Yahya Hassan

von Yahya Hassan 
3,3 Sterne bei27 Bewertungen
Yahya Hassan
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Positiv (12):
JulesBarroiss avatar

Kein Buch für jedermann. aber hinter den wütenden Wörter stecken Gedichte, verständlich und poetisch, von bestechender Intelligenz.

Kritisch (8):
kassandra1010s avatar

Nichts für zarte Seelen....

Alle 27 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Yahya Hassan"

„Es ist, als ob Dänemark auf einen solchen Schriftsteller gewartet hätte.“ Thomas Steinfeld, Süddeutsche Zeitung

ICH LIEBE EUCH NICHT ELTERN ICH HASSE EUER UNGLÜCK
ICH HASSE EURE KOPFTÜCHER UND EURE KORANE
UND EURE ANALPHABETISCHEN PROPHETEN
EURE INDOKTRINIERTEN ELTERN
UND EURE INDOKTRINIERTEN KINDER
EURE GEBRECHEN UND EURE GEBETE UND EUREN BEISTAND
ICH HASSE DAS LAND DAS EURES WAR
UND DAS LAND DAS UNSERES WURDE
DAS LAND DAS NIE EURES WIRD
UND DAS LAND DAS NIE UNSERES WIRD
WARUM ALSO FLÜSTERST DU IN DAS ENTZÜNDETE OHR
ICH SOLL DIE BÄUME BETRACHTEN?

Yahya Hassans Gedichte sind eine Abrechnung. Seine Sprache ist klar und radikal, sein Ton mal zornig und mit intensivem Beat, dann wieder weich und poetisch, seine Bilder sind eindrucksvoll. Yahya Hassan hat in Dänemark eine Debatte über Migration angestoßen, weil er die gängigen Klischees zerschlägt und uns an die Würde des Menschen erinnert. Seine Gedichte haben einen unwiderstehlichen Sog. Sie sind provokant, leidenschaftlich und virtuos. Und gleichzeitig sind sie erschreckend, weil sie uns Yahya Hassans Leben als Migrant in seiner ganzen Härte vor Augen führen.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783548287188
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:176 Seiten
Verlag:Ullstein Taschenbuch Verlag
Erscheinungsdatum:08.04.2015

Rezensionen und Bewertungen

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    Kallisto92s avatar
    Kallisto92vor 2 Jahren
    Keine leichte Kost

    Wo fange ich am besten an.

    Inhalt: Yahya Hassan von Yahya Hassan ist eine Wahre Begebenheit.
    Es handelt von einen 19-jähriger jungen Mann.
    Er ist palästinensischer Flüchtling und in Dänemark wohnhaft.
    Er wird dort als Migrant nicht gern gesehen.
    Sein Vater erzieht ihn und seine Geschwister mit Gewalt und Härte.


    Ich fand das Cover sehr ansprechend. Das Wort Gedichte hatte ich zuerst gar nicht wahrgenommen, somit habe ich mit einer Wahren Begebenheit als Geschichte gerechnet.
    Ich dachte ich erfahre in dem Buch mehr über Hassan und was aus ihn geworden ist.
    Jedoch schreibt er seine schlimmen Erfahrungen in Gedichte nieder,somit verarbeitet er seine schlimme Kindheit die von Gewalt und Drogen geprägt war.
    Er schreibt dabei sehr gefühlvoll und éhrlich wie kein anderer Dichter über diesen Hass und Gewalt die er erlebt hat. Zugegebener Maßen habe ich manchmal nicht alles verstanden, man muss mit seinen Schreib- und Sprachstil zurechtkommen. Alles ist in großen Druckbuchstaben geschrieben,desweiteren fehlen die Satzzeichen.


    In großen und ganzen ein sehr außergewöhnliches Buch,welches aber keine leichte kost ist.

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    badwomans avatar
    badwomanvor 3 Jahren
    Voller Hass

    Dies ist ein Buch voller Hass und Wut - oft nachvollziehbar, wie ich meine. Yahya Hassan kommt aus Palästina und lebt jetzt mit seiner Familie in Dänemark. Er erlebt eine Kindheit geprägt von der Gewalttätigkeit seines Vaters. Schon sehr jung wird er in kriminelle Machenschaften verstrickt, worauf häufige Heimaufenthalte und später Gefängnisstrafen folgen. Dieser Gedichtband ist verstörend. Für mich sind das nicht alles Gedichte, eher eine Abrechnung mit den widrigen Lebensumständen des Autors. Der Text ist ausschließlich in Großbuchstaben und ohne Satzzeichen geschrieben, was das Lesen schon etwas erschwert. Meiner Ansicht nach fing das Buch recht gut und mitreißend an, die letzten Gedichte fand ich aber schon von der Sprache her nicht mehr so gut. Die Sprache ist zornig und stellenweise aggressiv oder sogar obszön, passt aber zum Inhalt. Das puristische Cover gefällt mir sehr gut.

