Yann Martel Schiffbruch mit Tiger

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Inhaltsangabe zu „Schiffbruch mit Tiger“ von Yann Martel

"Schiffbruch mit Tiger", das Buch, das alle Herzen im Sturm eroberte, der Weltbestseller - jetzt im Kino!§Yann Martels Roman, der 2002 mit dem Booker Prize ausgezeichnet wurde, erzählt eine unerhört weise und komische Geschichte, die Millionen Leser auf der ganzen Welt fand: Pi Patel, der Sohn eines indischen Zoobesitzers und praktizierender Hinduist, Christ und Muslim erleidet mit einer Hyäne, einem Orang-Utan, einem verletzten Zebra und einem 450 Pfund schweren bengalischen Tiger namens Richard Parker Schiffbruch. Bald hat der Tiger alle erledigt - alle, außer Pi. Allein treiben sie auf einem Rettungsboot auf dem Ozean. Eine wundersame, abenteuerliche Odyssee beginnt.§Von Oscar-Preisträger Ang Lee in 3D verfilmt.

Ein Buch wie es besser kaum sein könnte. Spannend,liebevoll und traurig. Eine Geschichte die alle Emotionen verbindet.

— fliegende_zeilen

Ein Buch, das mich noch lange beschäftigt hat. Werde ich eines Tages wieder lesen

— Norell

Sehr gut geschrieben und extrem bewegend!

— jasmiin_1511

Toller Schreibstil, spannende Handlung, kurz: tolles Leseerlebnis. Werde es mit Sicherheit mehrmals lesen.

— Lui_

Großer Tiger, große Worte, großer Inhalt, großes Buch!

— CleoVomMars

Lieblingsbuch. Schade, dass das Cover nachträglich ersetzt wurde durch das Filmplakat. Die eigene Fantasie kann es meistens besser.

— Jana_Hadam

Eine Reise vom Zoo der Welt, weit hinaus auf den Ozean des Lebens. Ich bin voll und ganz hingerissen und verliebt.

— my_waterdrop

Außergewöhnlich. Fesselnd. Verstörend. Mit einem befreienden Lachen ganz zum Schluss.

— LittleDream

Zum Teil etwas langatmig, aber dennoch eine fantastich beschriebene Reise und eine sehr außergewöhnliche Geschichte.

— Nesaja

Ein sehr schönes Buch! Einfach zu lesen. Gut geschrieben!

— Ankiba

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  • Eine Geschichte mit tieferer Bedeutung

    Schiffbruch mit Tiger

    c_awards_ya_sin

    26. May 2017 um 11:46

    Ein fantastisches Stück Literatur!

    Die Geschichte von Pi und seinem Tiger enthält noch so viel mehr. Durch Pis Gedanken erhält dieses Buch eine solch tiefere Bedeutung -über das Leben, Religion und Freiheit. Ohne je wertend zu sein welcher Glaube oder welche Entscheidung richtig ist lässt es einen über die Dinge nachdenken. Das ist genau das was wir in diesen Zeiten tun sollten.

  • EineGeschichte die einen mit auf eine Reise nimmt

    Schiffbruch mit Tiger

    fliegende_zeilen

    21. May 2017 um 15:38

    HandlungDer Junge Pi Patel (eigentlich Piscine Molitor Patel), Sohn eines Zoobesitzers in Indien und praktizierender Hindu,Christ und Muslim erleidet zusammen mit einem Zebra, einer Hyiene, einem Orang-Utan und einem ausgewachsenen begalischen Tiger Schiffbruch. Doch durch unglückliche Zufälle steht Pi dem Tiger bald allein gegenüber und eine lange ud außergewöhnliche Odyssee beginnt. Bewertung Ich kannte den Film schon bevor ich das Buch las. Und trotzdem erlebte ich die Geschichte nocheinmal neu.Yann Martel schreibt in einem unglaublich packenden Schreibstil, sodass man dieses Buch nur schwer aus der Hand legen kann.Die Umgebung und die Charaktere sind wunderbar beschrieben. Selbst das Verhalten der Tiere wurde so bildhaft dargelegt, dass man sie genau vor sich sehen kann. Anfangs im Zoo und auch später in dem Rettungsbot. Auch Pi selbst hat einen sehr symphatischen Charakter. Man kann  einach mit ihm mitfühlen.Seine Denkweise berührt und lässt einen nicht so schell wieder los. Der Autor lässt Pi selbst manchmal auf fast poetische Art und Weise die Dinge auf dieser Welt erklären.Diese Buch gibt Stoff für Zitate. Mit schwirigen Themen wie Religion wird auf verständliche Art umgegangen, und man sieht sie mal aus einem ganz anderen Licht.So wird unter anderem gezeigt, das egal was ein Mensch glaubt, er immernoch ein Mensch ist, der Fehler macht und Gutes tut.Und das alles großartig verpackt.Die Handlung ist rasant ohne oberflächlich zu werden. Die Geschichte hat seinen ganz eigenen Humor, und ist gut recherchiert.Das "alte" Cover mag zum "neuen" fast schlicht wirken. Beide passen aber zur Handlung.Fazit: Ein Buch das sogar Landratten gefällt. Eine Geschichte die man fast gar nicht nicht mögen kann, und eine Ende das bewegt. Was will man mehr.

