Leider konnte mich „Zwischen Himmel und Erde“ nicht so berühren, wie ich es mir erhofft hatte. Der Klappentext versprach eine tiefgründige Geschichte über Freundschaft, Politik und Identität – Themen, die mich eigentlich sehr interessieren. Doch die Umsetzung blieb für mich weit hinter dem Potenzial zurück.
Der Schreibstil war ungewohnt und stellenweise so experimentell, dass ich Mühe hatte, dem Erzählfluss zu folgen. Die Handlung wirkte oft sprunghaft, manche Szenen blieben so vage, dass ich keinen emotionalen Zugang zu den Figuren finden konnte – besonders zu Melissa und Catarina. Obwohl ihre Lebenswege und Hintergründe spannend hätten sein können, wirkten sie auf mich eher blass und distanziert.
Auch die politischen Bezüge fühlten sich weniger wie ein integrierter Teil der Geschichte an, sondern eher wie beiläufig eingestreute Informationen, die kaum vertieft wurden. Der Roman wollte viel – Revolution, globale Krisen, weibliche Identität, Migration – aber vielleicht zu viel auf einmal, ohne einen klaren Fokus zu behalten.
Fazit:
Ein ambitioniertes Buch mit wichtigen Themen, das mich aber weder emotional noch stilistisch überzeugen konnte. Für mich persönlich blieb es leider zu abstrakt und unzugänglich.









