Yann Arthus-Bertrand

 4.8 Sterne bei 63 Bewertungen
Autor von Die Erde von oben, Die Erde von oben - Tag für Tag und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Yann Arthus-Bertrand

Yann Arthus-Bertrand, geboren 1946, hatte schon immer eine Leidenschaft für die Natur. 2005 gründete er die Non-Profit-Organisation „GoodPlanet“, die Lösungen für eine nachhaltigere Lebensweise entwickeln und das öffentliche Bewusstsein für Umweltfragen schärfen will. Sein Fotoband „Die Erde von oben“ ist ein großer internationaler Erfolg und wurde mehr als 3 Millionen Mal verkauft. Arthus-Bertrand ist auch Produzent und Author des Films HOME (2009), einer Bestandsaufnahme unseres Planeten, die zeigt, welchen Herausforderungen wir uns werden stellen müssen, wenn wir die Erde nicht schützen. Mehr als 400 Millionen Menschen haben den Film seit Veröffentlichung gesehen. 2009 wurde Yann Arthus-Bertrand für sein Engagement für die Umwelt zum Sonderbotschafter des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP) ernannt.

Quelle: Verlag / vlb

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Zuviel Hitze hier auf dieser Welt!

Neu erschienen am 09.09.2020 als Buch bei Scherz & Schund Fabrik e.U..

Alle Bücher von Yann Arthus-Bertrand

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Cover des Buches Die Erde von oben (ISBN: 9783894054083)

Die Erde von oben

 (25)
Erschienen am 01.11.2005
Cover des Buches Die Erde von oben - Tag für Tag (ISBN: 9783896601049)

Die Erde von oben - Tag für Tag

 (7)
Erschienen am 15.10.2001
Cover des Buches Home (ISBN: 9783868731477)

Home

 (4)
Erschienen am 28.05.2009
Cover des Buches Woman (ISBN: 9783957283115)

Woman

 (3)
Erschienen am 21.02.2020
Cover des Buches Die Erde von oben - für Kinder erzählt (ISBN: 9783896601179)

Die Erde von oben - für Kinder erzählt

 (3)
Erschienen am 01.02.2002
Cover des Buches Die Erde von oben – 20 Jahre danach (ISBN: 9783954160464)

Die Erde von oben – 20 Jahre danach

 (2)
Erschienen am 06.12.2013
Cover des Buches Die Erde vom All (ISBN: 9783868736427)

Die Erde vom All

 (2)
Erschienen am 20.02.2014
Cover des Buches Einer unter 7 Milliarden (ISBN: 9783868735857)

Einer unter 7 Milliarden

 (1)
Erschienen am 19.02.2013

Neue Rezensionen zu Yann Arthus-Bertrand

Neu
H

Rezension zu "Woman" von Yann Arthus-Bertrand

Die Faszination der Frauen
Highlandervor 8 Monaten

Pünktlich zum Abend des Weltfrauentages möchte ich euch den neu erschienenen Bildband "Woman" von Yann Arthus-Bertrand und Anastasia Mikova vorstellen. Nach ihrem großen Erfolgsfilm "Human" gab es nun den Film "Woman" und dazu halte ich den Bildband in den Händen.

Das Konzept ist so einfach wie genial. Frauen aus allen Ecken, Lebensverhältnissen und Kulturen der Welt werden interviewt und erzeugen so ein bewegendes, ein tief berührendes Bild zur Weiblichkeit auf unserem Planeten. 

In Kapiteln wie "Frau sein", "Mutter werden" und "Über Gewalt reden" erfährt der Leser Geschichten, die nicht so leicht zu vergessen sind. Dass es sich hier nicht um traurige Einzelschicksale handelt, sondern ein umfassendes Bild zur Lage der Frau skizziert wird, zeigen die Statistiken und informativen Berichte, die sich ebenfalls in dem Buch finden. Meistens werden Porträts der Frauen gezeigt, die mit einem dazugehörigen Ausschnitt aus dem Interview angereichert werden. Ich vermute, dass im Film noch mehr Details bekannt werden und werde ihn daher bald ansehen.

