Yan Lianke

 3.6 Sterne bei 20 Bewertungen
Autor von Dem Volke dienen, Der Traum meines Großvaters und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Yan Lianke

Yan Lianke wurde 1958 in der Stadt Luoyang in China geboren. Im Jahr 1978 trat er der Volksbefreiungsarmee bei. Er studierte an der Hénán-Universität und Literatur an der Kunsthochschule der Volksbefreiungsarmee. Eines seiner Bücher, "Die vier Bücher", stand auf der Shortlist des Man Booker International Prize 2017 und ist aufgrund seiner Brisanz in China verboten. Weitere Bücher von Lianke stehen auf dem chinesischen Index. Heute lebt Lianke in Peking.

Alle Bücher von Yan Lianke

Yan LiankeDem Volke dienen
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Dem Volke dienen
Dem Volke dienen
 (15)
Erschienen am 12.08.2009
Yan LiankeDer Traum meines Großvaters
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Der Traum meines Großvaters
Der Traum meines Großvaters
 (4)
Erschienen am 14.01.2011
Yan LiankeLenins Küsse
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Lenins Küsse
Lenins Küsse
 (1)
Erschienen am 12.11.2015
Yan LiankeDie vier Bücher
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Die vier Bücher
Die vier Bücher
 (0)
Erschienen am 25.08.2017
Yan LiankeThe Dream of Ding Village
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The Dream of Ding Village
The Dream of Ding Village
 (0)
Erschienen am 29.07.2010
Yan LiankeServe the People!
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Serve the People!
Serve the People!
 (0)
Erschienen am 28.06.2007
Yan LiankeThe Four Books
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The Four Books
The Four Books
 (0)
Erschienen am 03.03.2015
Yan LiankeLenin's Kisses
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Lenin's Kisses
Lenin's Kisses
 (0)
Erschienen am 03.10.2013

Neue Rezensionen zu Yan Lianke

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Rezension zu "Dem Volke dienen" von Yan Lianke

Rezension zu "Dem Volke dienen" von Lianke Yan
Ein LovelyBooks-Nutzervor 7 Jahren

Chinesische Ideologie und tabulose Liebesbeziehung. Passt das zusammen? Eigentlich nicht, aber Autor Lianke nutzt die heftige und verbotene Liebesbeziehung zwischen der Ordonnanz eines hohen Militärs und dessen Frau, um die strikten Denk- und Handelsweisen Chinas in Frage zu stellen.
Aufgrund der Gesellschaftskrtik und den freizügigen Schilderungen war das Buch lange in China verboten - und wurde im Ausland zur gefeierten Systemkritik.
Yan Lianke hat eine schöne Art zu schreiben, die Liebesszenen sind sehr sinnlich geworden und die Gedanken des einfachen Soldaten Wu Dawangs, der sich erstmals mit Freiheiten auseinandersetzt, sind nachvollziehbar.
Satire, Ironie, Gesellschaftskritik, Freizügigkeit - ganz egal, aus welcher Motivation man das Buch lest, man wird angenehm überrascht.

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*Arienette*s avatar

Rezension zu "Der Traum meines Großvaters" von Yan Lianke

Rezension zu "Der Traum meines Großvaters" von Lianke Yan
*Arienette*vor 9 Jahren

Inhalt:
Aus dem Chinesischen von Ulrich Kautz. Die Sonne geht unter über der chinesischen Provinz Henan und taucht das Tal in Rot. Ein toter zwölfjähriger Junge erscheint seinem Großvater in dessen Träumen und erzählt uns diese unglaubliche Geschichte: Vor vielen Jahren folgten die Bürger im Dorf Dingzhuang einem Aufruf der Regierung und verkauften ihr Blut. Ein besseres Leben wurde ihnen versprochen, und der Großvater, Lehrer und Dorfvorsteher, riet ihnen gut zu. Sein ältester Sohn organisierte den Handel, und für eine Weile zog tatsächlich ein wenig Wohlstand ein. Dann aber kam die Krankheit, die die einstigen Spender schlicht das Fieber nennen und die sie nun aus dem Leben weht wie tote Blätter von den Bäumen. Yan Lianke erzählt von einer Schicksalsgemeinschaft und ihrem zum Scheitern verurteilten Versuch, in einer extremen Situation menschlich zu bleiben. Und er setzt all jenen Menschen ein poetisches Denkmal, die dem in China bis heute vertuschten Aids-Skandal der 90er Jahre zum Opfer fielen.(Quelle: Perlentaucher)

Der Autor:
Yan Lianke, wurde 1958 in der ostchinesischen Provinz Henan als Sohn eines Bauern geboren. Er zählt zu den bedeutendsten chinesischen Gegenwartsautoren. Einige seiner Romane und Kurzgeschichten wurden ausgezeichnet, darunter mit den beiden bedeutendsten Literaturpreisen Chinas, dem Lao-She-Preis sowie dem Lu-Xun-Preis. Andere wurden zensiert oder ganz verboten, darunter sein Roman "Dem Volke dienen", dem Beleidigung Mao Zedongs und sexuelle Zügellosigkeit vorgeworfen wurde, und sein Roman "Der Traum meines Großvaters", der vom Aids-Skandal in Henan handelt.(Perlentaucher

Meine Meinung:
Erzähler ist der tote 12-jährige Enkel (Quiang Ding ). Er wurde aus Rache vergiftet, da er der Sohn des Blutchefes Ding Hui ist.
Von ihm erfahren wir die Geschichte des Dorfes. Die Bevölkerung wurde angehalten Blut zu spenden, damit könne sie auch ihr Geld verdienen und somit ihre Kaufkraft erhöhen.
Die Bevölkerung beteiligt sich aus den verschiedensten Gründen und erst bricht auch der Wohlstand aus - aber durch mangelnde Hygiene (z.B. wurden die Nadeln mehrfach benutzt) erkranken die Leute am "Fieber" und sterben nach einiger Zeit.
Aber selbst am Sterben kann man Geld verdienen -und auch hier ist der Ding Hui vorne dabei, er verdient sein Geld jetzt mit Särgen; hinzu kommt dann eine so groteske Sache wie die Totenehe und auch hier wird Geld verdient.
Trotz allem gibt es in dem Roman eine Liebesgeschichte: zwischen zwei Erkrankten, die aber anderweitig verheiratet sind. Diese Beiden ziehen zusammen und müssen sich den veralteten Vorstellungen der anderen Dorfbewohnern stellen.
Der Roman trägt deshalb den Titel "Der Traum meines Großvaters", weil dieser von den Geschehnissen träumt. Dabei wird dem Großvaters einiges klar: wie es zu dem Wohlstand gekommen ist, Ursache und Wirkung des Blutverkaufs.

Die Sprache Liankes ist dabei einfach und poetisch, wobei die Tragik des Geschehens wunderbar rüberkommt. Manches ist auch grotesk.
Zum Teil ist die Sprache auch bildhaft, z.B. das Fallen der Blätter symbolisiert das Sterben der Kranken.

von mir gibt es 4,5 Sternchen

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Yan Lianke wurde am 01. Januar 1958 in Luoyang (China) geboren.

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