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  • Anmerkungen

    Schiffbruch mit Tiger

    jasmiin_1511

    22. April 2017 um 13:40

    Ich habe mir dieses Buch auf einem Flohmarkt gekauft, nachdem ich den Film dazu gesehen habe.Zu Beginn des Buches war ich sehr skeptisch, ich habe etwas gebraucht um in die Story reinzukommen, obwohl ich sie eigentlich schon kannte. Es werde sehr viele Fakten über Tiere und deren Haltung im Zoo dargestellt. Dinge, über die ich mir vorher nie Gedanken gemacht habe. Es war wirklich interessant, so viel neues zu erfahren.Die Geschichte von Pi Patel ist sehr gut geschrieben. Ich konnte das Buch gar nicht aus der Hand legen. Es geht um einen Jungen, der bei einem Schiffbruch seine ganze Familie verliert und mehrere Monate auf einem Rettungsboot mit einem Tiger überlebt, es ist ziemlich bewegend. Yann Martel hat die Dinge, die Pi gemacht hat und die ihm passiert sind, so gut beschrieben, dass ich mich gefühlt habe, als wäre ich selbst auf dem Boot. Die brutalsten Szenen, die im Film weggelassen wurden, wie z.B. dass Pi eine Schildkröte zerlegt oder wie ein Zebra von einer Hyäne gefressen wird, hat er so detailliert beschrieben, dass es mir eiskalt den Rücken runtergelaufen ist.Zudem erfährt man in dem Buch viel über Religion. Pi ist ein sehr gläubiger Mensch und schließt sich in seiner Jugend drei verschiedenen Religionen an. Ich bin kein religiöser Mensch, ich fand es trotzdem sehr interessant, so viel neues zu erfahren. Die Tatsache, dass Pi wegen seines Glauben an Gott und wegen seinem Mut so lange überlebt und danach ein schönes zufriedenes Leben führt, macht ihn so sympathisch. Ich mochte Pi von Anfang an.Dass die Geschichte nicht der Wahrheit entspricht, ist sofort klar, trotzdem hat der Autor sie sehr gut verkauft, sodass man fast meinen könnte es sei die Wahrheit.Das Buch hat mich sehr bewegt und zum Nachdenken angeregt, es gehört definitiv zu einem meiner Lieblingsbücher!

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  • Ungewöhnlich- aber gut

    Schiffbruch mit Tiger

    mesu

    12. March 2017 um 17:09

    Schiffbruch mit Tiger ist kein gewöhnliches Buch. Eigentlich erkennt man erst nach der Lektüre, seinen wahren Wert. Es ist kein Buch zum zwischendurch lesen. Ich finde die Geschichte sehr interessant und man lernt im ersten Drittel des Buches viel über Tiere und den Zoo.  Eigentlich ist es unmöglich, das ein Mensch und ein Tiger zusammen auf einem Boot überleben können, aber Yann Martel zeigt uns in diesem Buch wie es tatsächlich sein könnte. Ein schöner Roman, den man lesen sollte

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  • Ein modernes Gleichnis ...