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    JulesBarroiss avatar
    JulesBarroisvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Kein Buch für jedermann. aber hinter den wütenden Wörter stecken Gedichte, verständlich und poetisch, von bestechender Intelligenz.
    Schonungslos, intelligent und direkt

    Gedichte -  Yahya Hassan (Autor)  Annette Hellmut (Übersetzer), Michel Schleh (Übersetzer) 176 Seiten, Verlag: Ullstein Hardcover (13. März 2014), 16,00 €, ISBN-13: 978-3550080838

     Yahya Hassan erzählt uns sein Leben, sein Leben, als Palästinenser, als ein Migrantenkind, das in Dänemark aufwächst, ein Leben aus Gewalt, Psychoterror und Verbrechen.

    Wir erhalten in diesem Buch, das nur aus Gedichten besteht einen schonungslosen Einblick in sein Leben.

    Yahya Hassan, schlägt in diesem Buch einen knallharten Ton an, der berührt, der erschreckt und uns in die tiefen Abgründe seiner Seele blicken lässt. Seine Gedichte sind schonungslos, leidenschaftlich und voller Hass auf die Generation seiner Eltern.

    Die Gedichte sind grob chronologisch angeordnet. Sie beginnen mit der Kindheit, mit der Abrechnung mit dem Elternhaus. Da ist der gewalttätige Vater, der die fünf Kinder regelmäßig schlägt, vielmehr: sie verprügelt. Und da ist der Vater, der regelmäßig am Freitag in die Moschee geht. Bigotterie, Verlogenheit, Pharisäertum – so würden wir das wohl nennen. Im Gedicht ist der Vater in der Moschee ein anderer als zuhause. Es folgen Gedichte, in denen vom Selbstmordversuch der Mutter geredet wird, von des Vaters „Kauf“ der nächsten Ehefrau übers Internet, dem nächsten Kopftuch. Von dem Versuch, die neuen Geschwister vor der Gewalt des Vaters zu schützen, vom Leben im Heim, genauer gesagt: vom Leben in Heim um Heim. Mit der Entfremdung von der Familie geht auch die Entfremdung von der Religion einher

    Sein schneller Rhythmus und die rationale Art seines Schreibens machen seine Gedichte so klar und leicht verständlich. Und dennoch findet der Leser hinter der rauen Schale einen poetischen Kern, der sehr berührt.

    Yahya Hassans Gedichte lassen sich in ihrer Brutalität und Direktheit kaum mit irgendeinem anderen Dichter vergleichen. Er verarbeitet hier seine Kindheit, die von seinem gewalttätigen Vater geprägt war und seine Jugend, die von Kriminalität und Haschisch geprägt wurde.

    Yahya Hassan hat sich mit seinen Gedichten so einiges vom Leib geschrieben. Dazu passt, dass sie allesamt in Großbuchstaben geschrieben sind. Die Gedichte sind eine Abrechnung mit der Familie, vor allem mit dem gewalttätigen Vater, eine Abrechnung mit dem Islam. Sie sind eine Beschreibung des sozialen Brennpunkts von Aarhus, eine Beschreibung der Welt von Drogen und Kleinkriminalität.

    Es ist sicher kein Buch für jedermann, aber wenn man als Leser, die Gabe und Muße hat, hinter die wütende und massive Schale der Wörter zu blicken, dann wird er Gedichte vorfinden, die so wahr, so verständlich und so poetisch sind und gleichzeitig von einer bestechenden Intelligenz. Der Leser versteht, fühlt und denkt mit. Yahya Hassan will provozieren. Und das ist ihm auch gelungen.

