Homegoing

von Yaa Gyasi 
4,9 Sterne bei17 Bewertungen
Homegoing
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Neue Kurzmeinungen

yumenomakkis avatar

Großartig!

histerikers avatar

Zwei Seiten der Geschichte, die sehr gut dargestellt werden. Ein tolles Debüt!

Alle 17 Bewertungen lesen

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Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9780241975237
Sprache:Englisch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:330 Seiten
Verlag:Penguin
Erscheinungsdatum:05.10.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    histerikers avatar
    histerikervor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Zwei Seiten der Geschichte, die sehr gut dargestellt werden. Ein tolles Debüt!
    Ein tolles Debüt

    Inhalt:
    Afrika, die Goldküste, im 18. Jahrhundert ist die Heimat von zwei ungleichen Schwestern. Die eine heiratet einen weißen Engländer, die andere wird von den Engländern nach Amerika als Sklavin verschifft. Wie geht es mit ihren Familien weiter?

    Bewertung:
    Ich mag Geschichten über die Sklaverei, angefangen habe ich mit den Roots, an die ich hier auch etwas erinnert wurde. Vom Stil her sind die Bücher schon irgendwie ähnlich, wir folgen den Generationen bis in die Gegenwart, aber es gibt natürlich auch Unterschiede.
    Das Buch von Yaa Gyasi beleuchtet sehr viel mehr die afrikanische Seite der Geschichte, was mich sehr fasziniert hat. Man erfährt normalerweise sehr wenig über diese Seite, was wahrscheinlich an der Quellenlage liegt. Aber gerade deswegen war für mich dieser Roman sehr wertvoll, weil er beide Seite gleichwertig behandelt. Ich habe mich sehr gerne mit der Seite der Afrikanern, die in das Geschäft involviert waren, beschäftigt. Vor allem wie es sich auf die Familie auswirken konnte.
    Die amerikanischen Geschichten waren auch nicht so typische Sklavereigeschichten, die man schon x-mal gelesen hat, die Darstellung von Boston hat mir z. B. sehr gefallen.
    Der Stil des Buches ist auch sehr angenehm, die kurzen Kapitel machen es dem Leser einfach, am Ball zu bleiben. Manchmal würde man sich wünschen, dass die eine Geschichte weiter geht, man wird aber auf die andere Seite des Ozeans verfrachtet. Das kann stören, man kann es aber auch als eine Bereicherung sehen und für mich war es ein tolles Symbol.
    Eine klare Empfehlung von mir!

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    T
    themusicmakersvor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Unglaublich einfühlsam. Ein Buch das mein Herz anspricht.
    Die Geschichte einer zerrissenen Familie

    Wer bist du? Woher kommst? Und wo fühlst du dich Zuhause?

    Dieser unglaublich tiefgehende Roman hat mich genau an diesem Punkt abgeholt, als ich nach einem Jahr aus Ghana wieder zurückkam.

    Die Autorin Yaa Gyasi beschreibt in ihrem Debütroman gefühlvoll die Geschichte einer Familie, deren Ursprung sich in Ghana findet.
    Über 10 Mitglieder aus unterschiedlichen Generationen geben (wenn auch beschränkten) Einblick in die afro-amerikanische und ghanaische Geschichte,  alltägliche Beziehungskonflikte und Themen wie Rassismus und Identitätsverlust werden aufgegriffen.

    Das Buch handelt von den zwei Schwestern Effia und Esi und deren Nachkommen, deren Schicksal vom Sklavenhandel des 18. Jahrhunderts geprägt ihren Lauf nimmt. Während die eine den britischen Gouverneur der Kolonie heiratet und in den Handelsstützpunkt Cape Castle zieht, wartet ihre Halbschwester in eben jenen Burgkerkern mit weiteren versklavten Einheimischen auf die Verschiffung in die neue Welt. Die nachfolgenden Erzählungen der Kinder und Kindeskinder porträtieren das Leben in Gefangenschaft, Flucht und Befreiung, Rassismus und Willkür ausgeliefert, Drogenabhängigkeit, Geschichte ohne Vergangenheit. Auf der anderen Seite verbleibt der andere Familienstrang in Ghana und sieht sich konfrontiert mit der Schuld an der Versklavung vieler Stammesbrüder, Neubeginn und ghanaische Gesellschaftsstrukturen, der Kampf gegen die verhassten Kolonialherrscher, Glaube und Religion.

