Xinran Kleine Kaiser

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Inhaltsangabe zu „Kleine Kaiser“ von Xinran

Wohin entwickelt sich China? Dieser spannenden Frage spürt Xinran aus einer ungewöhnlichen Perspektive nach. In dem sich mit Lichtgeschwindigkeit wandelnden Land müssen nun die ersten Sprösslinge der chinesischen Ein-Kind-Politik die Verantwortung für die anstehenden gigantischen Umwälzungen meistern - junge Erwachsene, die in ihrer Kindheit von besorgten Eltern behütet und abgeschottet von der Welt kaum auf den Alltag und das Leben vorbereitet wurden. Da gibt es beispielsweise Du Zhuang, den Sohn eines Geschäftsmanns, der nicht weiß, wie man einen Koffer öffnet und Kleidung aufhängt, oder Golden Swallow, die zwar im Ausland studiert, aber noch nie in ihrem Leben eine Küche betreten oder gar ein Messer berührt hat. In 10 Geschichten erzählt Xinran mitfühlend und kritisch, was Chinas Ein-Kind-Politik Eltern und Kindern angetan hat und zeichnet das facettenreiche Panorama eines Landes, das die Weltpolitik maßgeblich prägt.

Interessantes Thema !!

— Die-Rezensentin
Die-Rezensentin

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  • Eine Entschuldigung für verwöhnte Kinder

    Kleine Kaiser
    Starbucks

    Starbucks

    03. June 2016 um 09:07

    „Kleine Kaiser“, Xinrans Untersuchung zu den Einzelkindergenerationen Chinas, habe ich wirklich verschlungen. Unglaubliche Erlebnisse und Fakten werden hier geschildert, die ganz sicher nicht alle darauf zurückzuführen sind, dass wir es hier mit Einzelkindern zu tun hat; wenn man dies beim Lesen für sich selbst einfach etwas in den Hintergrund rückt, erfährt man in „Kleine Kaiser“ allerdings sehr viel über China und seine jüngeren Generationen, die gezwungenermaßen eben meist Einzelkinder sind. Zum Inhalt: Xinran ist eine Chinesin, die seit vielen Jahren in Großbritannien lebt. Sie hat bereits mehrere Bücher, z.B. über die Frauen oder die verlassenen Mädchen in China geschrieben. Sie hat nun insgesamt neun junge Leute aus China, die sie größtenteils zufällig kennengelernt hat, beschrieben und analysiert. Außerdem hat sie noch viele weitere Studenten aus China befragt. Sie wollte herausfinden, was für Menschen die Ein-Kind-Politik hervorgebracht hat. Der Leser findet in diesem Buch vor allem sehr junge, sehr naive Chinesen und Chinesinnen, die nicht gelernt haben, allein zu (über)leben, da sie von der ganzen Familie wie kleine Kaiser verhätschelt worden. Das mag an der Ein-Kind-Politik liegen, hat aber sicher auch Ursachen in der Geschichte Chinas. Das heißt: Nicht alles sollte man nur mit der Ein-Kind-Politik des Landes erklären wollen. Die Geschichten über die jungen Chinesen sind für den westlichen Leser fast unglaublich. Wer selbst schon in China war, wird aber feststellen, dass vieles zwar fast schockierend, aber dennoch sehr glaubhaft ist. Man sollte das Buch vielleicht etwas weniger im Hinblick auf die Ein-Kind-Politik lesen, sondern sehen, was die gesamte, oft grausame, Politik des Landes über Jahrzehnte mit den Menschen gemacht hat. Warum fahren die 5% der sehr reichen Chinesen ins Ausland und decken sich unverschämt unfreundlich in Läden mit Markenkleidung ein, während wir schon wieder daran denken, unseren materiellen Lebensstil zu minimieren? Auch auf solche Fragen findet der Leser hier Erklärungen, und gerade da wird das Buch interessant. Die Geschichten der jungen Chinesen selbst sind oft ähnlich, die Diskussionen über China aber hochinteressant. Auch die Anhänge mit näheren Erläuterungen, z.B. eben zur Ein-Kind-Politik, finde ich sehr gut.Fazit: Ich habe dieses Buch regelrecht verschlungen und werde es in mein Behalt-Regal stellen. Beim nächsten Chinabesuch werde ich vielleicht ein wenig mehr Verständnis für einige Dinge haben, obwohl man wirklich nicht verstehen kann, warum ein junger Chinese z.B. noch nicht einmal seinen Koffer selbst packen kann.Ich habe großes Interesse, die anderen Bücher der Autorin auch zu lesen und habe sie schon auf meine Wunschliste gesetzt. Das Buch, das sicher auch kleine Schwächen hat, bekommt von mir auf jeden Fall fünf Sterne!

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  • Kaum zu glauben !!!

    Kleine Kaiser
    Die-Rezensentin

    Die-Rezensentin

    30. April 2016 um 12:13

    Xinran, selbst Chinesin, lebt seit 1997 mit ihrer Familie in London. Immer wieder sind chinesische Jugendliche oder Studenten  für längere Zeit bei ihr zu Gast. Außerdem reist sie häufig nach China und hat so einen tiefen Einblick in das Leben der chinesischen Einzelkinder, der sogenannten kleinen Kaiser, bekommen. Während des Lesens habe ich gedacht, es kann nicht wahr sein, was die Autorin dort an Geschichten zusammengetragen hat. So wird es unmöglich wirklich sein.Daraufhin habe ich mal ein wenig gegoogelt und dabei eine Menge ähnlicher Aussagen im Internet gefunden. Irgendwie ist es nicht zu fassen, dass junge Chinesen aus der Generation Einzelkind so lebensuntüchtig erzogen werden sollen.Da die Eltern nur ein Kind haben dürfen, muss dieses Kind etwas ganz Besonderes werden. Es soll lernen, lernen, lernen, studieren und einen tollen Beruf finden, doch im alltäglichen Leben ist es völlig unselbstständig. Fast niemand weiß, wie man Küchengeräte bedient, vom Schneiden eines Apfels mit dem Messer angefangen. Etwas völlig Selbstverständliches, wie Kleidung auf einen Bügel hängen, ein Bett beziehen, oder überhaupt normal mit anderen Menschen zu kommunizieren, ist teilweise unmöglich.Die Kinder und Jugendlichen wissen überhaupt nicht, wie man miteinander umgeht, denn so etwas wurde ihnen nie beigebracht. Abgeschottet von allem durften sie anscheinend nur lernen.Das Buch ist in Kapitel aufgeteilt, die jeweils von einem anderen jungen Chinesen handeln, mit dem Xinran zu tun hatte. Manches, das ihr von den jungen Leuten erzählt wird, kann selbst sie nicht glauben, sodass sie die Eltern kontaktiert, um herauszufinden, ob das wirklich so gewesen sein kann. So lernt der Leser beide Seiten und auch die Beweggründe der Eltern kennen.Allerdings empfinde ich den Schreibstil der Autorin auch etwas gewöhnungsbedürftig, mir hat er nicht wirklich gefallen. Es war zwar interessant, etwas über Chinas Ein-Kind-Generation zu erfahren, doch auch Xinran ist immer noch mehr Chinesin als Europäerin, obwohl sie schon so lange in England lebt.  Das merkt man teilweise an ihren Aussagen, aber vor allem an  ihrer Ausdrucksweise und die konnte mich  einfach nicht begeistern.

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