Yanis Varoufakis Time for Change

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Inhaltsangabe zu „Time for Change“ von Yanis Varoufakis

Yanis Varoufakis kämpft als Politiker, Ökonom und Buchautor dafür, die Märkte einer demokratischen Kontrolle zu unterwerfen. In Time for Change entfaltet er die Grundlagen seines Denkens, indem er seiner Tochter die Welt der Wirtschaft erklärt. Leidenschaftlich und mit allgemein verständlichen Worten führt er sie und seine Leser an Themen wie Ungleichheit, Krise, Schulden und die europäische Finanzpolitik heran. Und er macht Mut, dass Veränderungen möglich sind.

Leicht verständlich erklärt und mit der nötigen Portion Witz. Unerwartet sympathische Wirtschafts-Lehrstunde mit tollen aktuellen Bezügen

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  • Anschaulich, verständlich und hervorragend, um aktuelle Probleme besser verstehen zu können

    Time for Change
    coala_books

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    Yanis Varoufakis ist vor allem bekannt als ehemaliger Finanzminister Griechenlands, er ist jedoch auch renommierter Wirtschaftprofessor. Mit seinem neuen Buch zeigt er zudem, dass er es versteht, auch komplizierte Sachverhalte leicht verständlich zu erklären. Wie ich versuche, die Wirtschaft zu erklären, trifft das Thema des Buches im Großen und Ganzen. Im Buch wird auf die geschichtliche Entwicklung von Wirtschaftlichem Handeln eingegangen - vom reinen Tausch über Geld bis hin zu reinen fiktiven Transaktionen. Wir lernen, was eigentlich Ungleichheit wirklich ist, und wie man den Begriff Arbeitslosigkeit aus wirtschaftlichem Standpunkt betrachtet. Wie kommt es zur aktuellen Krisensituation, wie entstehen Schulden und warum brauchen wir diese eigentlich? Es wird auch Missstände hingewiesen und zum Nachdenken angeregt. Lösungen werden dagegen eher nicht vorgegeben und wären in solch einem Buch auch nicht angebracht. Verstehen und selber Gedanken machen ist daher hier die Devise. Komplexe Sachverhalte werden dabei schön Schritt für Schritt erklärt und man hangelt sich thematisch in immer komplizierte Gefilde vor. Dabei benutzt Varoufakis bekannte Beispiele aus Literatur und Unterhaltung wie Mary Shelleys “Frankenstein” oder auch den Film “Matrix”, um Zusammenhänge zu erklären und anschaulicher zu verdeutlichen. Die Sprache ist dabei zwar leicht verständlich, jedoch nicht zu einfach gehalten. Es werden durchaus Fachbegriffe verwendet, die man jedoch mit den Erklärungen verstehen sollte. Ob es jetzt für kleinere Kinder geeignet ist, wenn Begriffe wie Akkumulation oder auch imperialistisch verwendet werden, wage ich zu bezweifeln. Jedoch ist das Buch gut verständlich für den normalen Wirtschaftslaien, der die Zusammenhänge der aktuellen Krise etwas besser zu verstehen versucht. Und Varoufakis versteht es, dies auch dem Leser zu vermitteln und zwar mit einer sehr sympathischen und manchmal sogar leicht ironischen und witzigen Weise, dass man zwar ein Wirtschaftsbuch liest, sich jedoch trotzdem unterhalten fühlt.

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  • Ein schlaues Buch von einem schlauen Menschen