    Mich hat das Buch tief beeindruckt, gerade weil es häufig mitten in der Lebensgeschichte des Protagonisten unterbricht und mit den Berichten des Sohns / der Tochter fortfährt. Gleichzeitig wechselt mit jedem Kapitel der Handlungsort zwischen dem afrikanischen und amerikanischen Staat hin und her, was einen guten Vergleich der Landesentwicklung ziehen lässt.
    Die Erzählungen von Verlust und Rückschlägen haben mich in ein Thema lesen lassen, von dem ich als priviligierte Weiße kaum Ahnung hatte.
    Gerade auch die Frage nach der eigenen Herkunft konnte ich sehr gut nachvollziehen. Deswegen kann ich diesen Roman jedem ans Herz legen, der schon einmal in einem anderen Land eine zweite Heimat gefunden hat. Denn Heimat ist da, wo das Herz dran hängt.

    Fr3 me Nana Ama.

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    britsbookworlds avatar
    britsbookworldvor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Ein unglaublich GUTES Buch - Einfach lesen und sagen: Es ist großartig :)
    Ein Buch, das so wichtig ist. Das gelesen werden MUSS und irgendwann als Klassiker gelten wird!

    Hallo ihr Lieben :)

    Am Sonntagabend bekommt ihr noch eine #rezension von mir und zwar zu dem UNGLAUBLICH GUTEN Buch "Homegoing" /Heimkehren von Yaa Gyasi <3
    Dieses Buch bekommt von mir 5 Sterne ⭐🌟⭐🌟⭐ mit einer Krone oben drauf 👑, da es ein Buch ist, das man einfach so schnell nicht vergessen wird :)

    Worum geht es? (Ohne Spoiler natürlich ! )

    In ihrem Debütroman beschreibt Yaa Gyasi die Geschichte von zwei Schwestern. Effia und Esi - die sich jedoch nie kennenlernen, geschweige denn zunächst noch nicht einmal wissen, dass die jeweils andere existiert...
    Das Buch beginnt ca in den 1760er Jahren und nimmt einen mit bis in die Gegenwart und alles beginnt mit Effia und Esi, beide in Ghana geboren und deren Lebenswege nicht unterschiedlicher hätten verlaufen können...

    Effia wächst in einem Stamm auf, in dem sie sich erhofft die zweite oder dritte Frau eines "Big Man" zu werden. Doch ihre Mutter sagt ihr, sie soll niemanden sagen, wenn sie ihre Tage bekommt, denn sie hat andere Pläne für sie. Zunächst glaubt Effia noch, ihre Mutter, die sie immer wieder schlägt will ihr bestes, bis sie merkt, dass der Hass so groß ist und ihre Mutter nur darauf gewartet hat, sie an einen Weißen, einen Briten, zu verkaufen.

    Die Briten sind in Ghana und der Sklavenhandel beginnt. Menschen werden aus ihren Familien gestohlen und geraubt und dies nicht alleine von den Briten, sondern die eigenen Stämme überfallen andere und rauben die eigenen Leute um diese zu verkaufen und beteiligen sich somit an dem Sklavenhandel von dem zunächst noch niemand ahnt, wie schlimm dieser Teil unserer heutigen Geschichte einmal werden wird. Effia, die nun die Frau von James Collins ist ahnt nichts von den Gräueltaten, die direkt in ihrer Nähe stattfinden. Ihr geht es gut, sie lebt im Reichtum und als Frau eines Sklavenhändlers ist sie geschützt vor dem Schicksal, vor dem Esi nicht geschützt werden konnte.

    Esi lebt in den Kerkern des großen Anwesens. Zusammen mit Hunderten von Frauen, die aus ihrem zu Hause verschleppt wurden und verkauft werden sollen. Auf kleinstem Raum, Knöcheltief im eigenen Unrat stehend hofft Esi, dass sie rauskommt, raus aus diesem Horror, diesem Alptraum in dem sie gelandet ist...