    Hier geht es direkt zum Buch auf der Seite des Ullstein Verlages

    http://www.ullsteinbuchverlage.de/nc/buch/details/yahya-hassan-9783548287188.html?cHash=b5dd694e9797e4ba579daead40b82ddf

    Fragen Sie in Ihrer örtlichen Buchhandlung nach diesem Buch. Wenn Sie in meiner Gegend „Landkreis Merzig-Wadern“ leben, dann wenden Sie sich an die Rote Zora: http://www.rotezora.de

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    Angelika007s avatar
    Angelika007vor 4 Jahren
    Yahya Hassan

    Das Buch kam vorgestern und ich habe gleich begonnen und da es nicht allzu dick und schön aufgemacht ist, gut in der Hand liegt und in dem und die Verse einfach zu lesen sind.
    Mir ist jedoch gleich zu beginn die "krasse" Ausdrucksweise sauer aufgestossen und es ist nicht mein "Niveau", auch wenn diese Ausdrucksform natürlich die Gefühle und Emotionen wiederspiegeln sollen, sowie nichts beschönigen.
    Hassan dichtet etwa über die moslemischen Einwanderer, "die zum Freitagsgebet gehen, aber an den anderen Tagen stehlen, hehlen, saufen und huren." über jene Verhältnisse in "zerrütteten moslemischen Familien" wie seiner eigenen, schreibt er nun rücksichtslos, manchmal wirkt es wie ein lyrisches Tagebuch und er hat niedergeschrieben, was er fühlt, was ihn beschäftigt. Er hat es geschafft mit 150 Gedichten ein Lebensgefühl zu beschreiben, das bewegt, wenn auch negativ. Liest man Annette Hellmuts und Michael Schlehs Übersetzungen, dann zeigt sich, dass seine Wut keineswegs nur der Religion oder den Gewaltverhältnissen in seiner Familie gelten, sondern ebenso den Institutionen in Dänemark, den Heimen, den Sozialarbeitern

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    RubyKairovor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Yahyan Hassan ist so etwas wie der letzte romantische Dichter Europas ....... Ein Held.
    Dänemark hat auf einen solchen Schriftsteller gewartet.

    Yahya Hassan wuchs in einem Migrantenviertel in Dänemark auf und wurde regelmäßig von seinem Vater verprügelt. Früh machte er Karriere als Dieb und Räuber. In einer Besserungsanstalt für straffällige Jugendliche begann er, Gedichte zu schreiben. In den Gedichten verarbeitet Hassan sein Heranwachsen in einem zerrütteten Umfeld, das von Gewalt, Versagen und Kriminalität bestimmt ist. Die Gedichte sind auch Anklagen gegen die Elterngeneration und den Islam. Seine Gedichte handeln durchaus von den dunklen Seiten der Einwanderung, von Sozialbetrug, Drogenhandel und Brutalität, aber hier spricht nicht nur ein zorniger junger Mann, sondern, hier spricht ein wahrhaft lyrisches Ich, ich sehe in dem Buch „Züge eines lyrischen Bildungsromans.“ Wenn man Hassan als zornigen jungen Mann einordnet, führt das auf ein falsches Gleis. Es geht hier eigentlich nicht um Wut, sondern vielmehr um Freiheit. Und die dichterische Sprache ist das Mittel, sie zu gewinnen. Yahyan Hassan ist so etwas wie der letzte romantische Dichter Europas ....... Ein Held. Für die Wahrheit der Kunst hat er sein Land verraten, seine Familie, seine Freunde. Absolut lesenswert!

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    kassandra1010s avatar
    kassandra1010vor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Nichts für zarte Seelen....
    Leid, Hass und Drogen....

    Gedichte eines Immigrantenkindes aus Dänemark! Yahya hat erst in einer Besserungsanstalt zu sich gefunden und dort die Gedichte seines eigenen realen Lebens verfasst.

     

    Nichts für zarte Seelen, denn es ist die reine Wahrheit seines Lebens.

     

    Ein Buch über die harte Wahrheit eines Immigranten, der gar nicht anders kann, als kriminell zu werden…

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    DaniB83vor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Ein Gedichtband für jeden, der gerne Gedichte liest, sich über das 'fremde' Leben Gedanken macht, verstehen möchte und mitfühlen mag.
    Gedichteband aus Skandinavien

    Ich fange mal bei den Äußerlichkeiten an, denn diese sind schon mal der Hammer. Der Ullstein-Verlag hat mit dem Buch, das schlicht und einfach "Yahya Hassan. Gedichte" heißt, wortwörtlich ins Schwarze getroffen. Auch das dänische Original sieht gleich aus, was ja nicht immer so ist, wenn man Übersetzungen ins Deutsche veröffentlicht.
    Aber nicht nur die Umschlaggestaltung ist es, sondern auch, wie das Buch in der Hand liegt, was mich so gefesselt hat. Der Autor der Gedichte, Yahya Hassan, ist 1995 geboren und ich habe mir sein Alter erst nach dem Lesen der ersten Gedichte angesehen. Ich dachte nicht, dass er sooo jung sei und schon so viel erlebt hat beziehungsweise die Dinge beim Namen nennt.

