Xinran

 4 Sterne bei 90 Bewertungen
Autorin von Himmelsbegräbnis, Die namenlosen Töchter und weiteren Büchern.
Xinran

Lebenslauf von Xinran

Die chinesische Autorin und Journalistin Xinran, 1958 in Beijing geboren, wurde mit ihrer Radiosendung "Words on the Night Breeze" in ganz China berühmt. Die Sendung diente ihr später als Grundlage für ihr Buch-Debüt "Verborgene Stimmen. Chinesische Frauen erzählen ihr Schicksal." Der Titel wurde in viele Sprachen übersetzt und wurde so international ein riesiger Erfolg. Xinran ließ mit "Himmelsbegräbnis" und "Die namenlosen Töchter" weitere erfolgreiche Romane folgen. 2009 veröffentlichte sie "Gerettete Worte. Reise zu Chinas verlorener Generation". 1997 wanderte Xinran gemeinsam mit ihrem Ehemann von China nach England aus, wo sie noch heute in London lebt und ihre Werke verfasst. Darüber hinaus schreibt sie für den Guardian und ist die Gründerin der Wohltätigkeitsorganisation "The Mothers' Bridge of Love“, die sich um chinesische Kinder kümmert, die von westlichen Pflegeeltern adoptiert wurden, und bei denen es sich in erster Linie um im Zuge der chinesischen Ein-Kind-Politik verstoßene Mädchen handelt. Im Oktober 2011 erscheint ihr aktueller Roman "Wolkentöchter".

Neue Bücher

Himmelsbegräbnis

Erscheint am 01.03.2019 als Taschenbuch bei Knaur Taschenbuch.

Alle Bücher von Xinran

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Himmelsbegräbnis

Himmelsbegräbnis

 (33)
Erschienen am 01.08.2006
Die namenlosen Töchter

Die namenlosen Töchter

 (18)
Erschienen am 01.10.2009
Verborgene Stimmen

Verborgene Stimmen

 (9)
Erschienen am 22.09.2003
Verborgene Stimmen

Verborgene Stimmen

 (10)
Erschienen am 01.07.2006
Chinesen spielen kein Mao-Mao

Chinesen spielen kein Mao-Mao

 (4)
Erschienen am 01.07.2008
Gerettete Worte

Gerettete Worte

 (3)
Erschienen am 01.10.2009
Kleine Kaiser

Kleine Kaiser

 (2)
Erschienen am 01.04.2016

Neue Rezensionen zu Xinran

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Schnutsches avatar

Rezension zu "Himmelsbegräbnis" von Xinran

Himmelsbegräbnis - Xinran
Schnutschevor einem Jahr

~Erster Satz~
Als ich fünf  Jahre alt war, hört ich auf der Straße von Beijing Bruchstücke eines Gesprächs, die sich in meiner Erinnerung festsetzten und mich nicht mehr losließen:"Die Tibetaner haben seine Leiche in tausend Stücke zerteilt und an die Geier verfüttert."
~Meine Meinung~
Dieses Buch habe ich in einem Bücherschrank entdeckt. Ich fand das Cover so wunderschön, dass ich es mitgenommen habe, obwohl Liebesgeschichten eher nicht so mein Genre sind. Ich fing als eines Tages einfach an zu lesen und war erstaunt, dass wir hier die unheimlich interessante und bewegende Geschichte von Shu Wen und ihrem Ehemann Kejun. Das Buch ist keine Liebesgeschichte, sondern die Geschichte einer liebenden Frau und einer langen Suche. Neben der Geschichte von Shu Wen erfahren wir viel über Tibet, und die buddhistische Lebensweise einer Nomadenfamilie und bekommen einen Eindruck von dem Konflikt, der 1958 zwischen China und Tibet herrschte. Das Buch hat eindeutig einen Eindruck bei mir hinterlassen. 

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S

Rezension zu "Kleine Kaiser" von Xinran

Eine Entschuldigung für verwöhnte Kinder
Starbucksvor 3 Jahren

„Kleine Kaiser“, Xinrans Untersuchung zu den Einzelkindergenerationen Chinas, habe ich wirklich verschlungen. Unglaubliche Erlebnisse und Fakten werden hier geschildert, die ganz sicher nicht alle darauf zurückzuführen sind, dass wir es hier mit Einzelkindern zu tun hat; wenn man dies beim Lesen für sich selbst einfach etwas in den Hintergrund rückt, erfährt man in „Kleine Kaiser“ allerdings sehr viel über China und seine jüngeren Generationen, die gezwungenermaßen eben meist Einzelkinder sind.

Zum Inhalt: Xinran ist eine Chinesin, die seit vielen Jahren in Großbritannien lebt. Sie hat bereits mehrere Bücher, z.B. über die Frauen oder die verlassenen Mädchen in China geschrieben. Sie hat nun insgesamt neun junge Leute aus China, die sie größtenteils zufällig kennengelernt hat, beschrieben und analysiert. Außerdem hat sie noch viele weitere Studenten aus China befragt. Sie wollte herausfinden, was für Menschen die Ein-Kind-Politik hervorgebracht hat.

