Xu Xing Und alles, was bleibt, ist für dich

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Inhaltsangabe zu „Und alles, was bleibt, ist für dich“ von Xu Xing

Eine Mischung aus unverstandenem Genie, das eigentlich nur in seinem Element ist, wenn es mit einem hübschen Mädchen flirtet - und Jack Kerouac: so stilisiert sich der Ich-Erzähler dieses witzig-poetischen Romans. Auf der Suche nach dem Wahren und Schönen läßt er sich durch die post-maoistische Pekinger Kunstszene treiben und trifft dabei nur auf Möchtegern-Kafkas, Pseudo-Van Goghs und Alkoholiker ... Er beschließt, in den gelobten Westen zu seinem Freund Xi Yong zu reisen, der sich irgendwo in Deutschland im chinesischen Restaurant seiner Tante ausbeuten läßt. Aber er muss auf sein Visum warten, und so erholt er sich bei einem Abstecher nach Tibet, wo er mehr über Einsamkeit erfährt, als ihm lieb ist. Endlich in dem romantischen deutschen Städtchen angekommen, in dem sich Xi Yong inzwischen Hals über Kopf in eine blauäugige Brötchenverkäuferin verliebt hat, lernt er den Westen aus einer ziemlich chinesischen Perspektive kennen ...

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    Und alles, was bleibt, ist für dich

    Marcus_Krug

    05. July 2012 um 13:08

    Xu Xing ist Chinese und schreibt über sein Land. Aber Autoren aus China, deren Texte über ihr Land im Westen veröffentlicht werden, sind nicht gleich per Definition „Regimekritiker“ – das nur vorweg. Das vorliegende Buch wurde zuvor in Frankreich verlegt und später dann auch in Deutschland herausgegeben. Dieses Ereignis ist wohl dem Sachverhalt geschuldet, dass die Übersetzerin mit dem Autor befreundet ist, denn an qualitativer Selbstempfehlung kann es meines Erachtens nach nicht gelegen haben. Der Roman, sofern man ihn so bezeichnen möge, gliedert sich in drei Teile. Der erste Teil widmet sich den Erlebnissen des Autors und seines Freundes Xi Yong während ihrer Rad-Rundreise durch China. Da wird unter anderem berichtet, wie sich die beiden mit „Tod“ und „Vergewaltigung“ ihr Reisegeld verdienen. Im zweiten Teil bricht Xi Yong in den goldenen Westen auf, um im China-Restaurant der „Großtante“ reich zu werden. Allein in Peking lernt der Erzähler einen Typen namens „Gorilla“ kennen, der sich auf die Demontage von Hausantennen spezialisiert hat. Während der Erzähler auf seine Papiere für die Ausreise nach Deutschland wartet, beschließt er kurzerhand mit dem „Vetter“ einer Bekannten nach Tibet zu reisen. Dort betätigt er sich niederwerfend als Pilger. Der dritte Teil des Buches dreht sich um die Geschehnisse in Deutschland, wo Xi Yong mittlerweile „reich“ geworden ist und sich der Erzähler beim Flaschen abpacken verdingt. Und weil die ganzen Geschichten zeitlich so gegen Mitte/Ende der 80er Jahre des vergangenen Jahrhunderts angesiedelt sind, darf natürlich ein Trip nach Berlin (sowohl West als auch Ost) nicht fehlen. Nach der kurzen Inhaltsangabe möchte man glauben, dass dieses Buch einen Einblick in das China der Reform-und-Öffnungs-Periode und das Deutschland vor der Wende geben könnte. Weit gefehlt! Das Pulver wird einfach verschossen, weil ausnahmslos alle Geschehnisse um das Selbstmitleid (s.u.) der Protagonisten oszilliert. Auf dem Schutzumschlag tauchen auch Schlagworte wie „Kultautor“ und „witzig-melancholischer Schelmenroman“ auf, wobei anzumerken gilt, dass man die mehr oder weniger belang- und zusammenhanglos aneinander gereihten Episoden nicht als Roman bezeichnen sollte. Romane weisen eine gewisse Konsistenz auf, die dem Buch hier völlig abgeht. Hier hat einer lediglich versucht seine Reisetagebücher zu verwursten und alles motivationslos runter geschrieben, was da so auf dem Notizblock stand. Die gekünstelt launige Sprache ist alles andere als witzig und die Melancholie im Buch beschränkt sich auf den chronisch unbefriedigten Sexualtrieb der Protagonisten und Plattitüden über die schlechte Vergangenheit und die noch schlechtere Zukunft. Einzig ein paar Charaktere jedoch sind hier ganz nett gezeichnet – der „Gorilla“ oder auch der Sinologe „Stirblangsam“. Und so bleibt resümierend über das Buch nur noch zu sagen: „Und alles, was bleibt, ist fast für die Katz“!

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  • Rezension zu "Und alles, was bleibt, ist für dich" von Xu Xing

    Und alles, was bleibt, ist für dich

    Kathchen

    25. January 2009 um 03:09

    Im ersten von drei Teilen reisen der Ich-Erzähler und sein bester Freund Xi Yong zusammen durch China und treffen allerhand interessante Personen und erleben viele Dinge. Beide haben kein Geld und schlagen sich mehr schlecht als recht durch das Leben, doch durch ihren unwiderstehlichen Charme schaffen sie es, vorallem beim weiblichen Geschlecht. Denn die beiden Herren sind ziemlich wild auf Frauen, für sie gibt es eigentlich nichts Besseres. Im zweiten Teil muss Xi Yong nach Deutschland fahren und seiner Großtante in einem Restaurant helfen. Regelmäßig bekommt der Ich-Erzähler Briefe von seinem Freund, der möchte, dass er zu ihm kommt. Doch der Ich-Erzähler fährt stattdessen lieber nach Tibet, obwohl er ihn auch ziemlich vermisst. Und schließlich im letzten Teil fährt er nach Deutschland und erlebt Abenteuer mit einem Herr stirblangsam, Xi Yong und einem Mathematiker. Das Buch ist mit viel Humor geschrieben, vorallem im ersten Teil habe ich mich prächtig über die beiden Charaktere amüsiert. Es lässt sich sehr flüssig lesen und war recht schnell durch mit dem Buch. Die beiden Hauptcharaktere hatte ich sofort ins Herz geschlossen, zwei Tollpatsche, die man eigentlich nur mögen kann. Die Beschreibungen der Umgebung, etc. hat mir gut gefallen. Doch muss ich sagen, dass es im Laufe des Buches an Spannung etwas abnimmt. Besonders der zweite Teil fand ich etwas schwach. Dennoch bietet das Buch kurzweilige Unterhaltung für Zwischendurch.

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