Yarrow Townsend

 4,2 Sterne bei 23 Bewertungen

Lebenslauf

Yarrow Townsend verbrachte die meiste Zeit ihrer Kindheit im Wald. 2009 ging sie nach Oxford, um Englische und Französische Literatur zu studieren, und entdeckte, den Botanische Garten als perfekten Ort zum lernen. Nach dem Studium wurde sie Englischlehrerin. Heute lebt sie auf einem Boot und reist durch die Kanäle Englands. 

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Yarrow Townsend

Cover des Buches Anna und das Leuchten der Wale (ISBN: 9783522186025)

Anna und das Leuchten der Wale

(3)
Erschienen am 18.10.2025

Neue Rezensionen zu Yarrow Townsend

Cover des Buches Anna und das Leuchten der Wale (ISBN: 9783522186025)
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Rezension zu "Anna und das Leuchten der Wale" von Yarrow Townsend

Gwhynwhyfar
ein Seeabenteuer

«Es war, als wäre das Meer selbst lebendig geworden. Aus dem aufgewühlten Wasser stieg glitzernde Gischt auf und griff gierig nach dem Schiff. Dunkle Vögel stürzten wie riesige Hagelkörner auf die Wasseroberfläche hinunter, und silbrige Fische sprangen in verzweifelter Flucht in alle Richtungen. Gleich darauf tauchte aus dem Wasser eine dunkle Wölbung auf und raste auf das Schiff zu.»


Anna lebt auf der abgelegenen Windrose-Island im Einklang mit der Natur mit ihrem Ziehvater Caleb, betreut die Vögel. Als Leute vom Festland in einer Höhle Fässer verstecken, ist Anna Zeugin. Gleich darauf kommt der skrupellose Bartholomew Rime, verhaftet Caleb wegen Schmuggelns dieser Fässer. Das stinkt gewaltig! Was haben sie wirklich vor? Anna will  Calebs Unschuld zu beweisen. Die Wahrheit könnte an Bord der Albatross liegen, einem versunkenden Walfänger – doch nur Caleb weiß, wo er liegt. Mit ihrer Freundin Mina wagt sich Anna auf eine gefährliche Seereise, um das verlorene Schiff zu finden.


«‹Nur weil er auf dieser Liste steht, muss das noch lange nicht heißen, dass er tatsächlich auf dem Schiff war. Caleb würde niemals an Bord eines Walfängers gehen. Er weiß, dass es nicht richtig ist, Wale zu töten.› doch noch während sie es sagte, dachte Anna, dass es vieles gab, was sie über Caleb und sein früheres Leben nicht wusste.»


Bartholomew Rime und seine Männer haben es auf das wertvolle grüne Walöl abgesehen. Und was hat Mina wirklich vor? Anna beschützt auf ihrer kleinen Insel die Vögel und studiert sie. Umweltschutz steht im Mittelpunkt, Tierschutz und die Kritik an Ausbeutung von Ressourcen. Gut und Böse sind ohne Zwischentöne klar erkennbar. Das Buch hat mich ein wenig unbefriedigt zurückgelassen hat. Lange war mir nicht klar, wohin die Sache hinlaufen mag. Es dauert lange, bis die Geschichte wirklich Fahrt aufnimmt, nämlich fast am Ende. Wer eine Walgeschichte erwartet, wird ebenso enttäuscht werden. Wale kommen nur ganz kurz und unbedeutend vor. Da wedelt auch ziemlich heftig der pädagogische Zeigefinger. Stark ist das Kinderbuch an den Stellen, wo es die Natur beschreibt, für das Naturalwriting hat Yarrow Townsend wirklich Talent. Den Kinderroman kann man gut lesen, aber überzeugt hat er mich nicht. Der Thienemann Verlag gibt für diesen Kinderroman eine Altersempfehlung‎ ab 10 Jahren. Das passt für mich.