    Schiffbruch mit Tiger

    CleoVomMars

    10. January 2017 um 11:29

    ... das man stellenweise wohl nie wirklich verstehen wird. Was sagt der Klappentext? In meinem Fall musste der Klappentext gar nichts sagen, er fällt auch nicht sehr aussagekräftig aus, daher verzichten wir an dieser Stelle mal darauf. Wieso habe ich dieses Buch gelesen? Das ist eine schöne Geschichte. Während meiner Vorbereitung auf das Abitur lasen wir im Englisch-Leistungskurs einen Abschnitt (nur wenige Seiten Din-A4) aus diesem Buch. Wir hatten einen groben Anriss vom Inhalt und dieses bisschen Text. Das hat mich damals noch nicht wirklich berührt, es gehörte eben zum Unterricht. Jedoch handelte es sich bei der gelesenen Passage um den Teil, in dem erwähnt wird, dass der Tiger den Namen Richard Parker trägt. Das blieb zumindest im Gedächtnis. Etwa ein Jahr später (es dürfte wohl 2011 gewesen sein - also lange, bevor es den Film gab!) sah ich in einer Bahnhofsbuchhandlung die kleine Fischer-Taschenbuchausgabe mit dem sehr auffälligen Titelbild, bei dem man das Rettungsboot mit dem Tiger und das kleine Floß des Protagonisten aus der Vogelperspektive sieht. Mir war sofort klar, was ich da vor mir hatte, also kaufte ich es. Wie kam ich mit dem Buch voran? Ich war nach ein paar Tagen damit fertig, nutzte die Zugfahrt in den Urlaub und vor Ort die Abende, um es zu lesen. Nach anfänglicher Holprigkeit fand ich schnell in die Geschichte und fühlte mich sehr wohl darin. Was halte ich von diesem Buch? Es ist wunderbar. Den Einstieg bildet die Erklärung über die (fiktive) Entstehung des Buches, in der der (fiktive) Autor beschreibt, wie er mit dem (fiktiven) Protagonisten gesprochen und sich die ganze schier unglaubliche Geschichte hat erzählen lassen. Daraufhin erfahren wir vieles über die Kindheit und Jugend des Protagonisten Piscine, kurz Pi, in Indien, wo seine Familie einen Zoo besaß und er schon früh lernte, dass es wilde Tiere waren, die sie dort betreuten, keine Schmusetiere. Außerdem bekommen wir einen Einblick in die religiösen Ansichten des Jungen. Eines Tages beschließt die Familie, mitsamt allen Tieren auszuwandern. Der gesamte Besitz wird auf ein Schiff verfrachtet, das in einem Sturm sinkt. Pi kann sich in ein Rettungsboot retten, zusammen mit einem Orang-Utan, einem verletzten Zebra und einer Hyäne. Nach kurzer Zeit muss er jedoch feststellen, dass es noch einen weiteren Passagier gibt: den Tiger Richard Parker. Es dauert nicht allzu lange, bis nur noch der Junge und der Tiger übrig sind. Es beginnt ein Überlebenskampf auf wenigen Quadratmetern. Allein die Art und Weise, wie Pi es über einen schier endlosen Zeitraum schafft, sich selbst und auch den Tiger am Leben zu erhalten, ist interessant und spannend zu lesen. Zudem zeichnet Martel wundervolle Bilder, die man in der Wüste des offenen Meeres kaum erwarten würde. Er schafft es, eine beinahe märchenhafte Erzählung zu spinnen, die tiefgründig ist und trotzdem den Charakter einer Abenteuergeschichte hat. Auf Pis Reise geschehen einige seltsam anmutender Dinge, von denen ich eines noch immer nicht ganz ergründet habe. Achtung, jetzt folgen Spoiler! . . . . . Pi erblindet für einige Zeit und trifft währenddessen auf einen anderen Schiffbrüchigen, der ihn verspeisen will. Der - erwartungsgemäß hungrige - Tiger rettet ihn. Es ist nicht ganz klar, ob es dem Tiger bewusst ist, doch Pi weiß in dieser Situation schon lange, dass die beiden sich gegenseitig brauchen, um überleben zu können, obwohl von Richard Parker auch eine ständige Gefahr ausgeht. Der Junge füttert ihn, hält ihn am Leben - und wird von dem wilden Tier gerettet. Ein anderes mal trifft das Rettungsboot auf eine Art schwimmender Insel aus Algen, die von kleinen Erdmännchen bevölkert wird. Nachts verwandelt sich der Pflanzige Untergrund jedoch in eine giftige Falle und Pi entdeckt Zähne in der Pflanze, die darauf hinweisen, dass ihr schon andere Schiffbrüchige zum Opfer gefallen sind. Ich habe bis heute nicht ganz verstanden, was Martel mit diesem Abschnitt ausdrücken wollte, der auch biologisch sehr phantastisch auf mich wirkt. Vielleicht ist es ein Gleichnis für das, was Prinzessin Fiona in Shrek einmal sagte: "Bei Nacht ist es so, bei Tage ganz anders" - möglicherweise anwendbar auf viele Situationen des Lebens, in denen es zwei Seiten der Medaille gibt. Und danach? Das Buch hat mich auf eine unerklärliche Art und Weise sehr glücklich gemacht. Es erzählt eine Geschichte (von der man zu Anfang denken mag, sie sei ein Bericht über Ereignisse, die tatsächlich stattgefunden haben) über Menschlichkeit, über das Vergeben. Es ist eine sehr religiöse Geschichte, die gerade in der heutigen Zeit einen Kontrast zu der allgemeinen Ansicht bietet, Religion sei das, was unsere Menschlichkeit zerrüttet. Sie kann auch ganz anders wirken, wenn man sich mehreren Religionen gegenüber öffnet, so wie unser Protagonist es getan hat. Wer sollte dieses Buch lesen? Menschen, die Freude am geschriebenen Wort haben und an einer Geschichte, die wirklich eine Geschichte erzählt und sich nicht nur auf die 'spannenden' Aspekte beschränkt. Der Einstieg in das Buch wirkt ein wenig schwer durch all die Informationen, die zuerst unnötig erscheinen mögen, doch sie helfen, Piscine auf den letzten Seiten besser zu verstehen. Wie ist der Film? Ich habe mich riesig gefreut, als ich hörte, dass Schiffbruch mit Tiger verfilmt wird, befürchtete aber, dass man, der 'Spannung' wegen, vieles ändern würde. Das ist glücklicherweise nicht passiert! Ich fand das toll, viele Kinogänger ... eher nicht. Als ich im Kino saß, saß in der Reihe vor mir eine Familie, Eltern um die 40, Kinder im Teenageralter. Typ 'Bücher? Was soll das sein?'. Der Vater wetterte die erste Viertelstunde lang so extrem über die langsam in Fahrt kommende Story, dass sie, kurz bevor es zum 'interessanten Teil' kam, den Saal verlassen haben. Eine Wohltat! Denn ich fand den Film unheimlich beeindruckend, gerade weil er sich so nah an die Romanvorlage hält und nur einen Teil auslässt, der auch filmisch sehr schwer umzusetzen gewesen wäre (siehe Spoiler - und ich meine damit den Teil, der m.E.n. biologisch realistischer ist). Die wunderschönen Bilder, denen die 3. Dimension tatsächlich gut tat, unterstreichen noch die zauberhafte Geschichte. Ich habe wirklich selten eine so extrem gute Buchverfilmung gesehen!