    Und so begibt man sich mit jedem Kapitel des Buches auf eine Reise, dieser zwei Frauen und den acht Generationen die darauf folgen. Jedes Kapitel schildert die Geschichte eines weiteren Familienmitglieds. Und während Effias Nachkommen in Ghana bleiben und man mitbekommt, wie sich ihre Geschichte entwickelt, geht es bei Efia nach Amerika. Von der Goldküste entfernt wachsen ihre Nachkommen als Sklaven in den Südstaaten auf und jeder einzelne von den beiden Generationen trägt sein eigenes, oftmals mehr als schweres Schicksal...

    Meine Meinung:
    Wenn man sich für diesen Teil der heutigen Afrikanisch Amerikanischen Geschichte interessiert - dann: LIES DIESES BUCH!!!! Ich habe euch den Stammbaum der Familie als Foto in den Kommentaren beigefügt, denn dieser war wirklich nützlich während des Lesens. So dass man immer gucken konnte: Bei welchem Mitglied bin ich jetzt, wer ist wer und die einzelnen Figuren haben mich alle zum Staunen und zum Nachdenken gebracht.

    Yaa Gyasi beschreibt, schildert einen so wichtigen Teil der Geschichte, nimmt einen mit durch Jahrhunderte, in Welten, von denen man bereits schon viel wusste, aber es immer noch so viel mehr zu entdecken gibt. Wunderbar geschrieben, grandios recherchiert mit Schicksalen, die ans Herz gehen....

    EINE ABSOLUTE LESEEMPFEHLUNG <3

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    paevalills avatar
    paevalillvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Berührend
    Berührende Heimkehr

    Allein der Titel "Homegoing" lässt eine Erzählung mit viel Tiefgang erahnen. Dass der Roman berührender sein sollte als vermutet, damit hatte ich nicht gerechnet.


    In "Homegoing" erzählt Autorin Yaa Gyasi zahlreiche fiktive Lebensgeschichten von Menschen eines Familienstammbaums, von der Zeit des Beginns der Sklaverei bis hin in die beinahe heutige Zeit der USA.
    Die Vielzahl an angeschnittenen Themen ist höchst komplex: Sklaverei aus verschiedenen Sichten, Rassismus, allgemeine Lebensbewältigung, Identität, Verlust - um nur einige wenige zu nennen.


    Trotz des großen Themas gelingt es der Autorin auf verwunderliche Art und Weise, dem großen Ganzen gerecht zu werden.


    In Kurzgeschichten schneidet sie nicht mal nur Ausschnitte aus dem Leben einzelner Personen an, sondern scheint dabei jeweils den Kern des jeweiligen Menschen zu treffen und glaubhaft widerzuspiegeln.
    Jene Lebensgeschichten sind durch die manchmal bewusstere, manchmal weniger bewusste Abstammung von zwei - im Übrigen von Geburt an getrennten - Schwestern aus dem ländlichen Ghana ineinander verzahnt.


    Dabei ergeben sich viele Fragen nach Identität, Abstammung und Vererbung: Muss man sich zwangsläufig entwurzelt fühlen, wenn man wenig bis gar nichts über seine Herkunft weiß? Ergeben sich Identitätsschwierigkeiten wirklich nur über die Hautfarbe oder spielen noch zahlreiche weitere Faktoren hinein, die mit der Geschichte von Afroamerikanern in den USA (und England) verbunden sind?


    Auch sprachlich konnte mich Yaa Gyasi abholen. Ihr gelingt jedes Mal wieder der Spagat zwischen Objektivität bzw. politischem Anspruch und einer feinfühligen Nacherzählung simpler Lebensgeschichten.


    Obwohl mit der Thematik zwangsläufig eine gewisse Tragik verbunden ist, schafft die Autorin immer wieder eine versöhnliche Atmosphäre.
    Vom Ende war ich ohnehin gerührt.


    Für mich eine absolute, uneingeschränkte Leseempfehlung!

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    BloodyBigMesss avatar
    BloodyBigMessvor einem Jahr
    Was ist Heimat, wenn man nicht weiß, wo man herkommt?

    Homegoing ist eine Geschichte über Heimat, über Abstammung, über Erbe.

    Wir folgen zwei parallel verlaufenden Ästen eines Familienstammbaumes: zwei Schwestern, deren Leben getrennt voneinander ihren Lauf nehmen. Wie Umstände und Entscheidungen ihre Leben und die ihrer Nachfahren beeinflussen.

