wirklich nur Gutes in einem kleinen Provinzkaff, in dem die Bevölkerung alt(eingesessen) ist und nur wenige lesen und schreiben können? Der Roman ist durchgängig im Protokollstil gehalten. Am Anfang eines jeden Kapitels steht somit jeweils ein Protokollkopf, anschließend verhören die nach Silberberg entsandten Polizisten pro Kapitel einen der Dorfbewohner zum Sachverhalt. Das alles ist in einem angenehmen Schreibstil gehalten, kommt hin und wieder auch recht witzig rüber (besonders die etwas eigentümlichen Flüche der »Landbevölkerung«, die in den Protokollen nachträglich geschwärzten Zeilen und die ausschweifenden Erzählungen der Befragten über die großen Höhepunkte in der Geschichte Silberbergs - was natürlich alles unsägliche Banalitäten sind), insgesamt verläuft der Plot aber etwas ziellos. Durch den Protokollstil bleiben sowohl die Befragten als auch die Befragenden recht blass, was für die Geschichte allerdings nicht wirklich störend ist, da es mehr um den Modernisierungsprozess geht. Der bleibt etwas skizziert, das Anliegen wird aber deutlich, sodass sich jeder selbst Gedanken machen kann. Eine Moralkeule oder den erhobenen Zeigefinger gibt es nämlich an keiner Stelle des Buches. Das hätte ich aber auch nicht anders erwartet, da es sich bei Xiaolu Guo um eine meiner Lieblingsautorinnen chinesischer Literatur handelt. Nachdem mich »Stadt der Steine« sowie »Kleines Wörterbuch für Liebende« völlig und »20 fragments of a ravenous youth« immerhin noch zu Großteilen begeistern konnten, sind von mir jedoch nicht mehr als drei Sterne drin. »Ein UFO, dachte sie« ist kein schlechter Roman, aber eben auch kein besonders hervorzuhebender. Wer sich auf

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  • Ein Ufo, dachte sie von Xiaolu Guo.

    Ein Ufo, dachte sie

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    01. April 2013 um 09:06

    Und rannte sogleich zur Dorfvorsteherin, die nicht anders konnte als die Provinzregierung zu informieren und die schickten wiederum ihre Beamten um den Fall zu untersuchen und dabei hat die Geschichte des Dörfchens Silberberg gerade erst angefangen… Eine wunderbare Persiflage auf den chinesischen Fortschrittsglauben, auch wenn ich hier wohl möglich den Buchrücken zitiere, deren Handlung ein unschuldiges Wüstendorf ins Unglück des großen Sprunges stürzt, dem chinesischen Aufholmarsch gen Westen. Xiaolu Guo zementiert so meine Erfahrungen mit Büchern wie 20 fragments of a ravenous youth oder auch Kleines Wörterbuch für Liebende und meine damit zusammenhängende Vorliebe für diese Autorin der Extraklasse. Denn extra klasse ist auch dieser Roman wieder – bitte entschuldige das alberne Wortspiel, ich konnte nicht anders. In ihrem ungewöhnlichen Erzählstil der wiederholt die Norm bricht legt Guo dem Leser die Fakten anhand von Gesprächsprotokollen dar, so erfährt man aus erster Hand von der Ufo Sichtung, wie auch anderen Vorfällen im Dorf. In jedermanns Kopf gesessen und über jeden Zaun geschaut, so bleibt dem Leser nichts verborgen, ohne dass alles ungesüßt auf den Teller kommt. Denn auch wenn man an der Seite der Regierungsagenten ermittelt und die Dörfler beeindruckend freigiebig sind mit ihren Erlebnissen, ist man nie allwissend, sondern immer nur dem nächsten Geheimnis auf der Spur. Hat sie nun ein Ufo gesehen oder nicht? Diese Frage wird schnell zur Nebensache, als die Folgen der Sichtung das Dorf überrollen. Fortschritt geht dabei über Tradition und man leidet schon, wenn man den 5-Jahres-Plan für Silberberg nur anschaut und dann mit dem gegenwärtigen Zustand vergleicht, da braucht es der Kommentare durch enteignete Teepflanzer und Karpfenzüchter gar nicht mehr. Am Ende überlässt Guo dem Leser das Urteil, welches die handelnden Personen schon längst gefällt haben und man bleibt mit einem runzligen Gefühl im Magen zurück, schummerig geworden von all dem Fortschritt der auf eine solche Ufo-Sichtung folgen mag. Ein unkonventioneller, doch nicht minder ergreifender Roman, der den Leser einmal um die halbe Welt katapultiert.