    Auf 176 Seiten, die alle in Blockschrift abgedruckt sind (daran musste ich mich erst mal gewöhnen) erlebt man eine Achterbahnfahrt der Gefühle eines jungen Dänen, der Sohn eines palästinensischen Flüchtlings ist. Besonders hat mich das Gedicht "Vater mein ungeborener Sohn" (S. 107) berührt. Wie wahr ...

    Ich finde es auch sehr schwierig, Gedichte aus einer anderen Sprache zu übersetzen, da oft die Würze verloren geht. Das haben Annette Hellmut und Michel Schleh aber ziemlich gut gemacht (okay, ich kenne das Original nicht, aber ich denke, dass es doch gut hinkommt).
    Ein Gedichtband also für jeden, der gerne Gedichte liest, sich über das 'fremde' Leben Gedanken macht, verstehen möchte und mitfühlen mag. Top!

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    nicigirl85s avatar
    nicigirl85vor 5 Jahren
    Abrechnung mit dem Leben…

    Dieses Buch hat mir eine Freundin geborgt, weil sie unbedingt wissen wollte was ich von diesem Gedichtband halte. Mit dem rezensieren dieses Werkes tue ich mich jedoch sehr schwer, denn manche Gedichte gefallen mir wirklich gut und andere bestürzen mich einfach nur und lassen mich meinen Kopf schütteln.

    Das Hardcover kommt wie ein Underdog daher, Einband im tiefen Schwarz, der Autorenname prangt in weißen, fett gedruckten Lettern und den Titel "Gedichte" übersieht man fast, denn er ist ganz klein in schwarz unter dem Autorennamen zu finden.

    Die Gedichte des jungen staatenlosen Palästinensers Yahya Hassan sind voller Hass und Schmerz. Beim Lesen wühlen sie einen auf, bewegen, machen traurig, man gerät ins Grübeln. Die Gedichte berichten aus Yahyas Alltag voller Schläge, Drogen, Kriminaldelikten und Hass gegenüber allem und jeden.

    Etwas schwierig ist das Lesen der Gedichte dadurch dass sie komplett in Großbuchstaben abgedruckt sind. Es kommt kein Lesefluss auf, man haftet an jedem Wort, da man erst einmal erkennen muss, ob es ein Verb, Substantiv oder ähnliches ist. Vielleicht ist dies als stilistisches Mittel zu sehen, ich hätte es ohne jedoch besser gefunden. Zudem ist die gebrauchte Sprache ausschließlich Umgangs- und Fäkalsprache, die das Lesen der Gedichte nicht einfacher macht.

    Die Lebensgeschichte des jungen Autors ist ohne Frage überaus interessant und bewegend, aber in Prosaform, sprich als Biografie hätte sie sich sicher besser lesen und nachvollziehen lassen.

    Die Gedichte sind definitiv Geschmackssache, für den einen sind sie fantastisch, für den anderen nur eine lose Aneinanderreihung von Worten.

    Fazit: Ich finde diesen Gedichtband weder gut noch schlecht. Ich kann nur jedem empfehlen sich seine eigene Meinung zu bilden. Ich mag normalerweise keine Gedichte, aber diese haben mich neugierig werden lassen und gespannt habe ich dieses Büchlein gelesen. Lesenswert? Vielleicht…

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    martina400s avatar
    martina400vor 5 Jahren
    Kurzmeinung: Gedichte über das Erlebte eines verletzten und verzweifelten Jugendlichen, der seinen Platz im Leben sucht.
    Yahya Hassan

    "DAS IST POESIE       MAN MUSS SELBST DENKEN BIS MAN DEN SINN HAT SONST IST DAS NICHT POESIE"    S. 114

    Inhalt:
    Yahya Hassan schreibt in seinen Gedichten über sein Leben. Er nimmt kein Blatt vor den Mund und schreibt in vulgärer Sprache. Der einzige Weg zu sich zu kommen scheint das Schreiben zu sein. Er erzählt aus seiner Kindheit, seiner zerrütteten Familie und Kultur, seinem Problem mit den Drogen, Gewalt und Sexualität. Wegen vieler Dinge sitzt er im Gefängnis und das immer wieder.