    Dabei besuchen wir einen Lebensabschnitt von mehreren Nachkommen über verschiedene Zeitabschnitte in der Geschichte von Ghana und Amerika. Jede Figur, jede Stimme, ist dabei verschieden und ausgeprägt. Man kann jeder Figur etwas abgewinnen und jede Figur trägt zu der Geschichte im großen Ganzen bei. Die Zeit verfließt dabei völlig natürlich, wir werden nahtlos durch die Dekaden, durch die Jahrhunderte geleitet.

    Der Zweck, das Ziel von Yaa Gyasi ist dabei zu verdeutlichen, wie die Ankunft der Briten an der Goldküste die Leben der Sklaven und der dort verbliebenen Kollaborateure für immer verändert hat. Wie diesen Menschen ihre Geschichte, ihr Land, ihre Namen, ihre Identität geraubt wurden -- weshalb die Freemans und die Blacks von heute ihre Genealogie kaum zurückverfolgen können.

    Was ist Heimat, was ist Identität, wenn man nicht weiß, wo man herkommt? Können die Taten unserer Vorfahren unsere Zukunft bestimmen? Wenn wir nicht wissen, von wem und was wir abstammen, wenn ein Teil von uns fehlt, können wir je ganz sein?

    Das und mehr sind die leitende Thematik von Homegoing. Yaa Gyasi gelingt es eine verstrickte und höchst interessante Geschichte, mit faszinierenden Charakteren, mit Historie und politischen Einflüssen, auf geschickte und elegante Weise zu erzählen. Ihr Talent ist dabei auf jeder Seite zu spüren. Ihr Schreibstil ist schön und geschmeidig. Sie liefert Sätze, die einen berühren, zum Nachdenken motivieren und einem lange im Gedächtnis bleiben werden.

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    Steffi_2511s avatar
    Steffi_2511vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Beautiful book!
    Journey through an unknown culture

    Homegoing has been the best book of the "Let's read in English" challenge so far! At least in my opinion.

    Yaa Gyasi follows the family tree of two half sisters from colonial Africa to modern times. Both were born in African villages but the turns their lives take could not have been more different. One marries a slave trader, one becomes a slave herself. How this affects the generation to come is fascinating from the first page to the last.

    What I really liked about it, is the insight you get on historical events and foreign cultures. Of course you know that the Europeans brutally enslaved the African people. But for my part, I was not very well informed what role the tribes played. Also, the rites and traditions in the villages is something I know very little about. Just one reason, I was glad to have read this novel.

    The style the book is written in, is also uncommon. Almost like episodes, the author displays just a few years of each character's lifetime. The reader only learns what has happend to them after the chapter is finished by memories of their descendants. I must admit, this was strange at first, because you want to know about their fate. And you also don't sympathize with the characters as much as you would with the ones you spend a whole book with. But in the end, this way of story telling is what makes the novel so special.

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    StefanieFreigerichts avatar
    StefanieFreigerichtvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ingenious. Unsettling disquieting informative inspiring consoling. My best read 2017 6 stars plus
    A book so wonderfully well written you might not wish to read it

    A book so wonderfully well written you might not wish to read it


    You may not wish to read it because it will come to you. You will begin the journey in Fanteland, now Ghana, where Effia will not receive any love but from her father while she grows up. “For each scar on Effia’s body, there was a companion scar on Baaba’s, but that didn’t stop mother from beating daughter, father from beating mother.” p 5 You will wish to just shake mother Baaba, comfort little Effia – and then, author Yaa Gyasi will reveal the full story, the story of two sisters, one mother, the fire and the storytelling.


    You may not wish to read it because you will be heartwrecked when you learn about the slave business, how villages in Africa will rob other villages to sell their people to the white slave traders. „…the methods of gathering slaves had become so reckless, that many of the tribes had taken to marking their children’s faces so that they would be distinguishable.“ p 64


    You may wish to put the book down when when you learn what Ness and Sam did for their son, “Jo”, Kojo. Yes, we probably all saw or read “Gone with the Wind” or “North and South”, even in Germany, without the same history as the United States, but, as I come to realize, that is all from a “white” point of view. Other, new stories such a “The Color Purple” or “Ten Years a Slave” only relate to one period and type of situation. Yaa Gysi does it all, starting around 1760-something, back in Ghana.