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  • Yann Martel - Schiffbruch mit Tiger

    Schiffbruch mit Tiger

    Ankiba

    17. August 2016 um 23:09

    Ich habe das Buch gesehen und wollte es gleich haben, denn zu dem Zeitpunkt sollte am Wochenende der Film dazu im Fernsehen laufen. Mich haben die dort gezeigten Ausschnitte neugierig gemacht. Als ich anfing zu lesen,  wußte ich nur das,  was auch der Titel besagt. Da war ich dann erstaunt, das es nicht mit einer Schiffsreise anfing. Trotzdem las ich weiter, denn die Lebensgeschichte von Pi Pate war interessant geschrieben. Da kann man doch glatt mal lesen, wie oder warum sich jemand nicht für eine  Glauben entscheiden kann,  Auch der Teil, als er eine neue Schule besucht und dafür sorgt, daß sein Name ihn nicht wieder zum Gespött der Schule macht.  Als die gNze Familie an Bord waren und die la gesehnte Reise begann, da musste ich unweigerlich an die Arche denken Das mit dem kentern des Schiffes und bis er im Rettungsboot sitzt,hätte etwas aufregender geschrieben werden können. Es kann Berlin auch sein, das es mir so ging, denn ich lese am liebsten Thriller oder Krimis. Ich finde Yann Martel beweist das Phantasie und Realität dicht bei einander liegen könne . Den Rest der Reise bis zur Rettung ist so geschrieben,  daß wenn man am Lesen ist, man sich nur schwer vom Buch trennen kann. Will man doch wissen was aus Pi Pate und dem Tiger wird  Bei dem Teil mit der Insel fehle es mir wieder an Spannung.....und schließlich die Rettung war, .....   Nee, darüber sag ich nix. DS dürft ihr schön selber nachlesen.Wie gesagt, mir hat das lesen des Buches Spaß gemacht und wer mal

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  • WIE war es denn nun wirklich?

    Schiffbruch mit Tiger

    Suhani

    04. August 2016 um 00:10

    Normalerweise lese ich nicht gerne Bücher, die so anfangen.Aber hier erzählt der Autor wie dieses Buch entstanden ist und das allein lohnt sich schon zu lesen.Yann Martel hat so eine leichte Erzählweise, das ich beim Vorwort öfters ein Schmunzeln im Gesicht hatte. Dabei ist es nicht direkt witzig geschrieben, es ist einfach die Ausdrucksweise, die wie trockener Humor für mich rüber kam.Dann erzählt der erste Teil von dem Jungen Pi Partel, dessen Vater der Zoobesitzer ist und wie sein Leben als dessen Sohn ist.Während man nun Pi durch den Zooalltag begleitet, erfährt man nebenbei einiges über die Tiere dort und wieso der Tiger Richard Parker heißt.Jetzt könnte man meinen, das der Teil langweilig wäre.Dem ist aber nicht so!Im zweiten Teil kommt nun zur Schiffsfahrt und somit zum eigentlichen Teil, nämlich dem Schiffsunglück.Es kommt zu der Katastrophe und Pi findet sich als einziger Überlebender in einem Rettungsboot wieder - aber eben doch nicht allein.Mit dabei ist eine Hyäne, ein Orang Uta, ein verletztes Zebra und eben Richard Parker, der bengalische Tiger.Was jetzt kommt, ist die Frage, wie kann man in so einer Situation überleben?Das es auch blutig auf diesem Rettungsboot zuging, kann man sich ja schon gut selber denken, aber das Überleben von Pi war einfach spannend faszinierend!Und sogar hier geht einiges so ins Detail, das man schon meint damit selber in so einer Situation überleben zu können. Und so manches Mal habe ich die Anspannung und auch den trockenen Mund von Pi selber beim Lesen gespürt.Hat mich der erste und zweite Teil schon gefesselt und nicht mehr los gelassen, so hat mich der dritte Teil vollends mit offenem Mund zurück gelassen!DIE Wendung hätte ich NIE erwartet!Ich hab das Buch mittlerweile schon dreimal gelesen, ich weiß wie es aus geht und TROZDEM sitz ich am Ende wieder mit der gleiche Frage da -WIE war es denn nun wirklich?Bis jetzt hat mich noch nie ein Buch SO beschäftigt und am Ende SO fasziniert!Und ich habe mittlerweile schon ca. 2000 Bücher gelesen, wo schon viele gute Bücher dabei waren.Es ist so leicht geschrieben, bei mir ist wirklich Kopfkino abgelaufen das ich alles so vor Augen gesehen habe, wie es geschrieben ist.Habe das Buch in einer Nacht durch gelesen.Einer Aussage kann ich allerdings nicht zustimmen:[]"... eine Geschichte, die sie an Gott glauben lässt."[]Wer vor her nicht an ihn glaubt, der wird auch nach diesem Buch nicht an Gott glauben.Aber wie zwanglos und ohne Kritik an einer bestimmten Glaubensrichtung in diesem Buch umgegangen wird, daran sollte man sich auch als Nichtgläubiger ein Beispiel nehmen.Keine Religion wird verurteilt und keine als die bessere heraus gestellt!Selbst wenn hier über Glauben philosophiert wird, steht er mehr als eine gestammte Einheit da, statt das er in getrennte Richtungen geht und die Menschen von einander trennt.Na dem Motto, jedem das seine, aber trotzdem alle zusammen, ohne dabei bekehren zu wollen.Für mich einfach eine geniale Geschichte!

