Yang Erche Namu , Christine Mathieu Das Land der Töchter

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Inhaltsangabe zu „Das Land der Töchter“ von Yang Erche Namu

Im Südwesten Chinas, nahe dem Himalaja, liegt das Gebiet der Moso: Die Chinesen nennen es 'Land der Töchter'. Die Frauen haben dort die alleinige Kontrolle - über die Familie, die Liebe, den Besitz und die allgemeinen Gepflogenheiten. Die chinesische Popsängerin Yang Erche Namu erzählt von ihrer außergewöhnlichen Kindheit in dieser Welt der Frauen.

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  • Rezension zu "Das Land der Töchter" von Yang Erche Namu

    Das Land der Töchter

    Bücherwahnsinn

    13. February 2010 um 10:27

    Zum Buch Ein Mädchen, geboren im Land der Töchter, da wo die Welt den Frauen gehört, sollte man meinen das es für ein Mädchen einfach ist aufzuwachsen. Aber man merkt schnell das dies für Namu oder gar schon ihre Mutter nicht so war, denn diese verstiess gegen die uralte Tradition im Haus der Mutter zu bleiben. Sie wollte für sich was anderes, einen anderen Weg und doch traditionell. Und irgendwie war die kleine Namu von der gleichen Sehnsucht beseelt und so nahm die Geschichte der Namu ihren lauf. Eiegntlich verbrachte sie eine schöne Kindheit, bei der Mutter und später auch bei ihrem Onkel in den Bergen. Aber mit 13 änderte sich für sie vieles. Die Rockzermonie, die Initiation zur Frau stand an. Sie freute sich darauf endlich ihr eigenes Zimmer zu bekommen und die Mutter freute sich bald zu sehen wie sie eine Liebhaber hat, eigene Kinder und ihr Traum von einer eigenen grossen Familie erfüllt zu sehen. Doch es kam anders. Namu hatte keine Interesse an Jungs oder jungen Männern. Sie machte nie das Feuer in ihrem Blumenzimmer an, dass eigentlich als Zeichen dafür stand, dass sie jemanden Einlass gewähren würde. Nein, sie hatte gar Angst. Und so ging das Monat für Monat... Doch ihr Leben nahm plötzlich ein anderen Lauf als sie das Angebot bekam, mit 2 Freundinnen nach Peking zu gehen, um an einem Gesangswettbewerb teil zu nehmen. Sie versprachen ihr dass wenn sie gewinne auch Geld mit nehmen würden, und natürlich den Ruhm. Sie musste nicht lange überlegen und ging mit dem Nachbarn und den 2 Chinesen mit. Neugierig auf die grosse Welt und da sie sowie so fürs Leben gerne sang, konnte sie gleich 2 Dinge zugleich haben. Im Gegensatz zu ihren Freundinen war sie so begeistert, die grosse Stadt, das Moderne und all dass faszinierten sie. Und sie gewannen den Wettbewerb auch. Aber die beiden Freundinnen hatten riesen Heimweh und gingen wieder nach Hause, Namu... sie blieb und zog mit den 3 Männern weiter, von Wettbewerb zu Wettbewerb. Als es wieder an der Zeit war nach Hause zu gehen, nahm sie so viele Geschenke wie möglich mit, und natürlich all das Geld dass sie gewonnen hatte. Das ganze Dorf kam um sich die Erzählungen von ihr anzuhören. Doch sie war nicht mehr glücklich, von diesem Tag an wurde sie von einer tiefen Sehnsucht gequält. Die Sehnsucht nach der Grosstandt, nach singen vor Leuten... nach Freiheit. Irgendwann war die Sehnsucht zu übermächtig und sie machte etwas dass sie dazu bewog, aus Scham weg zu laufen. Sie schlug sich mit 15 alleine durch, bis sie vor ihrem Traum stand, das Konservatorium von Schanghai. Sie würde alles geben dafür da aufgenommen zu werden und dank ihrer Stimme schaffte sie das auch. Und so verbrachte sie 5 Jahre lehrend im Konservatorium, im berühmtesten des Landes. Und fand so eigentlich ihren Weg. Meine Meinung Ich weiss, die Meinungen gehen sehr auseinander. Manche Kritiken versteh ich nicht. Denn es ist wirklich ein gutes, interessantes Buch. Klar, wer das Buch als wissenschafftliche Abhandlung ansieht, über das Moso-Volk, der wird enttäuscht sein, denn es ist und bleibt eine Biographie eines einzigen Mädchens. Sie erzählt ihre ureigene Geschichte und nicht primär die der Moso, auch wenn man einen guten Einblich in die Kultur, den Glaube und das Leben dieser Minderheit bekommt. Das Buch ist einfach geschrieben, einfach wie das Mädchen Namu nun mal ist und war. Aber dafür kann man sich wirklich einfühlen die die Gedanken, die Wünsche und Träume die sie hat. Es kommt sicher davon dass sie sich nicht gewöhnt ist so von sich zu erzählen, sie konnte auch nicht lesen und schreiben, und schon gar kein Chinesisch. Die Moso sind keine Kultur die schreiben, es wird alles Mündlich überliefert. Klar, das Buch ist nicht verschnörkelt oder blumig geschrieben, aber ich finde, dass soll es auch nicht wenn es nicht zum Menschen gehört. Eine Biographie soll doch identisch sein und nicht jemanden anders wieder geben. Sie ist ein einfaches Mädchen gewesen... und das ist doch ganz gut so. Also ich kann das Buch nur jedem Empfehlen der sich für andere Kulturen oder auch sonst, für die Lebensgeschichte anderer interessiert.

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