Yannik Monget

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Autor von Die Erde, morgen.

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Die Erde, morgen

Die Erde, morgen

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Erschienen am 01.08.2007

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Rezension zu "Die Erde, morgen" von Yannik Monget

Rezension zu "Die Erde, morgen" von Yannik Monget
HeikeGvor 10 Jahren

Tanzt nicht länger auf dem Vulkan

Was nutzen dicke Bücher, in denen die neuesten Klimadaten aufgelistet sind, wenn sie doch keiner liest. Das farbenfreudigste Diagramm, die steilste Klimakurve vermag die Mehrheit der Menschen nicht zu erreichen. Yannick Monget hat eine andere Art des Wachrütteln unseres Bewusstseins gewählt: Bilder.

Er bündelt die Informationen über die Entwicklung des Klimas auf der Erde und bringt sie in einen visuellen Kontext, der den Leser aufmerken lässt, weil er ihm auf 190 Seiten veranschaulicht, was geschehen könnte, wenn...
... die globale Erwärmung nicht rechtzeitig gestoppt werden kann,
... die Polareis-Kappen wirklich schmelzen,
... wir gezwungen werden, unsere Häuser und die Plätze, die wir lieben zu verlassen, um einer eventuellen große Überschwemmung zu weichen.
Was würde mit unseren Städten, unseren Sehenswürdigkeiten, unserem Leben wie wir es kennen, geschehen, wenn...?

Seine computergenerierten Einblicke in die Zukunft der Erde wirken beinah wie ein weiteres Kapitel aus einem seiner Science-Fiction-Bücher. Aber im Unterschied zu seinen bisher geschriebenen Romanen könnte die Fiktion dieses Bildbandes Wirklichkeit werden. Dann nämlich, wenn die Menschheit nicht endlich Verantwortung übernimmt und in höherem Maße große Veränderungen vornimmt.

In faszinierend-beunruhigenden Nachstellungen führt Monget mögliche Zukunftsvarianten vor: der Anstieg des Meeresspiegels, eine neue Eiszeit, das "sechste Massenaussterben", der Feuerplanet. So sieht der Betrachter Londons Big Ben sich aus den Fluten erheben, oder Manhattans Skyline vom Packeis umschlossen oder aber die Chinesische Mauer, versunken im Wüstensand. Aber Yannick Monget malt nicht nur düstere Bilder. Im letzten Kapitel "Die menschliche Revolution" gibt er der Erde eine Chance: die derzeit im Verkehrschaos erstickte Champs-Élysées ist eine riesige grüne Parkanlage, mit farbenprächtigen Blumen und hohen Hecken, New York eine begrünte Dachoase oder den Place de la Concorde in Paris ziert ein riesiger Springbrunnen mit wunderschönen Teichanlagen.
Kenntnisreiche Texte fassen zusammen und unterstützen die visuelle Dokumentation, erklären und zeigen Lösungen zur Abwendung der Katastrophe auf.
Dabei wirkt Monget niemals absolutistisch. Gegenmeinungen lässt er durchaus gelten. "Hier soll keinesfalls die Zukunft vorausgesagt werden. Es werden nur 'mögliche' Zukunftsvarianten vorgeführt."

Ergänzt wird Die Erde, morgen durch ein Vorwort des Biochemikers Jean-Marie Pelt und viele treffende Zitate berühmter Persönlichkeiten. Yannick Monget lässt u. a. Galileo Galilei, Michail Gorbatschow, Schopenhauer, Shakespeare, Goethe oder auch den Dalai Lama sprechen, fügt viele Sprichwörter ein oder zitiert aus Bibel und Koran.

Manche der 120 Bilder sind vielleicht ein wenig überzeichnet und etwas zu reißerisch geraten, auch ist die Qualität einiger Computer-Animationen nicht durchgängig brillant, ein Grund zur Gelassenheit ist dies jedoch auf keinen Fall.
Spätestens auf der letzten Seite, die unsere Erde, aufgenommen während einer Apollo-Mission vom Mond aus zeigt, wird dem Betrachter und Leser die Einzigartigkeit unseres Planeten im Universum vor Augen geführt. "Daher müssen wir diese Umwelt bewahren, denn wohin sollen wir fliehen, wenn wir sie zerstören?"

Fazit:
Die Erde, morgen wurde von der französischen Ausgabe des GEO-Magazins als ein "planetarisches SOS" bezeichnet. Es ist ein Buch für Jedermann: "Die Welt zu verändern ist keine Utopie, sondern ein Weg zur Lösung. Denn wir sollten nicht vergessen, dass wir allein verantwortlich sind für die Umweltkrise. (...) Vergessen wir also nicht, dass die Zukunft noch nicht geschrieben ist und wir sie noch gestalten können. Es liegt an uns."
Eine perfekte Zusammenfassung jener Flut von Informationen, die wir aus den Medien kennen.

"Die Blumen von morgen müssen heute gesät werden." Chinesisches Sprichwort

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