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  • Rezension zu "Schiffbruch mit Tiger" von Yann Martel

    Schiffbruch mit Tiger

    Melie1995

    07. May 2016 um 12:30

    Klappentext: Pi Patel, der Sohn eines indischen Zoobesitzers und praktizierender Hindu, Christ und Muslim erleidet mit einer Hyäne, einem Orang-Utan, einem verletzten Zebra und einem 450 Pfund schweren bengalischen Tiger namens Richard Parker Schiffbruch. Bald hat der Tiger alle erledigt – alle, außer Pi. Alleine treiben sie in einem Rettungsboot auf dem Ozean. Eine wundersame, abenteuerliche Odyssee beginnt. Meine Meinung: Schiffbruch mit Tiger von Yann Martel spielt im Jahr 1977 in Indien. Protagonist dieses Buches ist Piscine Molitor Patel oder kurz Pi genannt wie die mathematische Formel Pi. „Ich heiße Piscine Molitor Patel, besser bekannt als Pi Patel π = 3,14“. Seite 40-41 Den Film zu diesem Buch habe ich schon gesehen. Das Buch habe ich gewonnen beim „Welttag des Buches“ im Jahr 2014. Seit dem lag das Buch bei mir nur im Regal. So dann habe ich mir das Buch dann zum Lesen geschnappt. Das Buch ist in drei Teile aufgebaut. Im ersten Teil stellt sich Pi sich und seine Familie vor sowie den Zoo, den sie betreiben. Leider war ich am Anfang nicht so begeistert von dem Buch. Es hat sich sehr gezogen oder manche Sachen habe ich nicht richtig verstanden. Meine Erwartungen waren so dann von 100 % auf 0 % geschrumpft. So hab ich dann das Buch erst mal für viele Wochen und Monate auf die Seiten gelegt, weil es mich nicht mehr gereizt hat. Irgendwann habe ich dann wieder meinen Mut gefunden es doch wieder weiter, lesen. Im Laufe des mittleren Teils des Buches wurde es endlich interessant. Pi befindet sich als Schiffbrüchiger zusammen mit dem Zootiger Richard Parcker in einem Rettungsboot. Zusammen versuchen sie irgendwie, übererleben. Ab da wurden die Gedanken und Handlungen sowie das Zusammenleben eines bengalischen Tigers sehr interessant. Die Seiten flogen nur so dahin und der Autor hat mit seiner Geschichte endlich ein Interesse geweckt. Ist ja auch gar nicht so einfach mit einem Tiger auf so einem kleinen Rettungsboot. „Ich habe Ihnen zwei Geschichten über das erzählt, was in den 277 Tagen dazwischen Geschehen ist.“ Seite 379 So folgt man nun der Handlung über das Überleben der beiden. Bis zum Schluss habe ich das Buch dann aufgesaugt und die Kapitel häppchenweise gelesen. Fazit: Am Anfang kann man leider nicht sehr viel Erwarten von dem Buch, da hat mich der Autor Yann Martel mit seinem Buch „Schiffbruch mit Tiger“ vollkommen enttäuscht. Wer aber warten kann und durchhält bis zur Mitte des Buches erlebt eine tolle Geschichte danach über ein Überlebenskampf und einer freundschaftlichen Entwicklung zwischen Mensch und Tiger.

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  • Völlig umsonst gehyptes Buch..

    Schiffbruch mit Tiger

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    23. March 2016 um 01:50

    Dieser Roman hat sich an mich herangeschlichen wie ein Tiger (kleiner Scherz am Rande). Er kam mir einmal unter die Augen und ich hatte im Hinterkopf, dass es dazu einen Film gibt, also habe ich es mitgenommen. Ich habe so den Tick, dass ich verfilmte Bücher einfach lesen muss, da ich dann sofort das Gefühl habe es muss gut sein um verfilmt zu werden. Der Klappentext verspricht auf jeden Fall eine interessante Geschichte, also habe ich angefangen zu lesen. Ich las und las und las und war schon sehr bald bei der Hälfte des Buches angelangt. Es ist mir nichts aufgefallen, was dieses Buch so hervorstechend gegenüber anderen Büchern machte um einen Film zu rechtfertigen. Also landete es erst einmal ein paar Tage unbeachtet auf meinem Nachttisch. Weil es gegen meine Natur ist ein Buch abzubrechen, habe ich dann wieder weitergelesen. Zugegeben, es wurde interessanter. Doch dann kam ich immer näher ans Ende und dieser Roman endete so abrupt und unbefriedigend, ich war wirklich entsetzt. So ein unschönes Ende habe ich bei einem Buch noch nie gehabt. Noch nicht einmal bei der „Wächter“-Reihe von Sergej Lukjanenko, wo man erst am Ende des Buches erfährt, ob es einen weiteren Teil gibt oder nicht. Ich habe den Roman vor ein paar Tagen beendet und bin immer noch ein wenig erschüttert über das Ende. Und das nicht im positiven Sinn. Es ist einfach….Falsch. Schlichtweg FALSCH. Es mag sein, dass mir jetzt viele widersprechen und dieses Buch super toll finden, doch ich bin enttäuscht und auch den Film werde ich mir jetzt nicht mehr ansehen. Ich hatte im Hinterkopf im Nachhinein den Film als Vergleich zu sehen, doch die Lust darauf ist mir komplett vergangen. Am Ende einer Rezension schreibe ich ja oft eine Empfehlung aus, doch diesmal sage ich ganz deutlich: Ich würde niemandem das Buch empfehlen. Es ruft in mir ein so negatives Gefühl aus, dass es sein Geld in meinen Augen einfach nicht wert ist. So eine Empfehlung habe ich noch nie ausgesprochen – und ich habe schon viele Bücher gelesen und besprochen – denn ich finde, dass ein Buch nicht umsonst gedruckt und verkauft wurde. Doch diesmal sage ich ganz klar: Wer es ausleihen kann, der kann es sich gerne einmal durchlesen, doch sonst lasst einfach die Finger davon.