Der Leser findet in diesem Buch vor allem sehr junge, sehr naive Chinesen und Chinesinnen, die nicht gelernt haben, allein zu (über)leben, da sie von der ganzen Familie wie kleine Kaiser verhätschelt worden. Das mag an der Ein-Kind-Politik liegen, hat aber sicher auch Ursachen in der Geschichte Chinas. Das heißt: Nicht alles sollte man nur mit der Ein-Kind-Politik des Landes erklären wollen.

Die Geschichten über die jungen Chinesen sind für den westlichen Leser fast unglaublich. Wer selbst schon in China war, wird aber feststellen, dass vieles zwar fast schockierend, aber dennoch sehr glaubhaft ist.

Man sollte das Buch vielleicht etwas weniger im Hinblick auf die Ein-Kind-Politik lesen, sondern sehen, was die gesamte, oft grausame, Politik des Landes über Jahrzehnte mit den Menschen gemacht hat. Warum fahren die 5% der sehr reichen Chinesen ins Ausland und decken sich unverschämt unfreundlich in Läden mit Markenkleidung ein, während wir schon wieder daran denken, unseren materiellen Lebensstil zu minimieren? Auch auf solche Fragen findet der Leser hier Erklärungen, und gerade da wird das Buch interessant.

Die Geschichten der jungen Chinesen selbst sind oft ähnlich, die Diskussionen über China aber hochinteressant. Auch die Anhänge mit näheren Erläuterungen, z.B. eben zur Ein-Kind-Politik, finde ich sehr gut.

Fazit: Ich habe dieses Buch regelrecht verschlungen und werde es in mein Behalt-Regal stellen. Beim nächsten Chinabesuch werde ich vielleicht ein wenig mehr Verständnis für einige Dinge haben, obwohl man wirklich nicht verstehen kann, warum ein junger Chinese z.B. noch nicht einmal seinen Koffer selbst packen kann.

Ich habe großes Interesse, die anderen Bücher der Autorin auch zu lesen und habe sie schon auf meine Wunschliste gesetzt. Das Buch, das sicher auch kleine Schwächen hat, bekommt von mir auf jeden Fall fünf Sterne!

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Die-Rezensentins avatar

Rezension zu "Kleine Kaiser" von Xinran

Kaum zu glauben !!!
Die-Rezensentinvor 3 Jahren

Xinran, selbst Chinesin, lebt seit 1997 mit ihrer Familie in London. Immer wieder sind chinesische Jugendliche oder Studenten  für längere Zeit bei ihr zu Gast. Außerdem reist sie häufig nach China und hat so einen tiefen Einblick in das Leben der chinesischen Einzelkinder, der sogenannten kleinen Kaiser, bekommen.

 Während des Lesens habe ich gedacht, es kann nicht wahr sein, was die Autorin dort an Geschichten zusammengetragen hat. So wird es unmöglich wirklich sein.
Daraufhin habe ich mal ein wenig gegoogelt und dabei eine Menge ähnlicher Aussagen im Internet gefunden. Irgendwie ist es nicht zu fassen, dass junge Chinesen aus der Generation Einzelkind so lebensuntüchtig erzogen werden sollen.
Da die Eltern nur ein Kind haben dürfen, muss dieses Kind etwas ganz Besonderes werden. Es soll lernen, lernen, lernen, studieren und einen tollen Beruf finden, doch im alltäglichen Leben ist es völlig unselbstständig. Fast niemand weiß, wie man Küchengeräte bedient, vom Schneiden eines Apfels mit dem Messer angefangen. Etwas völlig Selbstverständliches, wie Kleidung auf einen Bügel hängen, ein Bett beziehen, oder überhaupt normal mit anderen Menschen zu kommunizieren, ist teilweise unmöglich.
Die Kinder und Jugendlichen wissen überhaupt nicht, wie man miteinander umgeht, denn so etwas wurde ihnen nie beigebracht. Abgeschottet von allem durften sie anscheinend nur lernen.
Das Buch ist in Kapitel aufgeteilt, die jeweils von einem anderen jungen Chinesen handeln, mit dem Xinran zu tun hatte. Manches, das ihr von den jungen Leuten erzählt wird, kann selbst sie nicht glauben, sodass sie die Eltern kontaktiert, um herauszufinden, ob das wirklich so gewesen sein kann. So lernt der Leser beide Seiten und auch die Beweggründe der Eltern kennen.

Allerdings empfinde ich den Schreibstil der Autorin auch etwas gewöhnungsbedürftig, mir hat er nicht wirklich gefallen. Es war zwar interessant, etwas über Chinas Ein-Kind-Generation zu erfahren, doch auch Xinran ist immer noch mehr Chinesin als Europäerin, obwohl sie schon so lange in England lebt.  Das merkt man teilweise an ihren Aussagen, aber vor allem an  ihrer Ausdrucksweise und die konnte mich  einfach nicht begeistern.

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