Auch wenn das Buch eine Ode an die Frau ist, erkenne ich doch ebenso ein großes Zeichen für mehr Menschlichkeit. Viele Kulturen sind ein Segen, sie verheißen einen wertvollen Diskurs, vor dem zu verwehren ein großer Fehler ist. Jeder Mensch ist anders und das ist gut so. Jeder Mensch hat seine Geschichte und jede Geschichte verdient es gehört zu werden. Ob es die ältere Dame ist, die sich und ihren Körper liebt oder die Aktivistin, die dafür gekämpft, dass Frauen nicht das widerfährt, was ihr selbst geschehen ist.

Ich finde die Idee des Buches großartig. Obwohl ich ebenso die Erkenntnisse des Buches teilweise erschreckend fand. Teilweise aber auch wunderschön. Natürlich habe ich das Buch nicht in einem durchgesehen, aber dadurch entdecke ich bei jedem Durchblättern etwas Neues und werde mich noch lange daran erfreuen.

Schließlich sehe ich das Buch als Appell, ebenso wie den heutigen Tag. Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau ist noch weit weg. Frauen werden nach wie vor zu wenig gehört und müssen ungleich mehr Leid ertragen als Männer. Der alte, weiße Mann gehört der Vergangenheit an, genauso wie der Respekt für die Würde der Frau, ihr Recht auf sexuelle Selbstbestimmung und die simple Akzeptanz für positive Veränderung in den Geschlechterrollen unser aller Aufgabe für die kommenden Jahre sein müssen.

Ein Glückwunsch zum Weltfrauentag soll an dieser Stelle explizit nicht stehen, stattdessen ein Aufruf - insbesondere an die Männer: Seid wie das Buch "Woman", gebt Frauen die Chance auf Gleichstellung und zeigt Sexismus und Machogehabe die rote Karte!

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Rezension zu "Woman" von Yann Arthus-Bertrand

Dieses Buch gibt Frauen eine Stimme und zeigt ihre Sicht auf die Welt.
sommerlesevor 8 Monaten

In seinem Bildband "Woman" gibt der Fotograf Yann Arthus-Bertrand nach seinem erfolgreichen Film- und Buchprojekt "Human" Tausenden einzelner Frauen weltweit eine Stimme. Anastasia Mikova war als Co-Regisseurin im Film tätig. Das Buch erscheint im Großformat mit einzigartigen Fotos im Knesebeck Verlag. 


Anhand der Stellung der Frauen in einem Land kann man erkennen, inwieweit es eine gesunde Gesellschaft ist. 75% aller Analphabeten der Welt sind weiblich. Noch immer werden viele Frauen in eine Ehe gezwungen, noch immer fehlen Bildungschancen und noch immer ertragen viele ihr Leben, statt ihren Weg selbst zu bestimmen. Dabei sind es gerade die Frauen, die ihre Familien ernähren und somit als Stütze der gesellschaftlichen Entwicklung dient.  


"Die Frau ist die Mutter der Menschheit." Zitat Seite 163 

Auf unzähligen Fotos werden Frauen aus der ganzen Welt vorgestellt, sie zeigen, was Frauen weltweit bewegt. In kurzen Statements geben sie Einblicke in ihr Leben, zu ihrer Meinung und zu ihrer Persönlichkeit. Dabei ist es ein Querschnitt unterschiedlichen Alters und Nationalität, manche Frauen sind sehr individuell dargestellt, nicht jede Frau ist im klassischen Sinne schön, aber durch ihre Geschichte sind sie das auf alle Fälle. 

Die Themen sind vielfältig, es geht um Schönheitsideale, Mutterliebe, um Regelblutung, arrangierte Ehen, Polygamie, Müttersterblichkeit, Bildungsmangel, Unterdrückung von Frauen und Gewalt, Vergewaltigung, sexuelle Selbstbestimmung, Lebenschancen und Hoffnungen. Viele Frauen können sich ihr Leben und ihr Umfeld nicht aussuchen.


Dank der Verbindung von Bild und persönlichem Eintrag kommen die Lebenswege, Hintergründe und Situationen der Frauen gut zum Ausdruck. Die persönlichen Aussagen sind relativ kurz, trotzdem kann man sich ein Bild ihrer Lebenssituation machen.  