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  • Eine Allegorie von Religion und Natur

    Schiffbruch mit Tiger

    CocuriRuby

    06. February 2016 um 13:49

    Besonderer Schreibstil, mit sehr stimmungsvollen und gedankenbeladenen Sätzen. Häufig erkennt man nicht auf den ersten Blick, was das Buch einem wirklich sagen will – so liest man zu Beginn ziemlich viel über Tiere aus dem Zoo und dessen Verhaltensstrukturen. Erst auf dem zweiten Blick zeichnet sich eine allgemeingültige natürliche (menschliche (Gesellschafts-))Struktur ab oder, dass Angst wie ein Raubtier ist. Natürlich geht es auch viel um Religion (Hinduismus, Christentum und Islam) – oder genauer gesagt um Gott. Der Autor verspricht schließlich eine Geschichte, die einem den Glauben an Gott wieder gibt. Dabei werden die Religionen besonders dargestellt – mit ehrlichen Augen. Ich denke, dass jeder daraus etwas für sich ziehen kann, egal welcher Religion er angehört oder auch nicht an Gott glaubt. Ich habe für mich z.B. daraus gezogen, dass der Glaube an Gott eine vielseitig beschriebene Geschichte ist, aber eben genau das: Fantasie – eine Geschichte, wenn auch gut erzählt. Das Buch ist dabei sehr allegorisch und zeigt die Verbindung (oder eben genau die Unverbindlichkeit) der Weltreligionen und der harten Grundordnung der Natur. Ab und an wird die Geschichte von Kapiteln unterbrochen, die das Geschehen des fiktiven Autors beschreibt, wie er Pi wahrnimmt und was er beobachtet, während oder bevor Pi ihm seine Geschichte erzählt. Das finde ich sehr schön gemacht, weil der Schriftsteller erst mal der Geschichte lauscht und der Leser erst mal anfängt zu lesen. Als würde man sich auf gleicher Ebene bewegen. Und natürlich wirkt es so echter – man könnte meinen, dass das ein echter Bericht ist und die Geschichte tatsächlich wahr – was sie nicht ist. Die Geschichte selbst ist natürlich sehr außergewöhnlich. Ich mag die ganzen Metaphern und Andeutungen, die sich fast überall finden (z.B. in dem Namen des Schiffes welches gesunken ist „Tsimtsum“. Es werden z.T. traumhaft schöne Bilder mit Worten gezeichnet – aber auch Grausamkeiten aufgeführt.  Was für mich tatsächlich negativ mitschwingt ist, dass die drei Säulen dieser Geschichte nicht neu sind. Nämlich der Schiffbruch und der Tiger und Name „Richard Parker“, die Art der zwei Geschichten oder zwei Varianten und die Insel. Außerdem zieht sich die Geschichte ab einen gewissen Punkt doch ziemlich. Mir ist klar, dass das auch einen symbolischen Charakter hat für die lange Zeit auf See – trotzdem hat es sich gezogen.   Fazit Das Buch ist wirklich herausragend und so oder so, ist es eine verdammt gut erzählte Geschichte, die viele Ebenen hat und wo man viel entdecken kann, sowohl in als auch zwischen den Zeilen. Schade fand ich allerdings, dass es sich doch etwas zieht. Trotzdem kann ich dieses Buch jeden ans Herz legen.

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  • Rezension zu "Schiffbruch mit Tiger" von Yann Martel

