Yasar Kemal

 4.3 Sterne bei 28 Bewertungen
Autor von Die Disteln brennen, Zorn des Meeres und weiteren Büchern.

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Yasar KemalZorn des Meeres
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Zorn des Meeres
Zorn des Meeres
 (3)
Erschienen am 29.04.1998
Yasar KemalDie Ararat Legende
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Die Ararat Legende
Die Ararat Legende
 (2)
Erschienen am 01.06.1997
Yasar KemalDas Lied der tausend Stiere
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Das Lied der tausend Stiere
Das Lied der tausend Stiere
 (2)
Erschienen am 01.02.1997
Yasar KemalMemed-Romane
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Memed-Romane
Memed-Romane
 (2)
Erschienen am 01.09.2008
Yasar KemalDer Wind aus der Ebene
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Der Wind aus der Ebene
Der Wind aus der Ebene
 (2)
Erschienen am 10.04.1991
Yasar KemalEisenerde, Kupferhimmel
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Eisenerde, Kupferhimmel
Eisenerde, Kupferhimmel
 (1)
Erschienen am 20.01.1992
Yasar KemalGelbe Hitze
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Yasar KemalDas Unsterblichkeitskraut
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Das Unsterblichkeitskraut

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Rezension zu "Memed-Romane" von Yasar Kemal

Rezension zu "Memed-Romane" von Yasar Kemal
Ein LovelyBooks-Nutzervor 10 Jahren

Yaşar Kemal, 1923 in der Provinz Adana geboren, gehört wohl zu den bedeutendsten zeitgenössischen Schriftstellern der Türkei. Außerdem ist er immer ein kritischer Beobachter seines Landes u.a. in Bezug auf die Wahrung der Menschenrechte, was ihm nicht nur einmal - von Seiten des türkischen Staates - übelgenommen wurde.
Seinen Roman "Memed mein Falke" veröffentlichte er bereits 1955 - seitdem bekam er zahlreiche internationale Auszeichnungen für sein Werk, so zum Beispiel den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 1997.

Memed ist ein einfacher Bauernjunge, der aus Wut und Verzweiflung gegen den diktatorischen Großgrundbesitzers seines Dorfes aufbegehrt, seine Geliebte, die einen anderen heiraten soll, entführt und als Flüchtiger versteckt leben muss.

Kemals Roman, eine Art tükische Robin-Hood-Story, wurde schon bald zu einer Legende: in den türkischen Kaffeehäusern wurde Memeds Geschichte vorgelesen, wandernde Sänger erzählten sie nach...

Yaşar Kemal kann großartig erzählen! Alleine die Landschaft der Çukurova, die fruchtbare Tiefebene zwischen Taurusgebirge und Meer, beschreibt er seitenweise so wunderschön, dass sie vor dem geistigen Auge entsteht. Memed und sein Leben schildert er voller Leidenschaft, die Verhältnisse der Dorfbevölkerung unter ihrem Patriarchen, dem Großgrundbesitzer, so drückend und voller alltäglicher Details, dass man die äußerst harten Bedingungen fast nachfühlen kann...
Ich weiß nicht, wie oft ich "Memed mein Falke" gelesen habe, fünf-, sechsmal?! Bei manchen Passagen glaube ich, die Zeilen schon fast beim Lesen mitsprechen zu können und doch, ja, ich werde dieses Buch noch öfter als einmal lesen - weil mich die Erzählfreude einfach umwirft und die gelungene Sozialkritik, die Form, mit der Yaşar Kemal diese an uns LeserInnen heranträgt, einfach unglaublich gelungen ist.

"Memed mein Falke" ist ein Buch, das mich auch nach mehrfachem Lesen immer noch berührt.