    Time for Change
    Denkfabrik

    Denkfabrik

    13. December 2015 um 17:01

    Warum habe ich mir dieses Buch gekauft? Die Argumentation von Varoufakis bei einer Podiumsdiskussion hat mich fasziniert. Der ehemalige Finanzminister wirkte authentisch und zeigte auch Fehler des eigenen (griechischen) Systems auf. Auf die Anmerkungen anderer Personen ging er kooperativ und reflektiert ein. Mit gewissen Sympathien kaufte ich also das Buch. Die Rezension verfolgt eine objektive Darstellung. Zum Inhalt: Das Buch liest sich wie ein Kurz-Skript zur „Einführung in die Volkswirtschaftslehre“ aber mit weitaus mehr kritischen Gedanken.  So beschäftigt sich Varoufakis anfangs mit der Frage: „Warum gibt es Ungleichheit?“ und baut auf diesem Fundament sein Buch auf. Er erklärt den Tauschhandel bzw. Geld, das Streben nach Gewinn, die Kreditvergabe und taucht narrativ, und damit wesentlich interessanter als 0815 VWL-Vorlesungen, in die Wirtschaftstheorie ein.  Der Unterschied zwischen Lebenswert und Tauschwert ist dem Autor besonders wichtig, was den Ökonomen sympathisch macht aber/und seine politisch Orientiertheit zum linken Spektrum etwas hervorscheinen lässt. Zusätzlich grenzt er sich durch klare Aussagen zur Arbeitslosigkeit von den Neoklassikern ab. Schlussendlich gibt es einen Seitenhieb gegen die eigene Zunft – den Wirtschaftswissenschaftlern. Die Wissenschaft dahinter nennt er „Astrologie“ - Eine Prise Humor zum Schluss. Diese Kritik passt zu dem öffentlichen Auftreten von Varoufakis. Besonders gut gefallen mir die nach jedem Kapitel abschließenden Zusammenfassungen, die das Wichtigste des Textes noch einmal für den Leser aufbereiten. Der Schreibstil und die historische Argumentation ähnelt sehr stark Adam Smith in „Der Wohlstand der Nationen“, was mir gut gefallen hat, da Beispiele immer wieder seine Argumentation verdeutlichten und tlw. direkt damit in Verbindung standen. Kritik muss aber genau bei der historischen Argumentation geäußert werden. Die Fakten sind zwar anschaulich präsentiert und deshalb simplifiziert, könnten aber bei genauer Nachprüfung bemängelt werden. Auch als Erfinder der Dampfmaschine benennt der Autor nicht Newcomen, sondern fälschlicherweise Watt. Fazit: Ein schlaues Buch von einem schlauen Menschen. Wer die gegenwärtige Wirtschaft und die Geschichte dahinter in ihren Grundzügen verstehen will ist hier richtig. Fast ohne Fachtermini werden Wirtschaftswissen und gleichzeitig die Schwächen des Gesamtsystems vermittelt. Varoufakis zeigt die Argumentationsschwächen von Wirtschaftswissenschaftlern auf, plädiert für mehr Menschlichkeit und geht auf weitere Sachverhalte ein, die Du selbst in dem Buch nachlesen kannst - es lohnt sich!

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  • Unbedingt lesen!

    Time for Change
    leucoryx

    leucoryx

    11. December 2015 um 11:03

    In dem Sachbuch "Time for Change" erklärt - wie der Untetitel bereits ankündigt - Herr Varoufakis seiner Tochter und somit dem Leser auf eine leichtverständliche Art und Weise wie die Wirtschaft heutzutage entwickelt hat. Wie sie etnstanden ist und welche Probleme sie aufweist. Ich kann nicht sagen, dass ich das Cover glücklich gewählt finde, aber die Grundidee des Buches hat mich sehr angesprochen. Ich habe zugeben keine Ahnung von Wirtschaft. Das bisschen, dass ich wusste kam mir so merkwürdig vor, dass ich da nie genaueres wissen wollte. Der Autor hat mich in meiner Annahme mehr als bestätigt: die Wirtschaft ist alles andere als eine Naturwissenschaft, sondern baut auf Hoffnung, Optimismus, Gier, Angst und jegliche anderen Emotionen zu denen ein Mensch fähig ist. Und da Menschen keine Maschinen sind, funktioniert das ganze System nicht stabil. Der Autor verwendet viele bekannte Beispiele aus Literatur und Film, um komplexe Sachverhalte dem Leser einfach und allegorisch verständlich zu machen. Genau das gelingt dem Autor zweifelslos. Er gibt einen gut verständlichen Überblick über die Wirtschaft und versucht den Leser zu animieren mit Sachverstand an die Dinge heranzugehen. Objektiv bleibt er dabei nicht, aber die Kernaussagen kommen an. Enttäuschend fand ich jedeglich das Ende, denn alles was er sagt ist, dass er dem Leser nur die Wahrheit aufzeigt. Das stimmt: er zieht keine weitergreifende Rückschlüsse daraus oder zeigt Alternativen auf, keine Maßnahmen, die man ergreifen könnten. Er führt als Beispiel die Bitcoins an, die jedoch auch gescheitert sind. Wenn Wissenschaft eine Naturwissenschaft ist, dann würde ich sagen, handelt es sich hier um ein populärwissenschaftliches Buch. Es gibt der breiten Bevölkerung einen leichten Einstieg in die Thematik und regt eventuell (/hoffentlich) an, sich eingehender damit zu beschäftigen. Was es nicht bietet sind Alternativen. Somit schafft er kein Aufbegehren, sondern nur den Hinweis darauf, dass hier etwas schief läuft, was sich wiederum die meisten wahrscheinlich shcon gedacht haben).