    Schiffbruch mit Tiger

    awogfli

    Ich hab mich irgendwie schon lang vor diesem Buch gedrückt, weil es sich so leicht und augenscheinlich in die philosophisch psychologisch esoterisch religiösen Gleichnisse eines Coelhos oder eines Lelords einordnen läßt, die ich erstens alle als schlechten Remix des "Kleinen Prinzen" von Saint-Exupéry halte und die mich andererseits wirklich narrisch machen, weil ich es hasse, auf eine so platte primitve kindliche Weise B. E. K. E. H. R. T. zu werden. Auch der Klappentext dieses Werkes faselt von lehrreich und einer Geschichte, die mich anschliessend an Gott glauben lassen soll - Oh Gott! - wie gruselig. Das ist wahrscheinlich wirklich der Grund, warum ich so lang die Finger von diesem Roman gelassen habe. Angesichts der Verfilmung habe ich mir nun dennoch widerstrebend ein Herz gefasst und bin sehr positiv überrascht. Eine ausgezeichnete gute Geschichte, voller Kraft, Logik und Grausamkeit, offen für jedwede Interpretation. Religion spielt glücklicherweise kaum eine Rolle. Der Umstand, dass der Hauptprotagonist gleich intensiv an drei Religionen glaubt, ist erstens witzig und zweitens genauso religiös, als wenn er Atheist wäre. Für das Überleben in der Geschichte spielt es keine Rolle, sondern Wille, Wissen, respektvoller dominater Umgang mit Tieren, Ausdauer, Kreativität, Glück und noch ein paar andere Faktoren sind dafür verantwortlich aber auf keinen Fall Glauben und Gottvertrauen. Am Ende der Story kommt noch der notwendige Schuss Realität ins Märchen und Gleichnis, das dem Leser auch noch zeigt, wie sehr Psychologie und Verdrängung bei einer Überlebensstrategie helfen kann. Auch sprachlich ist am Roman nichts auszusetzen, keine blumig übertriebene Sprache sondern gut und angemessen erzählt. Warum ich dennoch einen Stern abziehe? Ich bin bin in das Buch am Anfang einfach mehr als 150 Seiten nicht hineingekommen, kann aber nicht sagen, ob dies aus meinen zahlreichen Ressentiments resultiert, die ich im ersten Absatz der review dargelegt habe oder aus dem fehlenden Aufbau. Sei es wie es sei, dies ist meine Buchkritik, also immer subjektiv und a bissal ungerecht auch ein Bauchgefühl wird gnadenlos bewertet. Fazit auf jeden Fall sehr empfehlenswert - lest es bevor Ihr Euch den Film anschaut. (wie das verfilmt werden soll kann ich mir sowieso schwer vorstellen)

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    • 3
  • Überlebenskampf auf dem Meer

    Schiffbruch mit Tiger

    Andine

    13. October 2015 um 10:54

    Der Überlebenskampf gegen einen hungrigen Tiger und die unbarmherzige Natur werden teilweise so detailliert beschrieben, dass man sich unweigerlich fragen muss, wie ein Mensch solche Tortouren überstehen kann.
    Spannend, mitreißend und zum Denken anregend kann ich dieses Buch nur empfehlen.

  • Rezension zu "Schiffbruch mit Tiger" von Yann Martel

    Schiffbruch mit Tiger

    TheSaint

    Ich hatte ernste Zweifel bei diesem Buch... wie will es der Autor schaffen, mich als Leser über 300 Seiten lang interessiert und gefesselt an einer Geschichte teilhaben zu lassen, die sich um einen indischen Jungen und einem bengalischen Tiger in einem Rettungsboot dreht? Er schaffte es spielend. Ich war begeistert von dem Schreibstil, vom Charakter dieses Jungen namens Piscine Molitor Patel. Einerseits musste ich beim Namen Piscine schmunzeln, andererseits meinen Widerwillen gegenüber der Mathematik niederkämpfen, denn der Junge selbst stellte sich als "Pi" Patel vor. Die Geschichte geht zügig voran und zuerst lächelt man noch bei Pi's Versuchen um das Verstehen der großen Religionen, stellt sich bildlich all die beschriebenen Tiere im Zoo seines Vaters vor und lernt über deren Verhaltensweisen bis man dann gespannt den Überlebenskampf des Jungen an Bord eines kleinen Rettungsbootes verfolgt. Die Seiten fliegen und der Autor schafft es in Hitchcock'scher Manier, die Spannung zweier Protagonisten auf kleinstem Raume bis zum Schluß zu halten. Als die Odyssee nach 227 Tagen ihr Ende findet und Pi wieder festen Boden unter den Füssen hat und den Versicherungsmenschen seine Geschichte erzählt meint man, erleichtert ausatmen zu dürfen...doch während des Finish zieht der Autor noch einmal gewaltig an und verblüfft mit einem brillanten Schluß! Der Film (Regie: Ang Lee - "Brokeback Mountain", "Sinn und Sinnlichkeit") dürfte sich sehr nahe an das Buch halten, denn im Trailer findet man die im Buch beschriebenen Szenen sehr genau geschildert. Das Buch ist auf alle Fälle ein MUSS und der Film sicher eine Empfehlung!