    Do not read it if you wonder you can bear what family obligations might demand from you like from Quey, who obeyed, or – from James, his son. You read how children inherit their parents’ fear or how parents strive hard to not repeat their parents’ faults.


    You may not wish to read how laws that were meant to make people’s lives safe and sure just provided the contrary, like “Jo” Kojo and Anna and the „Fugitive Slave Act“ or H and the cons, free, but still working like slaves in the coal mines.


    And it goes on as the centuries pass, it continues while you see the recurring motives of fire and water, of traditions that hurt or hold, of love that hurts or holds, of laws that hurt or hold, of brooms that will keep places clean or just wipe away what was there, of fire that warms or hurts, of stones that connect or keep apart.


    This is probably one of the best books I ever read – in its structure, language, concept, message, characters.


    6 stars out of 5.

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    Schlehenfees avatar
    Schlehenfeevor einem Jahr
    Beautiful and complex family saga, one of my highlights of 2017

    „Homegoing“ is the story of two half-sisters, Effia and Esi, and their descendants. One sister remains on the African Gold Coast (now Ghana) and marries a British soldier involved in slave trading, one is sold into slavery to America.

    Yaa Gyasi's debut novel got a lot of hype in the last year and it is well deserved in my opinion. She manages to cover 300 years of slavery and colonialism in Africa and the U.S. through describing the fates of a handful of characters. A very ambitious concept, extraordinarily well implemented.

    Each character, each descendant of one of the sisters, gets one chapter to cover their life, their way of living and of thinking. This way, the reader gets only a small glimpse at the characters and a lot is left to our imagination. However, the author managed to create sympathy and understanding for her characters in such a short time. I think, each of the characters could deserve a novel for themselves, they are fleshed-out so well. Each character feels authentic and fits well into the narration.

    Aside from giving slavery an individual face, the underlying motive of the story in my opinion was the importance of belonging for humans. Belonging to a family, a culture, finding your place in society and to achieve a self-determined way to live one's life. One character only feels „at home“ by going back to where he came from. Also, the necklace that is handed down to the next generation in one family and which is lost in the other is a strong metaphor for this topic in my opinion.

    Yaa Gyasi's innovative concept of storytelling is accompanied by a beautiful way of writing. The sentences seem to flow smoothly past. I'm already looking forward to Gyasi's next story.
    „Homegoing“ quickly became one of my favourite reads of this year.

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    D
    DreamingBooksvor einem Jahr
    im original noch besser


    w! 
    Ich habe mir wirklich sehr viel von diesem Buch erwartet und erhofft, aber dass ich ein solch literarisches Meisterwerk bekommen würde, war mir nicht bewusst. 
    Zu Anfang der Geschichte lernen wir die beiden Schwestern Effia und Esi kennen, beide wachsen getrennt voneinander auf und wissen nichts von der Existenz der jeweils anderen. Bereits auf den ersten beiden Kapiteln brachte mich die Autorin zum Weinen, denn die Autorin schafft es auf bemerkenswerte Weise, das Leid der Sklaven und die bestehende Gewalt so zu schildern, dass sie eigentlich sprachlich gesehen, gar nicht hochemotional wirkt, aber gerade diese leichte Zartheit mit ganz präzise eingesetztem Gefühl, packte mich emotional ganz tief innen. 
    Die Besonderheit ist, dass wir jeden Charakter nur 1 Kapitel lang betrachten, nach jedem Kapitel lernen wir einen neuen Protagonisten kennen, alle zwei Kapitel eine neue Generation. Insgesamt haben wir also 7 Generationen und 14 Charaktere die wir begleiten. Und gerade hier liegt das unfassbare Können der Autorin verborgen, mit welcher Raffinesse, sie es schafft jeden Charakter miteinander zu verbinden und dabei nie das wesentliche, die Aussage des Grauens, welches durch den Sklavenhandel entstand, aus den Augen zu verlieren, zeugt von großem schriftstellerischen Talent. 
    Denn sie weist nicht nur auf das große ganze hin, Nein sie entwickelt Einzelschicksale, die so nah an Realität sind, so gut recherchiert sind , dass eben vor allem das Leid in den kleinen Situationen des Lebens bemerkbar wird. Aber vor alle schafft sie Charaktere die so authentisch,  so eigen sind, so vielschichtig,  wie ich es selten erlebt habe.
    Es gab so viele Momente, die im kleinen so tragisch waren, dass mir die ein oder andere Träne, über die Wange lief. 
    So faszinierend, feinfühlig und mit großen Können, hat wohl selten eine Autorin über die Misstände so vieler Jahre hingewiesen und dem Leser dabei nochmals die Augen geöffnet, doch vor allem das Herz !