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  • Wirtschaft und ihre Funktionsweise erklärt vom Mann mit dem linken Herzen und scheußlichen Hemdfarbe

    Time for Change
    thursdaynext

    thursdaynext

    Der ehemalige linke Finanzminister Yanis Varoufakis erklärt seiner Tochter, und geneigten Lesern wie Wirtschaft funktioniert, und weshalb sie nicht funktioniert für den Großteil der Menschheit. Das macht er gut. Verstanden hat man es danach. Auch seine Beispiele zur Industrialisierung – ja, er holt weit aus, bis zu den Anfängen des Geldes, zu Tauschwert und Lebenswert und anderem - sind sehr clever ausgewählt, bemühen Film – und Buchklassiker, sind intelligent und anschaulich, geben Anreiz sich selbst eine eigene Meinung zu bilden und nachzuforschen und dennoch. Das Buch mißfiel mir. Dabei stehen Autor und ich auf derselben Seite, beide sind wir links der Mitte zu finden, aber stilistisch empand ich das Buch als zu dozierend, teils besserwisserisch von oben herab. Sicher er wendet sich im Text an seine Tochter, die wird das gewöhnt sein, mir ging es auf die Nerven. Dabei ist es ein gutes Sachbuch, dessen Intention: Time for Change jedwede Berchetigung hat. Schön wäre es, wenn dieses Buch zusätzlich zur bloßen Wissensvermittlung ein breitflächiges Umdenken anstossen würde. Alle weiterführenden Thesen, die Varoufakis anhand der von ihm dargestellten Sachlage und der damit verknüpften Schieflage der Welt - die allein dem Neokapitalismus anzulasten ist und jenen die davon profitieren zu Lasten unseres Planeten und der menschlichen Ethik – sind hieb- und stichfest, eloquent ausgeführt und doch...HUMOR hätte ganz sicher nicht geschadet. Der fehlt leider vöölig. Die Tochter einer Freundin meiner Kollegin hatte Vorlesungen bei Varoufakis, war sehr angetan davon, ob von der Wisensvermittlung an sich, seinem Intellekt oder seinem Sexapeal konnte ich nicht eruieren. Mir persönlich war das Buch zu öde, als Einschlafhilfe sehr nützlich, und in kurzen Happen gut konsumierbar, aber - wie ursprünglich geplant – an meinen Sohn werde ich es nicht weitergeben. Ich kann den Finger nicht exakt drauf legen -Time for Change ist es tatsächlich schon lange, das mahnt auch der Club of Rome, das sieht wer mit offenen Augen durch die Welt geht, wer miterlebt wie unsere Demokratie zu einer traurigen Farce verkommt – Time for Change missfiel mir trotz aller wahren und guten Ansätze die darin vorkommen, trotz Varoufakis erkläreischem Können, der es schafft den roten Faden beizubehalten und dennoch große Bögen zu ziehen und auf den Punkt zu kommen. Lohnenswert für Wirtschaftsanfänger ist Time for Change sicher. Vertiefen muss jeder für sich selbst. Wärmsten empfehlen kann ich dagegen John Lanchester http://www.lovelybooks.de/autor/John-Lanchester/Warum-jeder-jedem-etwas-schuldet-und-keiner-jemals-etwas-zur%C3%BCckzahlt-1045700410-w/ Sachbuchlektüre die Spaß macht und humorvoll lehrt. Vier widerwillige aber respektable Sterne für Varoufakis Erklärungen.

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