    Cover:
    Die Schlichtheit des Covers passt zum Buch. Erschreckend sind seine Erzählungen und das lässt auch der schwarze Einband vermuten. Sein Name als Titel passt perfekt, denn es geht einzig und allein um ihn. Außerdem sticht der schwarz-weiße Kontrast ins Auge. Der Karton als Einband gefällt mir gut. Ist auch mal wieder eine andere Art von Einband und schlicht und einfach.

    Meine persönliche Meinung:
    Yahya Hassan beschreibt in seinen Gedichten sein Leben. Ich denke man kann nicht alles auf nicht funktionierende Integration schieben, denn welchen Umgang seine Familienmitglieder untereinander haben hat wenig mit dem Land zu tun, in dem er lebt. Dass man Respekt hat und sich nicht gegenseitig schlägt sollte in jeder Kultur sein. Vermutlich macht auch das einen großen Teil davon aus, wie der Autor abstürzt sobald er alt genug ist das Elternhaus zu verlassen. Er stellt zahlreiche Verbrechen an, bereichert sich an Frauen und Mädchen, sitzt ein und bereut nichts. Das Schreiben scheint der enzige Zugang zu sich zu sein. Es tut seiner Seele wahrscheinlich gut, alle Verletzungen los zu werden. Leider reflektiert er nicht und hat somit vemrutlich auch wenig Chancen seinem Teufelskreislauf zu entfliehen.

    Fazit:
    Gedichte über das Erlebte eines verletzten und verzweifelten Jugendlichen, der seinen Platz im Leben sucht.

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 5 Jahren
    Wut, Gewalt, Traurigkeit, Emotionen

    Rezension Yahya Hassan - Gedichte

    IBAN 978 3 550 080838

    Ein Buch voller Traurigkeit, Wut, Mut, Brutalität und Kampf.

    Ich muss sagen, wenn  man ein Buch in die Hand bekommt auf dem der Titel Gedichte steht, erwartet man Gedichte. Tja und ich habe nun das Buch von Yahya Hassan in die Hand genommen und ich habe etwas bekommen das mich zum einen überrascht, aber auch sehr betroffen gemacht hat. Sind Gedichte? Ich denke auf eine moderne Art. Denn Gedichte in dieser Art habe ich bis heute noch nie gelesen. Es ist für mich wie ein Tagebuch, eine Abrechnung. Eine Abrechnung mit dem bisherigen Leben und ein Tagebuch über das bisherige Leben von Yahya Hassan.

    Der Autor hat seinen eigenen Stil und man hat das Gefühl Fehler zu entdecken. Hier kann ich jedoch nicht beurteilen, ob es an der Übersetzung liegt oder so gewünscht war.  Es sind keine Reime oder Schnörkel vorhanden, aber es sind Worte mit unheimlich viel Emotion geschrieben. Aber auch hier kann ich nicht beurteilen, ob es aufgrund der Übersetzung ins Deutsche keine Reime gibt und sie im Dänischen vorhanden sind. Jedoch eins kann ich feststellen es ist modern und neu. Man muss sich in die Worte hineinlesen und man muss sie auch versuchen zu verstehen. Es sind Worte der Gewalt, der Traurigkeit und des Mutes. Mut, weil eine Auflehnung gegen das normale nicht normal ist. Mut weil ich mir sicher bin, das der Autor mit diesem Buch Gemüter spalten wird. Mut weil er sich trotz seiner Geschichte für die Menschen einsetzt, die ihm wichtig sind. Auch wenn viele harte Worte fallen, viel Gewalt vorkommt, kann man zwischen den Zeilen auch den sensiblen aber auch gebrochenen Menschen erkennen der diese Worte geschrieben hat.

     

    Fazit:

    Ich bin, auch nach diesem Buch, immer noch ein Liebhaber von reimender Lyrik und weiß nicht ob ich viele Bücher in diesem Stil lesen möchte. Ich war von den ersten Seiten sehr überrascht, aber bis zum Schluss wurde mir der Wortschatz zu viel und manches hat sich auch meines Erachtens wiederholt. Dadurch habe ich das Buch auch öfters auf die Seite gelegt und habe eine Zeit gewartet bis ich weiter gelesen habe. Ich musste auch sehr langsam lesen, da es keine Satzzeichen gibt und auch die Großschreibung ungewöhnlich war und ich dadurch öfters den Zusammenhang verloren.

    Jedoch, denke ich, dass dies ein Buch für Schulen wäre, um dort über das Thema zu diskutieren.

     

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