Diese Schuber-Ausgabe der kompletten Memed-Romane ("Memed mein Falke"; "Die Disteln brennen. Memed II"; "Das Reich der Vierzig Augen. Memed III"; "Der letzte Flug des Falken. Memed IV") ist diesen Herbst beim Unionsverlag erschienen. Man möchte meinen, pünktlich zur Buchmesse mit dem Schwerpunktthema Türkei. Sicherlich, aber vielleicht ja auch, um nochmal auf dieses tolle Werk aufmerksam zu machen und die Fans gleichermaßen zu bedienen...
Zu den Fortsetzungen so viel: ich musste einfach wissen wie es mit Memed weitergeht, deshalb hab ich mir natürlich damals auch die weiteren Teile besorgt. Zugegebenermaßen ist der erste Teil auch der allerbeste - der zweite ist durchaus noch ziemlich gut, Teil drei hat dann in meinen Augen etwas deutlicher nachgelassen, aber was soll´s: für "Memed mein Falke" würde ich noch ganz anderes in Kauf nehmen.

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Rezension zu "Die Disteln brennen" von Yasar Kemal

Rezension zu "Die Disteln brennen" von Yasar Kemal
Marcovor 11 Jahren

„Brennende Disteln“ ist der zweite Roman von Yassar Kemals Memed-Trilogie. Drei Bücher über das Leben eines Rebellen und Freiheitskämpfer. Jeder Teil ist einzeln ohne Brüche lesbar, jedes Buch ist ein eigenes Leseereignis. Schnell wird man in die eigene Welt der Bauern, Beys und Rebellen gezogen. Die Menschen bekommen Konturen, die Landschaften entfalten Reize, Geräusche und Gerüche. Kemal ist ein Romantiker, der die bunten leuchtenden Farben liebt. Mit ihnen malt er Leidenschaft, Leid und nahezu alle anderen Facetten des Lebens. Seine Naturbeschreibungen sind opulent, sie künden von der Liebe des Autors zu seiner Heimat. Manch Beschreibung scheint zu dick aufgetragen, zu grell, so dass die Handlung in den Hintergrund gerät. Einige charakteristischen Züge der Romanfiguren sind überzeichnet. Zu viele Protagonisten wiederholen ihre bedeutungsschwangeren Sätze und Gedanken. Wenn man sich von alledem nicht ablenken lässt oder diesen Stil sogar genießen kann, dann bekommt man vergnügliche Lesestunden geliefert

Im Mittelpunkt des Romans steht Memed Ince, ein kleiner schmächtiger Mann. Memed wird durch den Mord eines Tyrannen zu einem geächteten, verfolgtem Verbrecher, aber auch zu dem verehrten, rebellischen Helden. Genau in diesem Spannungsverhältnis flüchtet Memed von Versteck zu Versteck. Er grübelt über die Folgen seiner Tat, die zwar den Tyrann beseitigt hat, an dessen Stelle aber noch ein größerer Tyrann getreten ist. Lohnt sich der Kampf der Obrigkeit, welche die Menschen ausbeutet? Ist er wirklich der Held, der Befreier, den viele Bauern in ihm sehen? Während Memed in einem tiefen Gewissenskonflikt gerissen wird, wird die Situation der Menschen immer schlechter. Ein einflussreicher Bey beansprucht das Land für sich und will die Bauern vertreiben. Die Lage spitzt sich zu und alle fragen sich, ob der Retter Memed endlich wieder handeln wird.

Gleich zu Beginn des Romans erschafft Kemal dem Leser die Landschaft, in der die Handlung ihren Lauf nimmt (Leseprobe):
„Im Süden der Anavarza-Ebene fließt der Ceyhan. Schnurgerade bahnt er seinen Weg ohne größere Windungen hinüber zu den Felsen von Anavarza. An manchen Orten haben seine Wasser den Boden tief ausgehöhlt. Das ausgewaschene Erdreich stürzt von Zeit zu Zeit ein und versinkt mit lauten Donnern in den Fluten. Da und dort öffnen sich Abgründe, so steil, als hätte man sie mit dem Schwert eingekerbt, Zeichen ständiger Einbrüche, Klüfte mit gezackten Rändern, die zur Wasserseite hin abfallen und am Flussufer kleine Sandbuchten bilden.“

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