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  • Rezension zu "Ein Ufo, dachte sie" von Xiaolu Guo

    Ein Ufo, dachte sie

    bateman23

    25. July 2010 um 16:55

    Eine Bäuerin behauptet ein Ufo und das dazugehörige Alien gesehen zu haben. Schon das verursacht Trubel in dem kleinen Dorf und ruft die Staatsmacht auf den Plan. Richtig wild wird es aber erst, als ein Scheck über 2000 Dollar eintrifft... China im Kleinen. Die wirtschaftliche Entwicklung der letzten Jahre wie im Brennglas. Leider zu simplifiziert und holzschnittartig. Und abgesehen davon macht es nicht wirklich Spaß die “Verhörprotokolle” zu lesen, in die das Buch gegliedert ist.

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  • Rezension zu "Ein Ufo, dachte sie" von Xiaolu Guo

    Ein Ufo, dachte sie

    leserin

    28. January 2010 um 14:13

    Ich habe das Buch aufgrund des lustigen naiven Covers ausgewählt. Es ist ein humorvolles, doch manchmal ernstzunehmendes Buch. Eine chinesische Bäuerin glaubt ein UFO gesehen zu haben, rettet einem sogenannten"Alien" (einem Amerikaner), der von einer giftigen Schlange gebissen wurde, vor dem Tod. Die Vernehmungen durch die oberste Behörde beginnen ..... ein Fortschritt in diesem Dorf Silberberg ist nicht mehr aufzuhalten. Am Anfang las ich es mit etwas Skepsis, aber dann gefiel es mir durch die etwas andere Art immer besser.

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  • Rezension zu "Ein Ufo, dachte sie" von Xiaolu Guo

    Ein Ufo, dachte sie

    Karin Bethmann

    05. January 2010 um 16:05

    Eine Bäuerin findet im Jahr 2012 in einem Reisfeld in der chinesischen Provinz ein UFO mit einem Außerirdischen, pflegt ihn gesund und bekommt später einen Scheck als Dank von diesem geschickt. Dieses Ereignis ist der Beginn einer Flut von Veränderungen, die das chinesische Dorf in die Moderne katapultieren. Leider ein schwacher Roman von Xiaolu Guo, die eigentlich alles, was sie hier schreibt, schon mal besser woanders geschrieben hat. Und zum Thema „Eindringen rasanter Veränderungen in China“ empfinde ich immer noch „Brüder“ von Yu Hua als Messlatte, die noch keiner erreicht hat.

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  • Rezension zu "Ein Ufo, dachte sie" von Xiaolu Guo

    Ein Ufo, dachte sie

    *Arienette*

    14. December 2009 um 11:01

    Kurzbeschreibung. Einer jungen Bäuerin aus der hintersten Ecke Chinas widerfährt eines Morgens im Jahre 2012 etwas Unglaubliches: sie entdeckt in einem Reisfeld ein UFO und einen verletzten Fremden. Nachdem sie sich von ihrem Schrecken erholt hat, leistet sie ungeachtet aller Gesetze und Regeln Erste Hilfe und nimmt den Alien mit nach Hause. Am nächsten Tag ist er verschwunden. Dafür tauchen Vertreter der Staatsmacht aus Beijing auf, und eine Kontrollmaschinerie kommt in Gang, die das Dorf überrollt. Alles und jeder wird überprüft. Schließlich, auf dem Höhepunkt der Hysterie, trifft ein Scheck über 2000 Dollar ein, geschickt vom geretteten Alien aus Amerika. Das Geld des Klassenfeinds bringt die Verhältnisse in dem beschaulichen Dorf nun endgültig zum Tanzen ...(Quelle: amazon) Die Autorin: Xiaolu Guo wurde 1973 in einer kleinen Stadt am chinesischen Meer geboren. Mit achtzehn ging sie nach Beijing, studierte dort an der Filmhochschule. und schrieb fünf Romane. Im Jahr 2002 zog sie nach London. Sowohl in China als auch in ihrer britischen Wahlheimat machte sie sich als Filmemacherin und Schriftstellerin einen Namen. Mit "Kleines Wörterbuch für Liebende" gelang ihr 2008 der internationale Durchbruch. Im Knaus Verlag erschien 2005 von Xiaolu Guo bereits der Roman "Stadt der Steine". Meine Meinung: Die 37-jährige Bäuerin und Analphabetin Kwok Yun meint eines Tages, ein Ufo und einen Alien gesehen zu haben. Sie nimmt den Fremden gegen die bestehenden Regeln des Dorfes mit nach Hause, um die Wunde zu versorgen. Der Fremde verschwindet aber spurlos. Nun geht die Geschichte erst richtig los: Es kommen Staatsbeamte, die den Fall untersuchen. Sie befragen die Dorfbewohner, alle werden kontrolliert. Der Umgangston ist zum Teil recht rüde: es wird geflucht und gespuckt. Nachdem das Dorf aus Amerika harte Dollars bekommt aufgrund der Hilfeleistung, entsteht ein absurder Fünf-Jahres-Plan. Zum Beispiel wird ein Schwimmbad gebaut, obwohl kein einziger Dorfbewohner schwimmen kann. Die Dorfvorsteherin erhofft sich Touristen und Aufschwung, sie will, dass das rückständige Dorf zu einer modernen Stadt mutiert. Der Supermarkt bedroht die Existenzen einiger Dorfbewohner. Das beschauliche Dorf verändert sich. Die Situation eskaliert... Guo ist eine unterhaltsame Satire auf Fortschrittsglauben und Bürokratie gelungen. Der Roman ist in Protokoll-Form gehalten.