    Fazit : 
    Eine große, laute und feinfühlige neue Stimme am Literaturhimmel. 
    Ein Buch welches man dieses Jahr gelesen haben muss, ein Buch welches zum Klassiker werden könnte !
    Eine Geschichte über die man noch lange reden und nachdenken wird.
    Ganz ganz großes Kino  

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    Schmiesens avatar
    Schmiesenvor einem Jahr
    Kurzmeinung: A multi-perspective story about the fate of black people in America and Ghana. Harmonically interwoven and very special.
    Harmonically interwoven and very special

    You can learn anything when you have to learn it. You could learn to fly if it meant you would live another day.

    Ghana, 18th century: Slave trade is a new and very profitable business for both the white colonizers and the African tribes. The sisters Effia and Esi - who do not know of each other - stand on different sides in this world. Effia is married to one of the Englishmen capturing and deporting slaves to America, Esi is one of those slaves. Throughout the story, we follow the descendants of both sisters, either in Ghana or in America. 

    Yaa Gyasi is tracing back the history of the Ghanaian people until back in the 18th century in this gripping, enthralling novel. Her mastery and uniqueness presents itself in the form the book is written in. We follow every character through an important part of his or her life - and then we have to leave them and find ourselves in a new life. This adds up to fourteen different perspectives. Sometimes the book felt like a collection of short stories, all interwoven and connected. The end of a character's story never stays untold, it is just presented through different eyes. Never before have I encountered such a remarkable artistry

    Effia's descendants mostly stay in Ghana, Esi's in America. So we get to know the development in both countries. The American one is a story of slavery, pain, protest and revolution; the one in Ghana is characterized by mystery, war and African folklore. What both have in common is the fight for freedom - from colonizers, missionaries and slave masters. Each and every character is unique and carefully designed in order to portray the different aspects of black people's living conditions over the centuries. You feel their love, their pain, their loss, their anger, their desperation. 

    "Homegoing" is an emotionally touching, but also an educational novel. I learned a lot about the process of slavery, for example that the African tribes themselves sold prisoners of war and those kidnapped from other tribes to the British (and other colonizers). It was common to have slaves in the tribes, but it seems that the traders could not imagine how cruelly the Americans would treat the slaves. This was far beyond their conception of slavery.

    In her debut, Yaa Gyasi shows an extraordinary talent: Not only does she tell a far reaching family story, she tells the black story, the story of two countries, the story of suppression and inhumanity. She tells the story of love, fate and mystery, and for all that she chooses one of the most intriguing writing styles. Bravo for this outstanding piece of literature. 5 of 5 stars. 

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    TanjaMaFis avatar

    Two sisters, two destinies and their long legacies

    Sometimes the fate of two people can influence the lives of many generations to come. Homegoing tells such a story. Yaa Gyasi's debut takes us from Africa to the US and even further as the lives of Effia and Esi unfold and the destinies of the descendants unravel ...

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    More about the book 
    Effia and Esi: two sisters with two very different destinies. One sold into slavery; one a slave trader's wife. The consequences of their fate reverberate through the generations that follow. Taking us from the Gold Coast of Africa to the cotton-picking plantations of Mississippi; from the missionary schools of Ghana to the dive bars of Harlem, spanning three continents and seven generations, Yaa Gyasi has written a miraculous novel - the intimate, gripping story of a brilliantly vivid cast of characters and through their lives the very story of America itself. Epic in its canvas and intimate in its portraits, Homegoing is a searing and profound debut from a masterly new writer. 

    More about the author
    Yaa Gyasi was born in Ghana. She moved to the US when she was 2 years old because her father worked towards his PhD at Ohio State University. She earned a Bachelor of Arts at Stanford and a Master of Fine Arts from the Iowa Writer's Workshop. Homegoing, inspired by a trip to Ghana, is her first novel..

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    You are welcome to discuss the book in English. If you feel more comfortable doing it in German - no problem! Please feel free to use whatever language you are most comfortable with. 

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