Die Ameiseninsel

von Yaşar Kemal 
3,0 Sterne bei2 Bewertungen
Die Ameiseninsel
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Inhaltsangabe zu "Die Ameiseninsel"

Als Musa mit seinem Ruderboot an der Küste der ägäischen Insel anlegt, stößt er auf ein menschenleeres, verlassenes Paradies. Sofort erliegt er dem Zauber dieser verwunschenen Welt und lässt sich auf der Insel nieder. Aber unter der friedlichen Oberfläche liegen Tragödien. Die Bewohner, alles Griechen, wurden nach dem Ersten Weltkrieg in einer gigantischen Umsiedlungsaktion von einem Tag auf den andern vertrieben. Und in Musa erwacht die Erinnerung an die Grausamkeiten, die jahrzehntelang Anatolien, die Völker des Kaukasus und des Mittleren Ostens heimsuchten.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783293202740
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:368 Seiten
Verlag:Unionsverlag
Erscheinungsdatum:22.08.2003

Rezensionen und Bewertungen

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    BertieWoosters avatar
    BertieWoostervor 10 Jahren
    Rezension zu "Inselromane / Die Ameiseninsel" von Yasar Kemal

    Das Buch handelt Anfang der 20er Jahre des 20. Jahrhunderts. Die Türkei hatte zunächst an der Seite der Mittelmächte im 1. Weltkrieg gekämpft. Nach der Niederlage des Osmanischen Reichs begann die Gründung der modernen Türkei durch Kemal Atatürk. Griechenland glaubte von der geschwächten Türkei Gebiete zu erobern, zumal eine erhebliche griechische Minderheit an den Küsten wohnten. Die Griechen wurden jedoch zurückgeschlagen. Dies musste die griechische Minderheit büßen und wurde vertrieben bzw. es fand ein "Austausch" zwischen der griechischen Minderheit in der Türkei und der türkischen Minderheit in Giechenland statt. So musste die griechische Bevölkerung der Ameiseninsel, die wohl in der Ägäis liegt, die Insel zwangsweise verlassen. Das Buch beginnt mit der Landung von Musa dem Nordwind, der an der verlassenen Insel mit einem Ruderboot landet. Das ganze wird recht poetisch beschrieben. Woher er kommt und welche Gründe ihn zur Ansiedlung auf der Insel bewegt hat, wird erst im Laufe des Buches beschrieben. Die Insel wird als Paradies beschrieben, mit sehr schöner Landschaftsbeschreibung. Nach dem poetischen Beginn wird das Buch immer weitschweifiger. Insbesondere die Dialoge sind manchmal schon sehr mühsam zu lesen, da sich die Gesprächspartner mit "Lobhudelei" überhäufen. Die Insel ist jedoch nicht ganz verlassen. Ein Grieche mit Namen Vasili hat sich versteckt gehalten. Beide haben im 1. Weltkrieg und im Befreiungskrieg teilgenommen. Beide haben schreckliches erlebt und einer hat auch schreckliches getan, in dem er an Massakern und Plünderungen von Jesiden, Beduinen und anderen teilgenommen hat. Zumindest der Grieche ist durch die Kriegserlebnisse traumatisiert. Er hatte geschworen, den ersten, der die Insel betritt zu töten. Aber er hat auch sehr unter der Einsamkeit gelitten. Er ist dem Wahnsinn ziemlich nahe. Er ist gespalten, ob er den Neuankömmling töten oder mit ihm Freundschaft schließen soll. Dieser Zwiespalt wird jedoch mehr als nötig wiederholt, so dass es nach über 100 Seiten schon langweilig wird.
    Dies ändert sich erst, als weitere Interessierte auf die Insel kommen, aber durch die Einsamkeit abgeschreckt werden. Insbesondere die Schilderung eines aus Griechenland stammenden Türken ist recht humorvoll. Erst als eine Griechin, die die Insel verlassen musste, zurückkehrt ändert sich das Ganze und es endet in eine Art "Happy End".
    Das Buch war einerseits interessant, da man etwas über die Geschichte der Entstehung der modernen Türkei und die Schrecken des 1. Weltkrieges und des Befreiungskrieges erfährt. Andererseits wird die Anfangs poetische Sprache teilweise immer schwülstiger. Die Landschaftsbeschreibungen sind gelungen aber durch die oftmalige Wiederholung wie paradisisch die Insel ist, wird das ganz etwas langweilig.

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    Liisa

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