Zwischen den Fotostrecken gibt es interessante Grafiken, Berichte und einiges an Hintergrundwissen, welche über die Situation von Frauen weltweit informieren. Welche Bildungsmöglichkeiten stehen Frauen zur Verfügung, wann beenden sie ihre Schulzeit und wieviele werden immer noch tagtäglich an Genitalien zerstümmelt?


Diese Themen berühren, wühlen auf und machen klar, dass hier endlich gehandelt werden muss. Allein im Jahr 2016 mussten laut Unicef mehr als 200 Millionen Frauen eine Genitalverstümmelung oder Beschneidung über sich ergehen lassen.  

Man schätzt, das allein 60 Millionen ungewollte Schwangerschaften darauf zurückgehen, das keine modernen Verhütungsmittel benutzt wurden. 

Mich hat es erschrocken zu lesen, das es in den USA noch Kinderehen gibt, kaum zu glauben in so einem Staat.  

Einige Organisationen, die sich für Frauenrechte einsetzen und Chancen vermitteln, werden ebenfalls vorgestellt, z.B. CARE International, Women Win

Auch Transgender und das dritte Geschlecht, die Muxes, die in ihrer Heimat Mexiko als Frau anerkannt werden, kommen zu Wort.

Es gelang nur einem Mann neben vielen bekannten Frauen, hier in diesem Buch erwähnt zu werden, und zwar dem Chirurg und Gynäkologen Dennis Mukwege aus dem Kongo. Für seinen unermüdlichen Einsatz durch Operationen an weiblichen Opfern von sexueller Gewalt erhielt er 2018 den Friedensnobelpreis.  


Dies ist ein sehr inspirierendes Buch über Frauenpower. Man sollte sich bewusst machen, dass viele Frauen noch jenseits von Emanzipation leben und Gewaltübergriffe an der Tagesordnung sind. Sexuelle Gewalt, Zwangsverheiratungen, Geschlechtsverstümmelungen und Unterdrückung sind in vielen Ländern noch nicht überwunden. Das muss sich ändern, es muss mehr Möglichkeiten für Frauen geben, an Bildung, Wohlstand und Selbstbestimmung zu gelangen. Dieses Buch gibt ihnen eine Stimme, die nicht ungehört im Raum verhallen sollte. 


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Rezension zu "Die Erde von oben - für Kinder erzählt" von Yann Arthus-Bertrand

Vielfältige Erde
annluvor 2 Jahren

*Als Erstes hat er beschlossen, die Welt von oben zu fotografieren. Nicht von ganz oben, über den Wolken, sondern aus einer Entfernung, aus der man eine andere Sicht auf die Welt und die Menschen hat.*


Das Buch zeigt Fotos des berühmten Fotografen Yann Arthus-Bertrand – aus seinem Werk „Die Erde von oben“. Die Texte und Beschreibungen wurden für Kinder angepasst und zeigen Einblicke in Natur- und Kulturlandschaften, Menschen und ihren Einfluss auf die Umwelt. Die Einleitung übernimmt sein Neffe, der den Fotografen und seine Arbeit vorstellt.



Je Foto wird eine Doppelseite genutzt, die ein großformatiges Foto gezeigt. Eine kurze Beschreibung geht auf das Bild ein. Ergänzt wird das Ganze durch einen Text, der sowohl auf die spezielle Landschaft und Situation eingeht, als auch – zwar nur kurz aber doch – eventuelle Problematiken wie Wasserknappheit, Hungersnot, bedrohte Tierarten werden angesprochen. Rechts oben findet sich eine Weltkarte, auf der gezeigt wird, wo auf der Erde die Fotografie aufgenommen wurde. Sehr interessant sind auch die Aquarelle, die jeweils ein Bild eines (meist jungen) Einwohners der Gegend mit typischer Kleidung oder Tracht zeigt.


Neben den beeindruckenden Fotografien (von denen ich aber einige bereits aus anderen Werken des Fotografen kannte) – die zugleich Kunstwerke und versteckte Aussage waren – haben mir besonders die Aquarelle gut gefallen. Als Ganzes hat das Buch einen sehr guten Eindruck auf mich gemacht.

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