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  • Rezension zu "Ein Ufo, dachte sie" von Xiaolu Guo

    Ein Ufo, dachte sie

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    16. September 2009 um 20:48

    Xiaolu Gui schreibt Bücher, Filmskripte und ist Regisseurin. Die Handlung ihres neuesten Romans hat sie in die Zukunft gelegt: der Leser befindet sich im Jahr 2012. Es ist der 11. September 2012 und es passiert etwas wahrlich Ungewöhnliches: Yun Kwok, eine Bäuerin in dem chinesischen Dorf Silberberg – natürlich ist sie Analphabetin – sieht ein UFO und findet einen Außerirdischen. Die mit ihrem Großvater lebende, unverheiratete Yun eilt nach diesem unglaublichen Fund zur Ortsvorsteherin Chang. Der Fremde ist ihr entflohen als sie nur kurz ein paar Teeblätter holen wollte. Damit gerät für ein ganzes Dorf eine große Sache ins Rollen. Einen recht flotten Ton legt die jetzige Londonerin mit diesem Buch vor. Zwischen den Zeilen lauert immer die Ironie der dargestellten Tatsachen. Der erhobene Zeigefinger schwebt sowieso vor dem inneren Auge des Lesers, spielt das Buch doch in einer nahen Zukunft, die nicht fern von der ist, die sich tagtäglich bei einem selbst abspielt. Das gesamte Buch ist Protokoll eines Falles. Das Protokoll einer wirklich unglaublichen Entdeckung einer hässlichen Bäuerin in der hintersten Ecke von China. Einige recht kuriose Figuren, wie der Agent Beijing 1919 oder der Agent Hunan 1989 machen sich im Auftrag der Regierung auf, um diesem Fall in der Provinz, in diesem kleinen Dörfchen Silberberg auf die Spur zu kommen. Dabei fallen situationsmäßige Sprichworte, die alles und nichts sagen. Und immer hat der Leser den politischen und gesellschaftlichen Hintergrund vor Augen. Immer dieser politische Hintergrund, der das Buch wie eine Anklage an die Gegenwarts- und Vergangenheitszustände Chinas lesen lässt. Der Roman teilt sich in verschiedene Stationen, die einzelnen Kapitel aber sind vorwiegend als Interviews geschrieben. Hier merkt man vor allem die Arbeit als Skripteschreiberin der Autorin. Die Dialoge sind flott, bauen oftmals auf Klassenunterschiede auf und sind auf das gesprochene Wort, die Dialekte ausgelegt. Dadurch erhalten sie auch ihre unterhaltende Nuance, werden zur eigenen Persiflage. Silberberg ist ein ganz regimetreues Dorf. Geprägt von der kommunistischen Ära, ist es im sogenannten demokratischen System offensichtlich nicht angekommen. Die Bewohner leben in der Vergangenheit. Als durch die Ufo-Entdeckung der Bäuerin ein wenig Schwung, letztlich sogar Gelder für die Ankurblung eines westlich orientierten Fortschritts in die Kassen Silberbergs kommen, wird alles anders und der Leser darf sich fragen, warum auch ein Land mit kommunistischem Gedankengut am Kapitalismus und der hier fast schon in die bloße Karikatur fallenden Darstellung nicht vorbei kommt. Nun, der Gedanke der an Preisen und Gütern orientierten Marktwirtschaft ist in China seit den 90er Jahren präsent. Dennoch wird mit diesem Stück kritischer Literatur in radikal kurzer Form gezeigt, wie weit sich Idee und Realität, Stadt und Land, Fünf-Jahrespläne der Administration und individueller Glauben an das eigene Leben voneinander unterscheiden und beim Einzelnen zu starken Glaubensverlusten im Dasein und seiner Berechtigung führen können. Diese Buch von Xiaolu Guo ist nicht nur unterhaltend und auch zum Schmunzeln, es drängt vor allem immer wieder zum Vergleich mit einer gegenwärtig vorherrschenden Realität und zum Blick auf politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Entscheidungen, die nicht unbedingt mit dem kleinen Bürger einher gehen und vor allem: die den Fragen des kleinen Bürgers oft nichts entgegen zu setzen vermögen.

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