Yarrow Townsend verbrachte die meiste Zeit ihrer Kindheit im Wald. 2009 ging sie nach Oxford, um Englische und Französische Literatur zu studieren. Nach dem Studium wurde sie Englischlehrerin. Heute lebt sie auf einem Boot und reist durch die Kanäle Englands. Nach Alva und das Rätsel der flüsternden Pflanzen ist dies ihr zweiter Kinderroman.


Cover des Buches Anna und das Leuchten der Wale (ISBN: 9783522186025)
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Rezension zu "Anna und das Leuchten der Wale" von Yarrow Townsend

Alrik
Wenn der Gesang der Wale den Weg weist

Schon auf den ersten Seiten wehte der salzige Wind von Windrose-Island durchs Wohnzimmer. Während leise umgeblättert wurde, lag sofort diese besondere Stimmung in der Luft – nach Meer, Freiheit und einer leisen Bedrohung, die sich langsam zusammenzieht. Neben mir ein gespannter Blick, ein leises „Die Insel klingt schön, aber auch unheimlich“, und damit war klar: Diese Geschichte würde gemeinsam erlebt.


Anna ist eine Heldin, die nicht laut sein muss, um stark zu sein. Ihr Mut zeigt sich im Dranbleiben, im Zweifel, im Weitermachen. Besonders berührt hat, wie selbstverständlich sie Verantwortung übernimmt, ohne ihre Angst zu verleugnen. Beim Lesen entstand immer wieder dieses kurze Innehalten, wenn Annas Entschlossenheit spürbar wurde. „Sie gibt einfach nicht auf“, kam es halblaut von der Couch, und genau das fühlte sich wie der Kern der Geschichte an.


Die Reise auf dem Meer entwickelte einen Sog, der kaum Pausen zuließ. Der Gesang der Wale, das Beobachten der Vögel, das Vertrauen in Zeichen der Natur – all das wurde so bildhaft erzählt, dass zwischendurch gemeinsam überlegt wurde, ob man selbst den Mut hätte, ohne Karte loszufahren. Ein skeptisches Stirnrunzeln traf auf mein leises Nicken, beide völlig gefangen in dieser Welt.


Besonders stark wirkt das Buch dort, wo Natur nicht Kulisse bleibt, sondern Herzstück der Handlung ist. Der Konflikt um das Walöl, die Gier, die Zerstörung droht, führte zu ernsten Gesprächen zwischen den Kapiteln. „Warum machen Menschen sowas?“ blieb lange im Raum stehen, auch nachdem das Licht schon gedimmt war.


Am Ende wurde das Buch geschlossen mit diesem Gefühl, etwas Wichtiges geteilt zu haben. Eine Geschichte, die Abenteuer schenkt, ohne die Verantwortung aus den Augen zu verlieren, und die zeigt, wie kraftvoll es sein kann, der Natur zuzuhören – manchmal sogar gemeinsam.

Cover des Buches Anna und das Leuchten der Wale (ISBN: 9783522186025)
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Rezension zu "Anna und das Leuchten der Wale" von Yarrow Townsend

Dr_M
A Ship in the Dark



 So lautet der Originaltitel. Warum Wale hingegen leuchten sollen, hat sich mir nicht erschlossen. Sie haben allerdings ein gewisses Marketinggewicht, also mussten sie in den Buchtitel. An sich ist die Geschichte, die in diesem Buch erzählt wird, schön. Nur beinhaltet sie eine ganze Reihe von Gleichnissen und symbolhaften Vorgängen, die einen nicht unerheblichen manipulativen Charakter besitzen. So stehen der Bösewicht und seine Truppe für den Kapitalismus, der gnadenlos die natürlichen Ressourcen ausbeutet und deshalb bekämpft werden muss. 


 Die Heldin ist dagegen eine Naturschützerin und der Autorin vermutlich in vielem ähnlich. Und schließlich enthält dieses Buch auch noch einen gewissen Schuss Feminismus. Vielleicht merken das Jugendliche nicht unbedingt, weil sie das gewöhnt sind. 


 Eine schöne Geschichte, nur leider etwas überfrachtet mit Ideologie und Erziehungsdrang. Hier ist ziemlich klar, was man denken soll. 

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