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    • 3
  • Überleben

    Schiffbruch mit Tiger

    Kerry

    18. June 2015 um 22:27

    Pi Patel wächst zusammen mit seinem Bruder bei seiner Familie in Indien auf. Während sein Bruder mit sportlichen Erfolgen von sich reden macht, gehört Pi eher zur unentschlossenen Sorte Mensch. So kann er sich partout nicht entscheiden, ob er Hindu, Moslem oder Christ sein will und praktiziert alle drei Religionen. Sein Vater betreibt einen Zoo und so führt die Familie jahrelang ein gutes Leben, bis sich die wirtschaftliche Lage im Land verschlechtert, sodass Familie Patel den Zoo und die Tiere verkauft. Die Patels selbst wollen in Kanada ein neues Leben beginnen und auch einige Tiere dorthin überführen. Voller Hoffnung macht sich die Familie auf die lange Reise über das Meer. Diese Tage werden die letzten sein, die Pi im Kreise seiner Familie verbringt, denn ohne offensichtlichen Grund kommt es zu einem Schiffsunglück und das Schiff geht unter. Augenscheinlich ist er der einzige Überlebende - gerettet auf einem Rettungsboot, zusammen mit einem verletzten Zebra, einer Hyäne, einem Orang-Utan und dem bengalischen Tiger Richard Parker. Die Überlebenschancen für den jungen Mann sind alles andere als gut, anbetracht der Umstände, dass er mit zwei Raubtieren auf einem kleinen Rettungsboot auf Hilfe ausharren muss. Doch Pi ist der geborene Optimist und auch wenn die ungewöhnliche Reisetruppe immer weiter schrumpft, glaubt er fest daran, dass er überleben wird, denn Aufgeben ist keine Option. 227 Tage treibt er zusammen mit einem Tiger auf dem Meer ... Überleben! Der Plot wurde authentisch und detailliert erarbeitet. Sehr anschaulich wird beschrieben, wie man sich als Schiffbrüchiger verhalten sollte, wenn man mit einem Tiger in einem Rettungsboot festsitzt. Die Figuren wurden realistisch erarbeitet, wobei ich mich über die gesamte Geschichte hinweg nicht mit dem Protagonisten Pi anfreunden konnte. Der Sprecher, Ilja Richter, verfügt über eine sehr angenehme Stimme, konnte mir jedoch einfach nicht helfen, in das Buch richtig einzusteigen. Eigentlich hatte ich vor, das Buch zu lesen, habe mich aber aus Zeitgründen dann doch für das Hörbuch entschieden und muss gestehen, hätte ich es gelesen, hätte ich es definitiv nicht beendet.

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  • Lesen!

    Schiffbruch mit Tiger

    Miserable

    25. February 2015 um 10:48

    Pi Patel, überzeugter Hinduist, Moslem und Christ, ist mit seiner Familie und einem Zoo auf der Schiffsreise von Indien nach Kanada. Unerwarteterweise sinkt das Schiff, und Pi findet sich an Bord eines Rettungsbootes wieder, was ungewöhnlichere Passagiere nicht haben könnte: einen Tiger, einen Orang Utan, eine Hyände und ein Zebra. Was tun, wenn man mit wilden Tieren auf engstem Raum zusammengepfercht ist? Fest steht, Pi gibt nicht auf und arrangiert sich mit Richard Parker, dem bengalischen Tiger. Das Buch in einem Wort: Wow. Ich hoffe, ich werde es in dieser Rezension auch nur ansatzweise schaffen, meine Begeisterung für dieses Buch in Worte zu packen und ihm damit irgendwie gerecht zu werden. Ich habe vor einigen Monaten bereits die Verfilmung gesehen, doch diese verblasst im Angesicht dieses Meisterwerks. Pi ist eine Figur, die ganz speziell ist. Er hält sich nicht zwingend an Konventionen, sondern tut das, was er für richtig hält. So sieht er es überhaupt nicht als Problem an, gleich drei Religionen anzugehören. Er geht zur Messe, betet nach Mekka und pflegt auch die hinduistischen Rituale. Er ist wissbegierig und gibt sich nicht unbedingt mit dem zufrieden, was die Menschheit als normal ansieht. Er gibt nicht auf. Auch wenn man denkt, seine letzte Stunde habe geschlagen, schafft er es immer wieder, sich wieder aufzuraffen. Sein Lebenswille ist geradezu ansteckend. Und als ihn dann dieser irgendwann zu verlassen scheint, bricht die Welt nicht nur für ihn zusammen. Beim Lesen habe ich mich ihm so nahe gefühlt und ich hätte ihm am liebsten irgendwie unter die Arme gegriffen, damit er diese riesige Last nicht alleine tragen muss. Das Buch erzählt nicht bloß eine Geschichte, sondern hat etliche Diskurse über Biologie, artgerechte Haltung von Tieren, Schiffsfahrt, das Überleben auf dem Meer und vielem mehr. So macht es den Leser um einiges reicher. Man erlebt nicht nur eine spannende Handlung, sondern setzt sich mit Dingen auseinander, die vorher nie als wichtig erschienen sind. Ob man beim Lesen den Glauben an Gott gewinnt, wie es Pi verspricht, weiß ich nicht, aber man nimmt definitiv etwas mit. Pi erzählt uns zwei Geschichten, um am Ende stehen wir vor der Wahl: Welche hat uns besser gefallen? Die aberwitzige, in der Pi es mehrere Monate lang mit Richard Parker auf dem Rettungsboot ausgehalten hat? Oder die, in der keine Tiere mit ihm am Bord waren, sondern Menschen, die auf ihre niedersten Instinkte zurückgegriffen haben und von denen sich Pi als der willensstärkste hervorgtan hat? Für mich steht fest: die mit dem Tiger. Denn alles andere würde mich mit Pi in Abgründe führen, aus denen ich nicht so schnell fliehen könnte. Klare Leseempfehlung von mir, würde ich Punkte vergeben, wären es 12 von 10 Punkten, also ran an den Speck - äh - das Buch!

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